Döbeln: Rittergut Ebersbach

Rittergut Ebersbach

Am Rittergut 1
04720 Döbeln OT Ebersbach

Historisches

Als Herrensitz wurde Ebersbach erst­mals 1198 unter Petrus de Eversbach genannt. 1696 konnte das Rittergut Ebersbach nach­ge­wie­sen wer­den. Im 17. Jahrhundert befand sich das Rittergut Ebersbach im Besitz der Herren von Bieberstein. Ihnen folg­ten meh­rere wei­tere Besitzer, bevor das Rittergut  mit Hermann Vogelsang sei­nen letz­ten Eigentümer erhielt. Er ver­wan­delte das Rittergut Ebersbach in einen Musterbetrieb der Landwirtschaft. Er ließ sämt­li­che Gebäude zwi­schen 1922 und 1925 umbauen und moder­ni­sie­ren. Das Herrenhaus wurde einst im 18. Jahrhundert, ver­mut­lich gegen des­sen Ende, errichtet.

Nach 1945

Hermann Vogelsang wurde 1945 ent­eig­net. Aus dem Rittergut ent­stand ein Volksgut.

Nachwendezeit

Das Volksgut wurde 1990 auf­ge­ge­ben. Das Rittergut steht seit­her unge­nutzt. Es wurde an einen pri­va­ten Eigentümer ver­kauft, der offen­bar kein Interesse am Erhalt des Ritterguts Ebersbach hat, son­dern das Gelände vor­zugs­weise mit Neubauten ver­se­hen will.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich der­zeit in einem stark sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Zustand. Der Eigentümer nutzt noch die land­wirt­schaft­li­chen Flächen.

Erlau: Wasserburg Beerwalde

Wasserburg Beerwalde

Am Berg | Neudörfchen
09306 Erlau OT Beerwalde

Historisches

1283 wurde Beerwalde als Herrensitz unter Hermannus de Berenwalde genannt. Hierbei han­delte es sich um eine Wasserburg, die um 1230 gegrün­det wurde und Sitz der Herren von Beerwalde war. 1283 und 1303 wur­den die Ritter Herrmann und Friedrich von Beerwalde nach­ge­wie­sen. Ende des 13. Jahrhunderts und Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg durch Brände zer­stört und anschlie­ßend nicht wie­der auf­ge­baut. Die Ritter von Beerwalde begrün­de­ten mit der nahe gele­ge­nen Burg Kriebstein ihren neuen Herrensitz.

1890 wurde auf dem Turmhügel der frü­he­ren Wasserburg die Grabstätte der Familie von Armin ange­legt. 1967 bis 1970 fan­den auf dem Burggelände archäo­lo­gi­sche Ausgrabungen statt. Dabei wur­den die Überreste der Grundmauern des Turms und Reste einer Holzbrücke über den frü­he­ren Wassergraben frei­ge­legt. Die Wasserburg befand sich unmit­tel­bar öst­li­cher Beerwalder Kirche. Erhalten ist ein Rest des Außenwalls mit einer Breite von 3 bis 4 m und einer Höhe von bis zu 1,5 m.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg wurde auch als Turmhügel Waal, Wallburg, Wall und Schanze bezeich­net.  Die Anlage wurde 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Erlau: Vorwerk Naundorf

Vorwerk Naundorf

09306 Erlau OT Naundorf

Historisches

Das Vorwerk in Naundorf wurde 1696 erst­mals nach­ge­wie­sen. Weitere zuver­läs­sige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Bernsdorf: Rittergut Rüsdorf

Rittergut Rüsdorf

Neuer Weg 14
09337 Bernsdorf OT Rüsdorf

Historisches

Ein Vorwerk wurde 1630 in Rüsdorf genannt. Es erhielt im 18. Jahrhundert ein Schloss, wurde dann jedoch wie­der zum Vorwerk degra­diert und als sol­ches 1875 genannt. Eine Aufwertung zum Rittergut wurde 1900 nachgewiesen.

Meerane: Herrensitz Waldsachsen

Herrensitz Waldsachsen

08393 Meerane OT Waldsachsen

Historisches

Waldsachsen wurde erst­mals 1297 als Herrensitz unter Lutoldus miles de Waltsachsin genannt. Der Herrensitz ver­lor offen­bar bereits früh wie­der an Bedeutung. Die Grundherrschaft wurde ab Mitte des 16. Jahrhunderts von meh­re­ren Rittergütern in Folge ausgeübt.

Reinsdorf: Wasserburg Reinsdorf

Wasserburg Reinsdorf

Straße der Befreiung 139 (Pfarrgut)
08141 Reinsdorf

Historisches

Reinsdorf wurde 1254 als Herrensitz unter Heinricus de Ribinstorff genannt. Hierbei dürfte es sich um die mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg gehan­delt haben, wel­che auch als Wohl oder Wall bezeich­net wurde und sich in der heu­ti­gen Ortsmitte befindet.

Die Niederungsburg war eine recht­eckige Anlage von heute nur noch erhal­te­nen 9 x 6 m, die kaum noch einen hal­ben Meter hoch ist. Der wei­tere Burgbereich wurde durch den Bau des Pfarrhauses zer­stört. Der ehe­mals umlau­fende, was­ser­füh­rende Graben ist heute nur noch als Restgraben von 8 m Breite als Senke erkennbar.

Bodendenkmalschutz

Die Überreste wur­den 1958 als Bodendenkmal unter beson­de­ren Schutz gestellt.

Oberlungwitz: Rittergut Abtei Oberlungwitz

Rittergut Abtei Oberlungwitz

09351 Oberlungwitz

Historisches

Oberlungwitz wurde 1274 als Herrensitz unter Günther von Lunkwiz bezeich­net. Der Herrensitz ist offen­bar mit dem Rittergut Abtei Oberlungwitz iden­tisch. Abtei ist ein Anteil des Dorfes Oberlungwitz und unter­stand ehe­mals dem Kloster Grünberg. Rittergutsgebäude waren offen­bar im übli­chen Sinne nicht vor­han­den und mit dem Rittergut waren vor­wie­gend Rechte und Pflichten ver­bun­den. Nähere Informationen zum Rittergut Abtei Oberlungwitz lie­gen nicht vor.