Herrensitz Trebishain
04654 Frohburg OT Trebishain
Historisches
1269 wurde Trebishain als Herrensitz unter Heinricus de Trebenshain nachgewiesen. Die Grundherrschaft wurde spätestens ab 1551 von unterschiedlichen Rittergütern ausgeübt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Leipzig
04654 Frohburg OT Trebishain
1269 wurde Trebishain als Herrensitz unter Heinricus de Trebenshain nachgewiesen. Die Grundherrschaft wurde spätestens ab 1551 von unterschiedlichen Rittergütern ausgeübt.
Malberg, Wahlberg, Wallberg
04579 Rötha OT Pötzschau
1206 wurde ein Herrensitz erwähnt, bei dem es sich um eine Befestigungsanlage in Form einer Wallburg handelte, die zu Schutz- und Repräsentationszwecken genutzt wurde. Diesem Herrensitz ist vermutlich Everhardus de Beschowe zuzuordnen.
Obwohl 1445 ein Rittersitz nachweisbar war, hatte sich aus der Befestigungsanlage in Großpötzschau kein bedeutender Adelssitz heraus entwickelt. Vielmehr wurde die Wallburg in späterer Zeit wieder aufgegeben. Die Grundherrschaft über das Dorf wurde nachfolgend vom Rittergut Rötha ausgeübt.
Die Wallburg verfügte ursprünglich offenbar über eine Vorburg. Erhalten sind ein Turmhügel mit ca. 40 m Durchmesser und ca. 4 m Höhe sowie ein Graben in der Göselaue nordwestlich vom Dorfkern. Der Graben ist verflacht und größtenteils trockengelegt. Der Außenwall ist kaum noch erkennbar.
Die Wallburg Großpötzschau wurde erstmals Anfang 1936 und erneut 1958 als Bodendenkmal geschützt.
Unteres Rittergut ElstertrebnitzNr. A 21
04523 Elstertrebnitz
Die Stadt Pegau erwarb 1535 das Gut, welches später als Rittergut Unteren Teils bezeichnet wurde. 1626 erwarb die Familie Schadder den Besitz und verkaufte ihn 1724 an den kurfürstlichen Leibarzt Troppaneger, dessen Söhne das Rittergut ein Vierteljahrhundert darauf an die Familie Schindler veräußerten. 1763 kaufte Christian Gotthold Bennemann das Rittergut Unteren Teils und erwarb einige Jahre darauf auch das Rittergut Oberen Teils. 1809 erbte Siegismund Germann das Untere Rittergut, während das Obere Rittergut an den Pfarrer Scheibe ging. 1835 wurden die Nutzflächen des Oberen Rittergutes am Rittergut Unteren Teils angeschlossen. Germanns Sohn verkaufte 1841 an Christian Eduard Küchler. Ihm folgte bis 1899 seine Tochter Sidonie Dattan, nach deren Tod wiederum ihre Tochter Frieda Paula Sidonie Buchner das Rittergut übernahm. 1914 ging das Rittergut an das Land Sachsen, 1925 übernahm es die Aktiengesellschaft Sächsische Werke.
Die AG Sächsische Werke wurde 1945 enteignet.
Im sanierten Herrenhaus befinden sich Wohnungen.
Am Berg 12
04654 Frohburg OT Flößberg
Der 1206 urkundlich erwähnte Herrensitz befand sich im Besitz der Herren von Flügelsberg, einem Zweig der Burggrafen von Altenburg. Die Familie von Haugwitz übernahm den 1445 als Rittersitz bezeichneten Besitz 1449, erhob ihn 1551 zum Rittergut mit Vorwerk und verkaufte einen Teil des Grundbesitzes 1617 (nach einer anderen Quelle bereits 1606), wodurch die Rittergüter oberen und unteren Teils entstanden.
Von 1738 bis 1808 befanden sich die beiden Teile des trotzdem nicht wiedervereinigten Rittergutes in den Händen der von Dörings, denen die Familie von Schlieben und 1905 Friedrich Max Georgie sowie später dessen Nachkommen folgten. Im Rahmen der Bodenreform fand 1945 die Enteignung statt.
Die Familie von Milkau erwarb den unteren Teil 1617 und verkaufte ihn 1695 an die Familie von Kötteritz.
Die vormaligen Rittergutsgebäude befinden sich heute in Privateigentum und werden bewohnt. Durch umfangreiche Umbauten wurden sie stark verändert.
04574 Neukieritzsch OT Deutzen
1238 wurde ein Herrensitz unter Herwicus de Dycin erwähnt. 1318 wurde eine mittelalterliche Wasserburg erwähnt, die als Vorgängerbau des Schlosses gilt. 1370 war ein Rittersitz unter den Brüdern Conradus und Lutherus de Wizzenbach und ab 1548 ein Rittergut bekannt. Der Rittergutsbesitzer Georg Christoph von Braun errichtete 1717 eine zweigeschossige dreiflügelige Schlossanlage. Eine andere Quelle belegt diesen Bau mit dem Jahr 1721. Zu den Besitzern zählten die Familien von Bernstein, von Arnim, von Braun, Querner, von Holleufer und Francke.
Das Schloss ist nicht mehr vorhanden und befand sich in Altdeutzen. Das Gebiet wurde für den Kohleabbau in den 1960er Jahren abgetragen. Heute befindet sich dort das Speicherbecken Borna, im Volksmund auch “Adria” genannt.
