Vorwerk Rostig
01558 Großenhain OT Rostig
Historisches
Das Vorwerk wurde 1412 schriftlich erwähnt. Weitere zuverlässige Informationen liegen bis dato nicht vor.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Meißen
01558 Großenhain OT Rostig
Das Vorwerk wurde 1412 schriftlich erwähnt. Weitere zuverlässige Informationen liegen bis dato nicht vor.
01561 Großenhain OT Görzig
Die ehemalige Wasserburg wurde eingeebnet. Von ihr sind keine sichtbaren Zeugnisse mehr vorhanden. Die mittelalterliche Anlage befand sich in einem Wäldchen nordöstlich des Ortes und südwestlich der Kleinen Röder.
1935 wurde der Bereich der früheren Wasserburg unter Bodendenkmalschutz gestellt. Dieser wurde 1957 aufgefrischt.
Thomas-Müntzer-Platz 2 (Herrenhaus)
Thomas-Müntzer-Platz 1, 7–9 (Gutsverwalterhaus, Wirtschaftsgebäude)
01594 Stauchitz OT Staucha
Für Staucha wurde erstmals 1259 ein Herrensitz erwähnt, 1512 existierte ein Rittersitz mit Vorwerk. Das 1551 nachweisbare Rittergut hatte bis 1539 dem Kloster in Döbeln als Vorwerk gedient. Nach der Auflösung des Klosters entstand aus dem Vorwerk das Rittergut Oberstaucha. Danach ist Nikol von Saalhausen als Besitzer bekannt, dem die Familie von Nitzschwitz folgte. 1731 wurden die Rittergüter Oberstaucha und Niederstaucha vereinigt.
Zwei Jahre darauf wurde das Verwalterhaus des Rittergutes Staucha errichtet. Das Herrenhaus wurde zwischen 1753 und 1756 als Familiensitz für die Familie von Hartitzsch erbaut. Ein Brand zerstörte 1822 fast alle Wirtschaftsgebäude. Unter Georg Heinrich von Hartitzsch erfolgte bis ins folgende Jahr hinein der Wiederaufbau. Die Familie von Hartitzsch verkaufte an den Freiherrn von Kruhm, der das Rittergut Staucha 1860 besaß. 1882 ging das Rittergut Staucha an Max Schröber über.
Die Familie Schröber wurde 1945 enteignet. Das Herrenhaus wurde zu Wohnzwecken und als Kindergarten genutzt, außerdem befanden sich Küche und Speisesaal der LPG, welche die landwirtschaftlichen Flächen nutzte, darin.
Das Rittergut wurde zwischen 1997 und 2012 umfassend saniert. Im Jahr 2012 wurde im Kuhstall die Peter-Sodann-Bibliothek eröffnet, welche eine halbe Million Bücher umfasst, welche zwischen 1945 und 1990 in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR erschienen sind.
Das Herrenhaus dient als Gemeindesitz. In den übrigen Gebäuden der erhaltenen Anlage sind eine Markthalle und Wohnungen untergebracht.
01558 Großenhain OT Rostig
Bei der Wasserburg handelt es sich vermutlich um den 1282 erwähnten Herrensitz. Die Anlage ist eingeebnet und oberflächlich nicht mehr erkennbar. Die Wallanlage befand sich nördlich vom Ort und ebenfalls nördlich vom Küchengraben.
Bodendenkmalschutz besteht seit Ende 1937. Dieser wurde 1957 erneuert.
01594 Stauchitz OT Pöhsig
Nordöstlich von Pöhsig südlich des Mehltheuerbachs befinden sich am Rand einer Quellmulde die komplett eingeebneten Reste einer mittelalterlichen Wasserburg. Die Anlage wurde am Anfang des 18. Jahrhunderts lokalisiert und ist als “Altes Schloss” in einem Gehölz gekennzeichnet worden.
Die Anlage wurde 1937 als Bodendenkmalschutz unter Schutz gestellt. Dieser wurde Ende 1957 erneuert.
Radeburger Straße 40
01558 Großenhain
1477 war für Naundorf ein Vorwerk bekannt, welches bereits länger existierte. Möglicherweise geht es auf einen Herrensitz zurück, der bereits 1243 bestanden haben könnte. Seit 1620 war das Vorwerk als Rittergut bekannt. Wolf Caspar von Klengel erwarb das Rittergut Naundorf 1662. 1807 gelangte es in den Besitz der Familie Eckhardt. Ein Wiederaufbau des Herrenhauses erfolgte nach einem Brand im Jahre 1906. 1924 erwarb die Stadt Großenhain das Herrenhaus.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Herrenhaus zu Wohnzwecken genutzt.
