Vorwerk Kalkreuth
Reiherhof 4
01561 Ebersbach OT Kalkreuth
Historisches
Die Gebäude des Vorwerks Kalkreuth wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet.
Heutige Nutzung
Es existieren noch zwei Wohngebäude.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Meißen
Reiherhof 4
01561 Ebersbach OT Kalkreuth
Die Gebäude des Vorwerks Kalkreuth wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet.
Es existieren noch zwei Wohngebäude.
Siedlungsweg 5
01561 Ebersbach OT Naunhof
Für Naunhof wurde erstmals 1288 ein Herrensitz unter Heinricus de Nuenhofe erwähnt, der sich im Jahre 1300 im Besitz von Apecz de Nuenhove befand. 1696 bestand das Rittergut, das 1800 einem Herrn von Boudre/Bouté gehörte. Von ihm erwarb es die Familie von Egydi, der es um 1860 noch gehörte.
Nach Kriegsende wurde das Schloss als TBC-Heilanstalt genutzt.
Seit 2003 steht Schloss Naunhof leer. Das Gelände wurde mit nicht zum Schlossensemble gehörenden Gebäuden bebaut. Zum Schloss gehört ein kleiner Teich, das Gelände ist zugänglich.
01561 Ebersbach
1240 wurde ein Herrensitz schriftlich erfasst. Diese erste urkundliche Erwähnung nannte Ritter Widego von Ewersbach als Zeugen bei einer Schenkung an das Großenhainer Nonnenkloster. Zu ehemals bestehenden Gebäuden und deren Lage stehen keine Informationen zur Verfügung. Es ist davon auszugehen, dass der Herrensitz nicht lange bestand und längst aufgegeben worden war.
Schäferei 1
01561 Ebersbach OT Bieberach
Von der mittelalterlichen Wasserburg, auch Alter Wall genannt, sind noch der Burghügel, Wallreste sowie längst trockengelegte Grabenreste vorhanden. Sie befand sich zwischen Bieberach und Kalkreuth direkt südlich der Schäferei und wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Es existierte offenbar ein Vorgängerbau aus der Mitte des 12. Jahrhunderts auf einer Insel in der Röder, die um 1223 auf Befehl Ludwigs des Frommen zerstört wurde.
Die Ersterwähnung von Bieberach erfolgte 1277 als Herrensitz unter Godefridi de Byebera. Aus dem Herrensitz ging 1411 ein Vorwerk hervor, welches noch gegen Ende des 16. Jahrhunderts bestand. Die Aufwertung zum Rittergut erfolgte verhältnismäßig spät im Jahre 1858. Genutzt wurde das Rittergut als Schäferei.
Die alte Schäferei unterliegt einer gemischten Nutzung.
Von der ehemaligen Wasserburg ist noch ein Burghügel vorhanden. Der Graben ist lange trockengelegt, die Anlage selbst aber noch gut erkennbar. Sie wurde 1936 und erneut 1957 unter Bodendenkmalschutz gestellt.
An der Mühle 5
01561 Ebersbach OT Cunnersdorf
1216 wurde ein Herrensitz erwähnt, der 1551 als Rittergut bezeichnet wurde. Das Schloss selbst wurde 1656 unter seinem Besitzer Christian Zschimmer erbaut. Unter dem Herrn von Zittwitz wurde 1787 der Bau des Ostflügels vollzogen.
Nach der Bodenreform 1945 wurde das Gutsgelände aufgelöst und später durch die LPG genutzt. Im Schloss wurden Wohnungen eingerichtet.
Schloss Cunnersdorf steht seit vielen Jahren leer und ist stark sanierungsbedürftig. Es befindet sich in Privatbesitz.
An den Eichen 6
01561 Ebersbach OT Rödern
Schloss Rödern blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Erwähnung eines Herrensitzes unter Albertus de Redere im Jahre 1262 folgte 1413 der Nachweis eines Schlosses. Ursprünglich gehörte der Besitz den Herren von Rödern, der im 13. Jahrhundert die Familie von Rechenberg folgte. Das 1551 nachgewiesene Rittergut befand sich bis 1573 im Besitz der Familie Petzschwitz.
Weitere Besitzer waren zur Jahrhundertwende Otto von Starschedel, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Freiherren von Taube, im frühen 18. Jahrhundert die Familien von Bothmer und von Berpach. Der Gräfin von Nassau-Saarbrück gehörte das Rittergut 1752. 1788 übernahm die Fürstin von Reuss das Rittergut Niederrödern.
Das Schloss wurde 1948 abgerissen. Der ehemalige Wirtschaftshof wurde im Rahmen der Bodenreform aufgeteilt.
An einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude befindet sich ein stark verwitterter Wappenstein, welcher die Jahreszahl 1689 trägt.
