Großenhain: Altes Schloss & Palais Zabeltitz

Altes Schloss & Palais Zabeltitz

Am Park 1 (Palais)
Am Park 2 (Altes Schloss)
01561 Großenhain OT Zabeltitz

Historisches

1207 war ein Herrensitz unter Heinricus de Zablatwitz benannt, der als Wasserburg aus­ge­führt wurde und mehr­fach den Besitzer wechselte.

Das Alte Schloss wurde von 1590 bis 1598 durch die Kurfürsten Christian I. und Christian II. in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Wasserburg errich­tet und als Jagdhaus genutzt. 1728 erfolgte die Schenkung an den Grafen von Wackerbarth.

Auf den Resten der Wasserburg wurde 1565 ein ers­tes Palais errich­tet, das bis 1730 über­baut wurde, nach­dem Kabinettsminister Wackerbarth den Auftrag dazu erteilt hatte. Unter Wackerbarth wurde auch der Park ange­legt. Später wech­sel­ten die Besitzer häufig.

Nachwendezeit

1993 erfolgte die Sanierung des Palais sowie der wei­tere Ausbau zum Schulungszentrum, das von der Deutschen Reichsbahn genutzt wurde und schließ­lich in den Besitz der Deutschen Bahn überging.

Heutige Nutzung

Genutzt wird das Alte Schloss heute durch Gastronomie, Souvenirshop und zu Wohnzwecken. Das Palais wird nach eini­gen Jahren Leerstand für Veranstaltungen ver­schie­de­ner Art genutzt.
(Fotos: Oktober 2022)

Radebeul: Burg & Vorwerk Wahnsdorf

Burg & Vorwerk Wahnsdorf

01445 Radebeul OT Wahnsdorf

Historisches

Die Turmhügelburg befand sich west­lich vom Ort auf einem Bergsporn öst­lich über dem Lößnitzgrund und nörd­lich vom Pfeiffer. Erbaut wurde die Anlage ver­mut­lich in der ers­ten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie bestand aus einem Turmhügel mit Vorburg und Abschnittsgräben. Das 1420 für Wahnsdorf erwähnte Vorwerk könnte aus der Burg her­vor­ge­gan­gen sein. Sie wird in der Fachliteratur auch als Todhübel und Todhügel bezeichnet.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1941. Der Schutz wurde 1960 erneuert.

Radeburg: Wasserburgen Volkersdorf I & II

Wasserburg Volkersdorf I
Wasserburg Volkersdorf II

01471 Radeburg OT Volkersdorf

Historisches

Die Wasserburg I war süd­öst­lich von Volkersdorf gele­gen und gehörte einst zum Vorwerk Knapsdorf. Ausgrabungen datie­ren diese Wasserburg ins 13. Jahrhundert.

Die Wasserburg II am unte­ren Ortsausgang soll bereits im 16. Jahrhundert ver­fal­len gewe­sen sein. Es ist ober­ir­disch nichts mehr erhalten.

Riesa: Schloss Riesa

Schloss Riesa

Rathausplatz 1
01589 Riesa

Historisches

Ungefähr ab dem Jahre 1111 wurde damit begon­nen einen Vierseitenhof in ein Kloster umzu­wan­deln. Das Bestehen des deut­schen Klosters wurde 1119 in einer Urkunde schrift­lich bezeugt. Die wirt­schaft­li­che Führung des Klosters berei­tete große Probleme, und so wur­den das Kloster von den Augustiner-​Chorherren über­nom­men. Diese wur­den nach und nach abge­wor­ben und Benediktiner-​Nonnen zogen in das Kloster ein. So bestand über viele Jahre ein Doppelkloster, aus wel­chem die Nonnen 1542 jedoch aus­zie­hen muss­ten. Die Klosteranlage wurde 1554 als Lehnsgut an Martin von Miltitz ver­ge­ben. Ihm folgte 1592 Hanns Levin von Embden.

Um 1600 wurde begon­nen den Südflügel zum Schloss umzu­bauen. Die erste Nennung als Rittergut erfolgte 1606. 1623 wurde der erste Rittergutsbesitzer, der Freiherr von Felgenhauer, in den Reichsadelstand erho­ben. Im Dreißigjährgen Krieg zwi­schen 1618 und 1648 erlitt das Schloss schwere Schäden, wurde jedoch wie­der auf­ge­baut. Curt Robert von Welck über­nahm das Rittergut 1819 nach der Insolvenz des Vorbesitzers. 1869 erwarb die Stadt Riesa das Schloss Riesa von Curt Heinrich Freiherr von Welck und ver­an­lasste 1886 Ausbauten für eine künf­tige Nutzung als Rathaus.

Heutige Nutzung

Das zwi­schen 2000 und 2003 sanierte Schloss Riesa ist wei­ter­hin Sitz des Rathauses. In der benach­bar­ten Klosterkirche befin­det sich unter dem Altar die Gruft der frü­he­ren Rittergutsbesitzer.

Klipphausen: Rittergut Robschütz

Rittergut Altrobschütz

Rittergutshof 5
01665 Klipphausen OT Robschütz

Historisches

Unabhängig von der Wallburg auf dem Burgberg wurde Robschütz 1228 als Herrensitz unter Volcwinus de Robatsitz erwähnt. 1547 bestand ein Vorwerk, das zum Rittergut Batzdorf gehörte, des­sen Besitzer, die Herren von Miltitz, die Grundherrschaft über Robschütz aus­üb­ten. Die Erwähnung des Rittergutes erfolgte 1696. Als Eigentümer folgte der Familie von Militz Wolf Dietrich von Beichlingen. Ihm folg­ten nach oft nur kur­zer Zeit ver­schie­dene wei­tere Besitzer. Das Herrenhaus im Gründerzeitstil wurde in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts um 1880 für die Familie Bosse errichtet.

