Rittergut Mühlbach
01561 Lampertswalde OT Mühlbach
Historisches
Für Mühlbach ist 1554 ein Vorwerk vermerkt. Die erste Erwähnung als Rittergut erfolgte 1696. Das Rittergut war lange Zeit im Besitz der Familie Kühne.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Meißen
01561 Lampertswalde OT Mühlbach
Für Mühlbach ist 1554 ein Vorwerk vermerkt. Die erste Erwähnung als Rittergut erfolgte 1696. Das Rittergut war lange Zeit im Besitz der Familie Kühne.
Wasserburg & Schloss SchleinitzSchleinitz 1
01623 Nossen OT Schleinitz
1231 wurde erstmals ein Herrensitz in Schleinitz erwähnt, bei dem es sich um eine Wasserburg gehandelt haben soll. Die Familie von Schleinitz, sächsischer Uradel, besaß den Herrensitz Schleinitz von 1255 bis 1594. Unter ihnen wurde Schleinitz 1443 als Rittersitz und 1551 als Rittergut urkundlich erwähnt. Der heutige Schlossbau wurde Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts als Umbau der Wasserburg mit zwei Rundtürmen errichtet. Die Türme waren einst durch eine Wehrmauer verbunden. Die Adelsfamilie von Loß besaß Schleinitz von 1594 bis 1664. Unter dieser erfolgten in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts Um- und Ausbauten des Schlosses.
Nachfolgend gelangte die Familie von Bose in den Besitz von Schleinitz und behielt ihn bis 1773. Darunter war auch Dietrich von Bose, welcher Ritter des Johanniterordens, kurfürstlicher Kammerherr und Inspekteur der Fürstenschule Sankt Afra in Meißen war. 1773 ging Schleinitz per Erbe an die Familie von Zehmen über und verblieb in deren Besitz bist 1906. 1781 ließen sie eine steinerne Brücke über den ehemaligen Wassergraben errichten. 1905 erfolgten umfangreiche Umbaumaßnahmen, bei denen unter anderem im Mittelbau eine zweigeschossige Halle errichtet wurde. Hans-Dietrich von Zehmen lebte aber meist in London und starb dort 1906 kinderlos. Seine Schwester Marie Susanna, verehelicht mit Dr. Heinrich Freiherr von Friesen, erbte das zu diesem Zeitpunkt lange leerstehende Schloss Schleinitz. Die Familie von Friesen besaß den Grundbesitz bis 1945.
Die Witwe Marie-Josephe von Friesen war bis 1945 die letzte Besitzerin von Schloss Schleinitz. Sie wurde vor der drohenden Deportation rechtzeitig gewarnt und konnte mit ihrer Familie fliehen. Das Schloss wurde von den Russen geplündert und die im Schloss während des Krieges eingelagerten Dresdner Kulturgüter zerstört. Lediglich eine Vase konnte gerettet und rekonstruiert werden und ist heute im Schloss Moritzburg ausgestellt.
Im Schloss wurden Flüchtlinge und Heimatvertriebene einquartiert, die Wirtschaftsgüter übernahm eine LPG. In den 1960er Jahren nahm die Familie von Friesen Kontakt zur alten Heimat auf. Sie erhielt aus ihrem früheren Besitz einige Kunstgegenstände zurück, eine vollständige Rückgabe des Eigentums erfolgte jedoch nicht.
Die LPG wurde 1990 aufgelöst und das heruntergewirtschaftete Schloss stand leer. Bereits zwei Jahre später wurde der Förderverein gegründet. Dieser erhielt zunächst ein Startkapital von einer Stiftung, begann mit der schrittweisen Sanierung des Schlosses und richtete ein Kultur‑, Bildungs- und Begegnungszentrum ein. 1998 wurden zusätzlich ein Hotel und ein Restaurant im Schloss eingerichtet. In der Schlosskapelle werden Trauungen durchgeführt, auch für Seminare und Feiern kann das Schloss genutzt werden. Das Gartenhaus wurde als Orangerie in dem weitläufigen französischen Park erbaut und besaß im Obergeschoss eine Bibliothek mit über 3.000 Büchern von Dietrich von Bose aus dem Jahr 1690.
Das Schloss wird heute überwiegend für die Durchführung von Veranstaltungen genutzt. Übernachtungen sind im Hotel und in der Herberge ebenfalls möglich. Das Schloss verfügte über ein 280 ha großes Wirtschaftsgut. Die ehemaligen Scheunen, Malz‑, Backhäuser und Stallungen sowie das Gartenhaus werden als Wohnungen genutzt.
