Rittergut Obereichigt
08626 Eichigt
Historisches
Das Rittergut wurde 1606 sowie 1820 schriftlich erwähnt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Vogtlandkreis
08626 Eichigt
Das Rittergut wurde 1606 sowie 1820 schriftlich erwähnt.
Schlossplatz 1
08223 Falkenstein
1267 wurde im Zusammenhang mit den Herren von Falkenstein ein Herrensitz benannt, der vermutlich im 14. Jahrhundert zerstört wurde. Anstelle eines 1412 genannten Schlosses, das wohl eher eine Burg darstellte, wurde unter der Familie von Trützschler, die das Rittergut seit Ende des 16. Jahrhunderts besaß und auf die der Beiname “Trützschler-Schloss” zurückgeht, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein neues Schloss erbaut, welches 1832 im Inneren umgestaltet wurde. Im Jahr zuvor ging die Herrschaft der Familie von Trützschler auf Schloss Falkenstein zu Ende.
Bereits seit 1928 erfolgt eine Nutzung als Sparkasse und Heimatmuseum.
Von der Burg ist noch ein Stumpf eines Turmes erhalten. Sie wurde Ende 1970 unter Bodendenkmalschutz gestellt.
08223 Falkenstein
Es handelt sich bei dem Jagdhaus Hanneloh um einen Fachwerkbau im englischen Tudor-Stil, der 1889 auf Grundlage eines ehemaligen Anwesens aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Witwensitz für die Baronin von Trützschler errichtet wurde.
Es liegt außerhalb der Ortslage in einem Landschaftsgarten, auf diesem Gelände befinden sich auch einige Ferienbungalows.
Rittergut DorfstadtTrieber Weg 2
08223 Falkenstein OT Dorfstadt
Das Herrenhaus wurde vermutlich auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus errichtet. 1535, möglicherweise bereits schon 1460, erfolgte eine Erwähnung eines Vorwerks in Dorfstadt, welches je nach Quellenlage erstmals 1591 oder 1606 als Rittergut Erwähnung fand. Seit 1710 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Trützschler. Unter dieser erfolgte im 18. Jahrhundert der Bau der Wirtschaftsgebäude, etwa zeitgleich wurde das Herrenhaus umgestaltet und erhielt ein zweites Obergeschoss.
Die Familie von Trützschler wurde 1945 enteignet. Von der Gutsanlage sind nur noch Teile erhalten.
Nach Privatinformationen soll das Herrenhaus bereits seit 1985 leerstehen. Eine weitere Quelle besagt, dass 1991 sowie 1996 Sanierungsarbeiten vorgenommen wurden.
Das Herrenhaus befindet sich in Privatbesitz. In einer Versteigerung fand das Herrenhaus im September 2012 einen neuen Eigentümer. Das Mindestgebot lag bei 15.000 €, verkauft wurde das Herrenhaus schließlich für 31.000 €.
Rittergut OberlauterbachSchönauer Straße 8
08223 Falkenstein OT Oberlauterbach
Die Ersterwähnung erfolgte im Jahre 1421. Conrad von Trützschler besaß das Gut 1445. Es wurde 1501 als Vorwerk des Rittergutes Falkenstein Unterer Teils genutzt und bereits 1535 (andere Quelle: 1606) zum eigenständigen Rittergut erhoben. Die Familie von Trützschler besaß das Rittergut Oberlauterbach noch mindestens bis 1831. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es mit Herrn Opitz und Herrn Falk noch zwei Besitzer vor dem letzten Eigentümer, der Familie Heermann, die das Rittergut von 1868 bis zur Enteignung 1945 besaß.
1945 erfolgte die Enteignung. Etwa um 1953 erfolgte der Verkauf des ehemaligen Rittergutes an die LPG.
Der Rückkauf wurde 1995 abgewickelt.
Das Herrenhaus befindet sich heute in Privatbesitz und wird bewohnt.
Burg & Rittergut Adlershof (Rittergut Unterlauterbach)Treuener Straße 2
08239 Falkenstein OT Oberlauterbach
Erstmals wurde Lauterbach 1416 erwähnt und befand sich zu jener Zeit im Besitz dreier Brüder von Machwitz. Obwohl die Ersterwähnung eines Rittersitzes erst 1445 erfolgte, befindlich in den Händen der Familie von Hermannsgrün, muss dieser Rittersitz bereits vorher bestanden haben. Der Bühl einer ehemaligen Ringwallanlage ist noch im Teich gegenüber vom Rittergut zu erkennen. 1511 bzw. 1537 (unterschiedliche Quellen) ging das Rittergut, 1606 erstmals als solches genannt, in den Besitz der Familie von Feilitzsch über und verblieb dort lange Zeit.
1511 erfolgte auch der Um- und Erweiterungsbau des Kerngebäudes zu einem ansehnlichen Herrenhaus. 1724 erwarben es die Brüder Friedrich und Karl-Heinrich von Obernitz. 1744 musste das herunter gewirtschaftete Rittergut zwangsverkauft werden. Neue Eigentümer wurden Georg und Wolf Adam Adler. Das Rittergut Unterlauterbach blieb bis zur Enteignung 1945 im Familienbesitz der Adlers.
1885 zerstörte ein Brand große Teile des Wirtschaftshofes. In den kommenden fünf Jahren wurde der Hof in seiner heutigen Form wieder aufgebaut und dabei gleichzeitig vergrößert. Zeitgleich wurde der Gutspark zu einem englischen Landschaftspark erweitert.
