Bad Düben: Rittergut Tiefensee

Rittergut Tiefensee

Am Gutshof 5
04849 Bad Düben OT Tiefensee

Historisches

Difense (Tiefensee) war bereits 1259 ein Herrensitz, der 1289 unter Otto miles et domi­nus in Thyfense und 1350 als castrum unter Otto von Tiffinse erwähnt wurde. 1445 konnte ein Rittersitz unter Diterich Rabel nach­ge­wie­sen wer­den. Busse und Nickel von Rabil erhiel­ten den Rittersitz 1465. Dieser wurde unter Wilhelm von Rabil 1529 zum Rittergut erho­ben. Unter Nickel von Rabil erfolgte 1582 der Neubau eines Herrenhauses. Hans George von Rabil über­nahm das Rittergut Tiefensee 1639 und ver­äu­ßerte es 1652 an Christoph Vitzthum von Eckstädt.

Friedrich August Vitzthum von Eckstädt besaß das Rittergut Tiefensee ab 1786 und ver­kaufte es 1791 an Christian Gottlob Hillig, der es bis 1797 in sei­nem Besitz hielt. Als nächs­ter Besitzer ist Victor Graf Henckel von Donnersmarck von 1821 bis 1841 nach­weis­bar. Weitere Besitzer waren 1855 Heinrich Gustav Ferdinand Freiherr von Dannenberg, ab 1872 Eduard Fritze, 1902 Franz Trittel und ab 1912 Otto Engel.

Nach 1945

Der letzte Besitzer Otto Engel, der 1945 im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net wurde.

Nach 1945

Das Herrenhaus des Rittergutes Tiefensee wurde 1974 abgerissen.

Heutige Nutzung

Erhalten sind das 1902 umge­baute und heute sanierte Gutsverhalterhaus, wel­ches auf einen Vorgängerbau zurück­geht, und der Gutspark. Die Wirtschaftsgebäude befin­den sich in einem guten Zustand.

Rackwitz: Rittergut Podelwitz

Rittergut Podelwitz

Wiederitzscher Straße 1
04519 Rackwitz OT Podelwitz

Historisches

Das Rittergut wurde 1606 urkund­lich erwähnt und befand sich bis 1681 im Besitz der Familie von Mertzsch. 1724 erwarb G. H. von Carlowitz das Rittergut. Ab 1764 wech­sel­ten die Besitzer häu­fig. Zu ihnen zähl­ten die Familien Bauer, Heydenreich, Gelbke, von Bünau, Engler, Blümner. 1901 kam das Rittergut erneut an die Familie Gelbke.

Nach 1945

Nach der Enteignung 1945 wurde das Herrenhaus abgerissen.

Heutige Nutzung

Die Wirtschaftsgebäude befin­den sich in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand.

Taucha: Herrenhaus Merkwitz

Herrenhaus Merkwitz

Am Park 1–2
04425 Taucha OT Merkwitz

Historisches

Das denk­mal­ge­schützte Herrenhaus mit Rittergut wurde ca. 1890 errich­tet. Der Ostflügel stammt bereits aus der Zeit von Anfang/​Mitte des 18. Jahrhunderts.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand und ver­fügt noch über ori­gi­nale Ausstattungsmerkmale. Ein Teil der ein­ge­rich­te­ten Wohnungen wird bewohnt bzw. von der Feuerwehr genutzt.

Taucha: Gutshof Sehlis

Gutshof Sehlis

Gutsweg
04425 Taucha OT Sehlis

Historisches

Sehlis wurde 1445 als Rittersitz erwähnt. Aus die­sem Rittersitz ging im Laufe der Zeit mög­li­cher­weise der Gutshof Sehlis her­vor, des­sen Gebäudesubstanz auf 1892 datiert.

Heutige Nutzung

Das Wohnhaus steht teil­weise leer und wird zum Teil bewohnt. Es besteht aus einem älte­ren, schad­haf­ten Gebäudeteil und einem neue­ren Gebäudeteil, wel­cher saniert ist. Die Wirtschaftsgebäude sind in einem guten bis schad­haf­ten Zustand. Hier herrscht Leerstand vor.

Zschepplin: Rittergut Naundorf

Rittergut Naundorf

04838 Zschepplin OT Naundorf

Historisches

Das mög­li­cher­weise bereits 1445 bestehende und 1551 nach­ge­wie­sene Freigut, ein Richterlehngut, wurde 1606 als Rittergut nach­ge­wie­sen. Es bestand noch 1816.