Die mittelalterliche Wasserburg als Ursprungsbau wurde Ende 1972 unter Bodendenkmalschutz gestellt. Sie ist durch das Schloss überbaut, der trockengelegte Graben ist noch vorhanden und gut erkennbar.
01561 Lampertswalde OT Quersa
Unter Fridericus de Querez wurde im Jahre 1220 ein Herrensitz für Quersa nachgewiesen. Das Rittergut Kalkreuth übte 1552 die Grundherrschaft über Quersa aus. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war Quersa bereits als Amtsdorf verzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass der Herrensitz in Ermangelung von Bedeutung bereits lange zuvor aufgegeben worden war.
01561 Priestewitz OT Baßlitz
Für Baßlitz ist 1262 ein Herrensitz unter Hermannus de Paseliz und 1406 ein Vorwerk nachweisbar. Der Ort gehörte 1764 zum Rittergut Proschwitz.
01623 Lommatzsch OT Paltzschen
Diese slawische Wallanlage ist nur noch in Fragmenten erhalten.
Der einst sichelförmige Wallrest wurde 1938 unter Bodendenkmalschutz gestellt; dieser Schutz wurde 1957 erneuert. 1976 wurden die Überreste der Wallanlage nördlich des Orts durch Landwirtschaftsbetrieb fast komplett zerstört und eingeebnet.
An der Schäferei 2
01561 Priestewitz OT Baselitz
Bereits 1382, möglicherweise schon seit 1371, bestand ein Vorwerk, das seinen Status lange Zeit innehielt. Erst 1795 berichten die Quellen von einem Rittergut. Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut.
Nach 1945 erfolgte eine Nutzung als Kindertagesstätte.
Bis 1998 diente das Herrenhaus aus Aussiedlerheim.
Das aufwändig sanierte Herrenhaus wird heute durch verschiedene Gewerbe genutzt.
Mettelwitzer Burgberg
01623 Nossen OT Mettelwitz
Die Wallburg wird auch als Alte Schanze bezeichnet und befindet sich über dem Ketzerbach nordwestlich von Mettelwitz. Ein Wanderweg von Zöthain nach Mettelwitz führt über die slawische Wehranlage.
Sie gehörte im 10. Jahrhundert zu den Befestigungen, welche den slawischen Stamm der Daleminzier schützte. Mit der deutschen Herrschaft in dieser Gegend scheint die militärische Bedeutung der Burg beendet worden zu sein. Zwei parallel verlaufende Wälle sind noch erhalten. 1843 wurden Teile des nördlichen Walls zur Gewinnung von Ackerland eingeebnet.
Die Anlage steht seit 1937 unter Bodendenkmalschut, welcher Anfang 1973 erneuert wurde.
01561 Priestewitz OT Dobritzchen
Bereits 1352 bestand ein Sattelhof, das zwei Jahrhunderte später zu einem Rittergut aufgewertet wurde. Das Rittergut wurde erstmals 1551 erwähnt und befand sich zum damaligen Zeitpunkt im Besitz der Herren von Nischwitz. Ab 1618 waren die Herren von Schleinitz genannt und ab 1661 Georg von Poigk. Um 1700 erwarb Gottfried Herrman Graf von Beichlingen das Rittergut und vereinigte es mit dem Dallwitzer Rittergut. Kurze Zeit später kamen beide Güter an das Kriegsministerium, welches eine Umwandlung in ein Remontegut vornahm.
Das Schloss Dobritzchen soll sich bereits vor 1841 in einem zerstörten Zustand befunden haben. Ein Wiederaufbau erfolgte nicht. Die Schlossruine sowie alte Wälle und Wassergräben wurden etwa um 1900 eingeebnet. Heute ist nichts mehr vorhanden.
01623 Lommatzsch OT Poititz
1359 bestand vermutlich ein Herrensitz, welcher in Verbindung mit Heinricus und Theodericus de Beytitz genannt wurde. Poititz gehörte 1378 verwaltungstechnisch zum castrum Meißen. Die Grundherrschaft übte im 16. und 17. Jahrhundert das Rittergut Schleinitz aus. 1696 ging die Grundherrschaft an das Rittergut Petzschwitz über. Weitere Informationen über den Herrensitz sind derzeit nicht verfügbar.
Lindenallee 6
01561 Priestewitz OT Strießen
1272 existierte ein Herrensitz unter Gunscelinus de Stresin in Strießen. Weitere zuverlässige und aussagekräftige Informationen liegen bis dato nicht vor.
Das schlossähnliche Herrenhaus existiert noch.