Colditz: Rittergut Commichau

Rittergut Commichau

Podelwitzer Straße 18
04680 Colditz OT Commichau

Historisches

Ein Rittergut in Commichau wurde erst­mals 1551 urkund­lich nach­ge­wie­sen. Zu den Besitzern des Ritterguts zähl­ten im 17. Jahrhundert Julius von Altmannshofen, ab 1752 Dorothea Magdalena von Mossakowsky, ab 1764 Siegmund Traugott von Döring gefolgt von Georg August von Döring, ab 1804 Johann Paul Hottewitzsch gefolgt von sei­nem Sohn Johann Adolph Hottewitzsch, ab 1844 die Familie Eytelwein und ab 1859 die Familie Baumann. Bruno Kiesling erwarb das Rittergut Commichau 1901. Curt Alfred Kiesling über­nahm es 1914.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung des letz­ten Besitzers. Das Rittergut fiel unter die Bodenreform und wurde auf­ge­teilt. Das Herrenhaus des Ritterguts wurde nach 1945 abgerissen.

Heutige Nutzung

Erhalten sind noch einige der Wirtschaftsgebäude. Der ehe­mals zum Rittergut gehö­rende Park befin­det sich in Privatbesitz.

Colditz: Rittergut Hohnbach

Rittergut Hohnbach

Geithainer Straße 42
04680 Colditz OT Hohnbach

Historisches

Das Rittergut ging aus einem Freigut her­vor, wel­ches 1606 urkund­lich genannt wurde. Noch im 17. Jahrhundert erfolgte die Aufwertung zum Rittergut. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte das Rittergut Hohnbach der Familie von Pistoris, dann folg­ten die bür­ger­li­chen Besitzer Baumann, Holzmüller, Hansen, Ritterich, Seime und Wolf. Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Fritz Lodde ver­kaufte das kleine Rittergut 1936 an Kurt Wilsdorf.

Nach 1945

Im Frühjahr 1945 fiel die Scheune den Kriegseinwirkungen zum Opfer.  Sie wurde nach Kriegsende unter Kurt Wilsdorf neu auf­ge­baut. Das Rittergut war zu klein als dass es unter die Bodenreform fiel. Später musste der Grundbesitz jedoch in die ört­li­che LPG ein­ge­bracht wer­den. Mitte der 1960er Jahre fan­den Sanierungsarbeiten im Außenbereich statt. Das Herrenhaus bil­det zusam­men mit dem Kuhstall eine bau­li­che Einheit. Es ver­blieb wei­ter­hin im Besitz der Familie Wilsdorf und deren ver­hei­ra­te­ter Nachkommen.

Heutige Nutzung

Die Gebäude des Ritterguts wer­den durch die Eigentümerfamilien bewohnt . Die Landwirtschaftsflächen sind verpachtet.

Colditz: Rittergut Collmen

Rittergut Collmen

Kirchstraße 7
04680 Colditz OT Collmen

Historisches

Seit min­des­tens 1552 bestand in Collmen ein Vorwerk. Dieses unter­stand 1667 David von Oppel und 1681 der Familie von Altmannshofen. Im Jahr 1696 erfolgte die Erwähnung als Rittergut. Im 18. Jahrhundert, in dem auch das Herrenhaus erricht wurde, wech­sel­ten die Besitzer des Rittergutes Collmen mehr­fach. 1722 war es von Johann David Tischer erwor­ben wor­den, wel­cher das Herrenhaus bis 1723 erbauen ließ und bis 1742 besaß. 1802 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Zobel, kam 1819 an Johanne Wilhelmine Freiin von Lorenz und befand sich ab 1850 in den Händen von Auguste Freifrau von Reiswitz und Kadersin. Das Rittergut Collmen ver­blieb nun in Familienbesitz, 1901 fand Alfred Freiherr von Reiswitz und Kadersin-​Holtzbrink  Erwähnung, der letzte Rittergutsbesitzer war seit 1923 Wenzel Freiherr von Reiswitz.

