Meißen: Vorwerk Klosterhäuser

Vorwerk Klosterhäuser

01662 Meißen OT Klosterhäuser

Historisches

Das Vorwerk ent­stand vor 1800. Es war ein Einzelgut und unter­stand dem Kloster Zum Heiligen Kreuz. Um das Vorwerk herum ent­wi­ckelte sich die Häuseransiedlung im Laufe der Zeit.

Bärenstein: Burg Schlossstein

Burg Schlossstein

09471 Bärenstein

Historisches

Die Burg Schlossstein, auch Schlössel genannt, wurde als Wehranlage im 12. Jahrhundert errich­tet. Sie diente dem Schutz einer wich­ti­gen Handelsstraße zwi­schen dem Erzgebirge und Böhmen. Sie befand sich auf einem mar­kan­ten Bergsporn nahe des Ortsteils Kühberg in einer Schleife des Pöhlbachs und ver­fügte mög­li­cher­weise einst über einen Turm. Es sind mini­male Reste eines Außenwalls vorhanden.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde Anfang 1981 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Bad Schlema: Burg Vogelherd

Burg Vogelherd

Nähe Isenburg
08301 Bad Schlema OT Niederschlema

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Wehranlage befand sich etwa 200 Meter öst­lich der Isenburg auf einem benach­bar­ten, mar­kan­ten Sporn zwi­schen dem Wildbach und der Zwickauer Mulde. Die Anlage war etwa 13 x 15 m groß und ver­fügte über eine umlau­fende Terrasse, wel­che etwa vier Meter tie­fer lag als die eigent­li­che Burg.

Bodendenkmalschutz

Der Standort der Burg Vogelherd wurde 1969 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Tannenberg: Wasserburg Paßklausenturm

Wasserburg Paßklausenturm

Ecke Rittergut | Pfarrer-Ackermann-Platz
09468 Tannenberg

Historisches

Die Wasserburg ist auch unter Namen Hofwall bekannt und ent­stand ver­mut­lich in der Mitte des 12. Jahrhunderts um 1162, um die vor­bei­füh­rende Straße zu schüt­zen. Während eines Einfalls der Hussiten wurde die Burg zer­stört. Lediglich der heute noch erhal­tene und 14 m hohe Turm blieb erhal­ten. Er ver­fügte einst über höl­zerne Auf- und Anbauten. Die Wasserburg diente Leonhard und Nickel von Tannenberg um 1420 als Herrensitz.

In den Überresten der Burganlage wur­den 1770 Teile einer zer­bro­che­nen Glocke auf­ge­fun­den, die dar­auf schlie­ßen las­sen, dass die Burg viel­leicht über eine eigene Kapelle ver­fügt haben könnte.

Bodendenkmalschutz

In den Jahren 1995 und 1996 wur­den Erhaltungsmaßnahmen am denk­mal­ge­schütz­ten Paßklausenturm durch­ge­führt. Der ehe­mals was­ser­füh­rende Graben ist bis auf einen im nörd­li­chen Bereich ver­füll­ten Abschnitt erhal­ten. Die Anlage wurde Ende 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Ehrenfriedersdorf: Burg Greifenstein

Burg Greifenstein

Felsmassiv der Greifensteine
09427 Ehrenfriedersdorf

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Wehranlage wurde als Höhenburg in Gipfellage der Greifenstein im Jahre 1180 errich­tet. 1372 wurde die Burg unter dem Namen Slosz Gryfenstein erwähnt. Die Quellenlage über das Ende der Burg ist nicht ein­deu­tig. Entweder könnte sie einem Brand im 14. Jahrhundert zum Opfer gefal­len oder schlicht­weg auf­ge­ge­ben wor­den sein. Basierend auf der Brand-​Variante könnte es einen Wiederaufbau der Wehranlage gege­ben haben, dem Mitte des 15. Jahrhunderts jedoch den­noch die Aufgabe folgte. Die Reste sol­len von Steinbrechern abge­tra­gen wor­den sein, um Baumaterial für andere Bauten zu erhal­ten. Die Burg Greifenstein galt seit dem 19. Jahrhunhdert als ver­schol­len. Sie bestand aus einer drei­ecki­gen Unterburg und einer eben­falls drei­ecki­gen Oberburg, wie mehr­jäh­rige Ausgrabungsabeiten ergaben.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde 1971 unter Bodendenkmalschutz gestellt und ist mit einer Freilichtbühne über­baut. Aufführungen fin­den schon seit 1931 statt.

