Rittergut Großpriesligk
04539 Groitzsch OT Großpriesligk
Historisches
Das Rittergut ist seit dem 17. Jahrhundert (1696) bekannt. Es befand sich im Besitz der Grafen von Hohenthal. Es handelte sich um ein trockenes Rittergut ohne Gebäude.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Leipzig
04539 Groitzsch OT Großpriesligk
Das Rittergut ist seit dem 17. Jahrhundert (1696) bekannt. Es befand sich im Besitz der Grafen von Hohenthal. Es handelte sich um ein trockenes Rittergut ohne Gebäude.
Schloss GattersburgColditzer Straße 3
04668 Grimma
Bei der Gattersburg handelt es sich nicht um eine Burg per Definition. Johann Christian Gattert erwarb 1792 ein Grundstück und ließ ein Wohnhaus errichten, das in Anlehnung an seine Architektur sowie den Namen des Erbauers Gattersburg genannt wurde. Max Schroeder erwarb das Areal in einer Versteigerung 1879 und ließ die Gattersburg bis 1887 nach heutigem Aussehen neu errichten. Kurz vor Kriegsende sollte die Gattersburg abgetragen werden, ein Schicksal, dem sie gerade noch entkommen konnte.
Ab den späten 1940er Jahren bis Mitte der 1990er Jahre wurde sie als Kindergarten, Schule, für Wohnzwecke und durch die Arbeiterwohlfahrt genutzt.
1997 wurde die Gattersburg von zwei Familien erworben und aufwendig saniert.
Schloss Gattersburg dient als Hotel und Restaurant.
Graf-Wiprecht-Straße
04539 Groitzsch
1030 erfolgte die Ersterwähnung von Groitzsch. 1073 erwarb der namensgebende Wiprecht die Burg Altgroitzsch und ließ sie 1080 ausbauen. 1091 gründete Wiprecht von Groitzsch das Benediktinerkloster St. Jakob. Der Burgward fiel 1144 an Dedo V. von Wettin. Ab 1238 residierte Heinrich der Erlauchte für zehn Jahre auf der Burg. König Adolf von Nassau eroberte 1294 die Wiprechtsburg und verwüstete sie. 1306 wurde sie erneut zerstört durch Albrecht von Habsburg.
Die Hauptburg, von der die freigelegten runden Ruinen eines Wohnturms und einer Kapelle freigelegt wurden, weist eine Größe von etwa 150 x 100 m aus. Sie ist durch einen Graben von der Vorburg getrennt. Jener Graben wurde später zur Straße ausgebaut. Auf dem Bereich der Vorburg befinden sich heute der Friedhof und die Kirche.
Die Ruine der Wiprechtsburg wird als Veranstaltungsort genutzt.
Das Areal steht seit Anfang 1936 als Bodendenkmal unter Schutz. Der Schutz wurde Anfang 1959 erneuert.
Klosterholz
04668 Grimma OT Schaddel
Der Große Schaddelwall befindet sich etwa einen Kilometer nordwestlich von Schaddel über der Mulde. Die Wallburganlage in Höhenlage existierte vermutlich im 8./9. Jahrhundert. Die slawische Wallburg wird auch als Großer Schlossberg bezeichnet und bestand aus einer Vorburg und einer Hauptburg.
Sie wurde Anfang 1935 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Erneuert wurde der Schutz 1956.
Herrenhaus Auligk (Unterer Teil)Nr. 31
04539 Groitzsch OT Auligk
1191 war ein Herrensitz bekannt, der 1367 als Rittersitz bezeichnet wurde. 1548 existierten 2 Rittergüter, seit spätestens 1696 drei. Das Rittergut unteren Teils gehörte den Familien von Görschen und von Köseritz.
Das Herrenhaus befindet sich in baulich gutem Zustand und wird für Wohnzwecke genutzt.
04668 Grimma OT Grottewitz
Das Rittergut Pentzberg (auch Puntzenberg) wurde 1551 nachgewiesen. Bei Pentzberg handelt es sich mittlerweile um eine Ortswüstung südlich von Grottewitz, vom Rittergut ist nichts mehr erhalten.
