Lohsa: Altes & Neues Schloss Weißkollm

Altes & Neues Schloss Weißkollm

Auf dem Gut 5–6
02999 Lohsa OT Weißkollm

Historisches

Das Gut gehörte 1268 der Familie von Schreibersdorf, im 16. Jahrhundert ging es an die Herren von Pannwitz. Seit 1700 nutzte es die Familie von Schönberg-​Bibram. Das Neue Schloss wurde von 1840 bis 1845 mit Sanssouci als Vorbild erbaut. 1902 wurde das Alte Schloss an den Hauptmann Heinrich Wilhelm Schulz ver­kauft, der sich nach sei­ner Nobilitierung von Steynitz nannte. 1904/​1905 erfolgte die Renovierung des Alten Schlosses, das in die­sem Zusammenhang mit dem Neuen Schloss bau­lich ver­bun­den wurde. Ab 1918 befand sich das Doppelschloss im Besitz des Großindustriellen Hugo Stinnes. Zu den Besuchern zähl­ten Größen der NSDAP und der Reichsregierung.

Nach 1945

Stinnes wurde 1945 ent­eig­net. Das Neue Schloss wurde ab 1946 bis 1948 abgebrochen.

Nachwendezeit

Das Alte Schloss, auch Kavaliershaus genannt, wurde nach 2002 abgerissen.

Heutige Nutzung

Erhalten sind noch zwei stark beschä­digte Wirtschaftsgebäude sowie zwei sanierte, bewohnte Villen.

Limbach-​Oberfrohna: Rittergut Kändler

Rittergut Kändler

An der Hofwiese
09212 Limbach-​Oberfrohna OT Kändler

Historisches

Das Rittergut bestand bereits im 15. Jahrhundert. Für das Jahr 1560 ist ein Verkauf an Wolf Dietrich von Dobeneck durch die Herren von Quetz und von Reybisch belegt. Die Besitzer behiel­ten das Rittergut jeweils nicht sehr lange in ihrem Besitz. Seit 1804 wurde das Rittergut Kändler von der Familie Kreyßig bewirt­schaf­tet. 1810 brannte das Rittergut Kändler ab, das Herrenhaus wurde nach die­sem Brand errich­tet. Die Familie Burchardi erwarb das Rittergut 1839 und behielt es bis 1903 in Familienbesitz. 1915 erwarb die Gemeinde Kändler den Hof, um sich Grund und Boden zu sichern, und rich­tete im Herrenhaus Wohnungen ein.

Nachwendezeit

Das mitt­ler­weile leer­ge­zo­gene Herrenhaus wies zuletzt einen erbärm­li­chen Bauzustand aus. Es erfolg­ten weder Instandsetzungs- noch Sanierungsarbeiten, um es zu erhal­ten Die Wirtschaftsgebäude wur­den auf­grund ihres deso­la­ten Zustandes abge­tra­gen. Da der Investitionsbedarf für das Herrenhaus ver­mut­lich im sie­ben­stel­li­gen Bereich lag und kein Investor in Sicht war, strebte die Stadt den Abriss an. Dieser wurde zunächst noch durch den Denkmalschutz ver­hin­dert, letzt­lich aber im Jahre 2014 doch noch vorgenommen.

Heutige Nutzung

Vom Rittergut Kändler ist nichts mehr erhalten.

Lawalde: Rittergut Lawalde

Rittergut Lawalde

bei Thomas-​Müntzer-​Siedlung 1 /​ Mühlweg 6
02708 Lawalde

Historisches

Bereits im Jahr 1290 wurde Lawalde von Frisco de Lewenwalde zum Herrensitz aus­er­ko­ren. 1423 war Lawalde Sitz eines Ritters. Der Nachweis als Rittergeht geht auf das Jahr 1619 zurück. 1858 war das Rittergut vor­über­ge­hend in die bei­den Rittergüter Niederlawalde und Oberlawalde geteilt. 1875 erfolgte die Nennung als wie­der­ver­ei­nig­tes Rittergut.

Nach 1945

Das Herrenhaus wurde 1945 zer­stört und nach­fol­gend abgetragen.

Heutige Nutzung

Erhalten sind drei mar­kante Pfeiler der ehe­ma­li­gen Zufahrt zum Rittergut.

Löbnitz: Schloss Löbnitz

Schloss Löbnitz

Parkstraße 21
04509 Löbnitz

Historisches

In Löbnitz wurde 1185 erst­mals ein Herrensitz unter den Brüdern Hermannus und Heinricus de Lubaniz erwähnt. Löbnitz selbst bestand schon seit 981 als klei­nes Städtchen. 1378 wurde ein Rittersitz unter den Herren von Schönfeld genannt, in deren Besitz sich Löbnitz meh­rere Jahrhunderte befand. 1551 erfolgte die Aufwertung zum Rittergut. Ab 1816 bestan­den zwei Rittergüter par­al­lel, der Schlossteil und der Hofteil.

1820 kam das Rittergut mit sei­nem Schloss an die Familie von Grünberg, die es bis 1852 im Besitz behielt. Danach erfolg­ten meh­rere wei­tere Besitzerwechsel. Für 1902 ist die Deutsche Ansiedlungsbank Berlin als Besitzer ver­zeich­net, 1903 erstei­gerte Louis Baumeister das Gut. 1935 erwarb die Bauernhof Siedlungsgesellschaft mbH das Rittergut und teilte es im dar­auf fol­gen­den Jahr an Siedler auf.

