Rittergut Eulenau
04886 Beilrode OT Eulenau
Historisches
Der 1267 erwähnte Herrensitz wurde 1747 als Rittergut bezeichnet.
04886 Beilrode OT Eulenau
Der 1267 erwähnte Herrensitz wurde 1747 als Rittergut bezeichnet.
Zschörnewitz 1
04720 Großweitzschen OT Zschörnewitz
1764 war ein Rittergut benannt, welches später in eine Gerichtsstelle umgewandelt wurde. Zur Geschichte des Rittergutes als auch zur fortlaufenden Besitzerfolge ist kaum etwas bekannt. Das Herrenhaus wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet.
Durch Umbauten wurde das Herrenhaus Oberzschörnewitz stark verändert.
Das Herrenhaus steht leer.
Gutsweg 7
02694 Malschwitz OT Brösa
Das Rittergut wurde 1684 schriftlich erwähnt und gehörte zur Grundherrschaft Guttau. 1775 war Andreas Graf von Schall-Riaucour Besitzer. Seine Nachkommen behielten das Rittergut bis zur Enteignung 1945 im Familienbesitz. Das Herrenhaus wurde um 1900 erbaut. Seit 1847 wurde im Rittergut eine landwirtschaftliche Lehranstalt eingerichtet.
1945 erfolgte die Enteignungder Grafenfamilie von Schall-Riaucour..
Das Herrenhaus befindet sich in Privatbesitz und wird bewohnt.
Thomas-Müntzer-Straße 6 (Altes Herrenhaus)
Thomas-Müntzer-Straße 9 (Neues Herrenhaus)
02708 Großschweidnitz OT Kleinschweidnitz
Das Rittergut wurde 1627 erstmals in einer Urkunde erwähnt und befand sich zu diesem Zeitpunkt im Besitz der Familie von Nostitz. 1638 erwarb die Familie von Schlieben das Gut, ihr folgten ab 1672 die Familie von Elßnitz und ab 1695 die Familie von Hauenstein. Johanna Erdmuthe von Hauenstein veräußerte das Rittergut Kleinschweidnitz 1751 an Gottfried Rudolph, dessen Familie das Rittergut über mehrere Generationen in Besitz behielt. Unter der Familie Rudolph entstand 1838 das alte Herrenhaus. 1862 erwarb Carl August Mosig von Aehrenfeld das Rittergut und ließ drei Jahre später das Neue Herrenhaus zusätzlich errichten. Carl Gustav Stäcker kaufte 1925 das Rittergut.
Die Familie Stäcker wurde 1946 enteignet und das Rittergut an Neubauern aufgeteilt. Das Neue Herrenhaus wurde als Mehrfamilienhaus genutzt.
Das Neue Herrenhaus befindet sich in Privatbesitz und ist saniert, beide Herrenhäuser dienen Wohnzwecken.
04720 Großweitzschen OT Höckendorf
Das Rittergut wurde 1764 urkundlich erwähnt. Weitere Informationen zum Rittergut Höckendorf konnten bis dato nicht aufgefunden werden. Möglicherweise ist das Rittergut nicht mehr existent.
04886 Beilrode OT Großtreben
1238 wurde Großtreben erstmals als Herrensitz unter Martinus de Treben genannt. 1467 ist ein Rittersitz nachweisbar, der zum Rittergut erhoben und als solches seit 1551 belegt ist.
Das Herrenhaus befindet sich in saniertem Zustand.
Hofbuschweg 1 (Schloss)
Hofbuschweg 8, 9 (Gutsverwalterhaus, Wirtschaftsgebäude)
09618 Großhartmannsdorf
Das als Mayoratsgut bekannte Schloss wurde zwischen 1250 und 1375 durch Mönche des Benediktiner-Klosters erbaut und blickt auf eine Reihe angesehener und bekannter Adelsfamilien zurück. Ab 1375 befand es sich im Besitz des Grafen von Waldenburg, dem im 15. Jahrhundert die Herren von Vitzthum, von Kaufungen, erneut von Vitzthum sowie von Bünau folgten.
1514 brannte das Gut ab. Ab 1524 bis 1676 herrschte die Familie von Alnpeck über Großhartmannsdorf, bis 1720 die Familie von Schönberg und für die nächsten zehn Jahre Paul Selig. Danach kam das Gut in den Besitz der Familie von Carlowitz. Sie verkaufte es 1934 an die Familie Barth, die es bis 1945 besaß.
Nach der Enteignung der Familie Barth wurde das Gut aufgeteilt. Der überwiegende Teil des Mayoratsgutes wurde 1947 und 1948 abgerissen.
