Reichenbach: Rittergut Biesig

Rittergut Biesig

Dorfweg 21
02894 Reichenbach OT Biesig

Historisches

Das Rittergut Biesig wurde erst­mals 1469 erwähnt und erlebte zahl­rei­che Besitzerwechsel. Es gehörte in der ers­ten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Familie von Fürstenau. Bis in die frü­hen Jahre des 19. Jahrhunderts sind als wei­tere Besitzer die Familie von Taube, die Familie von Nostitz, die Familie von Loeben, die Familie von Runckel, die Familie von Klotz und die Familie von Gersdorff verzeichnet.

Seit 1843 gehörte das Rittergut der Familie von Seydewitz, die 1945 ent­eig­net wurde. 1843 erwarb Otto Theodor von Seydewitz das Rittergut Biesig. Das Herrenhaus wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts umge­baut. Damm von Seydewitz über­nahm das Rittergut 1898 und ver­starb im Jahr dar­auf. Vorerst letzte Umbauten wur­den 1921 /​ 1922 getä­tigt, zusätz­lich wurde ein Anbau ange­fügt. Den Auftrag dazu erteilte die Witwe Carla von Seydewitz, die ihren Betriebsleiter adop­tierte, wel­cher fortan Dr. Hans Carl von Seydewitz hieß.

Nach 1945

Carla und Dr. Hans Carl von Seydewitz wur­den 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus erlebte eine Umnutzung als Wohnhaus.

Heutige Nutzung

Das sanie­rungs­be­dürf­tige Herrenhaus dient nach wie vor Wohnzwecken.

Reinsberg: Rittergut Niederreinsberg

Rittergut Niederreinsberg

Nordstraße 10
09629 Reinsberg

Historisches

1572 erfolgte die Teilung des Rittergutes Reinsberg mit Schloss in die Rittergüter Niederreinsberg und Oberreinsberg. Letzteres umfasste das Schloss. Beide Güter befan­den sich seit 1404 im Besitz der Familie von Schönberg. Das Rittergut Niederreinsberg erhielt seine Gebäude im 17. Jahrhundert. Friedrich von Schönberg bewohnte das Rittergut Niederreinsberg seit 1816. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erfolg­ten Umbauten.

Nach 1945

Die Familie von Schönberg wurde 1945 ent­eig­net. Nachdem die Bodenreform voll­zo­gen war, wurde das Rittergut mit sei­nen Ländereien an Neubauern aufgeteilt,

Heutige Nutzung

Das Rittergut Niederreinsberg wird zum Teil bewohnt und ist sanierungsbedürftig.

Reichenbach: Rittergut Reichenbach

Rittergut Reichenbach

Johannisplatz 3
08468 Reichenbach

Historisches

Reichenbach war einst Vorwerk der Burg Mylau und wurde 1224 als Herrensitz erwähnt, der den Vögten von Plauen ab etwa 1270 unter­stand. Zu jener Zeit soll auf dem Burgberg eine Burg bestan­den haben, die als Wohnsitz diente und ver­lo­ren ging. Reichenbach wurde 1336 von den Böhmen erobert und 1422 an die Wettiner ver­pfän­det. Im glei­chen Jahrhundert kam Reichenbach im wei­te­ren Verlauf an die Herren von Metzsch, die an der dama­li­gen Burg einen Umbau zum Wohnschloss vornahmen.

Die urkund­li­che Nennung als Rittergut ist für 1577 belegt. Die Familie von Metzsch saß über die Jahrhunderte auf Reichenbach und musste zwei Brände ihres Schlosses in Kauf neh­men. Nachdem 1773 das Schloss teil­weise wie­der auf­ge­baut wurde, erfor­derte der Brand von 1833 einen kom­plet­ten Neubau. 1856 über­nahm die Stadt Reichenbach das Herrenhaus und eröff­nete darin 1875 ein  Museum.

Nachwendezeit

Zwischen 1993 und 1995 wurde das Herrenhaus saniert.

Heutige Nutzung

Im Herrenhaus ist das Neuberin-​Museum eingerichtet.