Nach 1945

Letzte Besitzer vom Rittergut Robschütz waren Friedrich und Karl Bosse. Obwohl der Grundbesitz des Rittergutes keine 100 Hektar umfasst, wur­den die Bosse-​Brüder den­noch ent­eig­net, gegen den ein Widerspruch der Brüder erfolg­los blieb. Die Gemeinde bekam das Herrenhaus zuge­wie­sen und rich­tete darin einen Kindergarten und Mietwohnungn ein.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus steht augen­schein­lich leer. Es ist sanierungsbedürftig.

Großenhain: Rittergut Stroga

Rittergut Stroga

Uebigauer Straße 10
01561 Großenhain OT Stroga

Historisches

Das 1399 erwähnte allo­dium wurde 1474 als Vorwerk bezeich­net und unter­stand grund­herr­schaft­lich dem Rittergut Zabeltitz. Im Laufe der Zeit gab es viel­fa­che Besitzerwechsel, wobei sich das Vorwerk Stroga seit unge­fähr 1530 im Besitz der Familie Pflugk befand. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das ganze Dorf bis auf das Vorwerk und die Mühle ver­wüs­tet. 1889 erwarb Heinrich Adolph Lieber das Vorwerk Stroga. Es befand sich bis 1945 im Besitz der Familie Lieber, die 1927 das Herrenhaus erbauen ließ.

Nach 1945

Die Familie Lieber wurde im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net. Ab 1945 nutzte die Sowjetarmee das ent­eig­nete Vorwerk als Versorgungsgut, ehe es 1949 zum Volksgut wurde.

Nachwendezeit

1990 ging aus dem Volksgut die Landgut Stroga GmbH hervor.

Heutige Nutzung

Im sanier­ten Herrenhaus befin­det sich die Gutsverwaltung. Die Wirtschaftsgebäude sind unsaniert.
(Foto: Oktober 2022)

Radeburg: Rittergut Radeburg

Rittergut Radeburg

Heinrich-​Zille-​Straße 11
01471 Radeburg

Historisches

1248 wurde Hermannus de Radeburch als Besitzer des Ortes erwähnt. Das Rittergut Radeburg fand erst­mals 1551 urkund­lich Beachtung. Das Herrenhaus wurde in der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut, das Remisengebäude gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das schloss­ähn­li­che Herrenhaus gehörte zuletzt den Fürsten Reuss und Greiz.

Heutige Nutzung

Im sanier­ten Herrenhaus ist heute ein Teil der Stadtverwaltung (Bauamt) unter­ge­bracht, im Remisengebäude befin­den sich öffent­li­che Toiletten.

Radeburg: Vorwerk Großdittmannsdorf

Vorwerk Großdittmannsdorf

01471 Radeburg OT Großdittmannsdorf

Historisches

Das Vorwerk in Großdittmannsdorf wurde erst­mals 1500 erwähnt. Durch seine Lage unter­stand Großdittmannsdorf wech­seln­den Eigentumsverhältnissen. So übten die Rittergüter Radeburg, Tauscha, Berbisdorf, Boden, Sacka und Kleinnaundorf die Grundherrschaft aus. Weitere Informationen über die Entwicklung des Vorwerks lie­gen nicht vor.

Röderaue: Wasserburg & Wasserschloss Frauenhain

Wasserburg & Wasserschloss Frauenhain

Schlossteich
01609 Röderaue OT Frauenhain

Historisches

Die ursprüng­li­che Wasserburg wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Die ehe­ma­li­gen Besitzer waren die Bischöfe von Naumburg, die 1284 mit ihrem bischöf­li­chen Hof in Frauenhain erst­mals erwähnt wur­den. 1349 befand sich die Burg im Besitz der Herren von Köckeritz und wurde 1395 als Lehen an die Herren von Pflugk über­tra­gen. Diese behiel­ten die Wasserburg bis 1720 in Familienbesitz.

Unter der Familie von Pflugk wurde die frü­here Wasserburg zu einem Wasserschloss umge­baut, wel­ches 1587 erst­mals beschrie­ben wurde. 1780 wurde das Schloss an den könig­lich säch­si­schen Kammerherrn von Weissenbach verkauft.

Nach 1945

Die dama­li­gen Besitzer ver­lie­ßen das Schloss Frauenhain kurz vor Kriegsende. Es diente vor­über­ge­hend Flüchtlingen und Umsiedlern als Unterkunft und wurde 1946 abge­bro­chen. Die Reste wur­den als Steinbruch genutzt, danach wurde der Standort kom­plett eingeebnet.

Heutige Nutzung

Heute ist nichts mehr von der Wasserburg Frauenhain oder dem Wasserschloss als Nachfolgebau vor­han­den. Der Standort lag süd­lich vom Schlossteich und vom Mittelteich. Im Schlosspark befin­det sich noch die Gruft der Familie Globig-​Weißenbach. Der alte Schlossfriedhof befin­det sich in der Nähe des abge­ris­se­nen Rittergutes von Frauenhain.

Bodendenkmalschutz

Der ehe­ma­lige Standort steht heute als Bodendenkmal unter beson­de­rem Schutz.

Thiendorf: Vorwerk Welxande

Vorwerk Welxande

01561 Thiendorf OT Welxande

Historisches

Das Vorwerk in Welxande wurde bereits 1488 erwähnt. Die Grundherrschaft wurde vom Rittergut Schönfeld aus­geb­übt. Weitere Informationen lie­gen bis dato nicht vor.