Nach 1945

Im 20. Jahrhundert, ver­mut­lich im Zusammenhang mit der seit 1945 erfolg­ten Nutzung als Pflegeheim, erfolg­ten Umbaumaßnahmen.

Heutige Nutzung

Das sanierte Schloss wird nach wie vor als Seniorenpflegeheim genutzt.

Löbau: Wallburg Bellwitz

Wallburg Bellwitz

Bielplatz
02708 Löbau OT Bellwitz

Historisches

Die sla­wi­sche Wallburg Bellwitz ist auch als Alte Schanze bekannt und wurde im 10. Jahrhundert erbaut. Die Anlage wurde spä­ter durch einen Steinbruch arg in Mitleidenschaft gezo­gen. Erhalten sind noch ein knapp 40 m lan­ger Wallzug, der etwa 5 m hoch ist.

Die Wallreste befin­den sich ca. 800 m süd­west­lich von Bellwitz auf einem Felsvorsprung in einer Flussschlinge des Löbauer Wassers. Der Bieplatz ist über einen Wanderweg ab Bellwitz durch die Georgewitzer Skala oder auf kür­zes­tem Weg über einen Wanderweg ab dem Ortsteil Georgewitz zu erreichen.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1935, die­ser wurde 1958 erneuert.

Löbau: Rittergut Wendischcunnersdorf

Rittergut Wendischcunnersdorf

Alte Cunnersdorfer Straße 42 (Herrenhaus
Alte Cunnersdorfer Straße 41, 43 (Wirtschaftshof)
02708 Löbau OT Wendischcunnersdorf

Historisches

1777 war erst­mals ein urkund­li­cher Nachweis über ein Rittergut vor­han­den, aller­dings bestand die­ses offen­bar bereits sehr viel frü­her, da Besitzer seit 1499 belegt sind. Um 1740 gelangte das Rittergut Wendischcunnersdorf in bür­ger­li­chen Besitz. Die Wirtschaftsgebäude ent­stan­den zu Beginn des 19. Jahrhunderts 1843 unter Carl Gottlieb Poltrack, wel­cher das Rittergut 1839 geerbt hatte. Seine Erben ver­kauf­ten das Rittergut 1862 an Christian Max Steiger. Unter ihm wurde 1869 das Herrenhaus erbaut. Emil Brinkmeyer erwarb das Rittergut Wendischcunnersdorf 1932.

Nach 1945

Eine Enteignung erfolgte 1945 nicht, dafür war das Rittergut zu klein. Der grund­be­sitz wurde aller­dings 1952 den­noch beschlag­nahmt und in Volkseingentum umge­wan­delt. Die Familie Brinkmeyer floh dar­auf­hin in den Westen.

Nachwendezeit

Die unbe­rech­tigte Enteignung wurde rück­gän­gig gemacht und das Rittergut an den Enkel vom Emil Brinkmeyer rück­über­tra­gen. Unter die­sem erfolg­ten 1995 und 1996 Sanierungsarbeiten.

Heutige Nutzung

Im Herrenhaus und in den Wirtschaftsgebäuden befin­den sich Wohnungen.

Löbau: Wallburg Kittlitz

Wallburg Kittlitz | Schwedenschanze

Georgewitzer Skala
02708 Löbau OT Kittlitz

Historisches

Die im 10. Jahrhundert errich­tete Wallburg wurde auch Schwedenschanze genannt und im 14. Jahrhundert zer­stört. 1071 war eine Reichsburg benannt. Vermutlich han­delte es sich um eine Wasserburg. Im 12. Jahrhundert ent­stand ein befes­tig­ter Hof, ver­mut­lich han­delte es sich dabei um den 1160 erwähn­ten Herrensitz.

Wall- und Grabenreste in Sichelform sind noch gut erhal­ten. Die Schwedenschanze befin­det sich öst­lich vom Ort süd­lich von der “Gemauerten Mühle”. Sie ist über meh­rere Wanderwege erreichbar.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1936, erneu­ert wurde der Schutz 1958.

Löbau: Wallburg Dolgowitz

Wallburg Dolgowitz

02708 Löbau OT Dolgowitz

Historisches

Für die Wallburg sind im Jahre 1007 die Bezeichnung “cas­tel­lum Ostrusna” und 1241 “bur­quar­dum Dolgawiz” über­lie­fert. Es sind noch Wall- und Grabenreste vorhanden.

Löbau: Rittergut Körbigsdorf

Rittergut Körbigsdorf

Körbigsdorfer Weg
02708 Löbau OT Körbigsdorf

Historisches

Das 1604 erwähnte Vorwerk in Körbigsdorf wurde zum Rittergut auf­ge­wer­tet und als sol­ches 1777 erst­mals genannt. Das Herrenhaus wurde zuletzt von der Stadt Löbau als Armenhaus genutzt und um 1900 abge­bro­chen. Danach wurde das Gelände als Kleingartenanlage neu aufgebaut.

Löbau: Rittergut Großdehsa

Rittergut Großdehsa

02708 Löbau

Historisches

Großdehsa wurde 1238 als Herrensitz erst­mals erwähnt. Für 1242 ist Hertwicus de Dyzin als Herren auf Großdehsa bekannt und für 1336 Henricus de Desen. Die Ersterwähnung als Rittergut erfolgte 1564.