Lommatzsch: Rittergut Dörschnitz

Rittergut Dörschnitz

Dörschnitzer Str. 1 (?)
01623 Lommatzsch OT Dörschnitz

Historisches

Das Rittergut Dörschnitz geht auf ein 1350 urkund­lich bestä­tig­tes allo­dium zurück. Im Jahre 1700 berich­tet eine Quelle von einem Vorwerk, das 1764 als Rittergut Erwähnung fand. Das Rittergut Dörschnitz war ursprüng­lich im Besitz der Familie von Plötz, kam dann an die Familie von Bose und gehörte im 19. Jahrhundert den Familien Herrmann und Großmann.

Priestewitz: Vorwerk Gävernitz

Vorwerk Gävernitz

01561 Priestewitz OT Gävernitz

Historisches

Das Vorwerk wurde erst­mals 1410 erwähnt und bestand noch im 18. Jahrhundert fort. Weitere zuver­läs­sige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Lommatzsch: Wasserburg Lautzschen

Wasserburg Lautzschen

01623 Lommatzsch OT Lautzschen

Historisches

Die erste Erwähnung der Wasserburg erfolgte 1206 als Herrensitz unter Ramvoldus de Lutsan, ihre Erbauung datiert dem­nach vor die­ser Zeit. Sie befand sich auf einer rund­li­chen Insel. Der gut erhal­tene Burghügel mit was­ser­füh­ren­dem Graben befin­det sich am west­li­chen Ortsrand hin­ter dem Gehöft Nr. 5.

Bodendenkmalschutz

Die Burganlage wurde 1936 erst­mals als Bodendenkmal geschützt. Der Schutz wurde 1957 erneuert.

Priestewitz: Vorwerk Blattersleben

Vorwerk Blattersleben

01561 Priestewitz OT Blattersleben

Historisches

Bereits 1277 war Blattersleben unter Gunzelinus de Bratersleven ein Herrensitz, der 1712 als Vorwerk Erwähnung fand. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts unter­stand Blattersleben über zwei­hun­dert Jahre dem Rittergut Zottewitz.

Lommatzsch: Rittergut Scheerau

Rittergut Scheerau

01623 Lommatzsch OT Scheerau

Historisches

Für Scheerau wurde erst­mals 1764 ein Rittergut erwähnt. Es han­delte sich dabei um ein tro­cke­nes Rittergut. Ein Rittergutshof war dem­nach nicht exis­tent. Mit dem Besitz des Rittergutes waren ledig­lich bestimmte Grundrechte und gege­be­nen­falls land­wirt­schaft­li­che Nutzflächen verbunden.

Priestewitz: Vorwerk Porschütz

Vorwerk Porschütz

01561 Priestewitz OT Porschütz

Historisches

1355 sowie im 18. Jahrhundert wurde ein Vorwerk urkund­lich erwähnt. Weitere zuver­läs­sige und aus­sa­ge­kräf­tige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Lommatzsch: Freigut Ickowitz

Freigut Ickowitz

Ickowitz 1
01623 Lommatzsch OT Ickowitz

Historisches

Seit 1350 war ein Allodium bekannt, wel­ches seit 1569 als Vorwerk bezeich­net wurde. Das Vorwerk Ickowitz unter­stand dem Rittergut Schieritz und wurde 1569 von Simon Lische an Hans von Schleinitz ver­kauft. Es befand sich seit 1831 in bürr­ger­li­chem Besitz und wurde unter dem Eigentümer Herrn Ehrenberg 1872 neu errich­tet. Alexander Pflugbeil erwarb das Freigut Ickowitz 1906. Er ver­an­lasste sowohl am Herrenhaus als auch an den zuge­hö­ri­gen Wirtschaftsgebäuden Umbauten und Sanierungsarbeiten. Alexander Pflugbeil ver­starb vor Kriegsende 1945 und das Freigut ging an seine Witwe über.

Nach 1945

Obwohl der Grundbesitz unter der boden­re­form­re­le­van­ten Größe von 100 Hektar lag, erfolgte die Enteignung, denn Pflugbeils Tochter war mit einem NSDAP-​Mitglied ver­ehe­licht. Der Besitz wurde unter meh­re­ren Neubauern auf­ge­teilt. Das Herrenhaus diente als Wohnhaus und als Sitz der Gemeindeverwaltung.

