Vorwerk Wagelwitz
04668 Grimma OT Wagelwitz
Historisches
Die Nennung des Vorwerks Wagelwitz erfolgte bereits 1421.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Leipzig
04668 Grimma OT Wagelwitz
Die Nennung des Vorwerks Wagelwitz erfolgte bereits 1421.
Teichstraße 11
04539 Groitzsch OT Altengroitzsch
Die erhaltenen Wall- und Grabenreste befinden sich am nordwestlichen Ortsrand auf der östlichen Seite des Schwennigke-Bachs. Die Innenfläche der Wallburg beträgt etwa 60 x 30 m. Der Burgstandort ist heute durch ein Gehöft mit mehreren Gebäuden überbaut.
Ursprünglich wurde die Wallburg durch zwei halbrunde Abschnittswälle mit vorgelagerten Gräben im Abstand von etwa 20 m gesichert. Die ehemalige Slawenburg, auch Sorbenfeste genannt, bestand im 8./9. Jahrhundert vermutlich als sorbischer Adelssitz, der im 10. Jahrhundert zerstört wurde.
Die Anlage wurde Anfang 1936 als Bodendenkmal geschützt. Der Schutz wurde 1958 erneuert und Mitte 1975 erweitert.
Herrenhaus HohnstädtWasserturmstraße 16
04668 Grimma OT Hohnstädt
Das Rittergut Hohnstädt wurde erstmals 1606 erwähnt. Einer anderen Quelle zufolge entstand es aus einer Erbteilung des Ritterguts Böhlen heraus, welche jedoch erst 1693 vollzogen wurde. Damaliger Besitzer war Dr. David Döring, welcher das Rittergut Hohnstädt seinem Sohn Ernst Friedrich von Döring übertrug. Unter diesem entstand um 1700 das Herrenhaus. Dessen gleichnamiger Sohn verkaufte das Rittergut Hohnstädt 1787 an Johanna Christiana Loth. 1858 kaufte Dr. Theodor Alexander Platzmann das Rittergut. Seine Nachkommen behielten es bis 1945 in Familienbesitz.
1945 wurde wie vielerorts die Bodenreform durchgesetzt. Herrmann Platzmann wurde enteignet. Im Herrenhaus zog ein Kindergarten ein, die Landwirtschaftsflächen wurden aufgeteilt.
Nachdem der Kindergarten geschlossen wurde, stand das Herrenhaus Hohnstädt lange leer.
Das Herrenhaus stand lange leer. Es wurde nunmehr von zwei Unternehmern erworben, die die ehemalige Nutzung als Kita wieder aufgreifen wollen.
(Stand: Juni 2019)
Rittergut MuckernGöselaue 13
04463 Großpösna OT Dreiskau-Muckern
1445 wurde ein Rittersitz erwähnt, der sich seit 1427 im Besitz der Familie von Zehmen befand. Aus diesem Rittersitz ging 1503 ein Vorwerk mit Sattelhof hervor, die 1551 als Rittergut Erwähnung fanden. Das Gut befand sich noch 1598 im Besitz der von Zehmens. In jenem Jahr wurde ein Teil an Franz Romanus veräußert, woraufhin Neumuckershausen entstand.
Mit dem Konkurs im Jahre 1777 verlor die Familie von Zehmen das Rittergut Muckern. Im folgenden Jahr kam Frau Rivinus in den Besitz beider Güter und vereinigte sie wieder. Weitere Besitzer waren 1802 Karl von Haugk, unter dem 1803 das Herrenhaus wegen Baufälligkeit abgerissen und die Wirtschaftsgebäude als Schäferei genutzt worden waren, von 1812 bis 1880 Friedrich Teichmann und dessen Erben, ab 1880 Friedrich Henkß, ab 1887 Max Oertel sowie ab 1920 Willi Boden. 1937 erwarb die AG Sächsische Werke das Gut.
Die AG wurde 1945 enteignet.
Erhalten ist lediglich noch ein Fachwerkhaus, das heute bewohnt wird.
04643 Geithain
Die nicht mehr vorhandene Burg befand sich auf dem Platz der heutigen Stadtkirche und wurde um 1180 erbaut. 1350 wurde ein castrum erwähnt. Erhalten sind der Zwingerbereich sowie ein Abschnittswall. Der breite Graben ist zwischenzeitlich verflacht.
Die Burganlage steht unter Bodendenkmalschutz.
Kötteritzscher Ring 24
04680 Colditz OT Sermuth
Es bestand bereits ein um 1286 erwähnter Herrensitz des Heinricus de Kotteritsch, aus dem sich ein Rittergut entwickelte. Die namensgebende Familie von Kötteritzsch selbst hat den Herrensitz nicht lange besessen. Die erste Nennung als Rittergut datierte auf das Jahr 1528. 1547 besaß Hermann von Hoff das Rittergut Kötteritzsch. Die Familie von Große besaß es im 17. und 18. Jahrhundert, ihr folgten Carl Wilhelm Sahrer von Sahr sowie Wilhelm Ernst Adolph aus dem Winckel. Im Jahre 1848 erwarb Bernhard von Watzdorf das Rittergut Kötteritzsch, er verkaufte es 1862 an Robert Thode. Nur drei Jahre später veräußerte dieser den Grundbesitz an Carl Friedrich Solbrig, der als “Wollkönig” einige Bekanntheit erlangte.