Schloss MölbisMölbiser Hauptstraße 34
04579 Rötha OT Mölbis
1230 erfolgte die Ersterwähnung eines Herrensitzes unter Hermannus de Melebuz. Der Herrensitz wurde 1445 als Rittersitz unter Hans von Draschewicz zcu Melbiß erwähnt und befand sich um 1488 im Besitz von Melchior von Etzdorf sowie um 1574 im Besitz von Georg von Haugwitz. 1579 ging er an Innocenz von Starschedel über und verblieb bis Mitte des 17. Jahrhunderts in Familienbesitz.
Ein weiterer Besitzer war ab 1670 Wolf von Gustedt. Nachdem Ursula von Gustedt Ende des 17. Jahrhunderts Christoph Dietrich Bose den Älteren geheiratet hatte, gelangte das Rittergut Mölbis, als solches erstmals 1696 nachweisbar, in den Besitz der Familie von Bose. 1708 übernahm Adam Heinrich Bose den Rittergutshof und ließ 1714 / 1717 das Schloss neu errichten. Unter ihm wurde auch der Park angelegt.
Das Rittergut Mölbis wurde innerhalb der Familie (von) Bose weitervererbt und von Carl Adam Heinrich von Bose 1789 an Wilhelm Conrad Lange verkauft. Dieser behielt den Grundbesitz nur wenige Jahre. Ihm folgten Ernst August von Wilke und Leopold Friedrich von Görne. 1798 kam es an den sächsischen Rittmeister Christian Adolf von Hopfgarten, 1816 an Joachim Friedrich Gustav Brandt von Lindau. Dessen Erben veräußerten das Rittergut Mölbis 1855 an den Kaufmann Georg Wilhelm Wünning.
Der nächste Besitzer war Alfred Rudolf Stentzler. Er vermachte das Rittergut 1932 seiner Gattin Flora Stentzler. Diese wiederum musste den Gutshof 1937 an die Aktiengesellschaft Sächsische Werke verkaufen, da große Flächen des Ritterguts zur Errichtung eines Braunkohle- und Kraftwerks benötigt wurden.
Schloss und Rittergutsgebäude blieben von den Bombenangriffen verschont. Eine andere Quelle wiederum berichtet, dass das Schloss 1945 beschädigt wurde. Nach der Enteignung 1945 wurde das Schloss Mölbis ein Jahr später abgerissen. Einer anderen Quelle zufolge erfolgte der Abriss 1948.
Die um 1714 erbaute Orangerie des Rittergutes ist noch erhalten. Sie ist saniert und wird zu Wohnzwecken sowie für Veranstaltungen und Vereine genutzt.
Schloss HopfgartenSchlosshof 2
04654 Frohburg OT Hopfgarten
Aus dem 1272 dokumentierten Herrensitz ging in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein Vorwerk hervor. Bereits seit Mitte des 15. Jahrhunderts befand sich das 1696 urkundlich bezeichnete Rittergut im Besitz der Familie von Einsiedel und verblieb dort bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945. Haubold von Einsiedel ließ das Schloss zwischen 1677 und 1679 errichten.
Die Familie von Einsiedel wurde 1945 enteignet.
Nachdem das Schloss lange Zeit als Schule genutzt wurde, steht es seit mehreren Jahren leer.
Schloss & Herrenhaus PrießnitzBadstraße 21 (Schloss)
Sportplatzweg 7 (Herrenhaus)
04651 Frohburg OT Prießnitz
Ein befestigter Wirtschaftsguthof (curtis) war bereits im Jahre 977 vorhanden. Daraus entwickelte sich das Rittergut, welches 1486 schriftlich belegt ist. Der Besitz befand sich seit 1380 im Besitz der Familie von Einsiedel und verblieb über die Jahrhunderte bis 1918 in deren Familienbesitz. Das Schloss wurde 1605⁄1606 neu erbaut und 1697 umgebaut. Das Herrenhaus mit Pächterhaus, Ställen und Brauerei entstand 1740⁄1741. 1918 kam das Rittergut an Fritz Vogel, unter dem 1920 Umbauten durchgeführt wurden.
Nach 1945Die Familie Vogel wurde 1945 enteignet und die Gebäude durch Umsiedler zu Wohnzwecken genutzt. Die landwirtschaftlichen Flächen wurden unter Neubauern aufgeteilt. Der Waldbestand wurde Staatseigentum. In den folgenden Jahren erfolgten erneut Umbauten.
Ab 1993 befand sich der Schlosskomplex im Besitz der Gemeinde und wurde durch die Gemeindeverwaltung genutzt. Das Herrenhaus diente in den 1990er Jahren als Kindergarten.
04579 Rötha OT Espenhain
Das Vorwerk wurde 1875 urkundlich erwähnt.
Burgberg
04680 Colditz OT Lastau
Die von den Slawen erbaute Wallburg befand sich auf dem Burgberg, der nordwestlich des Ortes liegt und über einen Wanderweg erreichbar ist, welcher von der Dorfstraße abzweigt. Der Burghügel misst 40 m im Durchmesser mit zwei davorliegenden, noch relativ hohen Wällen. Diese wurden teilweise durch Erdabtragungen beschädigt.
Vor 2005 wurde der ruinöse Aussichtsturm aus dem 20. Jahrhundert abgetragen, der auf dem Burghügel errichtet worden war. Von ihm sind noch Fundamentreste vorhanden.
Bodendenkmalschutz besteht für die Höhenburg seit 1959.