Heute ist das Rittergut saniert und Sitz eines Baunternehmens.
(Foto: Oktober 2022)
Steinweg 7 & 9
01594 Stauchitz OT Stösitz
Nordöstlich vom ehemaligen Rittergut liegt in der sumpfigen Aue des Mehltheuerbaches eine Insel, welche von einem Wasser führenden Graben umgeben ist. Es handelt sich um den Rest einer frühdeutschen Wasserburg und um den für 1283 erwähnten Herrensitz, aus dem ein Vorwerk, 1445 genannt, und später das Rittergut hervorging. Das 1551 nachweisbare Rittergut gruppierte sich zusammen mit anderen Gehöften zu einem Gutsweiler.
Das Schloss Stösitz wurde nach 1945 abgetragen.
Von den Rittergutsanlagen bestehen jetzt noch das frühere Brennereigebäude und eine Bruchsteinmauer mit sechs Torpfeilern.
Die Wasserburganlage wurde 1938 unter Bodendenkmalschutz gestellt, dieser wurde Ende 1957 erneuert.
Hermann-Zschoche-Straße 9
01558 Großenhain
Eine erste urkundliche Erwähnung des Rittergutes erfolgte 1696. Das Herrenhaus des Rittergutes wurde um 1720 für Bernhard Friedrich Hübotter erbaut. 1913 erwarb die Stadt Großenhain das Herrenhaus Zschieschen.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte bis 1989 eine Nutzung zu Wohnzwecken.
Nach 1990 stand das Herrenhaus einige Jahre leer.
Das Herrenhaus Zschieschen wurde 2004 aufwendig saniert und wird in sechs Wohneinheiten bewohnt.
(Foto: Oktober 2022)
Altoppitzscher Straße 1, 2
01616 Strehla OT Oppitzsch
Das Rittergut Oppitzsch befand sich im 16. Jahrhundert im Besitz der Familie von Nitzschwitz. Ihr folgten die Familien von Taupadel und von Schönfels. Gegen Ende des folgenden Jahrhunderts erwarb Georg Rudolph von Heynitz das Rittergut, dessen Familie den Grundbesitz über fünf Generationen behielt. 1763 erfolgte der Verkauf an Johann Christian Kessinger. Der Bau des Herrenhauses wird der Familie Kessinger in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zugeschrieben, wobei ältere Bausubstanz verwendet wurde. 1925 wurde Otto Lorenz als Besitzer des Ritterguts Oppitzsch genannt, vorher besaß es eine Familie von Petrikowsky.
Das Rittergut fiel unter die Bodenreform. Die Besitzer wurden enteignet und das Rittergut aufgeteilt. Dabei wurde auch eine Lücke in das Herrenhaus gebrochen, so dass heute der Eindruck von zwei Herrenhäusern entsteht. Beide Gebäudeteile sind mit einem kleinen Flachbau miteinander verbunden.
Das Hochwasser im Jahre 2002 hinterließ schwere Schäden am Rittergut, die anschließend wieder behoben wurden.
Die beiden sanierten Herrenhaus-Teile befinden sich in Privatbesitz und werden für Wohnzwecke genutzt.
Bauernweg 3
01594 Stauchitz OT Wilschwitz
Wilschwitz besteht als Kleinsiedlung nur aus wenigen ehemaligen Gutsgebäuden. Das 1378 als Herrensitz, 1483 als Vorwerk genannte Anwesen nimmt seinen Platz im Tal zwischen Dösitz und Staucha ein. Es wird je nach Quelle auch als Lehngut oder weiterhin als Vorwerk bezeichnet. Das Herrenhaus wurde vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet. 1882 erwarb die Familie Schröber das Vorwerk Wilschwitz. Die Familie Schröber besaß außerdem das Rittergut Staucha, so dass das Vorwerk Wilschwitz diesem unterstand.
Die Familie Schröber wurde 1945 enteignet. Das Herrenhaus wurde als Wohnhaus genutzt, die LPG übernahm die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen und ließ neue Stallgebäude errichten.
Die Wohnnutzung des Herrenhauses dauerte bis in die 1990er Jahre an und wurde leergezogen.
Das Herrenhaus befindet sich in einem baulich erbärmlichen Zustand. Die Gemeinde plant den Abriss.