Vorwerk Linz
Flurstück Altes Vorwerk
01561 Schönfeld OT Linz
Historisches
Am südlichen Ende des Flurstücks “Altes Vorwerk” befand sich einst ein gleichnamiges Gut. Es wurde 1748 in einem Lehnbrief letztmalig erwähnt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Meißen
Flurstück Altes Vorwerk
01561 Schönfeld OT Linz
Am südlichen Ende des Flurstücks “Altes Vorwerk” befand sich einst ein gleichnamiges Gut. Es wurde 1748 in einem Lehnbrief letztmalig erwähnt.
Burg & Schloss StrehlaSchloss: Schlossplatz 1
01616 Strehla
Nach der Albrechtsburg in Meißen ist Schloss Strehla die am frühesten bezeugte Burg der Mark Meißen. Bereits vor dem Jahr 900 gab es eine slawische Feste. Um 928 wurde unter Heinrich I., Herzog von Sachsen, ein Burgward errichtet. 1002 eroberte König Baleslav I. Chrobry von Polen Strehla. Er vermachte es seiner Tochter, die im gleichen Jahr mit Hermann Markgraf von Meißen verehelicht wurde. Einige Zeit später schenkte der Meißner Markgraf Strehla dem Bistum Naumburg, der wiederum selbigen Markgrafen mit Strehla belehnte. 1166 befand sich Strehla im Besitz von Volcmarus de Ztrele, 1266 im Besitz von Ulrich von Saalhausen.
Im Jahr 1305 erfolgte ein Verkauf durch Bischhof Ulrich I. an Bodo IV. von Ilburg. 1338 erwarben die Burggrafen von Leisnig Strehla. Nach deren Tod fiel Strehla an den Naumburger Bischof zurück. Nächster Besitzer war ab 1367 Herzog Bolko zu Schweidnitz, Markgraf der Lausitz. Schon im folgenden Jahr fiel das Lehn erneut an den Bischof. Noch drei weitere Namen stehen mit Strehla in Verbindung, bis sich ein langfristiger Herr fand: 1370 ist Kaiser Karl IV. vermerkt, gefolgt von Luthold von Torgau. Bis 1384 gehörte Strehla Wenzel von Luxemburg, als er die Burg Otto I. von Pflugk schenkte. Strehla befand sich nun bis 1945 dauerhaft im Besitz der Familie von Pflugk.
Aus dem Burgward entstand eine Burg, aus der Burg entstand ein Schloss. Die Burg wurde um 1429 während der Husittenkriege schwer beschädigt. Der Umbau der Burg zum Schloss erfolgte um 1560. Aus jener Zeit stammen die Vorburg sowie das Torhaus. Der Neubau des Nordflügels erfolgte zwischen 1883 und 1890.
Zu Schloss Strehla gehörten das Rittergut Görzig und Rittergut Trebnitz. Für beide Rittergüter gab es im Schloss Strehla offenbar Wohnbereiche. Der des Ritterguts Görzig befand sich im hinteren Schlossteil, der des Ritterguts Trebnitz in der Vorburg. Beide Rittergüter wurden 1827 zu einem Rittergut vereinigt und in ein Fideikommiss umgewandelt. Außerdem gehört zum Schloss das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Vorwerk Strehla.
1945 wurde die Familie von Pflugk enteignet. Im Schloss war von 1946 bis 1977 ein Kinderheim eingerichtet. Ein Großteil der Wirtschaftsgebäude wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgerissen. In den 1980er Jahren wurde mit einer denkmalgerechten Sanierung begonnen.
1994 wurde das Schloss Strehla nach einer Versteigerung privatisiert und teilsaniert. Im Schloss sollte Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. 2018 beschädigte ein Sturm das Schloss. Das Torhaus hat einen eigenen Eigentümer. Es ist saniert.
Das Schloss Strehla steht leer.
Die durch das Schloss überbaute Burganlage wurde 1962 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Der älteste Gebäudeteil stammt aus dem jahre 1335. Es handelt sich dabei um den Rittersaal zwischen den beiden Türmen.
Altes & Neues Schloss SchönfeldStraße der Jugend 1
01561 Schönfeld
1216 ist die erste urkundliche Erwähnung von Schönfeld unter Tammo de Scǒnevelt vermerkt, indem eine Anlage mit Wehrcharakter verzeichnet ist. 1309 war Schönfeld als Edelsitz benannt und gelangte 1400 durch Erbgang teilweise an die Familie Köckeritz. 1421 erlosch die Herrschaft des Namen gebenden Geschlechtes auf Schönfeld. Es folgten die Familien von Maltitz und von Miltitz als Lehnsherren. Die beiden Schlossteile sind zwischen 1460 und 1590 entstanden. 1465 gelangte die ganze Grundherrschaft an die Herren von der Sahla, wo sie für genau 300 Jahre blieb.
