Colditz: Rittergut Collmen

Rittergut Collmen

Kirchstraße 7
04680 Colditz OT Collmen

Historisches

Seit min­des­tens 1552 bestand in Collmen ein Vorwerk. Dieses unter­stand 1667 David von Oppel und 1681 der Familie von Altmannshofen. Im Jahr 1696 erfolgte die Erwähnung als Rittergut. Im 18. Jahrhundert, in dem auch das Herrenhaus erricht wurde, wech­sel­ten die Besitzer des Rittergutes Collmen mehr­fach. 1722 war es von Johann David Tischer erwor­ben wor­den, wel­cher das Herrenhaus bis 1723 erbauen ließ und bis 1742 besaß. 1802 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Zobel, kam 1819 an Johanne Wilhelmine Freiin von Lorenz und befand sich ab 1850 in den Händen von Auguste Freifrau von Reiswitz und Kadersin. Das Rittergut Collmen ver­blieb nun in Familienbesitz, 1901 fand Alfred Freiherr von Reiswitz und Kadersin-​Holtzbrink  Erwähnung, der letzte Rittergutsbesitzer war seit 1923 Wenzel Freiherr von Reiswitz.

Nach 1945

Wenzel Freiherr von Reiswitz und Kadersin wurde 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus wurde zum Mehrfamilienhaus umfunk­tio­niert, die Ländereien des Ritterguts aufgeteilt.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus wurde wei­ter­hin bewohnt und bis 2008 frei­ge­zo­gen. Daraufhin stand es leer. Sanierungsarbeiten unter­blie­ben trotz Verkauf.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Collmen befin­det sich mitt­ler­weile in Privatbesitz und wird schritt­weise saniert.
(Stand: 2020)

Colditz: Herrensitz Kaltenborn

Herrensitz Kaltenborn

04680 Colditz OT Kaltenborn

Historisches

Kaltenborn wurde 1215 als Herrensitz unter Albertus de Caldinburne nach­ge­wie­sen. Ab 1548 übte das Rittergut Zschirla die Grundherrschaft über Kaltenborn aus. Der Herrensitz war nicht von lan­gem Bestand.

Colditz: Freigut Zschadraß

Freigut Zschadraß

04680 Colditz OT Zschadraß

Historisches

1294 wurde ein Herrensitz unter Theodericus de Zcadroz erwähnt. Später, das Jahr ist der­zeit noch nicht bekannt, wurde er von einem Mannslehngut zu einem Freigut erhoben.

Frohburg: Rittergut Bubendorf

Rittergut Bubendorf

04654 Frohburg OT Bubendorf

Historisches

Das Rittergut wurde erst­mals 1748 erwähnt. Möglicherweise han­delte es sich um ein tro­cke­nes Rittergut ohne Gebäude. Besitzer des Ritterguts Bubendorf waren die Herren von Bünau und von Löser sowie die Familien Haugk und Eichstädt.

Frohburg: Wasserburg & Schloss Benndorf

Wasserburg & Schloss Benndorf

Zum Torbogen 6–10, 12–17, 19, 21, 23
04654 Frohburg OT Benndorf

Historisches

Ein ers­ter Herrensitz wurde bereits 1233 unter Syfridus List de Bennendorf  erwähnt. Hierbei han­delte es sich wohl bereits um eine Wasserburg, die als Vorgängerbau des spä­te­ren Schlosses aus einem befes­tig­ten Hof und einem umlau­fen­den was­ser­füh­ren­den Graben bestand.

Besitzerwechsel gab es viele. Für jeweils einen län­ge­ren Zeitraum sind zwi­schen 1420 und 1485 die Familie von Bresen und zwi­schen 1688 und 1793 die Familie von Pöllnitz bekannt. Unter die­ser wurde 1721 der Neubau des zuvor im Jahre 1713 abge­brann­ten Schlosses veranlasst.

Unter Melchior von Kreutzen erfolgte bereits 1549 die Umwandlung in ein Rittergut. Von 1818 bis 1848 besaß der Prof. Dr. Eichstädt Rittergut und Schloss. Beides kam 1893 an die Familie von Einsiedel. 1940 wurde ein Kriegsgefangenenlager im Rittergut Benndorf eingerichtet.

