Sohland an der Spree: Rittergut Niedersohland

Rittergut Niedersohland

Metzradts Hof
Rosenbachstraße 2
02689 Sohland an der Spree

Historisches

Das Rittergut wurde als sol­ches 1777 urkund­lich erwähnt. 1728 war Kaspar Ernst von Metzradt als Besitzer ver­zeich­net. Das Rittergut Niedersohland wurde 1750 unter dem Grafen zu Solms-​Sonnenwalde mit dem Rittergut Wendischsohland ver­ei­nigt. Beide Güter wur­den 1803 vom Grafen Joseph August von Seilern und Aspang und 1842 von der Familie von Nostitz-​Wallwitz gekauft.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung von Benno von Nostitz-​Wallwitz. Das Herrenhaus wurde 1970 abgerissen.

Heutige Nutzung

Wirtschaftsgebäude sind noch vorhanden.

Schmölln-​Putzkau: Rittergut Schmölln

Rittergut Schmölln

Am Rittergut 1
01877 Schmölln-Putzkau

Historisches

Die Geschichte des Rittergutes reicht bis an den Beginn des 10. Jahrhunderts zurück, als Schmölln als Lehen ver­ge­ben und das spä­tere Rittergut begrün­det wurde. Die erste Erwähnung als Rittersitz erfolgte 1412, die Nennung als Rittergut datiert auf das Jahr 1619. Durch zahl­rei­che Besitzerwechsel und Teilungen sowie Zusammenlegungen bestan­den 1580 die Rittergüter Nieder‑, Mittel- und Ober-​Schmölln. Ab 1700 kam noch das Rittergut Neu-​Schmölln dazu, 1732 waren nur noch zwei Güter benannt, im Jahre 1850 wie­derum drei.

1736 erwarb Johann Georg Benada das Rittergut Schmölln und ver­erbte es 1746 sei­ner Tochter Johanna Dorothea Matthäi. Das heute erhal­tene Herrenhaus wurde zwi­schen 1746 und 1750 in ihrem Auftrag errich­tet. Weitere Besitzer waren die Familie von Zehmen von 1781 bis 1841 sowie der Hofschauspieler Emil Devrient, der das Rittergut als Tuskulum nutzte. Ihm folg­ten die Herren Päßler sowie Schmatz. 1910 kamen die drei Schmöllner Rittergüter in den Besitz der Berliner Landesbank.

Nach 1945

Das Rittergut Schmölln fiel unter die Bodenreform und wurde ent­eig­net. Der geplante Abbruch nach dem Zweiten Weltkrieg konnte ver­hin­dert wer­den und das Herrenhaus wurde als Wohnhaus für Umsiedler und Vertriebene genutzt. Ab 1950 diente es als Kindergarten, Grundschule und Bibliothek, sechs Jahre spä­ter kam ein Heimatmuseum dazu. Im Kellergeschoss wurde die Küche der LPG eingerichtet.

Nachwendezeit

Seit 1989 stand das Herrenhaus leer. Die Gemeinde ver­kaufte das mitt­ler­weile stark sanie­rungs­be­dürf­tige Herrenhaus 1994 an pri­vat. Dessen Sanierungskonzept schei­terte jedoch und das Herrenhaus stand wei­ter­hin leer. Ein Förderverein erwarb das Herrenhaus nach 2010 und bemühte sich eben­falls um den Erhalt des Gebäudes durch eine schritt­weise Sanierung.

Heutige Nutzung

Mittlerweile befin­det sich das Herrenhaus des Ritterguts Schmölln wie­der in Privatbesitz. Die Sanierung ist in vol­lem Gange. Das linke Wirtschaftsgebäude ist rui­nös. Weitere Wirtschaftsgebäude befin­den sich in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand.
(Fotos: April 2023)

Großdubrau: Wasserburg & Schloss Spreewiese

Schloss Spreewiese

Schlossweg 1
02694 Großdubrau OT Spreewiese

Historisches

1911 wurde der Ort Leichnam in Spreewiese umge­nannt, nach­dem er Rittergutsbesitzer Franz Sachße dies ange­regt hatte. Der je nach Quellenlage 1394 oder 1443 erst­mals erwähnte Rittersitz erlangte 1563 eine Aufwertung zum Rittergut unter der Familie von Nostitz, die seit 1553 Besitzer waren. Das Schloss wurde als Nachfolgebau einer ehe­ma­li­gen Wasserburg um 1557 (andere Quelle: letz­tes Viertel des 16. Jahrhunderts) errich­tet. In den bei­den fol­gen­den Jahrhunderten fan­den mehr­fach Umbauten statt.

Das Rittergut kam 1629 an die Familie von Schönberg und 1685 zurück an die Familie von Nostitz. Weitere Besitzer waren ab 1728 Friedrich Caspar Graf von Gersdorff, unter dem 1729 ein Umbau erfolgte, ab 1751 Hans Heinrich von Zezschwitz, ab 1754 die Grafenfamilie von Reuß und ab 1840 für 20 Jahre die Familie von Watzdorf. 1901 erwarb Dr. Eisenstuck den Besitz und ver­kaufte ihn 1911 an die Familie Sachse.

