Thiendorf: Rittergut Stölpchen

Rittergut Stölpchen

Dorfstraße 1a
01561 Thiendorf OT Stölpchen

Historisches

Die erste Erwähnung erfolgte 1639 als Vorwerk. Wann die Aufwertung zum Rittergut erfolgte, ist nicht bekannt. Noch um 1700 wurde ein Vorwerk für Stölpchen nachgewiesen.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus mit Rittergut exis­tiert nicht mehr. Es wurde in der Nachwendezeit von einem Betonunternehmen auf­ge­kauft und kom­plett abge­ris­sen, einige Steine des Gebäudes lagern noch rück­wär­tig auf dem mit jetzt zwei Eigenheimen bebau­ten Grundstück. Der ehe­ma­lige Teich wurde umge­stal­tet zum Löschteich.

 

Klipphausen: Wallburg Robschütz

Wallburg Robschütz

Am Burgser | Burgberg
01665 Klipphausen OT Robschütz

Historisches

Auf dem Burgberg befand sich einst eine Wallburg, die bis ins 10. Jahrhundert zurück­da­tiert wer­den konnte und im Laufe des 12. Jahrhunderts ver­lo­ren ging. Der Wall, der aus einer Konstruktion aus Erde und Holz bestan­den haben und mit einer stei­ner­nen Ummauerung gesi­chert gewe­sen sein soll, soll etwa 10 Meter hoch gewe­sen sein. Erhalten sind Wall- und Grabenreste.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit Anfang 1936. Der Schutz wurde 1957 erneuert.

Zeithain: Vorwerk Gohrisch

Vorwerk Gohrisch

Gohrischeide
01619 Zeithain

Historisches

Die Wüstung Gohrisch nörd­lich von Zeithain befin­det sich in der Gohrischheide an der alten Mühlberger Straße zwi­schen Lichtensee und Mühlberg. 1494 wurde Gohrisch erst­ma­lig erwähnt. 1501 übte das Rittergut Strehla die Grundherrschaft über den Ort aus, in dem zu jenem Zeitpunkt ein Vorwerk mit Schäferei bestand. 1702 übte das Rittergut Tiefenau die Grundherrschaft 1702 aus. 1892 wurde das Dorf Gohrisch auf­ge­kauft, um den Truppenübungsplatz Zeithain zu vergrößern.

Nach 1945

Pläne, den Ort wie­der zu besie­deln, wur­den nicht rea­li­siert, da der Truppenübungsplatz wei­ter­hin genutzt wurde.

Zeithain: Vorwerk Zeithain

Vorwerk Zeithain

01619 Zeithain

Historisches

Erstmals 1493 sowie im 18. Jahrhundert wurde das Vorwerk erwähnt. Weitere zuver­läs­sige, aus­sa­ge­kräf­tige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Radebeul: Schloss Hohenhaus

Schloss Hohenhaus

Barkengasse 6
01445 Radebeul

Historisches

Im 14./15. Jahrhundert ent­stand auf dem Weinberg die Sommerresidenz der Meißner Bischöfe und ver­blieb bis 1539 in deren Besitz. Hofmarschall von Rechenberg ließ nach dem Erwerb des Anwesens 1657 Umbauten am vor­han­de­nen Winzerhaus täti­gen. 1699 erwarb Reichsgraf von Flemming den Besitz. Nach der Versteigerung 1748 erfolg­ten meh­rere Besitzerwechsel.

Die Parkgestaltung erfolgte vor­nehm­lich ab der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1864 erwarb der Handelskaufmann Berthold Thienemann das Schloss Hohenhaus als Sommersitz. Im fol­gen­den Jahr wur­den die Wirtschaftsgebäude neu errich­tet. 1885 ließ Dr. Walther Stechow das Schloss umbauen. Von 1960 bis 2004 war im Hohenhaus die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen untergebracht.

Heutige Nutzung

Mittlerweile dient das Schloss Hohenhaus Wohnzwecken für geho­bene Ansprüche.

