Vorwerk Leckwitz
04758 Liebschützberg OT Leckwitz
Historisches
Das Vorwerk wurde 1445 nachgewiesen und bestand noch im späten 19. Jahrhundert.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Nordsachsen
04758 Liebschützberg OT Leckwitz
Das Vorwerk wurde 1445 nachgewiesen und bestand noch im späten 19. Jahrhundert.
Dorfstraße (bei Nr. 26)
04769 Naundorf OT Hohenwussen
An der Stelle der heutigen Dorfkirche im nördlichen Bereich des Ortes befand sich zur Zeit der Slawen eine Burganlage, die auch in der Folgezeit immer wieder als Befestigung diente. Der fast quadratische erhaltene Wall wurde vermutlich in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs erneuert und umgibt die Kirche. In ihm sind mehrere Mausoleen eingelassen.
Die auch als Schanze bezeichnete Wallburg wurde als Bodendenkmal 1935 und 1959 unter Schutz gestellt.
Dübener Heide
04862 Mockrehna
Die mittelalterliche Wallburg befindet sich heute westlich des Orts im Wald zwischen dem A‑Weg und dem Schießstandweg nördlich der Nesselwiese. Erhalten sind ein rechteckiger Burghügel mit Graben und Außenwall. An der Westseite existieren ein zusätzlicher Wall mit Graben. Vor Ort befindet sich eine Infotafel.
Bodendenkmalschutz besteht seit Ende 1957.
Am Gut 1
04862 Mockrehna OT Klitzschen
Die erstmals urkundlich nachweisbare Erwähnung eines Rittersitzes erfolgte 1445 im Zusammenhang mit Hans von Slywen. Doch bereits seit Mitte des 14. Jahrhunderts war Klitzschen in adligem Besitz; so werden 1358 Wibold von Heynitz, 1411 Offe von Sliwin und 1437 Heinrich von Heynicz genannt. Bis zur 1551 durchgeführten Erhebung zum Rittergut, seit dem vorherigen Jahr im Besitz von Hans von Trauff, werden als weitere Besitzer 1450 Heynrich von Heynicz, 1468 Gunter von Hondorf, 1470 Helffrichtt von Meckaw ‚1480 Johann von Mergenthal, 1494 Sebastian von Mistelbach und 1533 Georg von Mistelbach aufgelistet.
Auch bis ins 20. Jahrhundert hinein ist die Liste der Besitzer lang, und dennoch unvollständig: 1579 Friedrich von Leutsch, ab 1780 die Herren von Briesen, 1838 Gustav Alfred von Wietersheim, 1880 Richard Kügler, 1884 Ernst von Rex, ab 1899 Familie Jung, 1928 Max Winter und 1937 Hugo Lautenschläger.
1945 wurde der damalige Besitzer enteignet. In der DDR diente das Herrenhaus als Schule und Kindertageseinrichtung. 1980 erfolgte aufgrund von Baufälligkeit der Abriss des eigentlichen Herrenhauses. Erhalten blieb nur ein Seitenflügel.
Der Seitenflügel befindet sich in Privatbesitz und wird einerseits bewohnt, andererseits durch einen Cateringservice gewerblich genutzt. Der ebenfalls private Wirtschaftshof ist für die künftige Sanierung vorgesehen.
Neuhauser See
04509 Delitzsch OT Benndorf
Die slawische Burganlage wurde ursprünglich als Ringwall errichtet. Im nördlichen Bereich der Anlage ist ein etwa 4 m hoher Wall mit davorliegendem Graben erhalten. Im südlichen und östlichen Bereich ist der Wall eingeebnet, während der Graben nur noch als flache Senke zu erkennen ist. Im Innenbereich der Schwedenschanze befindet sich ebenfalls noch ein flacher Wallzug. Die Wehranlage befindet sich nördlich von Benndorf und südwestlich von Paupitzsch.
Unter Bodendenkmalschutz steht die Schwedenschanze seit 1957.
04758 Oschatz OT Altoschatz
Die auch als Schwedenschanze bekannte Wallburg Rosenthal wurde in der frühen Eisenzeit errichtet und in der Slawenzeit wiederbesiedelt. Sie befand sich südlich von Altoschatz und südwestlich vom Bahnhof Altoschatz-Rosenthal in Höhenlage. Erhalten ist ein doppelter sichelförmiger Wallzug. Der äußere Wall ist bis zu 8 m hoch, der innere bis zu 6 m. Ein weiterer Wall wurde durch landwirtschaftliche Arbeiten zerstört.
Bodendenkmalschutz besteht für die Anlage seit 1938, erneuert wurde dieser 1959.