Nach 1945

Wenzel Freiherr von Reiswitz und Kadersin wurde 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus wurde zum Mehrfamilienhaus umfunk­tio­niert, die Ländereien des Ritterguts aufgeteilt.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus wurde wei­ter­hin bewohnt und bis 2008 frei­ge­zo­gen. Daraufhin stand es leer. Sanierungsarbeiten unter­blie­ben trotz Verkauf.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Collmen befin­det sich mitt­ler­weile in Privatbesitz und wird schritt­weise saniert.
(Stand: 2020)

Lossatal: Wallburg Burzelberg

Wallburg Burzelberg

Burzelberg
04808 Lossatal OT Hohburg

Historisches

Die Burg auf dem Burzelberg nord­öst­lich von Hohburg wurde bereits in der Eisenzeit um das Jahr 400 v. Chr. ange­legt und im 1. Jahrhundert v. Chr. auf­ge­ge­ben. Im 9./10. Jahrhundert wurde die alte Burg von den Slawen neu auf­ge­baut und wie­der­be­sie­delt. Erhalten sind noch Wall- und Grabenreste, die über Wanderwege erreich­bar sind.

Der geschlos­sene Ringwall wurde zwi­schen 1979 und 1981 archäo­lo­gisch unter­sucht und bei Bauarbeiten für Wasserbehälter in den Jahren 1983 und 1984 zum Großteil zerstört.

Bodendenkmalschutz

Die Wallburg steht seit 1935 als Bodendenkmal unter Schutz. Der Schutz wurde 1958 erneuert.

Frohburg: Schloss Wolftitz

Schloss Wolftitz

Am Schloss 2
04654 Frohburg OT Streitwald

Historisches

1223 befand sich der ort im Besitz von Titericus de Wolftiz. Die erste Erwähnung als Herrensitz erfolgte 1229 unter Radeboto de Wolfdiz. Meinhardus burgra­vius Cicensis dic­tus de Wolfticz wurde 1254 nachgewiesen.

1457 über­nahm die Familie von Einsiedel Wolftitz, unter der 1551 das Rittergut Erwähnung fand. Die Familie von Einsiedel, es han­delte sich um die Gnadsteiner Hauptlinie die­ser bedeu­ten­den Adelsfamilie, behielt das Rittergut bis zur Enteignung in ihrem Besitz. Der Ursprungsbau des Schlosses soll um 1535 ent­stan­den sein, Umbauten erfolg­ten 1625.

Nach 1945

Die Familie von Einsiedel wurde 1945 ent­eig­net. Um 1950 erfolg­ten Umbauten, um das Schloss künf­tig als Altersheim zu nutzen.

Nachwendezeit

Die Nutzung als Altersheim wurde 2000 auf­ge­ge­ben. Zwei Jahre spä­ter erfolgte der Verkauf in Privathand.

Frohburg: Burg & Schloss Frohburg

Burg & Schloss Frohburg

Florian-​Geyer-​Straße 1
04654 Frohburg

Historisches

Die 1198 unter Albertus de Vroburg erwähnte, aber schon län­ger exis­tie­rende Burg der Grafen von Altenburg wurde gegen Mitte des 16. Jahrhunderts als Schloss neu errich­tet. Als erste Besitzer sind aus dem 15. Jahrhundert die von Brosen bekannt. Weitere Besitzer waren u. a. die Familien von Bünau, von Winkwitz, von Kötteritz, von Bose, von Hardenberg, Blümner und Gruner. Letzter Besitzer im 20. Jahrhundert war Dr. Friedrich Krug von Nidda und von Falkenstein.

Heutige Nutzung

Das Schloss wird heute durch ein Museum und die Bibliothek genutzt.

Bodendenkmalschutz

Die eins­tige Burg wurde durch das Schloss über­baut. Erkennbar vom Ursprungsbau ist ledig­lich noch ein als fla­che Senke erhal­te­ner Graben. Die Burganlage wurde als Bodendenkmal Anfang 1974 utner Schutz gestellt.

Frohburg: Herrensitz Eschefeld

Herrensitz Eschefeld

04654 Frohburg OT Eschefeld

Historisches

Der Herrensitz wurde 1291 schrift­lich unter Guntherus de Heschenvelt und 1308 unter Heinricus dic­tus de Eshhinveld erwähnt. 1378 oblag die Verwaltungszugehörigkeit von Eschefeld dem castrum Altenburg. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts übte das Rittergut Wolftitz die Grundherrschaft über Eschefeld aus.

