Radebeul: Bennoschlösschen

Bennoschlösschen

Bennostraße 35
01445 Radebeul

Historisches

Das kleine Schloss wurde in der Zeit zwi­schen 1574 und 1580 im Auftrag von Hans Harrer erbaut. Es wurde dazu­mal Steinernes Haus genannt und gilt als das älteste erhal­tene Herrenhaus in der Lößnitz. Die Erbschaft ging nach 1580 an Christoff Felgenhauer über. Im 19. Jahrhundert wurde das Herrenhaus in Bennoschlösschen umbe­nannt. Ein vor­he­ri­ger Besitz der Meißner Bischöfe ist jedoch nicht sicher belegt. Um 1867 befand sich das Gut im Besitz der Adelsfamilie Metzsch-​Reichenbach. Diese ließ ein Stallgebäude errich­ten. Die Herren Ziller tätig­ten 1896 Ausbauarbeiten am Schlösschen.

Nachwendezeit

Ab 1992 wurde eine umfas­sende Sanierung des Bennoschlösschens vorgenommen.

Heutige Nutzung

Das Bennoschlösschen wird bewohnt.
(Foto: Juli 2022)

Radeburg: Rittergut am Hofwall

Rittergut am Hofwall

Hofwall 2
01471 Radeburg

Historisches

Informationen zur Zeit der Erbauung und des Auftraggebers lie­gen nicht vor.

Nachwendezeit

Im Herrenhaus befan­den sich Wohnungen, das Wirtschaftsgebäude war ver­fal­len. Das Herrenhaus wurde von der Denkmal-​Liste gestri­chen und zum Abriss frei­ge­ge­ben. Auf dem Grundstück wur­den ab Frühjahr 2018 ein Pflegeheim sowie meh­rere Gebäude für Betreutes Wohnen und junge Familien erbaut. Im Dezember 2017 wurde mit Aufräumarbeiten auf dem Areal begonnen.
(Foto: 12/​2017)

Heute Nutzung

Das Herrenhaus exis­tiert nicht mehr, das Areal ist neu bebaut.

Riesa: Rittergut Mautitz

Rittergut Mautitz

Am Dorfplatz 3
01591 Riesa OT Mautitz

Historisches

Das 1696 nach­weis­bare Rittergut ging aus einer Schäferei her­vor, die bereits 1551 bestan­den hatte. Diese Schäferei unter­stand dem Rittergut Ragewitz. Die Familie von Schleinitz besaß das Rittergut Mautitz bis ins 18. Jahrhundert hin­ein. Andreas Dietrich von Schleinitz war der letzte Besitzer aus sei­ner Familie. Seine Erben ver­kauf­ten das Rittergut Mautitz 1752 an Thomas Freiherr von Fritsch. Sein Sohn Carl Abraham war in den Grafenstand erho­ben wor­den. Er erhielt das Rittergut Mautitz 1779 und ver­erbte es sei­nen Neffen Friedrich August und Carl Wilhelm, beide Freiherren von Fritsch. Diese ver­äu­ßer­ten den Grundbesitz 1838 an C. A. Lohmann.

Bis 1945 ver­blieb das Rittergut in bür­ger­li­chem Besitz. Das Rittergut brannte 1854 bis auf die Brennerei ab. Daraufhin wurde das Herrenhaus 1864 unter dem Besitzer Franz Roßberg neu auf­ge­baut. Aus etwa der glei­chen Zeit stammt das Inspektorenhaus (Hausnummer 4). Weitere Besitzer waren ab 1890 Theodor Heidenreich, ab 1925 Martha Schreiber und Erna Helbig.

Nach 1945

Nach der Enteignung wur­den wur­den Wohnungen im Herrenhaus ein­ge­ri­chet. Die Gemeindeverwaltung sowie ein klei­ner Laden fan­den eben­falls darin Platz.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Mautitz steht leer.

 

Diera-​Zehren: Burgwall bei den Spitzhäusern

Burgwall bei den Spitzhäusern

Spitzhäuserwall
01665 Diera-​Zehren OT Zehren

Historisches

Die sla­wi­sche Befestigungsanlage datiert auf das 8./9. Jahrhundert und wird als Vorgängeranlage der Burganlage auf dem Burgberg gehan­delt. Ein fla­cher Wall ist noch erkenn­bar. Dieser befin­det sich süd­öst­lich vom Ort über den Spitzhäusern in Höhenlage.

Bodendenkmalschutz

Die Slawenburg steht seit Ende 1972 unter Bodendenkmalschutz.

Zeithain: Vorwerk Zeithain

Vorwerk Zeithain

01619 Zeithain

Historisches

Erstmals 1493 sowie im 18. Jahrhundert wurde das Vorwerk erwähnt. Weitere zuver­läs­sige, aus­sa­ge­kräf­tige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Radebeul: Schloss Hohenhaus

Schloss Hohenhaus

Barkengasse 6
01445 Radebeul

Historisches

Im 14./15. Jahrhundert ent­stand auf dem Weinberg die Sommerresidenz der Meißner Bischöfe und ver­blieb bis 1539 in deren Besitz. Hofmarschall von Rechenberg ließ nach dem Erwerb des Anwesens 1657 Umbauten am vor­han­de­nen Winzerhaus täti­gen. 1699 erwarb Reichsgraf von Flemming den Besitz. Nach der Versteigerung 1748 erfolg­ten meh­rere Besitzerwechsel.