Unter seinem Sohn Gustav Theodor Solbrig wurde das damals bestehende Herrenhaus zwischen 1881 und 1882 zu einem Schloss ausgebaut. In den Südflügel wurde dabei Bausubstanz des alten Herrenhauses integriert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelangte Dr. Arthur Becker in den Besitz von Schloss und Rittergut Kötteritzsch.
Die Familie Becker wurde 1945 enteignet. Das Rittergut wurde an Neubauern aufgeteilt und das Schloss in mehrere Mietwohnungen aufgeteilt. Bei einer Dachsanierung wurde das ursprüngliche Aussehen des einst reich verzierten Daches erheblich vereinfacht. Zum Ende der DDR hin war Schloss Kötteritzsch in einem baulich schlechten Zustand.
1994 wurde Schloss Kötteritzsch von einem Ehepaar erworben und aufwendig unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes saniert.
Das Schloss wird unter anderem von den Eigentümern bewohnt. Auch in den Wirtschaftsgebäuden befinden sich Wohnungen.
Rittergut NeumuckershausenRittergutshof 1
04463 Großpösna OT Dreiskau-Muckern
Das Rittergut Neumuckershausen war der niedere Teil des Rittergutes Muckern und entstand, als 1598 die Herren von Zehmen einen Teil ihres Rittergutes Muckern an Franz Romanus verkauften. Ihm folgten als Besitzer Conrad Knorr, bis 1695 Dr. Heinrich Balthasar Zobel und für die nächsten vier Jahre Georg Neithardt. 1699 erwarb die Familie König das Rittergut Neumuckershausen. 1730 kaufte Dr. Rivinus Neumuckern. Seine Wiwte erwarb auch Muckern und vereinigte beide Güter wieder im Jahre 1778.
Die weiteren Besitzer waren im ausgehenden 18. Jahrhundert Dr. Jakob Thomas Gaudlitz, 1802 Karl von Haugk, von 1812 bis 1880 Friedrich Teichmann und seine Erben und ab 1880 Friedrich Henkß. Er veranlasste 1883 den Bau des Herrenhauses, welches 1887, als es von Max Oertel erworben worden war, Umbauten unterzogen wurde. Willi Boden kam 1920 in den Besitz des Rittergutes, welches 1937 von der AG Sächsische Werke gekauft wurde.
Nach der 1945 vollzogenen Enteignung diente das Herrenhaus zwischen 1954 und 1992 als Schule.
1994 erwarb die Dorfentwicklungs- und Sanierungsgesellschaft Dreiskau-Muckern das ehemalige Rittergut und verpachtete es an den Förderverein für soziale Projekte für Frauen und Jugendliche e. V. 1997 erfolgte die grundlegende Sanierung des Herrenhauses.
Im Rittergut ist das Technologie- und Beratungszentrum Göselhaus ansässig.
04668 Grimma OT
1244 erfolgte die Nennung von Schmorditz als Herrensitz unter Chunradus de Smurdewiz. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts übte das Rittergut Döben die Grundherrschaft über Schmorditz aus.
Hauptstraße 1 (Schloss)
Hauptstraße 7 (Stallgebäude mit Torhaus)
04643 Geithain OT Syhra
Johanne de Syrewar 1288 im Besitz von Syhra. 1308 wurde ein Herrensitz unter Petrus de Sirowe erwähnt. Aus dem Herrensitz ging 1551 ein Vorwerk hervor und aus diesem wiederum ein 1696 erstmals beurkundetes Rittergut. Das Schloss wurde bereits 1620 umgebaut.
Im Schloss befand sich einst das Gemeindeamt. Heute ist es dringend sanierungsbedürftig und steht leer. Ende 2018 brannte die zum Schloss gehörende Melkhalle ab. Auch die anderen Wirtschaftsgebäude befinden sich in keinem guten Zustand.
Herrenhaus NimbschenNimbschener Landstraße 1
04668 Grimma OT Nimbschen
1250 erwarben Nonnen Land und veranlassten ab 1270 den Bau des Zisterzienserklosters “Marienthron”. 1291 wurde die Kirche des Klosters geweiht. Berühmteste Nonne des Klosters war Katharina von Bora, die von 1509 bis 1523 im Kloster Nimbschen lebte und im gleichen Jahr Martin Luther heirate. 1536 wurde das Kloster nach dem Tod der letzten Äbtissin aufgelöst. Das Gelände wurde verpachtet, die Gebäude verfielen mit der Zeit und wurden zur Gewinnung von Baumaterial genutzt. Um 1810 entstand aus dem noch vorhandenen Material des Klosters das neue Klostergut. Ab 1901 nutzte die Fürsten- und Landesschule zu Grimma das Herrenhaus.
Das Klostergut wurde als volkseigenes Gut weitergeführt.
Der Landwirtschaftsbetrieb wurde 1990 eingestellt.
Der Gebäudekomplex ist aufwändig saniert und beherbergt neben einem Hotel auch Restaurants und wird für Veranstaltungen genutzt. Ruinenreste des Klosters sind ebenfalls noch erhalten.