Frohburg: Rittergut Bubendorf

Rittergut Bubendorf

04654 Frohburg OT Bubendorf

Historisches

Das Rittergut wurde erst­mals 1748 erwähnt. Möglicherweise han­delte es sich um ein tro­cke­nes Rittergut ohne Gebäude. Besitzer des Ritterguts Bubendorf waren die Herren von Bünau und von Löser sowie die Familien Haugk und Eichstädt.

Frohburg: Wasserburg & Schloss Benndorf

Wasserburg & Schloss Benndorf

Zum Torbogen 6–10, 12–17, 19, 21, 23
04654 Frohburg OT Benndorf

Historisches

Ein ers­ter Herrensitz wurde bereits 1233 unter Syfridus List de Bennendorf  erwähnt. Hierbei han­delte es sich wohl bereits um eine Wasserburg, die als Vorgängerbau des spä­te­ren Schlosses aus einem befes­tig­ten Hof und einem umlau­fen­den was­ser­füh­ren­den Graben bestand.

Besitzerwechsel gab es viele. Für jeweils einen län­ge­ren Zeitraum sind zwi­schen 1420 und 1485 die Familie von Bresen und zwi­schen 1688 und 1793 die Familie von Pöllnitz bekannt. Unter die­ser wurde 1721 der Neubau des zuvor im Jahre 1713 abge­brann­ten Schlosses veranlasst.

Unter Melchior von Kreutzen erfolgte bereits 1549 die Umwandlung in ein Rittergut. Von 1818 bis 1848 besaß der Prof. Dr. Eichstädt Rittergut und Schloss. Beides kam 1893 an die Familie von Einsiedel. 1940 wurde ein Kriegsgefangenenlager im Rittergut Benndorf eingerichtet.

Nach 1945

Nach der 1945 erfolg­ten Enteignung diente das Schloss als Unterkunft für Flüchtlinge. 1958 bzw. um 1960 erfolgte der Abriss des Schlosses.

Nachwendezeit

Nicht mehr erhal­ten sind außer­dem der süd­li­che Teil der Brennerei (ehe­mals Nr. 11) sowie die in der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaute Alte Schäferei (ehe­mals Nr. 18). Beide Gebäude wur­den vor 2009 auf­grund von Baufälligkeit abgerissen.

Heutige Nutzung

Das Rittergut Benndorf besteht aus einer Vielzahl heute noch erhal­ten­der Gebäude, dar­un­ter die unter Denkmal ste­hen­den  Wirtschaftsgebäude Nr. 6 und Nr. 8, Brennerei Nr. 7, Torhaus Nr. 9, Orangerie Nr. 12, Scheunen Nr. 13 und Nr. 15, Gärtnerhaus Nr. 16, Verwalter- bzw. Inspektorenhaus Nr. 21. Darüber hin­aus exis­tie­ren wei­tere Gebäude. Der über­wie­gende Teil ist saniert und wird zu Wohnzwecken sowie durch den Ritterguts-​Förderverein genutzt.

Bodendenkmalschutz

Der Standort der Wasserburg wurde durch das Rittergut mit dem abge­ris­se­nen Schloss über­baut. Der was­ser­füh­rende Graben ist noch erhal­ten. Schutz als Bodendenkmal besteht für die Wasserburg seit Anfang 1974.

Frohburg: Vorwerk Kleineschefeld

Vorwerk Kleineschefeld

04654 Frohburg OT Kleineschefeld

Historisches

Das Vorwerk wurde 1562 sowie im 18. Jahrhundert erwähnt. 1736 erwarb die Familie von Hardenberg das Vorwerk. Hans von Löser besaß das Vorwerk Kleineschefeld im frü­hen 18. Jahrhundert. Die Gebäude wur­den etwa um 1780 erbaut.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk ist saniert. Es wird zum Wohnen, für Gewerbe und Verwaltungszwecke genutzt.