Nach 1945

Nach der 1945 erfolg­ten Enteignung diente das Schloss als Unterkunft für Flüchtlinge. 1958 bzw. um 1960 erfolgte der Abriss des Schlosses.

Nachwendezeit

Nicht mehr erhal­ten sind außer­dem der süd­li­che Teil der Brennerei (ehe­mals Nr. 11) sowie die in der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaute Alte Schäferei (ehe­mals Nr. 18). Beide Gebäude wur­den vor 2009 auf­grund von Baufälligkeit abgerissen.

Heutige Nutzung

Das Rittergut Benndorf besteht aus einer Vielzahl heute noch erhal­ten­der Gebäude, dar­un­ter die unter Denkmal ste­hen­den  Wirtschaftsgebäude Nr. 6 und Nr. 8, Brennerei Nr. 7, Torhaus Nr. 9, Orangerie Nr. 12, Scheunen Nr. 13 und Nr. 15, Gärtnerhaus Nr. 16, Verwalter- bzw. Inspektorenhaus Nr. 21. Darüber hin­aus exis­tie­ren wei­tere Gebäude. Der über­wie­gende Teil ist saniert und wird zu Wohnzwecken sowie durch den Ritterguts-​Förderverein genutzt.

Bodendenkmalschutz

Der Standort der Wasserburg wurde durch das Rittergut mit dem abge­ris­se­nen Schloss über­baut. Der was­ser­füh­rende Graben ist noch erhal­ten. Schutz als Bodendenkmal besteht für die Wasserburg seit Anfang 1974.

Frohburg: Vorwerk Kleineschefeld

Vorwerk Kleineschefeld

04654 Frohburg OT Kleineschefeld

Historisches

Das Vorwerk wurde 1562 sowie im 18. Jahrhundert erwähnt. 1736 erwarb die Familie von Hardenberg das Vorwerk. Hans von Löser besaß das Vorwerk Kleineschefeld im frü­hen 18. Jahrhundert. Die Gebäude wur­den etwa um 1780 erbaut.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk ist saniert. Es wird zum Wohnen, für Gewerbe und Verwaltungszwecke genutzt.

Frohburg: Rittergut Nenkersdorf

Rittergut Nenkersdorf

Kirchstraße 6, 8
04654 Frohburg OT Nenkersdorf

Historisches

Erwähnt wurde das Rittergut erst­mals 1533. Der Neubau des Herrenhauses stammt aus dem Jahr 1749.

Heutige Nutzung

Heute ist eine Schule im Herrenhaus unter­ge­bracht. Weiterhin exis­tie­ren zwei ehe­ma­lige Wirtschaftsgebäude.

Frohburg: Vorwerk Röthigen

Vorwerk Röthigen

04654 Frohburg

Historisches

Röthigen wurde erst­mals 1350 urkund­lich erwähnt. Die Nennung eines Vorwerks datiert auf das Jahr 1696. Zuletzt wurde das Vorwerk Röthigen 1875 genannt. Bei Röthigen han­delt es sich heute um eine Ortswüstung im west­li­chen Flurbereich von Frohburg.

Lossatal: Rittergut Voigtshain

Rittergut Voigtshain

Alte Dorfstraße 12
04808 Lossatal OT Voigtshain

Historisches

Zu den Besitzern des Guts seit dem 17. Jahrhundert zähl­ten unter ande­rem die Familien von Lüttichau und von Heßling. 1772 ver­kaufte Hans Georg von Lüttichau das Rittergut an August Gottfried Heßling. Unter die­sem wurde bis 1775 das Herrenhaus erbaut. 1884 erwarb Adolf von Schönberg das Rittergut Voigtshain. 1932 wurde das Rittergut wie­der ver­kauft, der bis­he­rige Pächter Curt Rahn über­nahm den Hof.

Nach 1945

Curt Rahn wurde 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus wurde durch die LPG als Verwaltungssitz genutzt und die Flächen des Ritterguts der LPG angegliedert.

Nachwendezeit

2004 wurde von pri­vat mit der Sanierung im Außenbereich begon­nen. 2007 erfolgte ein wei­te­rer Verkauf an pri­vat und die Schenkung an die Tochter der Familie.

Heutige Nutzung

Die Eigentümer bewoh­nen das Herrenhaus und bauen es nach und nach aus. Scheune und Ställe wer­den heute eben­falls bewohnt.