Göda: Rittersitz Jannowitz

Rittersitz Jannowitz

02633 Göda OT Jannowitz

Historisches

1511 wurde ein Rittersitz urkund­lich erwähnt. Das Rittergut Seitschen übte um 1580 die Grundherrschaft über Jannowitz aus, das Rittergut Bolbritz um 1777. Weitere zuver­läs­sige Informationen über den Rittersitz Jannowitz lie­gen nicht vor.

Großdubrau: Wasserburg & Rittergut Klix

Wasserburg & Rittergut Klix

Zum Rittergut 1
02694 Großdubrau OT Klix

Historisches

An glei­cher Stelle wie das Rittergut befand sich eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg, auf die das spä­ter ent­stan­dene Rittergut zurück­geht und von der heute nichts mehr erkenn­bar ist. Waltherus de Kluiz wurde 1282 als Herr auf Klix nach­ge­wie­sen. 1443 wurde ein Rittersitz erwähnt. Aus die­sem ging das Rittergut her­vor, wel­ches erst­mals 1620 nach­ge­wie­sen wer­den konnte. Das Herrenhaus wurde ver­mut­lich im 17. Jahrhundert erbaut und 1894 umgebaut.

Das Gut befand sich im 16. Jahrhundert im Besitz der Herren von Nostiz. Diesen folg­ten die Familie von Schönberg, die Familie von Gersdorff und die Familie von Zezschwitz. 1892 gelangte das Rittergut Klix an Albin Boehmer. Ihm folgte 1916 Richard Reinecker.

Nach 1945

Die Bodenreform wurde nach Kriegsende voll­zo­gen und das Rittergut auf­ge­teilt. Im Herrenhaus zogen das Gemeindeamt und ien Kindergarten ein.

Nachwendezeit

Ab 1994 erfolgte die bis 1995 andau­ernde Sanierung des Herrenhauses.

Heutige Nutzung

Die ehe­ma­li­gen Gutsanlagen sind aus­ge­glie­dert. Im Herrenhaus Klix befin­det sich nach wie vor eine Kindertagesstätte.

Malschwitz: Rittergut Brösa

Rittergut Brösa

Gutsweg 7
02694 Malschwitz OT Brösa

Historisches

Das Rittergut wurde 1684 schrift­lich erwähnt und gehörte zur Grundherrschaft Guttau. 1775 war Andreas Graf von Schall-​Riaucour Besitzer. Seine Nachkommen behiel­ten das Rittergut bis zur Enteignung 1945 im Familienbesitz. Das Herrenhaus wurde um 1900 erbaut. Seit 1847 wurde im Rittergut eine land­wirt­schaft­li­che Lehranstalt eingerichtet.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignungder Grafenfamilie von Schall-Riaucour..

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in Privatbesitz und wird bewohnt.

Großdubrau: Rittergut Kronförstchen

Rittergut Kronförstchen

02694 Großdubrau OT Kronförstchen

Historisches

Der 1443 nach­ge­wie­sene Rittersitz Kronförstchen wurde zum Rittergut auf­ge­wer­tet. Der erste Nachweis dafür bezieht sich auf das Jahr 1580. Das Rittergut bestand über meh­rere Jahrhunderte und wurde 1858 erneut erwähnt.

Weißenberg: Schloss Gröditz

Schloss Gröditz

Am Schloss 12
02627 Weißenberg OT Gröditz

Historisches

Gröditz wurde erst­mals 1378 als Herrensitz beur­kun­det, der sich drei Jahre dar­auf in den Händen von Czaslaw de Grodis befand. Die erste Erwähnung als Rittersitz erfolgte 1466, als Rittergut wurde Gröditz erst­mals 1648 erwähnt. Einer ande­ren Quelle zufolge wurde bereits im Jahre 1222 ein Herrensitz erwähnt und im 13. und 14. Jahrhundert war die Familie Porsitz als Besitzer verzeichnet.

Nach Hans von Klüx kam im 15. Jahrhundert die Familie von Maxen in den Besitz des Schlosses und behielt es unge­fähr zwei­hun­dert Jahre in Familienbesitz. Danach kamen Schloss und Rittergut an die Familie von Gersdorf, die Umbauten ver­an­lasste, die Hauptstruktur des Schlosses prägte und das Schloss für knapp drei Jahrhunderte in Besitz behielt. 1892 erhielt das Schloss durch wei­tere Umbauten seine heu­tige Form. Oskar von Krauß war Besitzer des Schlosses zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ver­an­lasste nach 1911 wei­tere Umbauten. Nachdem das Schloss 1922 teil­weise abbrannte, wurde es bis 1927 wie­der aufgebaut.