1768 erfolgte die Teilverfüllung des Wassergrabens sowie 1830 der Abriss von drei Türmen und der zwei Zugbrücken des Schlosses. 1882 wurde der Freiherr von Burgk, Karl Friedrich August Max Dathe, Besitzer von Schloss Schönfeld. Er ließ die Anlage in zweijähriger Arbeit umbauen. Von 1889 bis 1893 wurde der 6,4 ha große Schlosspark im englischen Stil angelegt.
Nach 1945Die Familie Dathe wurde 1945 enteignet.
Seit 1990 befasst sich eine Initiativgruppe mit der Sanierung und Restaurierung des Schlosses.
Das Schloss wird heute als Café und für Veranstaltungen genutzt. Das Schloss besteht aus dem großen Hauptgebäude sowie dem separaten, dahinter liegenden Alten oder auch Kleinen Schloss. Für das Hauptschloss ist eine Nutzung als Hotel vorgesehen.
Torgauer Straße (auf Höhe Nr. 34a)
01616 Strehla OT Görzig
Die slawische Wallburg entstand im ausgehenden 8. bzw. zeitigen 9. Jahrhundert. Von der Anlage südlich vom Ort ist heute nicht mehr viel zu erkennen. Das Burginnere ist Privatbesitz und bebaut. Der rechteckige Burgwall mit einer Kantenlänge von ca. 60 m und bis zu 7 m Höhe ist zwar vollkommen verwildert, am Talhang zur Elbe jedoch noch erkennbar.
Anfang 1936 wurde die Anlage unter Bodendenkmalschutz gestellt, dieser wurde Ende 1957 erneuert.
Wasserburg & Rittergut RagewitzSchulberg 4
01594 Stauchitz OT Ragewitz
In Ragewitz existierte früher eine mittelalterliche Wasserburg, die 1287 als Herrensitz erwähnt wurde. Rüdiger von Schachowe wurde bereits 1261 als Besitzer genannt. 1464 kaufte Georg von Schleinitz das Grundstück. Das Rittergut verblieb daraufhin für zweihundert Jahre in Familienbesitz. 1662 kam es an Fabian von Utenhofen und nachfolgend an die Familie Sahrer von Sahr. 1674 wurde es von der Familie von Zeidler erworben, 1729 von der Familie von Trützschler.
Von 1772 bis 1786 gehörte das Rittergut Christoph Dietrich von Plötz und wurde dann an die Familie von Pfister verkauft. Diese verkaufte es an Viktor Wilhelm Freiherr von Ferber, der in den Jahren 1850 und 1851 das Herrenhaus erbauen ließ. Die vorhandenen Teile des Rittergutes stammen vornehmlich bereits aus dem 18. Jahrhundert. 1856 wurde der Wirtschaftshof nach Grubnitz verlegt.Viktor Georg Freiherr von Ferber vererbte das Rittergut Ragewitz an seine Schwester Anna, verehelicht mit Oswald von Carlowitz. Ihr gleichnamiger Enkel erbte den Grundbesitz 1926. Dessen ebenfalls Oswald genannter Sohn und seine Mutter Anna Barbara von Carlowitz übernahmen das Rittergut Ragewitz und wurden 1945 enteignet.
Nach dem Vollzug der Bodenreform diente das Herrenhaus Ragewitz zunächst als Wohnraum und ab 1954 als Schule.
Das Herrenhaus ist saniert und wird noch immer als Schule genutzt.
Die Wasserburg ist durch das Herrenhaus komplett überbaut. Die Gräben sind oberflächlich eingeebnet. Bodendenkmalschutz besteht seit Ende 1966.
Rittergut BöhlaOrtrander Straße 2
01561 Schönfeld OT Böhla
Böhla wurde erstmals 1291 als Herrensitz und 1406 als Vorwerk erwähnt, das zum Rittergut Kraußnitz gehörte. 1748 wurde Böhla als eigenständiges Rittergut erwähnt.
Das Herrenhaus wurde zu Wohnzwecken genutzt.
Die diesem Portal übermittelte Information, dass das Herrenhaus Böhla abgebrochen wurde, stellte sich bei einem erneuten Vor-Ort-Besuch als falsch heraus. Das Herrenhaus ist in ruinöser Form noch vorhanden. Seit dem letzten Besuch 2021 ist auch noch der letztes Dachrest eingestürzt.
Ein Wirtschaftsgebäude ist noch vorhanden. Es befindet sich in gutem Zustand und wird genutzt.