Die Parkgestaltung erfolgte vor­nehm­lich ab der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1864 erwarb der Handelskaufmann Berthold Thienemann das Schloss Hohenhaus als Sommersitz. Im fol­gen­den Jahr wur­den die Wirtschaftsgebäude neu errich­tet. 1885 ließ Dr. Walther Stechow das Schloss umbauen. Von 1960 bis 2004 war im Hohenhaus die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen untergebracht.

Heutige Nutzung

Mittlerweile dient das Schloss Hohenhaus Wohnzwecken für geho­bene Ansprüche.

Radeburg: Rittergut Bärnsdorf

Rittergut Bärnsdorf

01471 Radeburg OT Bärnsdorf

Historisches

1445 wur­den zwei Vorwerke für Bärnsdorf genannt. Aus die­sen ging offen­bar der 1513 erwähnte Rittersitz her­vor. Der Rittersitz wurde wahr­schein­lich in den fol­gen­den Jahren auf­ge­löst. Ab 1551 wurde Bärnsdorf als Amtsdorf erwähnt. Heute zeugt nichts mehr von dem ehe­ma­li­gen Rittersitz.

Riesa: Wallburg Mergendorf

Wallburg Mergendorf

01589 Riesa OT Mergendorf

Historisches

Die ehe­ma­lige Wallburganlage aus der Jungsteinzeit wurde erst zu Beginn der 1990er Jahre bei Luftbildaufnahmen ent­deckt. Erkennbar sind meh­rere Gräben an der Jahna-Mündung.

Thiendorf: Wasserburg & Schloss Zschorna

Wasserburg & Schloss Zschorna

Zur Teichwirtschaft 1 (Schloss)
Zur Teichwirtschaft 3, 4, 4a, 5 (Nebengebäude)
01561 Thiendorf OT Zschorna

Historisches

1350 erfolgte die erste Erwähnung eines Herrensitzes unter Apecz de Schornow. Hugolt von Schleinitz kaufte 1488 das Gut Zschorna, brach die Gebäude ab und errich­tete ein Vorwerk. Das Schloss wurde um 1537 auf den Grundmauern einer alten Wasserburg für Christoph von Petzschwitz erbaut. 1603 befand sich das Rittergut Zschorna im Besitz von Siegfried von Lüttichau und ver­blieb in Familienbesitz, bis es 1671 durch Eheschließung und Erbgang an die Familie von Beichlingen überging.

Zwischenzeitlich kam es zu einem Brand, des­sen Schäden lange nicht beho­ben wur­den. Wolf Dietrich von Beichlingen ver­an­lasste erst ab 1701 die Sanierung des Schlosses. Nach dem Tod sei­ner Witwe kam das Rittergut an die Familie von der Sahla, die das Schloss 1764 an die Familie von Erdmannsdorf ver­äu­ßerte. Diese nutzte das Schloss nicht selbst, son­dern ver­pach­tete es.

Im Jahre 1837 hieß es, dass nur einige Zimmer noch Wohnzwecken dien­lich waren und große Teile des Schlosses als Getreidelager genutzt wur­den. 1848 erfolgte der Verkauf an den Baron von Sprenger. Vier Jahre spä­ter erwarb die Familie von Boxberg das Anwesen und ver­an­lasste ab 1853 Umbau- und Renovierungsarbeiten am Schloss, bei denen auch ein Seitenflügel ange­fügt wor­den war.

1883 wurde zusätz­lich eine Villa errich­tet, die jedoch bei einem Brand 1910 zer­stört wurde. Um 1900 wurde eine Pferdezucht auf dem Gut gegrün­det, 1909 fan­den erneut Umbauten statt. 1936 erfolgte der Zwangsverkauf des Schlosses an den Fürsten von Stollberg (je nach Quellenlage auch Fürst zu Stolberg-​Roßla). Das Schloss diente in der Folgezeit der SA zunächst als Bannlager und spä­ter als Maidenführerschule des Reichsarbeitsdienstes.

Nach 1945

1945 wurde das Schloss Zschorna von den Sowjets beschlag­nahmt. Es diente zwi­schen 1947 und 1949 als Pionierleiterschulungsstätte sowie Erholungsheim der FDJ. Aus der Zeit um 1975 stam­men ver­schie­dene Einbauten, die Raumaufteilung ist dadurch stark ver­än­dert worden.

Nachwendezeit

Das Schloss und die Nebengebäude sind größ­ten­teils bereits seit Anfang der 1990er Jahre unge­nutzt. Zum Teil fan­den Führungen statt, im Schlosspark stan­den Bungalows zur Anmietung zur Verfügung. Der Eigentümer plante die Umsetzung eines Medizin- und Gesundheitskonzeptes im Schloss (Stand: 09/​2012).

Heutige Nutzung

Bei einem erneu­ten Vor-​Ort-​Besuch im Mai 2021 konnte keine grund­le­gende Änderung fest­ge­stellt wer­den. Schloss Zschorna liegt noch immer unsa­niert im Dornröschenschlaf. Im nicht zugäng­li­chen Park befin­det sich eine Open Air-​Veranstaltungstribüne mit Sitzbänken.

Bodendenkmalschutz

Die eins­tige Wasserburg wurde 1973 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Sie ist durch das Schloss kom­plett über­baut. Der was­ser­füh­rende Graben ist noch vorhanden.

Zeithain: Rittergut Cottewitz

Rittergut Cottewitz

01619 Zeithain OT Cottewitz

Historisches

1540 war ein Vorwerk bekannt, 1696 ein Rittergut. Weitere zuver­läs­sige, aus­sa­ge­kräf­tige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.