Meißen: Burg Guozdeck

Burg Guozdeck | Wallburg Hohe Eifer

Hohe Eifer
01662 Meißen

Historisches

Auf dem Berg Hohe Eifer wurde 1088 die Burg Guozdeck, auch als Altes Schloss bekannt, unter dem böh­mi­schen König Vratislav II. ange­legt, der damit die Meißner unter Kontrolle hal­ten wollte. Die Meißner und Sachsen ver­wüs­te­ten die Burg jedoch, so dass Vratislav die Burg Guozdeck abrei­ßen und neu auf­bauen ließ, ver­mut­lich im Ortsteil Keilbusch, wo es eine als Alte Burg bezeich­nete Stelle gibt. Möglicherweise ist sie mit der Burg Keilbusch identisch.

Am süd­li­chen Rand des Berges Hohe Eifer nahe der Ossietzkystraße sind noch einige Wallreste zu erken­nen. Der Zugang ist über meh­rere Wanderwege möglich.

Bodendenkmalschutz

Die Burganlage wurde 1938 und erneut 1957 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Meißen: Huttenburg

Huttenburg

Huttenburgweg 1
01662 Meißen

Historisches

Die Huttenburg wurde zwi­schen 1857 und 1858 unter Carl Theophil Baron von Hüttner als Alterssitz erbaut, der sich als Nachfahre des Ulrich von Hutten (deut­scher Reichsritter, Dichter, Humanist, Anhänger der Reformation, 1488–1523) bezeich­nete. Späterer Besitzer des Anwesens im neo­go­ti­schen Still war Gustav Gilka.

In den 1970er Jahren wurde die Huttenburg bau­lich stark ver­än­dert und als Wohnhaus genutzt. Das ein­zige ori­gi­nal erhal­tene Gebäude ist eine kleine benach­barte Kapelle. Bei der Huttenburg han­delt es sich um keine Burg im her­kömm­li­chen Sinne.

Heutige Nutzung

Die Nutzung der Huttenburg als Wohnhaus dau­ert fort. Die Sanierungsarbeiten sind fast abge­schlos­sen. Die unter Denkmalschutz ste­hende Friedenskapelle wird für Events genutzt. Im Grundstücksbereich befin­den sich Ruinenreste, offen­bar bestand einst ein wei­te­res bur­gen­ähn­li­ches Gebäude.
(Stand: März 2024)

Meißen: Katharinenhof

Katharinenhof

Wilsdruffer Straße 31
01662 Meißen

Historisches

Der Katharinenhof wurde über­wie­gend durch das Nonnenkloster zum Heiligen Kreuz, das Augustiner-​Stift St. Afra und ver­schie­dene Amtsträger der Meißner Fürstenschule genutzt. Das Herrenhaus wurde mehr­fach umge­baut. Die letz­ten Umgestaltungen erfolg­ten in der zwei­ten Hälfte des 19. sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Nachwendezeit

Das im Herrenhaus ansäs­sige Altenheim wurde 2002 auf­grund des bau­li­chen Zustandes geschlos­sen. Die Stadt Meißen ver­äu­ßerte es im April 2012 an pri­vat. Weniger als ein hal­bes Jahr dar­auf erfolgte erneut ein Besitzerwechsel für die drei­fa­che Kaufsumme.

Heutige Nutzung

Inzwischen ist wie­der Leben in den Katharinenhof ein­ge­zo­gen. Nach der Sanierung wurde er im Sommer 2016 als Seniorenwohnanlage wiedereröffnet.

Pausa-​Mühltroff: Herrensitz Unterreichenau

Herrensitz Unterreichenau

07919 Pausa-​Mühltroff OT Unterreichenau

Historisches

Unterreichenbach wurde 1281 als Herrensitz genannt. Informationen über die­sen Herrensitz sind extrem spär­lich gesäht. Vermutlich bestand mit die­sem Herrensitz Unterreichenau keine beson­dere Gebäudesubstanz, son­dern ledig­lich eine Grundherrschaft über den Ort.

Meißen: Niedergut Obermeisa

Niedergut Obermeisa

Am Lommatzscher Tor 1
01662 Meißen

Historisches

Die erste urkund­li­che Erwähnung erfolgte im 12. Jahrhundert als Vorwerk des Augustiner-​Chorherrenstifts St. Afra. Nach der Reformation befand sich das Niedergut Obermeisa im Eigentum der Landesschule und wurde vom 17. bis 20. Jahrhundert als land­wirt­schaft­li­ches Gut genutzt.

Nachwendezeit

Das Niedergut stand seit unge­fähr 1997 leer.

Heutige Nutzung

Anfang 2015 wurde das Grundstück von der Otto-​und-​Emma-​Horn-​Stiftung erwor­ben. Geplant ist die Sanierung des Niedergutes.

Marienberg: Vorwerk Marienberg

Vorwerk Marienberg

Poststraße 11
09496 Marienberg

Historisches

Das Vorwerk Marienberg bestand offen­bar bereits vor 1592, als es im Zusammenhang mit dem Tuch- und Wollhändler Hans Canzler erwähnt wurde. Die Wirtschaftsgebäude des Vorwerks sind auf alten Stadtbildern zwi­schen 1592 und 1724 mehr­fach dar­ge­stellt. 1686 wurde das Vorwerk von Ernst Ullmann geteilt.  Die eine Hälfte erhielt sein Sohn Ernst Benjamin Ullmann, die andere Hälfte mit sämt­li­chen Gebäuden erwarb Johann Immanuel Berthold. Dieser setzte die Gebäude nach Kriegseinwirkungen wie­der instand. Nach meh­re­ren Besitzerwechsel gelang­ten 1776 die Wirtschaftsgebäude des Vorwerks an den Bürgermeister Carl Christian Günther. Nach des­sen Tod 1811 ver­blie­ben diese in Familienbesitz. Er ver­machte die Wohn- und Wirtschaftsgebäude nach sei­nem Tod einer Armenstiftung der Stadtgemeinde. Hier wur­den dar­auf­hin arbeits­un­fä­hige, alte und gebrech­li­che Personen untergebracht.

Nach 1945

Das Gebäudeäußere wurde durch Umbauarbeiten zum Wohnhaus in den 1970er Jahren stark ver­än­dert. Insgesamt wird davon aus­ge­gan­gen, dass es sich um eines der ältes­ten Gebäude von Marienberg handelt.

Meißen: Rittergut Rottewitz

Rittergut Rottewitz

Rottewitzer Straße 5
01662 Meißen

Historisches

1487 wurde erst­mals ein Vorwerk in Rottewitz genannt. Das Herrenhaus des Ritterguts wurde 1852 erbaut, geht jedoch im Kern auf einen Vorgängerbau zurück.

Heutige Nutzung

Das statt­li­che Herrenhaus ist saniert und wird als Pension genutzt.
(Foto: Februar 2025)

Link zur Pension: Rittergut Rottewitz