Seit 1990 ist die Gemeinde Großhartmannsdorf Eigentümer des Guts und ließ es zwischen 1991 und 2008 umfangreich sanieren.
Im Schloss befinden sich heute ein Café, ein Museum sowie eine Gemäldeausstellung. Es wird außerdem für Trauungen und andere Veranstaltungen genutzt.
Göselaue 13
04463 Großpösna OT Dreiskau-Muckern
1445 wurde ein Rittersitz erwähnt, der sich seit 1427 im Besitz der Familie von Zehmen befand. Aus diesem Rittersitz ging 1503 ein Vorwerk mit Sattelhof hervor, die 1551 als Rittergut Erwähnung fanden. Das Gut befand sich noch 1598 im Besitz der von Zehmens. In jenem Jahr wurde ein Teil an Franz Romanus veräußert, woraufhin Neumuckershausen entstand.
Mit dem Konkurs im Jahre 1777 verlor die Familie von Zehmen das Rittergut Muckern. Im folgenden Jahr kam Frau Rivinus in den Besitz beider Güter und vereinigte sie wieder. Weitere Besitzer waren 1802 Karl von Haugk, unter dem 1803 das Herrenhaus wegen Baufälligkeit abgerissen und die Wirtschaftsgebäude als Schäferei genutzt worden waren, von 1812 bis 1880 Friedrich Teichmann und dessen Erben, ab 1880 Friedrich Henkß, ab 1887 Max Oertel sowie ab 1920 Willi Boden. 1937 erwarb die AG Sächsische Werke das Gut.
Die AG wurde 1945 enteignet.
Erhalten ist lediglich noch ein Fachwerkhaus, das heute bewohnt wird.
Wolkensteiner Straße 1
09518 Großrückerswalde
1541 gelangte das mindestens seit dem 15. Jahrhundert existierende Vorwerk in den Besitz der Familie von Berbisdorf. Möglicherweise gehen die Ursprünge dieses Vorwerks sogar bin auf das späte 13. Jahrhundert zurück. 1414 wurde die Familie von Krahe auf Rückerswalde nachgewiesen. Wolf von Krahe verkaufte das Vorwerk 1541 an Andreas von Berbisdorf. Unter der Familie von Berbisdorf wurde das Vorwerk zum Rittergut erhoben. Es wurde 1744 von Reichsgraf Friedrich Ludwig zu Solms und Tecklenburg erworben, für den um 1750 das Herrenhaus errichtet wurde. Das Rittergut verblieb nahezu zwei Jahrhunderte in Familienbesitz, wurde aber nur selten bewohnt. Valeska von Wöhrmann, geborene Gräfin zu Solms und Tecklenburg, vererbte das Rittergut Angehörigen ihres Personals. Diese verkauften es an den Fabrikanten Emil Hütter.
Emil Hütter wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform enteignet. Das Rittergut wurde aufgeteilt, das Herrenhaus fortan als Schulküche und Bücherei genutzt. Einige Jahre später übernahm die LPG das Rittergut und baute es zu einer Getreidemühle mit Speicher um.
Als die LPG aufgelöst wurde, befand sich das Rittergut Rückerswalde in einem erbärmlichen Zustand, so heruntergewirtschaftet war es. 2006 / 2007 wurde das Herrenhaus umfassend saniert, nachdem sich eine Fachklinik als Käufer gefunden hatte. Ein maroder Seitenflügel wurde abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt.
Das Herrenhaus dient als Fachklinik zur Rehabilitation von Drogenabhängigen. In ihm befinden sich Wohn- und Schulungsräume sowie alle weiteren zum Betrieb notwendigen Versorgungseinrichtungen.
Neudorfer Straße 7
02694 Malschwitz OT Halbendorf
Möglicherweise bestand bereits 1374 ein Herrensitz. Das 1565 erwähnte Rittergut befand sich bis 1796 im Besitz von Caspar Gottlob Friedrich von Hertzberg und wurde an Christian Conrad Gerathewohl verkauft, dessen Söhne es bis 1837 besaß. 1860 waren die Herren von Polenz als Eigentümer bekannt. Das Rittergut befand sich seit 1877 oder 1879 in Staatseigentum. Die Felder wurden in Waldflächen umgewandelt und fortan als Forstrevier genutzt.
Es erfolgte aufgrund der Besitzverhältnisse keine Enteignung. Das Herrenhaus diente nach 1945 der Gemeindeverwaltung als Sitz und wurde später zu Wohnzwecken genutzt.
Heute steht das sanierungsbedürftige Herrenhaus des Ritterguts Halbendorfs überwiegend leer. Es wurde nach und nach leergezogen.