Markkleeberg: Rittergut Crostewitz

Rittergut Crostewitz

04416 Markkleeberg

Historisches

1285 fand ein Rittersitz Erwähnung, seit 1551 wurde er als Rittergut genutzt. Das Crostewitzer Rittergut gehörte ab dem 17. Jahrhundert die Familien Sülzberger und Hohmann. Von 1725 bis 1834 ist die Familie von Hohenthal benannt. Nachfolgend befand es sich im Besitz der Familie Meinert und war bis 1945 im Besitz der Familie Fiedler.

Nach 1945

Nach der Enteignung 1945 wurde das Herrenhaus abge­ris­sen und die Steine wur­den als Baumaterial genutzt. Der Ort wurde 1972 deva­stiert. Bis 2006 wurde der Markkleeberger See geflu­tet, auf des­sen Gebiet sich einst Crostewitz befand.

Markkleeberg: Altes Schloss & Neues Herrenhaus Gaschwitz

Altes Schloss & Neues Herrenhaus Gaschwitz

Hauptstraße 313 (Schloss)
Cröbernsche Straße 12a (Herrenhaus)
04416 Markkleeberg OT Gaschwitz

Historisches

1350 wurde ein Herrensitz erwähnt, der sich noch bis min­des­tens 1390 im Besitz der Herren von Gaschwitz befand. 1445 als Rittersitz und 1486 als Vorwerk erwähnt, befand sich Gaschwitz im 15. Jahrhundert im Besitz der Familie von Pflugk. 1506 gelangte das Vorwerk an die Familie von Erdmannsdorf und wurde unter die­ser 1551 in ein Rittergut umge­wan­delt. Dieses ging 1616 aus dem Familiensitz an die Familie Brand von Lindau über. 1694 erwarb es Volkmar Friedrich von Zehmen, der es 1702 an Georg Friedrich von Hopfgarten ver­kaufte. Unter die­sem wurde drei Jahre spä­ter das Alte Schloss errichtet.

Weitere Besitzer waren ab 1716 die Familie Magen, ab 1759 für zwei Jahre Rahel Bose, danach die Familie von Leyser, ab 1819 Frau Aster und ab 1834 die Familie Friderici. Unter dem Domprobst Dr. Friderici, seit 1901 Besitzer, wurde 1905 das Neue Herrenhaus erbaut. 1910 kam das Rittergut an Etienne Plantier. 1925 wurde das Rittergut an die Sächsischen Werke ver­kauft und drohte zu verfallen.

Nach 1945

Die Sächsischen Werke wur­den 1945 ent­eig­net und das Rittergut in ein Volksgut umge­wan­delt. Zwei Jahre dar­auf wurde im Neuen Herrenhaus eine Schule eingerichtet.

Nachwendezeit

Im Jahre 2000 kaufte die Stadt Markkleeberg das gesamte Gelände.

Heutige Nutzung

Das Alte Schloss steht der­zeit leer, Sanierungsarbeiten haben begon­nen. Das Neue Herrenhaus wird teil­weise durch die Volkssolidarität sowie eine Bildungsstätte genutzt und steht ander­en­teils leer. (Stand: 2010)

Markranstädt: Rittergut Gärnitz

Rittergut Gärnitz

Platz des Friedens 2
04420 Markranstädt OT Gärnitz

Historisches

Das Rittergut Gärnitz geht auf einen Sattelhof zurück, der gegen Ende des 16. Jahrhunderts erwähnt wurde. Um 1600 wurde ein Vorwerk genannt, 1651 wie­der ein Sattelhof. Aus die­sem ging schließ­lich ein Rittergut her­vor, wel­ches 1764 urkund­lich nach­ge­wie­sen werdne konnte. Als Besitzerin bis min­des­tens 1853 ist Friederike Adelheid Fenthel bekannt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus ist saniert und wird bewohnt. Der Wirtschaftshof besteht aus meh­re­ren Gebäuden.

Markranstädt: Wallburg Hunnenschanze

Wallburg Hunnenschanze

Hunnenstraße
04420 Markranstädt OT Schkölen

Historisches

Erhalten sind Wall- und Grabenreste am west­li­chen Ortsrand von Schkölen direkt süd­lich der Hunnenstraße und öst­lich des Kitzener Wegs. Der ursprüng­li­che Ringwall von 100 m Durchmesser und noch bis zu 3 m Höhe wurde teil­weise abge­tra­gen und durch land­wirt­schaft­li­che Nutzung zerstört.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht für die sla­wi­sche Wallanlage seit  Ende 1958.

Mücka: Rittergut Niederoelsa

Rittergut Niederoelsa

Am Park 3, 4, 5, 7, 8
02906 Mücka OT Förstgen

Historisches

Die Rittergüter Niederoelsa und Oberoelsa waren ursprüng­lich ein Gut, wel­ches spä­tes­tens 1640 geteilt wurde. Durch die 1695 erfolgte Erbteilung kamen die Güter an ver­schie­dene Besitzer. Martin von Magnus kaufte die Rittergüter Niederoelsa und Oberoelsa 1864. Sie kamen nach ihm an die Grafen von Wedel. Niederoelsa diente als Wohnsitz.

