Müglitztal: Schloss Weesenstein

Schloss Weesenstein
Am Schlossberg 1
01809 Müglitztal OT Weesenstein

Historisches
1318 wurde “Weysinberg” erst­mals er­wähnt und ge­hörte zur Burggrafschaft von Dohna. Damit blickt das Schloss Weesenstein auf eine lange, er­eig­nis­rei­che Geschichte zu­rück. 1402 wurde Weesenstein markgräflich-​meißnisches Lehen, Lehensnehmer wa­ren bis 1772 die Herren von Bünau. 1406 folgte der Umbau zu ei­nem Wohnschloss, die erste Schlosskapelle wurde 1504 er­rich­tet. Das Besondere an Schloss Weesenstein ist, dass es auf­grund sei­ner Felsenlage von oben nach un­ten­ge­baut wurde. So wurde 1575 ein Unterschloss an­ge­fügt. Eine neue Schlosskapelle ent­stand zwi­schen 1738 und 1741.

Die Barone von Uckermann er­war­ben das Schloss 1772 und nah­men Veränderungen an der Innenarchitektur vor. 1781 ent­stand der Park im fran­zö­si­schen Stil. Seit 1830 be­fand sich Weesenstein in Privatbesitz der Wettiner und kam 1918 in bür­ger­li­che Hand. 1933/​1934 kaufte der Sächsische Heimatschutz das Schloss, um ein Museum darin ein­zu­rich­ten. Von 1942 bis zum Kriegsende 1945 wur­den Teile der Dresdner Kunstsammlungen hier ausgelagert.

1945
Ab 1947 be­fand sich das Schloss un­ter Verwaltung der Staatlichen Museen, Schlösser und Gärten, 1952 wurde das Museum wie­der er­öff­net. 1957 folgte die Übergabe an die Gemeinde Weesenstein.

Nachwendezeit
Die Nutzung als Museum wurde fort­ge­führt. Der Schlosspark wurde beim Hochwasser von 2002 stark be­schä­digt und an­schle­ßend wiederhergestellt.

Heutige Nutzung
Im Schloss sind wei­ter­hin Museum und eine gas­tro­no­mi­sche Einrichtung un­ter­ge­bracht. Mehrmals im Jahr fin­den im Außenbereich Feste und Märkte statt. Die Parkanlage war­tet mit ge­pfleg­ten Blühpflanzenbereichen, Wasserspielen und Wasserläufen so­wie ru­hi­gen Bereichen auf. Hangseitig la­den teils steile Wanderwege ein, un­ter an­de­ren die Überreste des Belvederes zu erkunden.