Vorwerk Jüdenhain
09496 Marienberg OT Lauta
Historisches
1791 wurde erstmals ein Vorwerk urkundlich erwähnt.
09496 Marienberg OT Lauta
1791 wurde erstmals ein Vorwerk urkundlich erwähnt.
Rittergut BuchwaldeKleinsaubernitzer Weg 5
02694 Malschwitz OT Buchwalde
Buchwalde ist eines jener Rittergüter, deren wenige Besitzer jeweils über einen langen Zeitraum Eigentümer waren. Schon 1280 wurde Buchwalde als Herrensitz unter N. de Buchinwalde nachgewiesen. Das Rittergut wurde erstmals 1561 genannt. Bereits seit 1527, befand sich das Rittergut Buchwalde im Besitz der Herren und späteren Grafen von Gersdorff.
Diese behielten es bis 1787 in Besitz, dann ging das Rittergut an Henriette Friedericke Gräfin von Hohenthal, eine geborene Gräfin von Gersdorff, über. Deren Tochter vermachte das Gut 1808 Ferdinand Graf zur Lippe-Weißenfels. 1939 verstarb Ferdinand Prinz zur Lippe-Weißenfels und seine Frau Dorothea Prinzessin von Schönburg-Waldenburg übernahm das Rittergut bis zu ihrer Enteignung 1945. Das Rittergut Buchwalde diente als Wirtschaftshof des Schlosses Baruth und wurde von einem Gutsverwalter bewohnt.
Im Rahmen der Bodenreform erfolgte die Enteignung von Dorothea Prinzessin von Schönburg-Waldenburg. Das Rittergut wurde an Neubauern aufgeteilt. Am Herrenhaus erfolgten noch 1945 Umbauten.
Das Herrenhaus wird bewohnt. Direkt angegliedert befindet sich ein früheres Wirtschaftsgebäude.
Wasserburg & Schloss MachernSchlossplatz 1
04827 Machern
Bereits um 1324 war ein Herrensitz unter Johannes de Macherye benannt, welcher als Wasserburg konkretisiert wurde. Seit 1430 ist die Familie von Lindeau auf Machern ansässig gewesen. 1566 entstand ein Schlossbau unter Wolf von Lindeau, der den Vorgängerbau mit einbezog. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erhielt das Schloss sein heutiges Aussehen. So wurden beispielsweise der Treppenturm 1733 aufgestockt, ein Altan angebaut und Umgestaltungen im Innenbereich vorgenommen.
Ab 1795 bis 1796 erfolgte der Bau der riesigen künstlichen Ritterburg im Park, die als Privatmuseum genutzt worden war. Bereits 1792 war der Nachbau einer ägyptischen Pyramide ausgeführt worden. 1797 folgte noch der Bau des Tempels der Hygieia. Zusätzlich wurde der Park durch eine weitere künstliche Ruine, die Wilhelmsruhe, eine gotische Brücke, des Agnestempel und eine Eremitage ergänzt.
Durch das Grundstück wurde ab 1838 eine Teilstrecke der Eisenbahn gebaut, wodurch es zur Austrocknung der Wasserflächen um das Schloss herum kam. 1802 musste der Graf von Lindeau seinen Besitz aus finanzieller Not heraus verkaufen. Vier Jahre darauf erwarb Gottfried Wilhelm Schnetger das Rittergut mit Schloss Machern. Seine Familie bewirtschaftete das Rittergut bis zur Enteignung.
Nach 1945Paul Theodor Schnetger wurde 1945 enteignet. Das Rittergut und die Ländereien wurden aufgeteilt. Das Schloss und die Rittergutsgebäude verkamen. Daraufhin kam Schloss Machern in Gemeindeeigentum und ins Schloss zogen Kulturhaus, Gaststätte, Gemeindeamt und Dorfschule sowie Mieter ein. 1950 wurde die “Ritterburg” durch Brand beschädigt, im Schloss brannte es 1981 im Ostflügel. Zwischen 1989 und 1989 erfolgten Rekonstruktionsarbeiten.
1990 begann die aufwändige Sanierung des Schlosskomplexes. Die bereits 1988 begonnene Sanierung der Burgruine wurde 1995 abgeschlossen.
Im Kavaliershaus befindet sich heute ein Hotel. Das Schloss selbst wird für Hochzeiten und verschiedene andere kulturelle Veranstaltungen genutzt. Im Park lassen sich die vielen zusätzlichen Bauten bewundern.
Die ursprüngliche Wasserburg wurde durch das Schloss überbaut. Der Graben wurde trockengelegt und ist teilweise noch erhalten. Das Areal der Wasserburg steht seit Ende 1973 als Bodendenkmal unter Schutz.
04827 Machern OT Plagwitz
Das Vorwerk wurde im 18. Jahrhundert sowie 1875 erwähnt.
Schlossstraße 30
04828 Machern OT Püchau
Püchau ist mit dem Jahr 924 der urkundlich erstgenannte Ort in Sachsen. Um diese Zeit war in Püchau eine Burg verzeichnet und als Burgward erwähnt. 1040 ging das castrum an die Bischöfe von Meißen über und befand sich von 1310 bis 1391 im Besitz der Herren von Torgau. 1420 übernahm der Kurfürst Schloss Püchau. Seit dem 15. Jahrhundert befand sich Püchau im Besitz der Familie von Spiegel. 1533 folgte ihr die Familie von Ende. Die sogenannte Heinrichsburg stellt heute den älten Teil des Schlosses dar. Das Gebäude wurde 1555 errichtet und vermutlich als Gerichtssitz genutzt.