Nach 1945

Das Herrenhaus brannte 1945 ab. Nach dem Krieg wurde das Herrenhaus abgetragen.

Heutige Nutzung

Erhalten sind heute noch das Inspektorenhaus, sechs Wirtschaftsgebäude, zwei Scheunen und zwei Brücken im Gutspark.

Mittweida: Schloss Ringethal

Schloss Ringethal

Hauptstraße 8
09648 Mittweida OT Ringethal

Historisches

Das Schloss Ringethal geht auf die Burg Lewenhain zurück, die auf­ge­ge­ben wurde, als die Herren von Hahn/​Hain/​Hayn um 1450 ihren Wohnsitz ins Tal ver­leg­ten und mit dem Bau einer Wasserburg das heu­tige Schloss Ringethal begrün­de­ten. Zum dama­li­gen Zeitpunkt bestan­den bereits einige Wirtschaftsgebäude sowie die Wasserburg im Inselteich. Unter der Familie von Poigk wurde das Schloss 1742 zu einem spät­ba­ro­cken Schloss um- und aus­ge­baut. 1789 ging das Schloss von Christoph Friedrich von Flemming an die Freifrau von Racknitz über. Von 1861 bis 1935 ist die Familie von Schröter als Besitzer des Ringethaler Schlosses ver­zeich­net. Der ehe­ma­lige Wassergraben wurde bis 1930 verfüllt.

Nach 1945

Nach der Enteignung wurde im Schloss Ringethal eine Schule ein­ge­rich­tet. Dazu wur­den Umbauten vorgenommen.

Nachwendezeit

Schloss Ringethal wurde bis 1996 als Schule genutzt.

Heutige Nutzung

Leerstand

Mittweida: Burg Lewenhain

Im Mittweidaer Ortsteil Ringethal bestehen bzw. bestan­den vier Burg- und Schlossanlagen. Etwa um 1150 bestand ein Rittersitz, auf den letzt­end­lich alle diese vier Anlagen zurück­ge­hen. Mit Ringethal und dem jewei­li­gen Rittersitz bzw. spä­te­ren Rittergut waren ver­schie­dene Familien belehnt. Bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts waren das die Familien von Liebschwitz und von Steinbach, von etwa 1440 bis etwa 1700 die Familie von Hahn/​Hain/​Hayn, nach 1700 die Familien von Poigk, von Flemming, von Dallwitz, von Racknitz und von Bülow sowie von 1861 bis 1935 die Familie von Schröter.

Burg Lewenhain (Raubschloss)

Am Raubschloss
09648 Mittweida OT Ringethal

Historisches

Die Burg Lewenhain ist der Nachfolgebau der Wallburg Einsiedelei und wurde um 1315 eben­falls als Höhenburg errich­tet. Die als Aussichtspunkt und Ausflugsziel genutzte Anlage befin­det sich etwa 1 km west­lich des Orts auf einem Bergsporn in einer Schleife der Zschopau.

Die Burg wurde spä­tes­tens um 1450 auf­ge­ge­ben, als die dama­li­gen Besitzer, die Herren von Hahn/​Hain/​Hayn, ihren Wohnsitz ins Tal ver­leg­ten und dort eine Wasserburg, das Schloss Ringethal, erbauen lie­ßen. 1804 wurde auf dem Gelände der Burg Lewenhain eine künst­li­che Ruine errichtet.

Erhalten sind noch deut­lich erkenn­bare Wall- und Grabenreste. Die Raubschlossanlage ist über die Zuwegung Am Raubschloss erreichbar.

Bodendenkmalschutz

Die Burganlage wurde 1962 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Döbeln: Rittergut Gödelitz

Rittergut Gödelitz

Gödelitz 1
04820 Döbeln OT Gödelitz

Historisches

Das 1539 urkund­lich erfasste Vorwerk wurde 1764 zu einem Rittergut erho­ben. Bereits im 13. Jahrhundert soll ein Herrensitz bestan­den haben. Lange Zeit, von 1773 bis 1917, befand es sich im Besitz der Familie von Zehmen, die 1860 das Herrenhaus erbauen ließ. 1917 kam das Rittergut an Max Schmidt, der zuvor bereits Pächter des Rittergutes war und es zum Musterbetrieb aus­bauen ließ. Außerdem wurde unter ihm das Herrenhaus um eine Etage aufgestockt.

Nach 1945

Helmut Schmidt, wel­cher das Rittergut 1937 von sei­nem Vater über­nom­men hatte, wurde 1945 enteignet.

Nachwendezeit

1998 kaufte die Familie Schmidt das Rittergut Gödelitz zurück.

Heutige Nutzung

Seit 2008 wird das Herrenhaus als Wohnhaus und der Stall durch einen über­par­tei­li­chen Verein genutzt.