Heiliger Grund 2
01665 Meißen OT Proschwitz
1102 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung eines Ritters Eckbert von Proschwitz, wobei der Ort Proschwitz selbst erst 1380 als Rittersitz nachweisbar ist. Bis zur Reformation war Proschwitz ein bischöfliches Tafelgut. Ab 1554 befand es sich im Besitz von Ernst von Miltitz. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das damalige Rittergut zerstört und anschließend 1657 von Peter Werdemann erworben. 1704 kaufte die Familie Schilling das Rittergut und veranlasste den Bau des Schlosses.
Unter Gräfin Magdalena von Beichlingen, seit 1732 im Besitz des Schlosses, wurden Umbauten vorgenommen. Nach ihrem Tod übernahm deren Tochter, die Gräfin von Gersdorff, das Schloss, von der es 1790 Freiherr Carl Friedrich von Berlepsch übernahm. Durch Erbschaft gelangte Schloss Proschwitz an die Familie von Carlowitz. Zwischen 1882 und 1888 wurde das Schloss um einen Anbau erweitert und erhielt dadurch seine heutige Form. Mittels Einheirat kam es an den Reichsgrafen Clemens zur Lippe-Biesterfeld-Weißenfeld, der ab 1914 Restaurierungsarbeiten durchführen ließ. 1943 wurde das Schloss durch die NSDAP beschlagnahmt.
Christian Prinz zur Lippe wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform enteignet, inhaftiert und aus der russischen Besatzungszone ausgewiesen. Das Schloss wurde nach der Plünderung als Lungenheilanstalt genutzt. Ab 1979 diente es als Reha-Zentrum für geistig Behinderte.
Seit 1990 kaufte Dr. Georg Prinz zur Lippe die elterlichen Weinberge sowie 1996 Schloss Proschwitz zurück. Zunächst diente das Schloss weiterhin bis 2000 als Betreuungsstätte für Behinderte und wurde anschließend bis 2008 von Bauschäden befreit und umfassend saniert. Mittlerweile etablierte Dr. Georg Prinz zur Lippe mit rund 55 Hektar das größte und älteste private Weingut in Sachsen.
Neben der Nutzung als Weingut finden im Schloss sowie im weitläufigen Schlosspark Konzerte, Tagungen und Hochzeiten statt.
(Fotos: Februar 2025)
Link zum Schloss: Schloss Proschwitz
Dragonerberg
01665 Diera-Zehren OT Schieritz
Die Turmhügelburg verfügte zusätzlich über eine Vorburg sowie einen Abschnittswall. Diese Burg hatte möglicherweise bereits um 1150 existiert, soll aber nicht identisch mit einem Vorgängerbau von Schloss Schieritz sein. Die Burg Schieritz wurde offenbar im frühen 13. Jahrhundert aufgegeben. Sie befindet sich an der Westseite des Dragonerberges und zeigt noch den Turmhügel sowie Abschnittsgräben und Wälle.
Unter Bodendenkmalschutz wurde sie 1939 und erneut 1957 gestellt.
01665 Diera-Zehren OT Göhrisch
Die Wallburg Göhrisch befand sich gegenüber Diesbar-Seußlitz auf einem Felsen und stammt aus der Bronzezeit um etwa 800 v. Chr. Die Höhensiedlung umfasste ein Gebiet von etwa 250 Länge und 200 Breite. Sie war zu zwei Seiten, nämlich den Steilhängen zur Elbe, mit einem stellenweise noch vorhandenen bis zu 12 m hohen Wall gesichert. Am Steilhang führte auch der ursprüngliche Zugang hinauf. Der heutige Weg wurde später geschaffen.
Zum Hinterland wurde die Befestigungsanlage mit einem ebenfalls etwa 12 m hohen Sperrwall gesichert, der aus Holz und Erde bestand. Seit vielen Jahrhunderten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde am Felsen Granit abgebaut und die Anlage dadurch nicht unerheblich zerstört.
Das Plateau wurde 1935 unter Bodendenkmalschutz gestellt, dieser wurde 1957 erneuert. Die Wallburg befindet sich westlich des Göhrischguts und ist über einen kurzen Wanderweg erreichbar.
Zehrener Straße ggü. Nr. 15
01665 Diera-Zehren OT Wölkisch
Das Rittergut Wölkisch wurde 1696 erstmalig nachgewiesen. Es war ein eigenständiges Rittergut, welches selbst grundherrschaftliche Rechte ausübte. Das Rittergut soll sich gegenüber des heutigen Gasthofs “Herr Gevatter” befunden haben, welches sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts noch im Bereich des ehemaligen Rittergutes befand. 1812 soll Napoleon Bonaparte im Haus des Gutsbesitzers übernachtet haben und die Patenschaft für das in jener Nacht geborene Kind der Gutsbesitzer übernommen haben.