Radeburg: Rittergut Bärnsdorf

Rittergut Bärnsdorf

01471 Radeburg OT Bärnsdorf

Historisches

1445 wur­den zwei Vorwerke für Bärnsdorf genannt. Aus die­sen ging offen­bar der 1513 erwähnte Rittersitz her­vor. Der Rittersitz wurde wahr­schein­lich in den fol­gen­den Jahren auf­ge­löst. Ab 1551 wurde Bärnsdorf als Amtsdorf erwähnt. Heute zeugt nichts mehr von dem ehe­ma­li­gen Rittersitz.

Riesa: Wallburg Mergendorf

Wallburg Mergendorf

01589 Riesa OT Mergendorf

Historisches

Die ehe­ma­lige Wallburganlage aus der Jungsteinzeit wurde erst zu Beginn der 1990er Jahre bei Luftbildaufnahmen ent­deckt. Erkennbar sind meh­rere Gräben an der Jahna-Mündung.

Diera-​Zehren: Burgwall bei den Spitzhäusern

Burgwall bei den Spitzhäusern

Spitzhäuserwall
01665 Diera-​Zehren OT Zehren

Historisches

Die sla­wi­sche Befestigungsanlage datiert auf das 8./9. Jahrhundert und wird als Vorgängeranlage der Burganlage auf dem Burgberg gehan­delt. Ein fla­cher Wall ist noch erkenn­bar. Dieser befin­det sich süd­öst­lich vom Ort über den Spitzhäusern in Höhenlage.

Bodendenkmalschutz

Die Slawenburg steht seit Ende 1972 unter Bodendenkmalschutz.

Zeithain: Rittergut Cottewitz

Rittergut Cottewitz

01619 Zeithain OT Cottewitz

Historisches

1540 war ein Vorwerk bekannt, 1696 ein Rittergut. Weitere zuver­läs­sige, aus­sa­ge­kräf­tige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Radebeul: Schloss Wackerbarth

Schloss Wackerbarth

Wackerbarthstraße 1
01445 Radebeul

Historisches

Reichsgraf Christoph August von Wackerbarth kaufte seit 1720 meh­rere Grundstücke zusam­men und erwarb 1727 das Areal der Bischofsberge. Auf sei­nem neuen Großgrundstück ließ er bis 1730 das Schloss Wackerbarths Ruh’ als Alterswohnsitz für sich errich­ten. Auch das Belvedere ent­stand in die­ser Zeit. Nach Wackerbarths Tod 1734 gab es meh­rere Besitzerwechsel, wodurch auch das ursprüng­li­che Aussehen der Wackerbarthschen Residenz nach und nach ver­lo­ren ging. 1816 wurde aus Wackerbarths Ruh’ eine Knabenerziehungsanstalt. 1824 kaufte August Josef Ludwig von Wackerbarth das Anwesen. Er besaß es bereits zwi­schen 1808 und 1816, musste es jedoch 1846 erneut ver­stei­gern las­sen. Vorher war ver­sucht wor­den das Schloss als Heilanstalt für geis­tig Behinderte umzunutzen.

1875 fan­den Umgestaltungsarbeiten im Stil ita­lie­ni­scher Renaissance statt. Unter Georg Heinsius von Mayenburg, seit 1916 Besitzer, erfolg­ten bis 1923 wei­tere Umbauten, wobei er sehr bemüht war den eins­ti­gen baro­cken Charme wie­der auf­le­ben zu las­sen. 1928 wurde der Besitz über die Sächsische Staatsbank zwangs­ver­stei­gert und gelangte in Staatsbesitz. Im sel­ben Jahr wurde das Staats-​Weingut gegründet.

Nach 1945

Zunächst diente Schloss Wackerbarth nach Kriegsende als Kinderheim. Ab 1958 nutzte es der VEB Weinbau Radebeul als Verwaltungssitz, die Wirtschaftsgebäude wur­den für die Wein- und spä­ter auch Sektherstellung genutzt.

Nachwendezeit

Ab 2002 fan­den umfang­rei­che Sanierungsarbeiten im Schloss und im Park statt, um das heu­tige Erlebnisweingut ent­ste­hen zu lassen.

Heutige Nutzung

Schloss Wackerbarth dient reprä­sen­ta­ti­ven Zwecken, wird für hoch­wer­tige Veranstaltungen genutzt, pflegt den Weinabau und beher­bergt das Gasthaus.
(Fotos: Mai 2025)