Leisnig: Vorwerk Paudritzsch

Vorwerk Paudritzsch

Paudritzsch 1
04703 Leisnig OT Paudritzsch

Historisches

Vermutlich exis­tierte das Vorwerk bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts, befand sich im Besitz des Klosters Buch und wurde von die­sem als Vorwerk genutzt. 1544 kam das Vorwerk Paudritzsch an den Kurfürsten, der es im fol­gen­den Jahr an die Stadt Leisnig ver­kaufte. Eine urkund­li­che Erwähnung als Vorwerk stammt aus dem Jahr 1552. Durch die im Dreißigjährigen Krieg erlit­te­nen finan­zi­el­len Schäden gab die Stadt Leisnig das Vorwerk Paudritzsch 1652 an den regie­ren­den Kurfürsten zurück. Ab 1771 erfolgte eine Verpachtung des Vorwerks. Das Herrenhaus Paudritzsch wurde in den Jahren 1899 und 1900 unter dem Besitzer Herrn Otto unter Einbeziehung frü­he­rer Bausubstanz errich­tet. 1930 erfolgte eine wei­tere urkund­li­che Nennung als Vorwerk.

Nach 1945

Das Vorwerk fiel auf­grund sei­ner Größe nicht unter die Bodenreform. Auf dem Hof wurde durch­ge­hend wei­ter­hin Landwirtschaft betrieben.

Nachwendezeit

Die Nutzung als Landwirtschaftshof wurde 1994 auf­ge­ge­ben. Im glei­chen Jahr erfolgte der Verkauf an einen Unternehmensberater und Landwirt.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk Paudritzsch mit sei­nem Herrenhaus steht leer und ver­fällt zune­hemd. Einige Gebäudeteile sind bereits ein­ge­stürzt. Eine Sanierung erfolgte nicht, eine Nutzung ist eben­falls nicht gegeben.

Lichtentanne: Burg Schönfels

Burg Schönfels

Burgstraße 34
08115 Lichtentanne OT Schönfels

Historisches

Die Burg wurde um 1180 erbaut durch die Vögte von Weida. 1225 folgte die urkund­li­che Ersterwähnung als cas­tel­lani de Schoninvels. Die erste Erwähnung eines Herrensitzes datiert auf das Jahr 1326 und bezeugt Reynold und Golnitz von Schonfels als Besitzer. Die Burg ging 1483 an den Erbritter des Heiligen Römischen Reiches Wolf von Weißenbach über. 1535 wurde Schönfels in Altschönfels und Neuschönfels geteilt. 1640 wurde die Burg Schönfels zer­stört, aber nach­fol­gend wie­der aufgebaut.

Die Burg Schönfels wurde im Laufe der Jahrhunderte erwei­tert und aus­ge­baut. Bausubstanz der Erstburg wurde dabei inte­griert und fin­det sich bei­spiels­weise im Rundturm wie­der. Die Burganlage besteht aus einer Hauptburg und einer Vorburg. Erhalten sind zudem noch ein Graben von 7 bis 12 m Breite und ein Außenwall von bis zu 2,5 m Höhe.

Heutige Nutzung

Heute befin­den sich in ihr ein Museum sowie eine Gaststätte. Im Burgbereich gibt es noch eine Freilichtbühne. Nachdem die Unterburg saniert wurde, folg­ten Restaurierungsarbeiten an der Kernburg.

Bodendenkmalschutz

Die ursprüng­li­che Burganlage wurde Anfang 1971 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Leisnig: Wallburg Fischendorf

Wallburg Fischendorf

Drei Hübel Berg
04703 Leisnig OT Fischendorf

Historisches

Von der Wallburg aus der Bronzezeit, die spä­ter auch noch von den Slawen genutzt wurde, sind nur noch geringe Wallreste erhal­ten. Die Form war drei­eckig gehal­ten. Erkennbar sind noch eine Außenböschung von etwa 40 m Länge sowie ein Hügel von 8 m Höhe und 25 m Durchmesser. Die Innenfläche der Wallburg maß einst etwa 100 x 80 m. Die Wallburg befin­det sich auf einer Geländezunge rechts der Grimmaer Straße zwi­schen den bei­den Ortslagen von Fischendorf.

Bodendenkmalschutz

Das Areal steht seit 1936 unter Schutz als Bodendenkmal. Der Schutz wurde Ende 1958 erneuert.

Leutersdorf: Rittergut Oberleutersdorf II

Rittergut Oberleutersdorf II

Friedensstraße 57
02794 Leutersdorf

Historisches

Das Rittergut Oberleutersdorf II ent­stand, als Eduard Gottlob Ehrenfried von Oberländer sei­nen Grundbesitz 1735 auf­teilte und an Gottfried Hüttig ver­kaufte. Dessen Erben ver­kauf­ten das Rittergut 1764 an Gottlieb Schöbel. 1784 wurde das bis­lang dem Rittergut zuge­hö­rige Freigut Haberland abge­trennt und bil­dete fortan das Rittergut Oberleutersdorf III. Die Rittergüter Oberleutersdorf II und III wur­den 1860 von Carl von Könneritz erwor­ben und somit wie­der ver­ei­nigt.  Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut und mehr­fach in der Folgezeit umge­baut. Die letzte Besitzerin war Marie von Könneritz.

Nach 1945

Mit der Bodenreform erfolg­ten die Enteignung und die Aufteilung des Rittergutes Oberleutersdorf II in Neubauernstellen.

Heutige Nutzung

Das sanierte Herrenhaus befin­det sich in Privatbesitz und wird bewohnt.

Pockau-​Lengefeld: Vorwerk Lengefeld

Vorwerk Lengefeld

Vorwerk (Nr. ?)
09509 Pockau-Lengefeld

Historisches

Lengefeld wurde erst­mals 1360 als Herrensitz unter Jan von Lengefeld erwähnt. Dieser wurde offen­bar bald wie­der auf­ge­ge­ben, da sich bis zum 18. Jahrhundert zunächst keine wei­te­ren Informationen fin­den lie­ßen. Erst 1764 wurde für Lengefeld ein Vorwerk erwähnt. Dieses wurde spä­ter in ein Lehngut umge­wan­delt und als sol­ches 1875 genannt. Später erfolgte die Rückbenennung in ein Vorwerk. Als sol­ches sind heute noch der Ortsteil und der Straßenname bekannt.

Lohmen: Wallburg Schlosskeller

Wallburg Schlosskeller

01847 Lohmen OT Daube

Historisches

Die Wallburg war in ihrem Ausmaß eher klein. Sie befand sich am nörd­li­chen Ortsrand über dem Tal der Wesenitz auf einem Felssporn. Erhalten ist ledig­lich ein Abschnittsgraben.

Bodendenkmalschutz

Das Areal der Burganlage steht als Bodendenkmal unter Schutz.