Leipener Straße 7
04539 Groitzsch OT Wischstauden
1238 erfolgte die Nennung als Herrensitz unter Gotscalcus de Wystudenn. Der Dreiseitenhof wurde um 1780 erbaut. 1925 befand sich das Rittergut im Besitz der Rositzer Braunkohlenwerke AG Altenburg und war an Reinhold Scholle verpachtet.
Die Gebäude des Ritterguts sind saniert.
04668 Grimma OT Ostrau
Das Vorwerk Ostrau bestand 1533. Weitere zuverlässige Informationen liegen bis dato nicht vor.
Burg & Schloss DöbenKirchberg
04668 Grimma OT Döben
Die erste urkundliche Erwähnung des burchwardum Grobi datiert auf das Jahr 1046. 1181 wurde Conradus de Dewin erwähnt und 1185 allgemein ein Burggraf. Die nächste namentliche Nennung erfolgte 1330 unter Johannes dictus de Luppe, dominus in Dewyn.
Nach der damaligen Zerstörung wurde die Burg Döben spätestens im 14. Jahrhundert am jetzigen Standort neu errichtet. 1350 verfügte die Burg, urkundlich als castrum nachweisbar, über ein freies Eigengut. Um 1400 übernahmen die Herren von Luppa die Burggrafschaft als Lehen, die durch Heirat 1440 an die Familie von Maltitz überging. Unter dieser wurde um 1500 das Rittergut errichtet.
1556 übernahm die Familie von Hirschfeld Döben von Christoph von Maltitz und verkaufte die Anlage ihrerseits 1569 an Elias von Canitz, nachdem sie 1560 das zuvor abgebrannte Gut wieder aufbauen ließen. Ernst von Schönfeld erwarb Döben 1576, seine Nachfahren verkauften Schloss und Rittergut Döben aus finanzieller Not an Wolf Christoph von Arnim.
Im 16. Jahrhundert waren auch Umbauten der Burg zu einem Wohnschloss durchgeführt worden. Seit 1661 befand sich die nach und nach zu einem Schloss umgebaute Burg Döben im Besitz der Familie von Arnim und gelangte durch Verehelichung 1783 an die Familie von Below bzw. von Böhlau (identisch). Nach einem Brand im Jahr 1857 erfolgte ein Neuaufbau im Stil der Neorenaissance. Der letzte Besitzer von Schloss und Rittergut Döben war seit 1893 Carl von Böhlau, der 1945 starb.
Sein Neffe Carl Otto von Hoenning O’Carroll erbte den Grundbesitz, wurde jedoch im Herbst 1945 enteignet. Die landwirtschaftlichen Flächen des Rittergutes wurden aufgeteilt, das durch die Kriegswirren teilweise beschädigte Schloss geplündert. Das Schloss diente zudem Flüchtlingen als Unterkunft und wurde zusehends zur Baumaterialgewinnung genutzt. Der Schlosskomplex verwahrloste immer mehr und wurde schließlich 1972 aus Sicherheitsgründen gesprengt.
Seit 1992 befindet sich das Restgut in Privatbesitz eines entfernten Nachfahren des letzten Besitzers. 2004 führte Brandstiftung zur weiteren Zerstörung des eh schon baufälligen Brauereigebäudes. Die Brauerei wurde anschließend wieder aufgebaut. Die Grundmauern des ehemaligen Schlosses wurden freigelegt und der Pavillon und die Malztenne saniert.
Die sanierten Gebäude dienen Wohn- und Veranstaltungszwecken.
Die Burganlage wurde durch das spätere Schloss überbaut. Der Burggraben wurde mit den Trümmern des gesprengten Schlosses verfüllt. Die gesamte Anlage wurde 1974 als Bodendenkmal geschützt.
04539 Groitzsch OT Nöthnitz
Das Rittergut Nöthnitz wurde 1350 als “villa” benannt und ab 1748 als Vorwerk bezeichnet.