Rittergut Prödel
04416 Markkleeberg
Historisches
Das Rittergut wurde 1551 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Prödel wurde 1971 / 1972 für den Kohleabbau aufgelöst und abgetragen.
04416 Markkleeberg
Das Rittergut wurde 1551 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Prödel wurde 1971 / 1972 für den Kohleabbau aufgelöst und abgetragen.
01662 Meißen
Das Vorwerk wurde 1480 beurkundet. Es befand sich im heutigen Meißner Stadtteil Cölln.
Hohe Eifer
01662 Meißen
Auf dem Berg Hohe Eifer wurde 1088 die Burg Guozdeck, auch als Altes Schloss bekannt, unter dem böhmischen König Vratislav II. angelegt, der damit die Meißner unter Kontrolle halten wollte. Die Meißner und Sachsen verwüsteten die Burg jedoch, so dass Vratislav die Burg Guozdeck abreißen und neu aufbauen ließ, vermutlich im Ortsteil Keilbusch, wo es eine als Alte Burg bezeichnete Stelle gibt. Möglicherweise ist sie mit der Burg Keilbusch identisch.
Am südlichen Rand des Berges Hohe Eifer nahe der Ossietzkystraße sind noch einige Wallreste zu erkennen. Der Zugang ist über mehrere Wanderwege möglich.
Die Burganlage wurde 1938 und erneut 1957 unter Bodendenkmalschutz gestellt.
Huttenburgweg 1
01662 Meißen
Die Huttenburg wurde zwischen 1857 und 1858 unter Carl Theophil Baron von Hüttner als Alterssitz erbaut, der sich als Nachfahre des Ulrich von Hutten (deutscher Reichsritter, Dichter, Humanist, Anhänger der Reformation, 1488–1523) bezeichnete. Späterer Besitzer des Anwesens im neogotischen Still war Gustav Gilka.
In den 1970er Jahren wurde die Huttenburg baulich stark verändert und als Wohnhaus genutzt. Das einzige original erhaltene Gebäude ist eine kleine benachbarte Kapelle. Bei der Huttenburg handelt es sich um keine Burg im herkömmlichen Sinne.
Die Nutzung der Huttenburg als Wohnhaus dauert fort. Die Sanierungsarbeiten sind fast abgeschlossen. Die unter Denkmalschutz stehende Friedenskapelle wird für Events genutzt. Im Grundstücksbereich befinden sich Ruinenreste, offenbar bestand einst ein weiteres burgenähnliches Gebäude.
(Stand: März 2024)
Wilsdruffer Straße 31
01662 Meißen
Der Katharinenhof wurde überwiegend durch das Nonnenkloster zum Heiligen Kreuz, das Augustiner-Stift St. Afra und verschiedene Amtsträger der Meißner Fürstenschule genutzt. Das Herrenhaus wurde mehrfach umgebaut. Die letzten Umgestaltungen erfolgten in der zweiten Hälfte des 19. sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Das im Herrenhaus ansässige Altenheim wurde 2002 aufgrund des baulichen Zustandes geschlossen. Die Stadt Meißen veräußerte es im April 2012 an privat. Weniger als ein halbes Jahr darauf erfolgte erneut ein Besitzerwechsel für die dreifache Kaufsumme.
Inzwischen ist wieder Leben in den Katharinenhof eingezogen. Nach der Sanierung wurde er im Sommer 2016 als Seniorenwohnanlage wiedereröffnet.
07919 Pausa-Mühltroff OT Unterreichenau
Unterreichenbach wurde 1281 als Herrensitz genannt. Informationen über diesen Herrensitz sind extrem spärlich gesäht. Vermutlich bestand mit diesem Herrensitz Unterreichenau keine besondere Gebäudesubstanz, sondern lediglich eine Grundherrschaft über den Ort.
07919 Pausa-Mühltroff OT Oberreichenau
Aus dem 1451 genannten Vorwerk entstand ein Rittergut, welches auf das 18. Jahrhundert datiert wurde.
Am Lommatzscher Tor 1
01662 Meißen
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im 12. Jahrhundert als Vorwerk des Augustiner-Chorherrenstifts St. Afra. Nach der Reformation befand sich das Niedergut Obermeisa im Eigentum der Landesschule und wurde vom 17. bis 20. Jahrhundert als landwirtschaftliches Gut genutzt.
Das Niedergut stand seit ungefähr 1997 leer.
Anfang 2015 wurde das Grundstück von der Otto-und-Emma-Horn-Stiftung erworben. Geplant ist die Sanierung des Niedergutes.
Poststraße 11
09496 Marienberg
Das Vorwerk Marienberg bestand offenbar bereits vor 1592, als es im Zusammenhang mit dem Tuch- und Wollhändler Hans Canzler erwähnt wurde. Die Wirtschaftsgebäude des Vorwerks sind auf alten Stadtbildern zwischen 1592 und 1724 mehrfach dargestellt. 1686 wurde das Vorwerk von Ernst Ullmann geteilt. Die eine Hälfte erhielt sein Sohn Ernst Benjamin Ullmann, die andere Hälfte mit sämtlichen Gebäuden erwarb Johann Immanuel Berthold. Dieser setzte die Gebäude nach Kriegseinwirkungen wieder instand. Nach mehreren Besitzerwechsel gelangten 1776 die Wirtschaftsgebäude des Vorwerks an den Bürgermeister Carl Christian Günther. Nach dessen Tod 1811 verblieben diese in Familienbesitz. Er vermachte die Wohn- und Wirtschaftsgebäude nach seinem Tod einer Armenstiftung der Stadtgemeinde. Hier wurden daraufhin arbeitsunfähige, alte und gebrechliche Personen untergebracht.
Das Gebäudeäußere wurde durch Umbauarbeiten zum Wohnhaus in den 1970er Jahren stark verändert. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass es sich um eines der ältesten Gebäude von Marienberg handelt.
Rottewitzer Straße 5
01662 Meißen
1487 wurde erstmals ein Vorwerk in Rottewitz genannt. Das Herrenhaus des Ritterguts wurde 1852 erbaut, geht jedoch im Kern auf einen Vorgängerbau zurück.
Das stattliche Herrenhaus ist saniert und wird als Pension genutzt.
(Foto: Februar 2025)
Link zur Pension: Rittergut Rottewitz