Carl Ferdinand Adler hatte das Rittergut ab 1923 verpachtet, da er selbst noch mit seinem anderen Rittergut Straßberg ausgelastet war. Einen Großteil dieses Rittergutes war er gezwungen an die Wehrmacht zu verkaufen, da diese ihren Truppenübungsplatz erweitern wollte. Die Restflächen veräußerte er daraufhin ebenfalls, ließ das Herrenhaus seines Unterlauterbacher Rittergutes sanieren und zog dort ein.
Mit der Bodenreform erfolgte die entschädigungslose Enteignung, wobei Carl Ferdinand Adler bis zu seinem Tod 1948 weiterhin im Gutshaus leben durfte. Wirtschaftshof und landwirtschaftliche Flächen einschließlich Wald wurden als Neubauernstellen aufgeteilt, wobei es zu einer baulichen Veränderung des Hofes kam. Edith Bayerlein, die Enkelin von C. F. Adler, sowie der langjährige Pächter Oskar Delling bekamen jeweils eine der Neubauernstellen. Herrenhaus und Park wurden 1947 der Gemeinde Unterlauterbach übereignet. Diese brachte zunächst im Herrenhaus Flüchtlinge unter, wodurch der vorgesehene Abriss des Gebäudes verhindert werden konnte. Von 1948 bis 1990 diente das Herrenhaus als Kindergarten, Schule und Gemeindeamt. Im Laufe der Zeit verfiel der Gutshof zusehends.
1990 kam die Gemeinde Oberlauterbach in den Besitz des Herrenhauses, des Gutsparks und der bewohnten Gebäude von Oskar Delling. Das ehemalige Gutsverwalterhaus wurde verkauft; ein Architekturbüro erwarb zudem leer stehende Hofgebäude. Die ersten Eigentümer auf dem Gutshof veranlassten 1992/1993 Sanierungsarbeiten. Das von privat erworbene, desolate Milchhaus war Ende 1995 fertig saniert. 1999 wurde der baufällige Kuhstall abgerissen und durch einen 2004 fertig gestellten Neubau ersetzt. Im Jahre 2000 zog das Natur- und Umweltzentrum des Vogtlandes im mittlerweile sanierten Herrenhaus ein. Die Gemeinde ließ 2008 den Park sanieren und zur Nutzung für Veranstaltungen ausbauen.
Im Herrenhaus befindet sich nach wie vor das Natur- und Umweltzentrum. Das Milchhaus wird zu Wohn- und Bürozwecken genutzt, außerdem befindet sich ein Bistro darin. Im neuen Kuhstall-Gebäude stehen eine Naturherberge, Werkstätten, Veranstaltungsbereiche, Besprechungsräume sowie eine Küche zur Verfügung. Der Park ist öffentlich zugänglich, verfügt über einen Lehrpfad, eine Imkerei mit Bienenhaus und wird inklusive der Freilichtbühne für Veranstaltungen genutzt.
Altes Schloss Schönfeld
08626 Adorf
Die Ringwallanlage Elster wird auch als Altes Schloss Schönfeld, Schloss Schönfeld oder Altes Schloss bezeichnet. Die vormalige Wasserburg wurde erstmalig 1326 sowie 1372 als Veste erwähnt. Erbaut wurde sie vermutlich um 1100. Sie befand sich im Besitz der Herren von Schönfeld, die ihr den Namen gaben und von denen Heinrich von Schönfeld um 1236 vermutlich der erste Herr gewesen war. In jenem Jahr wurde ein Herrensitz unter Heinricus de Sconinvelt nachgewiesen.
Später befand sich die Burg im Besitz der Familie von Neuberg, von der insbesondere Raubritter Friedrich von Neuberg bekannt war. 1335 war erneut von einem Herrensitz, 1350 von einem Rittersitz die Rede. Um 1445 bestanden zwei Rittersitze parallel, die vermutlich später wieder zu einem vereinigt wurden.
Ein Waldweg namens Alter Schloßweg führt ab Bad Elster auf die Anlage zu, die an einem flachen Hang liegt. Deutlich erkennbar sind ein wasserführender Graben von 10 bis 15 m Breite mit einer runden Insel, die etwa 28 m im Durchmesser misst. Der Außenwall ist zwischen 4 und 5 m breit und bis zu 2,5 m hoch.
Die Ringwallanlage wurde 1959 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
Steinbruch Leukersdorf
08626 Adorf
Von der mittelalterlichen Höhenburg sind lediglich noch einige sichelförmige Reste des Abschnittsgrabens vorhanden. Sie befinden sich auf einem Bergsporn ca. 2 km westnordwestlich des Ortes. Die Wehranlage wurde durch einen neuzeitlichen Steinbruch, den Steinbruch Leukersdorf, zerstört.
Die Wallburg Altes Haus wurde 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt.
08626 Adorf OT Jugelsburg
Die Jugelsburg wird auch als Alte Jugelsburg und Festes Haus Jugelsburg bezeichnet. Die Höhenburg aus der Zeit des Mittelalters befindet sich auf einem Bergsporn. Heute sind nur noch wenige Reste vorhanden. Dazu zählt ein etwa 19 x 15 m großes Kernwerk, das ursprünglich größer war und beim Bau der Eisenbahnstrecke teilweise zerstört. Außerdem sind ein 2 m breiter Wall und ein 6 m breiter Abschnittsgraben noch erkennbar.
Die Burganlage steht seit 1959 unter Bodendenkmalschutz. Sie befindet sich westlich vom Ort am Hochufer der Weißen Elster.
08626 Adorf OT Jugelsburg
1542 bestand ein Vorwerk. 1583 und später 1875 wurde es als Rittergut bezeichnet.