Groitzsch: Wallburg Altengroitzsch

Wallburg Altengroitzsch

Teichstraße 11
04539 Groitzsch OT Altengroitzsch

Historisches

Die erhal­te­nen Wall- und Grabenreste befin­den sich am nord­west­li­chen Ortsrand auf der öst­li­chen Seite des Schwennigke-​Bachs. Die Innenfläche der Wallburg beträgt etwa 60 x 30 m. Der Burgstandort ist heute durch ein Gehöft mit meh­re­ren Gebäuden überbaut.

Ursprünglich wurde die Wallburg durch zwei halb­runde Abschnittswälle mit vor­ge­la­ger­ten Gräben im Abstand von etwa 20 m gesi­chert. Die ehe­ma­lige Slawenburg, auch Sorbenfeste genannt, bestand im 8./9. Jahrhundert ver­mut­lich als sor­bi­scher Adelssitz, der im 10. Jahrhundert zer­stört wurde.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde Anfang 1936 als Bodendenkmal geschützt. Der Schutz wurde 1958 erneu­ert und Mitte 1975 erweitert.

Göda: Schloss Nedaschütz

Schloss Nedaschütz

Nr. 1
02633 Göda OT Nedaschütz

Historisches

1317 war ein Herrensitz unter Johannes de Nedaswicz bekannt, der 1409 als Rittersitz und seit 1586 als Rittergut bezeich­net wurde. Das Schloss ent­stand unter Christiane Charlotte von Flemming, die das Rittergut Nedaschütz von ihrem Ehegatten geerbt hatte. 1729 ver­kaufte sie das Anwesen. 1918 erfolg­ten unter dem Besitzer Albrecht Thomas Umbauten am Schloss, es ent­stand unter ande­rem der über­dachte Eingangsbereich. Die Familie Thomas ver­blieb bis 1945 im Besitz des Ritterguts.

Nach 1945

Das Schloss wurde 1945 geplün­dert und die Eigentümer ver­trie­ben.  Danach nutzte die Gemeinde das Bauwerk als Verwaltungssitz.

Nachwendezeit

1992 wur­den wei­te­ren Umbauten am Schloss Nedaschütz vor­ge­nom­men. Drei Jahre spä­ter über­nahm der Schlossverein Nedaschützdas Schlossund betrieb darin ein Restaurant. 2006 wurde die Fassade instand gesetzt. 2008 musste der Verein seine Arbeit aus finan­zi­el­len Gründen einstellen.

Heutige Nutzung

Schloss Nedaschütz wird für Veranstaltungen genutzt.

Göda: Wallburg & Rittergut Göda

Wallburg & Rittergut Göda

Oberweg 2 (Rittergut)
Seitschener Straße (Wallburg)
02633 Göda

Historisches

Bereits 1007 wurde ein cas­tel­lum erwähnt, wel­ches 1071 als Burgward bezeich­net wurde. 1222 wurde urkund­lich ein Herrensitz bezeich­net, ab 1576 ein Vorwerk. Das Vorwerk gilt als Nachfolgebau der Wallburg und wurde etwas west­lich von die­ser auf­ge­baut. Das Herrenhaus des Rittergutes wurde um 1860 erbaut.

Von der Wallburganlage, aus der das spä­tere Rittergut her­vor­ging, sind noch Wall- und Grabenreste süd­lich über dem Langen Wasser an der Seitschener Straße vor­han­den. Sie befin­den sich etwa auf Höhe der Hausnummer 5 auf der gegen­über­lie­gen­den Straßenseite und sind über einen kur­zen Wanderweg erreichbar.

Bodendenkmalschutz

Die Wehranlage wurde erst­mals 1935 und erneut Ende 1958 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Göda: Rittersitz Jannowitz

Rittersitz Jannowitz

02633 Göda OT Jannowitz

Historisches

1511 wurde ein Rittersitz urkund­lich erwähnt. Das Rittergut Seitschen übte um 1580 die Grundherrschaft über Jannowitz aus, das Rittergut Bolbritz um 1777. Weitere zuver­läs­sige Informationen über den Rittersitz Jannowitz lie­gen nicht vor.

Göda: Wallburg Dobranitz

Wallburg Dobranitz

Dobranitzer Schanze
02633 Göda OT Dobranitz

Historisches

Von der Wallburg Dobranitz sind ledig­lich geringe Reste vor­han­den, nach­dem sie zu einem gro­ßen Teil abge­tra­gen wurde. Die sla­wi­sche Wallburg wurde vom 8. bis 10. Jahrhundert genutzt.

Die Schanze befin­det sich süd­öst­lich des Ortes und nörd­lich des Großhänchener Wassers. Sie liegt ganz in der Nähe der Coblenzer Schanze und ist bequem über einen Wanderweg aus Richtung Coblenz oder Großhänchen erreichbar.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht für die Schanze seit 1935. Der Schutz wurde Ende 1958 erneuert.

Göda: Rittergut Birkau

Rittergut Birkau

Birkau 21
02633 Göda OT Birkau

Historisches

Maria Luitgard Vitzthum von Eckstädt hatte 1665 drei Bauerngüter zusam­men­ge­kauft und damit das Vorwerk Birkau begrün­det. Einer ande­ren Quelle zufolge bestand das Vorwerk jedoch bereits 1622. Als Rittergut ist Birkau erst­mals 1729 erwähnt wor­den. Die Besitzer wech­sel­ten mehr­fach, seit 1847 befand es sich in bür­ger­li­cher Hand. Um 1880 erfolgte ein Neubau des Herrenhauses. Als Bauherr kommt Karl Kaspar Erwin Heiber in Frage, der das Rittergut Birkau 1871 erwor­ben hatte.

Nach 1945

Auch auf dem Rittergut Birkau wurde die Bodenreform voll­zo­gen und der letzte Besitzer ent­eig­net. Das Rittergut wurde der LPG ange­glie­dert und als Ausbildungsstätte für Landwirtschaftslehrlinge genutzt. Zur Unterbringung der Lehrlinge wurde ein Wohnneubau errich­tet. Ein wei­te­rer DDR-​Neubau auf dem Gelände wurde nicht fertiggestellt.

Nachwendezeit

Ausbildungsstätte und Wohnheim wur­den geschlos­sen und geräumt. Die Treuhand ver­kaufte die Ländereien, blieb aber auf dem Herrenhaus sitzen.

Heutige Nutzung

Das Rittergut steht leer.