Am Park
01594 Stauchitz OT Seerhausen
1170 bestand ein Herrensitz unter Reinhardus de Serusne. Ein Schloss mit Vorwerk wurde 1525 erstmals nachgewiesen, 1551 ein Rittergut. Das Schloss ging aus einer früheren Wasserburg hervor und befand sich bis 1688 im Besitz der Familie von Schleinitz. Die erste Anlage des Schlossparks erfolgte bereits 1695 nach holländischem Vorbild. Thomas Fritsch erwarb das Rittergut Seerhausen 1726. Es verblieb bis 1945 in Familienbesitz. Thomas Fritsch war als Jurist maßgeblich am Frieden von Hubertusburg beteiligt. 1774 wurde der Schlosspark im französischen Stil umgestaltet und im 19. Jahrhundert im Sinne der Romantik verändert. Das Schloss entstand zwischen 1871 und 1873 unter Carl Anton Emil Freiherr von Fritsch.
1945 erfolgte die Enteignung von der Freiherren und Freifrauen von Fritsch. Alexandrine und Ingeborg wurden erschossen, Hugo starb nach seiner Deportation nach Rügen und Karlo beginn Suizid. Alexander Freiherr von Fritsch und zwei seiner Kinder überlebten. Schloss Seerhausen wurde 1949 gesprengt, um Baumaterial zu gewinnen. Der Schutthaufen wurde erst 1974 beseitigt.
Die Wirtschaftsgebäude des Rittergutes sind erhalten. Ebenso ist die Schlosskapelle erhalten, welche zwischen 1677 und 1679 erbaut und im 19. Jahrhundert umgestaltet worden war. Der Schlosspark wird durch eine Interessengemeinschaft gepflegt.
Wasserburg & Schloss LinzIm Schlosspark
01561 Schönfeld OT Linz
Um 1200 entstand eine Burganlage, die mit einem wasserführenden Wallgraben umgeben wurde. Linz selber wurde 1220 als Lince erstmals erwähnt. 1581 ließ der Herr von Polenz die Wasserburganlage zum Schloss umgestalten. Vermutlich erfolgten im 18. Jahrhundert weitere Umbauten. Nach 1860 wurden durch Freiherr von Palm Umbauten im neugotischen Stil in Auftrag gegeben. Das Schloss verfügte über drei Vollgeschosse und einen Rundturm.
Nach 19451945 erfolgte die Enteignung und Schloss Linz wurde zur Unterkunft für Flüchtlinge und Vertriebene umgenutzt. Obwohl sich Schloss Linz baulich in einem guten Zustand befand, wurde es 1948 zur Gewinnung von Baumaterial abgetragen. Somit wurden die eingerichteten Notwohnungen geschlossen.
Es ist noch der ehemalige Wassergraben mit zwei Bogenbrücken vorhanden, ebenso das unterkellerte Fundament des Schlosses, welches sich festungsartig mitten im Gewässer befindet. Der Schlosspark ist nur noch ansatzweise erkennbar. Der Wirtschaftshof des ehemaligen Rittergutes existiert noch.
Rittergut GrubnitzZum Jahnatal 3
01594 Stauchitz OT Grubnitz
1350 wurde im Dorf ein Herrensitz erwähnt, der bis 1464 als Vorwerk zu Ragewitz gehörte. Seit dieser Zeit befand es sich im Besitz der Familie von Schleinitz. Unter Georg von Schleinitz, Besitzer von 1464 bis 1501, wurde das Vorwerk zum Rittergut erhoben. Die Familie von Schleinitz verkaufte das Rittergut 1662 an Fabian von Utenhofen. Der nachfolgende Besitzer, die Herren Sahrer von Sahr, verkauften das Rittergut 1674 an die Familie von Zeidler. Diese veräußerte es 1734 an die Familie von Trützschler. Weitere Besitzer waren, identisch mit Ragewitz, ab 1772 Christoph Dietrich von Plötz, ab 1786 die Familie von Pfister, ab 1854 der Freiherr von Ferber und ab 1920 Anna von Carlowitz. Grubnitz diente insbesondere seit 1856 als Wirtschaftshof des Ritterguts Ragewitz.
Nach der Enteignung von Anna von Carlowitz wurde eine Hälfte des Herrenhauses abgerissen, ebenso das Torhaus und mehrere Wirtschaftsgebäude. Das Herrenhaus diente bis in die 1980er Jahre als Kreisdirektion für Straßenwesen.
Bis 1994 erfolgte eine weitere Verwaltungsnutzung des Herrenhauses Grubnitz. Im Jahr 2000 wurde das Herrenhaus an privat verkauft.
Der noch vorhandene Teil des Herrenhauses Grubnitz befindet sich in Privatbesitz und wird bewohnt.