 

Wiedemar: Vorwerk Zwochau

Vorwerk Zwochau

04509 Wiedemar OT Zwochau

Historisches

1465 war Hans von Broda als ers­ter Rittergutsbesitzer bekannt. Das Rittergut wurde in der Folgezeit als Vorwerk genutzt und als sol­ches 1571 erst­mals erwähnt. 1622 wurde das von der Familie von Zoch errich­tete Herrenhaus zer­stört und nicht wie­der auf­ge­baut. Als Besitzer zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist Adolf Freiherr von Schönberg auf Thammenhain bekannt. Silvester 1881 brann­ten die noch erhal­te­nen Wirtschaftsgebäude ab, sie wur­den zügig im kom­men­den Jahr neu aufgebaut.

Bad Düben: Wasserburg & Schloss Schnaditz

Wasserburg & Schloss Schnaditz

Schloss 1
04849 Bad Düben OT Schnaditz

Historisches

Um  1237 erfolgte die erste urkund­li­che Nennung eines Herrensitzes unter Otto und Bodo de Sneudiz. Hierbei han­delte es sich offen­bar um eine frühe Wasserburg, die aus einem befes­tig­ten Hof mit umlau­fen­dem Graben bestand. Die Erwähnung als castrum datiert auf 1350. Den Rittern von Schneuditz folg­ten unter ande­rem Albrecht von Oechlitz, Heinrich von Bünau, Nickel von Rabil und Ludwig von Wuthenau.

Zwischen 1463 und 1655 befand sich Schnaditz im Besitz der Familie von Zaschnitz. Christoph Otto von Steuben erwarb das Rittergut 1678 von der Familie von Bülow. 1738 wurde das Schloss, 1757 nach­fol­gend auch das Rittergut, unter die Verwaltung des Amtes in Düben gestellt. 1764 erstei­gerte die Freifrau Dorothea Maria Justina von Görtz den Grundbesitz. Weitere Besitzer waren ab 1789 die Grafen von Einsiedel und ab 1792 Christoph Samuel Martini. Unter der Familie Martini wurde ein 10 Hektar gro­ßer Park nach dem Vorbild des Wörlitzer Parks ange­legt. Die Familie Martini ver­kaufte das Schloss 1940 an Dr. med. Erich Wendenburg.

Nach 1945

Der letzte Besitzer wurde 1945 ent­eig­net. Nach Kriegsende diente das Renaissance-​Wasserschloss als Unterkunft für Flüchtlinge. Bis 1992 wurde es als Wohnraum und Kindergarten sowie durch die Gemeindeverwaltung genutzt. Durch aus­blei­bende Erhaltungsmaßnahmen ver­schlech­terte sich die Bausubstanz zusehends.

Nachwendezeit

Zwischen 2000 und 2007 fan­den Sicherungsarbeiten statt.

Heutige Nutzung

Das Schloss ist sanie­rungs­be­dürf­tig und ver­fügt über einen fast 30 m hohen Wehrturm. Im Sommer 2014 wurde es an eine ame­ri­ka­ni­sche Investorengruppe ver­kauft, deren Pläne ver­schie­dene gas­tro­no­mi­sche Einrichtungen, Privatwohnungen der Investoren, ein Hotel sowie ein Museum umfassen.

Bodendenkmalschutz

Die ursprüng­li­che Wasserburg wurde durch das Schloss über­baut, wobei der Wehrturm in den Schlossneubau ein­ge­zo­gen wurde. Für die ursprüng­li­che Anlage, die gele­gent­lich auch als Schloss Breitenbach bezeich­net wird, besteht seit Ende 1957 Bodendenkmalschutz.

Taucha: Rittergut Döbitz

Rittergut Döbitz

An den Höfen 3
04425 Taucha OT Dewitz

Historisches

Die erste urkund­li­che Nennung noch Döbitz erfolgte 1212 unter Guntherus de Dewitz. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts war aus dem Herrensitz ein Sattelhof ent­stan­den. Dieser wurde zum Rittergut erho­ben und als sol­ches 1834 gegannt. Von den Gutsherren waren ab ca. 1800 die Familien von Metzler und von Rudolph sowie Carl Hermann Tauchnitz und Johann Ludwig Schrage bekannt.

Heutige Nutzung

Auf dem Rittergutsgelände nis­ten regel­mä­ßig Störche.

Zschepplin: Rittergut Glaucha

Rittergut Glaucha

04838 Zschepplin OT Glaucha

Historisches

Glaucha wurde 1350 als Herrensitz unter Johannes de Gluch erwähnt. Aus dem Vorwerk ging im 16. Jahrhundert ein Vorwerk her­vor. Das Vorwerk wurde zum Rittergut erho­ben und als sol­ches 1703 bezeugt. Weitere Nennungen erfolg­ten bis 1880.

Ursprünglich bestand Glaucha aus Niederglaucha und Oberglaucha. Das Rittergut ist Niederglaucha zuzuordnen.