Großpösna: Rittersitz Rödgen

Rittersitz Rödgen

04463 Großpösna

Historisches

Um 1445 bestand in Rödgen ein Rittersitz unter Hans von Czemen zu Rodiche. Die Grundherrschaft übte das Rittergut Störmthal aus. Ein eige­nes Rittergut hatte sich in Rödgen nicht entwickelt.

Nach 1945

Der Ort wurde 1984 auf­grund des Tagebaus devastiert.

Zwenkau: Herrensitz Rüssen

Herrensitz Rüssen

04442 Zwenkau

Historisches

In Rüssen bestand mög­li­cher­weise 1266 ein Herrensitz unter Burchardus de Russin. Die Quellenlage ist dies­be­züg­lich jedoch nicht voll­stän­dig gesichert.

Böhlen: Rittergut Probstdeuben

Rittergut Probstdeuben

Hauptstraße 54
04564 Böhlen OT Großdeuben

Historisches

Das Rittergut Probstdeuben wurde 1606 schrift­lich nach­ge­wie­sen. Um 1710 wurde das Herrenhaus für Georg Friedrich von Hopfgarten errich­tet. Er ver­kaufte das Rittergut 1716 an Peter Hohmann, dem die Grafen von Hohenthal folg­ten. Bereits um 1730 wurde das Herrenhaus als Barockbau neu errich­tet. 1859 ver­kaufte Peter Wilhelm Graf von Hohenthal das Rittergut an Oskar Heinrich Enke. Gustav Wilhelm Beyrich erwarb das Rittergut Probstdeuben 1896. Ihm folgte Friedrich Jay, unter dem ein Umbau des Herrenhauses durch­ge­führt wurde.

Nachwendezeit

Zwischen 2007 und 2013 erfolgte eine umfang­rei­che Sanierung des Herrenhauses sowie des Torhauses.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird bewohnt. Die Parkanlage ist gepflegt.

Großpösna: Vorwerk Sestewitz

Vorwerk Sestewitz

04463 Großpösna OT Sestewitz

Historisches

1445 bestand ein Rittersitz unter Wiczsche von Eczilstorf zu Seßewicz. Der Rittersitz wurde 1562 als Sattelhof bezeich­net und spä­tes­tens 1791 zum Vorwerk umfunk­tio­niert. Weitere Informationen lie­gen der­zeit nicht vor.

Grimma: Vorwerk Mehlis

Vorwerk Mehlis

04668 Grimma OT Mutzschen

Historisches

Für Mehlis ist 1523 das “vorwerck zu meh­lis” und 1548 das “for­werg zu Melis” nach­ge­wie­sen worden.

Bei Mehlis han­delte es sich noch im 19. Jahrhundert um ein Eizelgut, wel­ches kurz dar­auf wüst fiel.

Groitzsch: Rittergut Zschagast

Rittergut Zschagast

04539 Groitzsch

Historisches

Die Angaben zum Rittergut Zschagast vari­ie­ren je nach Quellenlage. Eine Quelle benennt ein Rittergut um 1832, das aller­dings tro­cken, das heißt ohne Gebäudesubstanz, gewe­sen sein soll. Eine andere Quelle erwähnt ein Herrenhaus Zschagast.

Nach 1945

Der Ort wurde 1981 im Zuge des Braunkohleabbaus abge­tra­gen und spä­ter vom Groitzscher See überflutet.

Wurzen: Vorwerk Trauschkau

Vorwerk Trauschkau

04808 Wurzen

Historisches

Trauschkau wurde erst­mals im Jahre 1306 als  Herrensitz unter Friczo de Truskowe nach­ge­wie­sen. Aus dem Herrensitz ent­wi­ckelte sich ein Vorwerk, wel­ches 1464, 1488 sowie 1519 nach­ge­wie­sen wer­den konnte. Es han­delte sich um ein Einzelgut, wel­ches ver­mut­lich nur noch im 16. Jahrhundert bestan­den hatte. Spätestens 1791 lag Trauschkau wüst.

Neukieritzsch: Vorwerk Lippendorf

Vorwerk Lippendorf

04575 Neukieritzsch OT Lippendorf

Historisches

1482 wurde erst­mals ein  Rittersitz unter Hans von Bore zu Lippendorf beur­kun­det. Aus die­sem Rittersitz ging 1548 ein Vorwerk her­vor, wel­ches noch­mals 1820 genannt wurde.

Nach 1945

1960 wurde der Ort zum Teil abge­bro­chen und mit Industrieanlagen über­baut. Dadurch ging das Vorwerk verloren.

Bennewitz: Vorwerk Modelwitz

Vorwerk Modelwitz (Schäferei)

04828 Bennewitz OT Rothersdorf

Historisches

Modelwitz, des­sen frü­he­rer Name Moselwitz war, bestand bereits im 14. Jahrhundert und war mög­li­cher­weise um 1350 ein Herrensitz. In spä­te­rer Zeit, zwi­schen­zeit­lich lag Modelwitz wüst, war es ein Einzelgut und wurde spä­ter ein Ortsteil vom heu­ti­gen Rothersdorf.

1720 und 1875 wurde eine Schäferei erwähnt. Diese gehörte offen­bar zum Vorwerk Neuweißenborn, das dem Besitzer des Ritterguts Trebsen gehörte und 1853 und 1858 zwei Scheunen erhielt. Die ältere der bei­den Scheunen diente als Strohlager, die jün­gere als Stall für Schafe und Rinder. Franz Jentzsch war vor dem Zweiten Weltkrieg Schäfer, ihm folgte Emil Brose. 1924 brannte der Schafstall ab.

Nach 1945

Mit dem Vollzug der Bodenreform und der damit ver­bun­de­nen Enteignung des Rittergutsbesitzes wur­den auch die Schafe unter den Neubauern auf­ge­teilt. 1953 erfolgte die Gründung der LPG, in wel­che die bestehende Schafherde der Schäferei ein­ge­bracht wurde. Nach Emil Bose wech­sel­ten die Schäfer recht häu­fig und wer­den mit Werner Duckstein um 1967, Erich Gust von 1968 bis 1976 und nach­fol­gend Manfred Gust genannt.

Ende 1985 stürzte das Dach des Schafstalls ein und wurde mit einem neuen Dach versehen.

Nachwendezeit

1990 wurde die LPG auf­ge­löst und Manfred Gust über­nahm die Schafherde in pri­va­ten Besitz. Um 1998 wurde die Schafhaltung ein­ge­stellt. Im Sommer 2001 wurde der Schafstall abgerissen.