Reichenbach: Rittergut Friesen

Rittergut Friesen

08468 Reichenbach OT Friesen

Historisches

Das Rittergut wurde ver­mut­lich um 1200 errichtet.1433 wurde das Vorwerk Frysen als im Besitz von Reinhard von Schönfels befind­lich bezeich­net. Drei Jahre spä­ter gelangte es an Conrad Metzsch. Die Familie Metzsch saß rund 500 Jahre auf Friesen.

Reichenbach: Vorwerk Schöps

Vorwerk Schöps

An der Schanze 5
02894 Reichenbach OT Schöps

Historisches

Das Rittergut wurde 1562 erwähnt, als die Familie von Gersdorff mit ihm belehnt wurde. Es befand sich bis 1836 in Familienbesitz und erlebte nach­her mehr­fa­che Besitzerwechsel. 1825 fand das Rittergut nur noch als Vorwerk Erwähnung, da seine Besitzer noch wei­tere Güter besa­ßen und dort ihren Wohnsitz ein­ge­rich­tet hat­ten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus des Vorwerks errich­tet. In den 1930er Jahren wur­den Anteile des Vorwerks verkauft.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung der letz­ten Besitzer im Rahmen des Vollzugs der Bodenreform.

Heutige Nutzung

Das gesamte Gut steht heute leer und ver­fällt. Einige Gebäude sind bereits voll­kom­men ruinös.

Regis-​Breitingen: Burg Regis

Burg Regis

Am Freibad
04565 Regis-Breitingen

Historisches

Im Jahr 929 wurde die von den Sorben erbaute Burg erst­mals in einer Chronik erwähnt. Eine andere Quelle datiert den Bau der Burg in die Zeit des Mittelalters mit einer Bauzeit nach dem Jahr 1043. Als Herrensitz wurde Regis 1186 unter Albertus de Riguz genannt. Die Burg wurde 1228 und 1233 in Urkunden benannt und offen­bar um 1382 zerstört.

Die Burg an sich ist ein­ge­eb­net und nicht mehr erkenn­bar. Die befand sich öst­lich des Ortes im Gelände des alten Friedhofsteils. Die Friedhofsmauer wurde in öst­li­cher und süd­li­cher Richtung auf der ehe­ma­li­gen Außenböschung von Burg Regis erbaut.

Bodendenkmalschutz

Seit Ende 1937 besteht für die Burganlage Schutz als Bodendenkmal. Der Schutz wurde 1958 erneuert.

Regis-​Breitingen: Rittergut Großhermsdorf

Rittergut Großhermsdorf

04565 Regis-​Breitingen OT Großhermsdorf

Historisches

Die erste schrift­li­che Erwähnung des Ritterguts datiert auf das Jahr 1551. Seit dem 17. Jahrhundert sind als Besitzer benannt: die Familien von Fitzscher, von Pflug, von Born, von Lindenau und von Stammer. Das Herrenhaus wurde in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut.

Nach 1945

Im Rahmen der Bodenreform wur­den die dama­li­gen Besitzer ent­eig­net und das Herrenhaus zur Schule umge­baut, als wel­che es bis 1966 genutzt wurde.

Reichenbach: Kleine Schanze (Schöps)

Kleine Schanze

An der Schanze
02894 Reichenbach OT Schöps

Historisches

Von der mit­tel­al­ter­li­chen Wehranlage süd­lich des Ortes ist noch ein fast geschlos­se­ner Ringwall mit Vorburg gut erkenn­bar. Die Kleine Schanze befin­det sich etwa hin­ter dem Grundstück An der Schanze 26.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1955 für die Anlage.

 

Reichenbach: Große Schanze (Schöps)

Große Schanze

An der Schanze
02894 Reichenbach OT Schöps

Historisches

Von der sla­wi­schen Höhenburg exis­tiert noch ein sehr gut erhal­te­ner bewal­de­ter Abschnittswall in Hanglage am Ostufer der Schwarzen Schöps nörd­lich des Teichs.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht für die Anlage seit 1955.