Weitere Besitzer waren ab 1637 die Familie von Taube und ab 1667 die Familie von Bünau. Heinrich von Bünau hatte Christiane Elisabeth Freiin von Hohenthal geheiratet, die nach seinem Tod Schloss und Rittergut Püchau erbte. Sie starb 1807 und vermachte ihren Besitz ihrem Bruder Peter Friedrich von Hohenthal. Dieser stiftete sein Erbe einem neu gegründeten Familienfideikomiss. Ab 1832 übernahm Carl Friedrich Anton Schloss Püchau und nannte sich Graf von Hohenthal-Püchau. Nachdem 1912 eine Windhose große Schäden anrichtete, erfolgten burgartige Umbauten.
1945 quartierten sich zuerst amerikanische, bis 1947 dann sowjetische Militäreinheiten im Schloss ein. Carl Graf von Hohenthal-Püchau wurde enteignet. Ab 1948 erfolgte eine Nutzung durch ein Alten- und Pflegeheim.
Seit 1998 ist das Schloss in Privatbesitz und wird schrittweise saniert.
Im Schloss wohnen die Eigentümer. Es finden kulturelle Veranstaltungnen statt, außerdem befinden sich ein Restaurant und eine Galerie im Schloss.
Die einstige Burg wurde durch das Schloss überbaut und das Aussehen damit komplett verändert. Ein Teil des Abschnittsgrabens ist noch erhalten, möglicherweise jedoch nicht im Original, sondern in veränderter Form. Die Anlage wurde erstmals 1937 und erneut Anfang 1958 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
04827 Machern OT Posthausen
Das Vorwerk wurde nach 1500 errichtet und gelangte 1518 an Rudolf von Bünau. 1696 wurde ein Schäferei nachgewiesen, 1791 ein Vorwerk mit Schäferei. Zuletzt wurde das Vorwerk 1908 erwähnt. Besitzerin ab 1856 war die Freifrau Ernestine von Pentz, unter deren Neffe vier Jahre später der Neuaufbau des Vorwerks mit einem stattlichen Herrenhaus begann. Weitere Nebengebäude folgten, um die Wirtschaftlichkeit des Gutes zu erhöhen. Um 1930 gelangte das Vorwerk in den Besitz von Rittmeister Busse.
Die Bodenreform brachte 1945 die Enteignung sowie die Aufteilung des Vorwerks.
Dorfstraße 13
02694 Malschwitz OT Pließkowitz
Der 1375 vorhandene Herrensitz unter den Herren Petrus und Nycolaus de Pluskewicz wurde 1459 als Rittersitz und 1597 als Rittergut bezeichnet. Das Rittergut befand sich für eine lange Zeit im Besitz der Adelsfamilie von Zezschwitz, die schon 1423 in Pließkowitz ansässig war. Zwischendurch gab es mehrere Besitzerwechsel, ehe das Rittergut Pließkowitz 1661 erneut an die Familie von Zezschwitz kam. Ihr folgten die Familie von Gersdorff, die Familie von Ingenhaeff, die Familie von Metzradt sowie Wilhelm Carl Heinrich von Polenz. Letzterer veräußerte das Rittergut 1840 an Carl Friedrich Scheffel. Er ließ noch im gleichen Jahr Umbauten an dem Herrenhaus vornehmen, welches im 18. Jahrhundert errichtet wurde. Sein Sohn Friedrich August Scheffel übernahm den Hof 1846.
Die Bodenreform wurde 1945 vollzogen. Hof und Ländereien wurden an Neubauern aufgeteilt, das Herrenhaus als Wohnhaus für mehrere Familien genutzt.
Das Rittergut ist unsaniert, das Herrenhaus wird nach wie vor bewohnt.
Rackeler Dorfstraße
02694 Malschwitz OT Rackel
Südwestlich vom Ort auf dem östlichen Hochzug des Löbauer Wassers sind Wallreste erhalten. Es handelt sich um einen fast noch vollständig erhaltenen, geschlossenen Wallzug. Die Entstehungszeit der Wallburganlage soll deutlich vor dem 14. Jahrhundert gelegen haben.
Offenbar aufgrund des Standorts der Wallburg näher bei Cannewitz als bei Rackel wird die auch als Schanze bezeichnete Wallburg zum Teil auch als Cannewitzer Schanze bezeichnet.
Die Schanze ist auf einem Wanderweg, der von der Rackeler Straße etwa auf Höhe der Straße Zum Mühlteich abzweigt, erreichbar.
Die Wallburg Rackel wurde erstmals 1935 unter Bodendenkmalschutz gestellt. Der Schutz wurde Anfang 1959 erneuert.
Gutshaus & Schloss PreititzAlte Dorfstraße 12
02694 Malschwitz OT Preititz
Preititz war bereits seit 1303 als Herrensitz unter Lutoldus de Pribetiz bekannt. Das alte Gutshaus wurde im 17. Jahrhundert von den Herren von Nostitz erbaut. 1789 entstand ein barocker Neubau, welcher durch den Hauptmann Ferdinand Rudolph von Ziegler und Klipphausen in Auftrag gegeben wurde. Dieser besaß das Rittergut bereits seit 1759. Das alte Gutshaus wurde 1853 abgetragen. 1865 gelangte das Rittergut Preititz an das Weltadelige Fräuleinstift Joachimstein, welches 1722 von Johann Sigismund von Ziegler und Klipphausen gegründet worden war und sich seit 1945 im heutigen Polen befand.
Die Enteignung wurde 1945 vollzogen und das Schloss erlebte eine Umnutzung als Mehrfamilienwohnhaus. Bauliche Veränderungen am Schloss wurden 1958 vorgenommen.
Das Schloss dient als Wohnhaus.