Nachwendezeit

Im Jahr 2000 wurde das Herrenhaus Ickowitz pri­vat erwor­ben und anschlie­ßend saniert.

Heutige Nutzung

Das Gutshaus wird bewohnt und als Atelier genutzt.

Käbschütztal: Rittergut Deila

Rittergut Deila

Deila 1
01665 Käbschütztal OT Deila

Historisches

In Deila wurde bereits 1256 ein Rittersitz erwähnt, der 1551 als Rittergut auf­ge­führt wurde. Es wurde zwi­schen 1776 und 1793 erbaut. Es ist eines der Rittergüter, über die lei­der nicht viele Informationen zu fin­den sind, obgleich es sich um ein ver­hält­nis­mä­ßig gro­ßes Objekt han­delt. Adolph Steiger kam 1921 in den Besitz des Ritterguts Deila.  Dessen gleich­na­mi­ger Sohn war der letzte Gutsbesitzer.

Nach 1945

Das Rittergut war klei­ner als 100 Hektar und fiel damit nicht unter die Bodenreform. Dennoch galt die Familie als “Großbauern”. Sie sah sich erheb­li­chen Repressalien aus­ge­setzt und flüch­tete. Nach 1945 erfolg­ten optisch nach­tei­lige Abbrucharbeiten am Rittergut, die in den 1970er Jahren fort­ge­führt worden.

Nachwendezeit

Die Erben von Adolph Steiger erhiel­ten den Familienbesitz zurück. Sie ver­kauf­ten ihn an neue Eigentümer.

Heutige Nutzung

Die sanie­rungs­be­dürf­tige Vierseitenanlage befin­det sich in Privatbesitz und steht leer, nur im Torgebäude ist eine Wohnung belegt. Das Gut besteht aus Wohnhaus, Torhaus sowie meh­re­ren Wirtschafts- und Stallgebäuden.

Klipphausen: Vorwerk Reppnitz

Vorwerk Reppnitz

Reppnitzer Rittergut 1–5
01665 Klipphausen OT Reppnitz

Historisches

1456 wurde das Vorwerk des Schlosses Scharfenberg erst­ma­lig erwähnt. Seit 1457 befand sich das Vorwerk im Besitz der Herren von Miltitz. 1850 wurde es von der Familie Oehmichen erworben.

Nach 1945

Die Familie Oehmichen wurde 1945 enteignet.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk steht seit meh­re­ren Jahren leer.

Käbschütztal: Rittergut Leutewitz

Rittergut Leutewitz

Leutewitz 1
01665 Käbschütztal OT Leutewitz

Historisches

Frühere Besitzer des Ritterguts Leutewitz waren ab 1486 Gunter von Kertzsch und ab 1504 die Familie von Nitzschwitz. Unter ihr erfolgte 1554 die Nennung als Rittergut. Es folg­ten Johann Adam Hamm und Hans Ernst von Warnsdorf. 1623 war Hieronymus von Nischwitz als Eigentümer benannt. Das Gut wech­selte 1764 erneut den Besitzer, die neuen Eigentümer, die Familie Steiger, wur­den ab 1805 durch ihre Merinoschafzucht bekannt. Die Familie Steiger stieg sowohl durch die Schafzucht als auch durch Saatgutverkauf von ein­fa­chen Bauern zu Vorzeigelandwirten auf und besaß das Rittergut Leutewitz bis zur Enteignung.

Das Herrenhaus wurde im 17. Jahrhundert errich­tet und im 18. Jahrhundert im Barockstil umge­baut. 1895 erfolg­ten erneute Umbauten, die Otto Steiger beauf­tragt hatte.

Noch 1945

Das Rittergut blieb von der Enteignung 1945 nicht ver­schont und wurde als VEB wei­ter­ge­führt bis zur Schließung 1990.

Nachwendezeit

1998 erwarb eine Baufirma das Gut und sanierte die Gebäude umfassend.

Heutige Nutzung

Das Rittergut dient heute Wohnzwecken und beher­bergt auch einige Büroflächen.