Hauptstraße 21
04769 Naundorf OT Casabra
In Casabra bestand bereits ein 14. Jahrhundert ein Herrensitz. Aus diesem Herrensitz entwickelte sich ein urkundlich 1696 nachgewiesenes Rittergut, welches sich unter anderem im Besitz der Truchsessen von Borna befand. Weitere, nicht datierte Besitzer waren die Familien, von Koßritz, Wesenig, Koppisch, Haußner und Stein-Jacoby. Seit dem 18. Jahrhundert befand sich das Rittergut Casabra im Besitz von bürgerlichen Landwirten. Das Herrenhaus wurde 1869 für Julius Moritz Hermann Fischer errichtet. Er vererbte das Rittergut Casabra 1880 seinem Schwiegersohn Herrmann Popp. Unter diesem sollte ein weiteres Herrenhaus errichtet werden, jedoch wurde der Bau nicht fertiggestellt.
Herrmann Popps Erben wurden 1945 im Rahmen der Bodenreform enteignet. Das Rittergut wurde aufgeteilt, das Herrenhaus diente Wohnzwecken, die Stallungen und Wirtschaftsgebäude wurden durch Neubauern genutzt.
Das Herrenhaus diente noch bis in die 1990er Jahre als Wohnhaus. Die Gemeinde veräußerte das Herrenhaus Casabra an einen privaten Eigentümer, der sich um den Grundbesitz jedoch nicht kümmerte.
Das Rittergut Casabra steht leer und verfällt immer mehr.
Straße der Einheit 47
04769 Naundorf
1241 bestand ein Herrensitz, der sich im Besitz von Otto de Nuwendorf befand. Unter der Familie von Truchsess wurde der Herrensitz 1551 zum Rittergut erhoben, außerdem ließen sie gegen Ende des 16. Jahrhunderts das Herrenhaus errichten. Um 1645 verkauften sie das Rittergut Naundorf an Johann von Schrodt. Von 1691 bis 1731 befand es sich in den Händen von Johann Daniel von Coseritz und wurde dann vom Freiherrn von Hohenthal erworben. Um 1740 erfolgten Umbauten des Herrenhauses im Barockstil. Weitere Besitzer waren Friederike Sophie von Metzsch sowie Frau von Ernest. In der Mitte des 19. Jahrhundert, vor 1855, kam das Rittergut Naundorf an die Familie von der Planitz.
Die Familie von der Planitz wurde 1945 enteignet. Das Herrenhaus wurde um 1948 abgerissen. An seiner Stelle befindet sich heute ein Eigenheim.
Das Verwalterhaus ist saniert und dient Wohnzwecken. Ein Wirtschaftsgebäude ist stark sanierungsbedürftig.
04769 Naundorf OT Nasenberg
Für Nasenberg wurde 1501 sowie 1552 ein Vorwerk genannt. Aus diesem ging später eine Schäferei hervor, welche 1820 erwähnt wurde.
Wasserburg HofAm Dorfplatz 2 (Neues Schloss)
Am Dorfplatz 3 (Altes Schloss & Wasserburg)
04758 Naundorf OT Hof
Das Rittergut Hof wurde erstmals 1551 urkundlich genannt, bestand aber bereits seit dem 15. Jahrhundert. Besitzer waren damals die Herren von Miltitz. Das Alte Schloss wurde 1570 anstelle eines Vorgängerbaus, konkret einer Wasserburg, im Renaissancestil für Christoph von Schleinitz erbaut. Um 1620 befand sich die Schlossanlage im Besitz von Dietrich von Schleinitz. 1689 waren Schloss und Rittergut Hof im Besitz des Exulanten Freiherr Teufel von Gunnersdorf. Im Jahr darauf gelangten Schloss und Rittergut über dessen vermählte Tochter an die Grafenfamilie von Zinzendorf und Pottendorf.
Um 1750 wurde zusätzlich das Neue Schloss unter Friedrich Christian Graf von Zinzendorf und Pottendorf erbaut. 1774 musste Maximilian Erasmus von Zinzendorf das Rittergut samt beider Schlösser in Hof veräußern. Adam Theodor Rüssing erwarb das Rittergut Hof 1817. Dessen Enkelin heiratete 1872 in die Familie von der Decken ein. 1904 brannte der Schlossturm aus. Er erhielt bei den Sanierungsarbeiten im folgenden Jahr seine zwiebelförmige Haube. Georg von der Decken konnte das Rittergut Hof aufgrund hoher Verschuldung 1932 nur noch verkaufen. Das Rittergut wurde aufgeteilt, die beiden Schlösser kamen in den Besitz der Gemeinde Naundorf. Das Alte Schloss diente als Wohnhaus, das Neue Schloss als Schule. An der Bausubstanz wurde lange nichts getan, der Verfall setzte ein.
1991 zogen die letzten Mieter aus dem baufällig gewordenen Alten Schloss aus. Die Gemeinde investierte in die Sanierung beider Schlösser.
Das Alte Schloss ist Sitz des Gemeindeamtes, das Neue Schloss wird als Grundschule genutzt. Teile des ehemaligen Rittergutes sind abgebrochen worden.
Die Wasserburg wurde überbaut. Von ihr zeugt nur noch ein dreiseitig erhaltener Wassergraben, der heute als Teich erscheint. Das Areal steht seit 1959 unter Bodendenkmalschutz.