Grimma: Rotes Vorwerk

Rotes Vorwerk

Vorwerkstraße 39
04668 Grimma

Historisches

Das Vorwerk wurde zwi­schen 1860 und 1864 erbaut. Ursprünglich wurde hier eine Zucht mit Merinoschafen betrieben.

Heutige Nutzung

Auf dem Gelände des Vorwerkes ist ein Reiterhof untergebracht.

Grimma: Schloss Gattersburg

Schloss Gattersburg

Colditzer Straße 3
04668 Grimma

Historisches

Bei der Gattersburg han­delt es sich nicht um eine Burg per Definition. Johann Christian Gattert erwarb 1792 ein Grundstück und ließ ein Wohnhaus errich­ten, das in Anlehnung an seine Architektur sowie den Namen des Erbauers Gattersburg genannt wurde. Max Schroeder erwarb das Areal in einer Versteigerung 1879 und ließ die Gattersburg bis 1887 nach heu­ti­gem Aussehen neu errich­ten. Kurz vor Kriegsende sollte die Gattersburg abge­tra­gen wer­den, ein Schicksal, dem sie gerade noch ent­kom­men konnte.

Nach 1945

Ab den spä­ten 1940er Jahren bis Mitte der 1990er Jahre wurde sie als Kindergarten, Schule, für Wohnzwecke und durch die Arbeiterwohlfahrt genutzt.

Nachwendezeit

1997 wurde die Gattersburg von zwei Familien erwor­ben und auf­wen­dig saniert.

Heutige Nutzung

Schloss Gattersburg dient als Hotel und Restaurant.

Görlitz: Rittergut Oberludwigsdorf

Rittergut Oberludwigsdorf

02828 Görlitz OT Ludwigsdorf

Historisches

Das Rittergut wurde 1777 schrift­lich erfasst. Um 1900 wurde das Obergut aufgelöst.

Nach 1945

Das Herrenhaus wurde nach 1945 abgerissen.

Heutige Nutzung

Einige Wirtschaftsgebäude sol­len noch vor­han­den sein, konn­ten bis­lang jedoch noch nicht ein­deu­tig zuge­ord­net werden.

Grimma: Wallburg Großer Schaddelwall

Wallburg Großer Schaddelwall

Klosterholz
04668 Grimma OT Schaddel

Historisches

Der Große Schaddelwall befin­det sich etwa einen Kilometer nord­west­lich von Schaddel über der Mulde. Die Wallburganlage in Höhenlage exis­tierte ver­mut­lich im 8./9. Jahrhundert. Die sla­wi­sche Wallburg wird auch als Großer Schlossberg bezeich­net und bestand aus einer Vorburg und einer Hauptburg.

Bodendenkmalschutz

Sie wurde Anfang 1935 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Erneuert wurde der Schutz 1956.

Grimma: Rittergut Pentzberg

Rittergut Pentzberg

04668 Grimma OT Grottewitz

Historisches

Das Rittergut Pentzberg (auch Puntzenberg) wurde 1551 nach­ge­wie­sen. Bei Pentzberg han­delt es sich mitt­ler­weile um eine Ortswüstung süd­lich von Grottewitz, vom Rittergut ist nichts mehr erhalten.

Grimma: Burg & Schloss Döben

Burg & Schloss Döben

Kirchberg
04668 Grimma OT Döben

Historisches

Die erste urkund­li­che Erwähnung des bur­ch­war­dum Grobi datiert auf das Jahr 1046. 1181 wurde Conradus de Dewin erwähnt und 1185 all­ge­mein ein Burggraf. Die nächste nament­li­che Nennung erfolgte 1330 unter Johannes dic­tus de Luppe, domi­nus in Dewyn.

Nach der dama­li­gen Zerstörung wurde die Burg Döben spä­tes­tens im 14. Jahrhundert am jet­zi­gen Standort neu errich­tet. 1350 ver­fügte die Burg, urkund­lich als castrum nach­weis­bar, über ein freies Eigengut. Um 1400 über­nah­men die Herren von Luppa die Burggrafschaft als Lehen, die durch Heirat 1440 an die Familie von Maltitz über­ging. Unter die­ser wurde um 1500 das Rittergut errichtet.

1556 über­nahm die Familie von Hirschfeld Döben von Christoph von Maltitz und ver­kaufte die Anlage ihrer­seits 1569 an Elias von Canitz, nach­dem sie 1560 das zuvor abge­brannte Gut wie­der auf­bauen lie­ßen. Ernst von Schönfeld erwarb Döben 1576, seine Nachfahren ver­kauf­ten Schloss und Rittergut Döben aus finan­zi­el­ler Not an Wolf Christoph von Arnim.

Im 16. Jahrhundert waren auch Umbauten der Burg zu einem Wohnschloss durch­ge­führt wor­den. Seit 1661 befand sich die nach und nach zu einem Schloss umge­baute Burg Döben im Besitz der Familie von Arnim und gelangte durch Verehelichung 1783 an die Familie von Below bzw. von Böhlau (iden­tisch). Nach einem Brand im Jahr 1857 erfolgte ein Neuaufbau im Stil der Neorenaissance. Der letzte Besitzer von Schloss und Rittergut Döben war seit 1893 Carl von Böhlau, der 1945 starb.

Nach 1945

Sein Neffe Carl Otto von Hoenning O’Carroll erbte den Grundbesitz, wurde jedoch im Herbst 1945 ent­eig­net. Die land­wirt­schaft­li­chen Flächen des Rittergutes wur­den auf­ge­teilt, das durch die Kriegswirren teil­weise beschä­digte Schloss geplün­dert. Das Schloss diente zudem Flüchtlingen als Unterkunft und wurde zuse­hends zur Baumaterialgewinnung genutzt. Der Schlosskomplex ver­wahr­loste immer mehr und wurde schließ­lich 1972 aus Sicherheitsgründen gesprengt.