Nach 1945

Die Familie Sachße wurde 1945 ent­eig­net. Danach diente das Schloss als Wohnhaus.

Nachwendezeit

1997 wurde das Schloss Spreewiese von pri­vat erwor­ben und umfas­send saniert.

Heutige Nutzung

Im Schloss fin­den unter ande­rem Trauungen statt. Park und Gutshof sind aus­ge­glie­dert. Die Wirtschaftsgebäude ste­hen unge­nutzt leer.

Großpostwitz: Herrensitz Cosul

Herrensitz Cosul

02692 Großpostwitz OT Cosul

Historisches

Für 1404 exis­tiert ein schrift­li­cher Nachweis über einen Herrensitz unter Cr. von der Kosela. Der Herrensitz bestand ver­mut­lich nur bis spä­tes­tens zum zei­ti­gen 16. Jahrhundert und wurde dann wie­der auf­ge­löst. Weitere zuver­läs­sige Informationen lie­gen nicht vor.

Sohland an der Spree: Rittergut Wehrsdorf

Rittergut Wehrsdorf

02689 Sohland a. d. Spree OT Wehrsdorf

Historisches

Das Rittergut Wehrsdorf wurde erst­mals 1664 erwähnt. Der dama­lige Gutsherr ent­schloss sich 1739 das Rittergut an das Bautzner Domstift zu über­tra­gen. Bereits zehn Jahre spä­ter war das Gut zer­schla­gen. Die Gebäude wur­den an einen Leinwandfabrikanten ver­kauft. Eine andere Quelle berich­tet noch 1834 vom Rittergut Wehrsdorf.

Schmölln-​Putzkau: Rittergut Neuschmölln

Rittergut Neuschmölln

Klosterbergstraße 41 (Rittergut)
Klosterbergstraße 27a (Landhaus-​Villa)
01877 Schmölln-Putzkau

Historisches

1720 wurde das Rittergut Neuschmölln durch Johann Gottlob von Staupitz gegrün­det. Johanna Dorothea Matthäi erwarb das Rittergut Neuschmölln 1761. 1910 kam das Rittergut an die Berliner Landesbank Genossenschaft für Güterhandel. Sie ließ 1911 das neue Herrenhaus im Stil einer Landhaus-​Villa erbauen. 1918 erwarb Hans Strehla das Rittergut Neuschmölln und ver­kaufte es 1925 an Theodor Schrimpf. Dieser musste das Rittergut bereits zwei Jahre spä­ter aus wirt­schaft­li­chen Schwierigkeiten ver­kau­fen. Neuer Eigentümer wurde die Sächsische Granit AG. Im Villen-​Herrenhaus ent­stand eine Schloss-​Pension für ange­se­hene Familien, die ab 1937 als Wohnhaus für Mitarbeiterinnen des Reichsarbeitsdienstes genutzt wurde.

Nach 1945

1945 wurde der Rittergutshof an Neubauern auf­ge­teilt. Das Herrenhaus wurde als FDGB-​Ferienheim genutzt.

Nachwendezeit

Die Villa wurde in den 1990er Jahren voll­stän­dig saniert und wei­ter­hin als Pension genutzt. Nach 2010 fan­den wei­tere umfang­rei­che bau­li­che Maßnahmen für eine Folgenutzung als Wohnhaus statt.

Heutige Nutzung

Die Landhaus-​Villa des Ritterguts Neuschmölln wurde zuletzt als groß­zü­gi­ges Einfamilienhaus mit über 500 m² Wohnfläche genutzt und stand vor eini­gen Jahre für fast 1 Mio. € zum Verkauf. Das park­ähn­li­che Grundstück in leich­ter Hanglage umfasst etwa 1,7 ha. und ver­fügt zusätz­lich über ein klei­nes Gartenhaus. Die Wirtschaftsgebäude des Ritterguts Neuschmölln sind teil­weise saniert und wer­den bewohnt.
(Foto: April 2023)

Göda: Rittergut Pietzschwitz

Rittergut Pietzschwitz

Pietzschwitz Nr. 1
02633 Göda OT Pietzschwitz

Historisches

Bereits um 1225 wurde ein allo­dium erwähnt, wel­ches 1414 als Rittersitz bezeich­net wurde. 1450 waren die Herren von Bolbach als Besitzer bekannt. 1557 erfolgte die Aufwertung zum Rittergut. Ab 1612 bis 1624 war das Rittergut im Besitz von Esaias von Minckwitz. Im 18. Jahrhundert besaß es die Familie von König. Um 1820 erwarb Karl Friedrich von Walter das Rittergut und rich­tete darin eine Familienstiftung ein. Durch Weitervererbung inner­halb der Familie änderte sich der Familienname in Walter-Jeschki.

Nach 1945

Georg von Walter-​Jeschki wurde 1945 ent­eig­net. Kurz spä­ter wurde das Herrenhaus abgerissen.

Heutige Nutzung

Ein sanier­tes Wirtschaftsgebäude wird zu Wohnzwecken genutzt.