Leipzig: Burg Hohenheida

Burg Hohenheida

Am Anger 67
04356 Leipzig

Historisches

Bei der mit­tel­al­ter­li­chen Wehranlage han­delte es sich um eine ehe­ma­lige kreis­för­mige Burganlage. Sie wurde spä­ter durch die Pfarrkirche über­baut. Der was­ser­füh­rende Graben war im 19. Jahrhundert noch voll­stän­dig erhal­ten, wurde dann aber im Süden tro­cken­ge­legt. Im Norden ist der Wassergraben noch vorhanden.

Bodendenkmal

Seit Ende 1974 besteht Schutz für die Burganlage.

Chemnitz: Wasserburg Blankenburg

Wasserburg Blankenburg

09114 Chemnitz OT Blankenau

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Niederungsburg befand sich süd­lich vom Chemnitzer Ortsteil Borna zwi­schen dem Chemnitzfluss, der A 4 und der Heinersdorfer Straße. Es han­delte sich um eine vor­mals runde Anlage, die über einen umlau­fen­den Graben mit Außenwall verfügte.

Erbaut wurde die Wasserburg von den Herren von Blankenau und 1269 als Herrensitz des Albertus von Blankenowe nach­ge­wie­sen. Bereits 1307 wurde sie bei Kampfhandlungen in einem Krieg zer­stört. Otto und Johann von Blanckenau wur­den 1318 mit Blankenau und den Überresten der Wasserburg in Verbindung gebracht.

Um 1900 tauch­ten die Bezeichnungen Blankenburg, Alter Schloßwall sowie Schloßacker für die Wasserburg auf.

Bodendenkmal

1874 ließ der dama­lige Besitzer des Burggeländes die noch vor­han­de­nen Reste der Burganlage voll­stän­dig ein­eb­nen. Als Bodendenkmal steht das Areal seit 1960 unter Schutz.

Groitzsch: Rittergut Auligk (Oberer Teil)

Rittergut Auligk (Oberer Teil)

04539 Groitzsch OT Auligk

Historisches

1191 war ein Herrensitz bekannt, der 1367 als Rittersitz bezeich­net wurde. 1548 exis­tier­ten 2 Rittergüter, seit spä­tes­tens 1696 drei. Besitzer des obe­ren Ritterguts waren die Familien von Helldorf, Spindler und Gutbier. 1924 war Emil Heinze als Besitzer genannt.

Heutige Nutzung

Das Gutshaus wurde im Jahr 2000 abge­ris­sen, das Gutsgelände befin­det sich in Privatbesitz.

Döbeln: Rittergut Ebersbach

Rittergut Ebersbach

Am Rittergut 1
04720 Döbeln OT Ebersbach

Historisches

Als Herrensitz wurde Ebersbach erst­mals 1198 unter Petrus de Eversbach genannt. 1696 konnte das Rittergut Ebersbach nach­ge­wie­sen wer­den. Im 17. Jahrhundert befand sich das Rittergut Ebersbach im Besitz der Herren von Bieberstein. Ihnen folg­ten meh­rere wei­tere Besitzer, bevor das Rittergut  mit Hermann Vogelsang sei­nen letz­ten Eigentümer erhielt. Er ver­wan­delte das Rittergut Ebersbach in einen Musterbetrieb der Landwirtschaft. Er ließ sämt­li­che Gebäude zwi­schen 1922 und 1925 umbauen und moder­ni­sie­ren. Das Herrenhaus wurde einst im 18. Jahrhundert, ver­mut­lich gegen des­sen Ende, errichtet.

Nach 1945

Hermann Vogelsang wurde 1945 ent­eig­net. Aus dem Rittergut ent­stand ein Volksgut.

Nachwendezeit

Das Volksgut wurde 1990 auf­ge­ge­ben. Das Rittergut steht seit­her unge­nutzt. Es wurde an einen pri­va­ten Eigentümer ver­kauft, der offen­bar kein Interesse am Erhalt des Ritterguts Ebersbach hat, son­dern das Gelände vor­zugs­weise mit Neubauten ver­se­hen will.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich der­zeit in einem stark sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Zustand. Der Eigentümer nutzt noch die land­wirt­schaft­li­chen Flächen.