Groitzsch: Herrenhaus Auligk (Unterer Teil)

Herrenhaus Auligk (Unterer Teil)

Nr. 31
04539 Groitzsch OT Auligk

Historisches

1191 war ein Herrensitz bekannt, der 1367 als Rittersitz bezeich­net wurde. 1548 exis­tier­ten 2 Rittergüter, seit spä­tes­tens 1696 drei. Das Rittergut unte­ren Teils gehörte den Familien von Görschen und von Köseritz.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in bau­lich gutem Zustand und wird für Wohnzwecke genutzt.

Grimma: Rittergut Pentzberg

Rittergut Pentzberg

04668 Grimma OT Grottewitz

Historisches

Das Rittergut Pentzberg (auch Puntzenberg) wurde 1551 nach­ge­wie­sen. Bei Pentzberg han­delt es sich mitt­ler­weile um eine Ortswüstung süd­lich von Grottewitz, vom Rittergut ist nichts mehr erhalten.

Zwenkau: Rittergut Imnitz I

Rittergut Imnitz I

04442 Zwenkau OT Imnitz

Historisches

Das Rittergut war Beigut des Rittergutes Kötzschbar. Die Familie von Schlegel erwarb es im 16. Jahrhundert um 1568. Das Herrenhaus ent­stand um 1800 und ging um 1840 in den Besitz der Familie Platzmann über. 1890 wur­den Umbauten am Herrenhaus vorgenommen.

Heutige Nutzung

Während das Gebäude zu DDR-​Zeiten als Schule genutzt wurde, steht es der­zeit leer.

Böhlen: Rittergut Zehmen

Rittergut Zehmen

04564 Böhlen OT Zehmen

Historisches

Als Besitzer sind seit dem 17. Jahrhundert die Familien Meyer, von Trützschler, Bollmann, Winckler, Marau, Leplay und Schmiedel bekannt. 1206 wurde erst­mals ein Herrensitz erwähnt, ab 1445 ein Rittersitz, ab 1503 ein Vorwerk sowie schließ­lich ab 1551 ein Rittergut.

Nach 1945

1957 wurde der Ort mit sei­nem Rittergut auf­grund des Kohleabbaus devastiert.

Borsdorf: Herrenhaus Cunnersdorf

Herrenhaus Cunnersdorf

04451 Borsdorf OT Cunnersdorf

Historisches

Das Herrenhaus wurde für die Herren von Brandis im 17. Jahrhundert erbaut und fand bereits 1560 als Rittergut Erwähnung. 1737 erfolgte ein Neubau. Weiterer Besitzer war der Rat von Leipzig. Es han­delt sich heute um eine Ortswüstung. (?)

Trebsen: Wasserburg & Schloss Trebsen

Wasserburg & Schloss Trebsen

Thomas-​Müntzer-​Gasse 2
04687 Trebsen

Historisches

1161 wurde erst­mals ein Ritter namens Heinricus de Trebecin erwähnt, wobei es mög­li­cher­weise bereits im 11. oder gar 10. Jahrhundert einen Herrensitz mit einer Burg in Trebsen gab. Bis 1330 befand sich der Herrensitz im Besitz der Familie des Heinrich von Trebsen. 1360 als Rittersitz bezeich­net, war 1494 Georg von Saalhausen als Herr über Trebsen benannt, der mit dem Schlossbau begann. 1521 erwarb Hans von Minckwitz das Schloss und ließ von 1522 bis 1524 die frü­here Wasserburg als Schloss fer­tig bauen.

1592 erwarb die Familie von der Schulenburg Schloss Trebsen, von der 1637 die Familie von Dieskau das Rittergut über­nahm. Dr. Vincent Baumann kaufte das Rittergut 1756 und ver­an­lasste zwi­schen 1783 und 1785 einen Umbau der Schlossanlage. Im 18. Jahrhundert wurde der Bergfried teil­weise abge­tra­gen. 1886 gelang­ten Schloss und Rittergut an Gustav Lehmann. Georg von Zimmermann ist ab 1892 als Besitzer auf­ge­führt. Unter ihm erfolg­ten 1909 und 1910 Umgestaltungsarbeiten in den Innenräumen.

Nach 1945

1945 nis­te­ten sich Rotarmisten im Schloss Trebsen ein, was bis 1947 zur Plünderung und einer teil­wei­sen Dachzerstörung führte. Im Rahmen der Bodenreform wurde die Familie von Zimmermann ent­eig­net. Zwei Jahre spä­ter ent­stan­den Notwohnungen für Flüchtlinge und die zer­stör­ten Schlossbereiche wur­den wie­der auf­ge­baut. 1955 bis 1992 nutzt die Freiwillige Feuerwehr Teile des Schlosses. Auch als Kindergarten und Seniorentreff wurde das Schloss genutzt.

Nachwendezeit

Seit 1992 fan­den wei­tere Sanierungsarbeiten statt, nach­dem sich ein Förderverein gegrün­det hatte und im Schloss ein Bildungszentrum für Handwerker ein­richte. 2009 zog der Verein aus dem Schloss aus und ins Rittergut ein.

Heutige Nutzung

Schloss Trebsen dient als Gaststätte, Hotel sowie Bildungszentrum.

Bodendenkmalschutz

Mit dem Schlossbau ging die vor­he­rige Wasserburg ver­lo­ren. Von ihr ist noch ein tro­cken­ge­leg­ter Graben im west­li­chen und nörd­li­chen Bereich erhal­ten. Seit 1956 steht das Areal der Wasserburg als Bodendenkmal unter Schutz.