Nachwendezeit

Seit 1992 befin­det sich das Restgut in Privatbesitz eines ent­fern­ten Nachfahren des letz­ten Besitzers. 2004 führte Brandstiftung zur wei­te­ren Zerstörung des eh schon bau­fäl­li­gen Brauereigebäudes. Die Brauerei wurde anschlie­ßend wie­der auf­ge­baut. Die Grundmauern des ehe­ma­li­gen Schlosses wur­den frei­ge­legt und der Pavillon und die Malztenne saniert.

Heutige Nutzung

Die sanier­ten Gebäude die­nen Wohn- und Veranstaltungszwecken.

Bodendenkmalschutz

Die Burganlage wurde durch das spä­tere Schloss über­baut. Der Burggraben wurde mit den Trümmern des gespreng­ten Schlosses ver­füllt. Die gesamte Anlage wurde 1974 als Bodendenkmal geschützt.

Görlitz: Wasserburg & Schloss Tauchritz

Wasserburg & Schloss Tauchritz

Am Wasserschloss 1 (Schloss)
Am Wasserschloss 2 (Gutshof)
02828 Görlitz OT Tauchritz

Historisches

Das Schloss wurde auf den Grundmauern einer alter Wasserburg aus dem 11. Jahrhundert im 16. Jahrhundert errich­tet. Die alte Wasserburg wurde 1306 erst­ma­lig erwähnt. 1317 wurde ein Herrensitz unter Otto de Thucharaz erwähnt. Besitzer waren die Herren von Neueshoven, die Herren von Biberstein, die Grafen von Gersdorf, ab 1611 die Familie von Warnsdorf. Nach einem Brand wurde das Schloss von 1686 bis 1687 neu erbaut und 1749 von der Familie von Warnsdorf an das adlige Fräuleinstift Joachimstein ver­kauft. Der Turm wurde 1893 abgebrochen.

Nach 1945

Mit Ende des Krieges war das Stift an Polen gefal­len und wurde auf­ge­löst. Daraufhin kam Schloss Tauchritz in Gemeindeeigentum und wurde zu Wohnzwecken und zeit­weise als Kindergarten genutzt. Bereits 1987 zogen die letz­ten Mieter aus dem Schloss aus. Der Bauzustand war bereits damals bedenklich.

Nachwendezeit

Das Schloss Tauchritz gelangte in den Besitz eines Hoteliers. Kleinere Sanierungsarbeiten wur­den durchgeführt.

Heutige Nutzung

Heute steht Schloss Tauchritz leer und ist sanie­rungs­be­dürf­tig. In einem Teil der Wirtschaftsgebäude sind ein Hotel und ein Restaurant untergebracht.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg ist durch das Schloss voll­stän­dig über­baut. Schutz als Bodendenkmal besteht für die mit­tel­al­tel­ri­che Burganlage seit 1966.

Grimma: Vorwerk Beiersdorf

Vorwerk Beiersdorf

Gutsweg 10b
04668 Grimma OT Beiersdorf

Historisches

Beiersdorf wurde erst­ma­lig 1277 erwähnt. Im 18. Jahrhundert war ein Vorwerk vor­han­den, wel­ches sich 1901 im Besitz von Hugo Fuß befand. Ab 1925 befand es sich im Besitz der Familie Müller.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus dient heute Wohnzwecken.

Grimma: Wasserburg & Schloss Grimma

Wasserburg & Schloss Grimma

Klosterstraße 9
04668 Grimma

Historisches

Bereits um 1200 bestand ver­mut­lich eine mark­gräf­li­che Wasserburg. Die erste Nennung als Herrensitz erfolgte 1212 unter Ludolphus de domo Grimme. Ein castrum ist erst­mals 1304 schrift­lich nach­ge­wie­sen. Die Umfassungsmauern gehen auf ein Gebäude zurück, wel­ches ver­mut­lich unter Markgraf Heinrich dem Erlauchten um 1220 erbaut wurde. Um 1400 erfolg­ten mas­sive Umbauten unter Markgraf Wilhelm I. von Meißen, wodurch die Wasserburg zu einem mäch­ti­gen Schloss aus­ge­formt wurde.

Seit dem 16. Jahrhundert wurde Schloss Grimma als Verwaltungssitz genutzt, wor­aus im 19. Jahrhundert das Amtsgericht Grimma her­vor­ging. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Schloss Grimma wei­tere Aus- und Umbauten, so bei­spiels­weise um 1509  und in der zwei­ten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Zwischen 1796 und 1810 wurde der bau­fäl­lige Schlossturm größ­ten­teils abge­tra­gen. Im 19. Jahrhundert erfolg­ten Umbauten für eine teil­weise Nutzung als Gefängnis.

Nachwendezeit

Schloss Grimma wurde ab 2003 saniert, nach­dem es im Jahr zuvor schwere Schäden durch das ver­hee­rende soge­nannte Jahrhunderthochwasser erlit­ten hatte. Die Arbeiten konn­ten 2012 abge­schlos­sen werden.

Heutige Nutzung

Im Schlosskomplex sind das Amtsgericht sowie eine Zweigstelle der Leipziger Staatsanwaltschaft untergebracht.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg wurde im Spätmittelalter durch den Nachfolgebau über­baut. Der Wassergraben wurde größ­ten­teils ein­ge­eb­net. Nur im nörd­li­chen Bereich ist ein Grabenrest erhal­ten. Die Anlage wird seit 1974 als Bodendenkmal geschützt.