Nach 1945

1945 wurde Gerda von Krauß ent­eig­net. Danach fan­den Flüchtlinge im Schloss Unterschlupf. Ab 1949 wurde Schloss Gröditz als TBC-​Heim genutzt. Nachfolgend diente es seit 1967 als Fachkrankenhaus für Psychiatrie.

Nachwendezeit

1996 gelangte das Schloss an den Freistaat Sachsen und wurde durch die Caritas als Behindertenpflegeheim genutzt. Seit 2006 befin­det sich Schloss Gröditz im Besitz eines Nachfahren der let­ten Besitzerin. Es wurde bis Ende 2007 als Wohnheim für Behinderte genutzt. Das zum Rittergutskomplex gehö­rende Gotische Haus ist saniert.

Heutige Nutzung

Die mitt­ler­weile sanierte Schlossanlage steht für Hochzeiten und Veranstaltungen zur Verfügung.

Bautzen: Wallburg Proitschenberg

Wallburg Proitschenberg

Proitschenberg
02625 Bautzen

Historisches

Die ehe­ma­lige bron­ze­zeit­li­che Wallburg wurde durch den Friedhof in der Westvorstadt über­baut. Heute erin­nern der Proitschenberg sowie die Proitschenbergstufen an die ehe­ma­lige Wallburg.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz wird seit 1971 gewährt.

Bautzen: Rittergut Oberuhna

Rittergut Oberuhna

Oberuhna 1c
02625 Bautzen OT Oberuhna

Historisches

Die Informationslage zu die­sem Rittergut ist eher spär­lich. Der 1404 unter Hermannus de Vnaw erwähnte Rittersitz könnte bereits seit 1362 ein Herrensitz gewe­sen sein und wurde seit 1580 als Rittergut bezeich­net. Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Seit 1806 befand sich das Rittergut Oberuhna im Besitz von Gottlob Hedenus.

Nach 1945

Der letzte Besitzer wurde im Rahmen der Bodenreform 1945 ent­eig­net und der Grundbesitz an Neubauern auf­ge­teilt. 1979 über­nahm die LPG einen Teil der Räume im Herrenhaus, nach­dem deren Besitzerin ihren Ausreisenatrag in die BRD geneh­migt bekom­men hatte.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus Oberuhna wurde vom Sohn der dama­li­gen Eigentümerin über­nom­men. Dieser ver­an­lasste eine umfas­sende Sanierung des Herrenhauses zu eige­nen Wohnzwecken.

Heutige Nutzung

Zwischenzeitlich wurde das Herrenhaus erneut ver­kauft. Die neuen Eigentümer bewoh­nen das Herrenhaus Oberuhna eben­falls und füh­ren die Sanierungsarbeiten fort.
(Stand: November 2023)

Burkau: Rittergut Kleinhänchen

Rittergut Kleinhänchen

Sportplatzstraße 16
01906 Burkau OT Kleinhänchen

Historisches

Der 1290 unter Frisco de Heinichen erwähnte Herrensitz fand 1500 Erwähnung als Rittersitz und seit 1580 als Rittergut. Als Besitzer sind 1901 Max Thiele sowie seit 1910 Otto Hanovsky bekannt.

Nach 1945

Das Herrenhaus wurde in den Nachkriegsjahren abge­ris­sen und an sei­nem Standort ein Einfamilienhaus errichtet.

Heutige Nutzung

Teile des Rittergutes sind noch vor­han­den und wer­den bewohnt.
(Foto: März 2026)

Radibor: Rittergut Lomske

Rittergut Lomske

Lomsker Straße 1
02627 Radibor OT Lomske

Historisches

Schriftlich erwähnt wurde das Rittergut 1858. Bis 1771 befand es sich im Besitz der Familie von Ponickau, die es an die Grafenfamilie von Einsiedel ver­kauf­ten. Die Grafen von Einsiedel ver­äu­ßer­ten das Rittergut Lomske um 1900 auf­grund finan­zi­el­ler Engpässe. 1910 kam das Rittergut an die Landesbank Berlin und erhielt mit dem Grafen von Hohnstein 1914 einen neuen Besitzer.

Nach 1945

1945 fand die Enteignung statt. Das Rittergut wurde an Neubauern auf­ge­teilt. Das Herrenhaus selbst wurde an zwei Familien übber­tra­gen. Es ist seit­her mit­tig geteilt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in Privatbesitz und wird bewohnt.

Burkau: Vorwerk Neuhof

Vorwerk Neuhof

01906 Burkau OT Neuhof

Historisches

Für Neuhof konnte ein 1519 bestehen­der Rittersitz nach­ge­wie­sen wer­den. Im 18. Jahrhundert bestand noch ein Vorwerk. Das Vorwerk wurde zuletzt als Schäferei genutzt. 1945 wurde es durch Kriegseinwirkungen zerstört.