Vorwerk Grubschütz
Techritzer Straße 2
02692 Doberschau-Gaußig
Historisches
Grubschütz wurde 1466 erstmals urkundlich erwähnt. Das Vorwerk befand sich zu dieser Zeit im Besitz der Familie des Bautzener Hofrichters von Burk. 1497 veräußerte sie den Besitz an Nikolaus Span, der ihn bereits im folgenden Jahr an das Domstift St. Petri in Bautzen verkaufte. Damit gelangte das Vorwerk in den Besitz des Bautzener Domstifts, mit dem es über Jahrhunderte verbunden blieb.
Eine historische Darstellung des Domstifts bezeichnet Grubschütz als am linken Ufer der Spree bei Techritz gelegen und bestätigt den Erwerb durch das Domkapitel. Sie berichtet außerdem, dass das Vorwerk später geteilt wurde. Auch die zugehörige Mühle gelangte im 16. Jahrhundert in den Besitz des Domstifts.
Die heute erhaltenen Gebäude des ehemaligen Vorwerks stammen überwiegend aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Anlage präsentiert sich als geschlossener Vierseitenhof und vermittelt damit noch heute einen guten Eindruck von der historischen Struktur eines landwirtschaftlich geprägten Gutsbetriebs.
Nachwendezeit
Nach dem Ende der DDR und der damit verbundenen Veränderungen der Eigentums- und Nutzungsverhältnisse begann für den historischen Gutshof eine neue Nutzung. Im April 1992 wurde im ehemaligen Vorwerk das Landhotel „Zur guten Einkehr“ als Pachtbetrieb eröffnet. Im Januar 2004 ging das Anwesen in das Eigentum der Familie Mazalla über.
Heutige Nutzung
Heute befindet sich in dem historischen Vierseitenhof weiterhin das Landhotel „Zur guten Einkehr“. Der Betrieb wird inzwischen von der Landhotel & Spreetal Haidan GbR geführt. Das familiengeführte Haus verbindet damit die historische Bausubstanz des ehemaligen Vorwerks mit einer modernen touristischen Nutzung.
Das Landhotel ist zugleich Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen entlang der Spree und in die Umgebung von Bautzen. Damit hat sich die Funktion des ehemaligen landwirtschaftlichen Gutes grundlegend gewandelt: Aus dem Vorwerk des Bautzener Domstifts wurde ein heute touristisch genutzter historischer Vierseitenhof.
(Foto: August 2026)