Doberschau: Wallburg Diehmen

Wallburg Diehmen

02692 Doberschau OT Diehmen

Historisches

Von der Wallburg Diehmen sind noch Wallreste vor­han­den, die sich nörd­lich vom Ort und dort nörd­lich der Diehmener Mühle befin­den. Die mit­tel­al­ter­li­che Wehrumlage umfasst ein rela­tiv gro­ßes Gebiet. Sie war ver­mut­lich einst voll­stän­dig von einem damm­ar­ti­gen Wall umge­ben, der heute nur noch teil­weise erhal­ten ist. Zur Orientierung vor Ort die­nen der soge­nannte 1. Dammweg und 2. Dammweg.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht für die Reste der mit­tel­al­ter­li­chen Wehranlage seit 1978.

Ebersbach: Rittergut Kalkreuth

Rittergut Kalkreuth

Im Gut 1
01561 Ebersbach OT Kalkreuth

Historisches

Kalkreuth war bereits 1284 ein Herrensitz unter Heinricus de Kalcruthe und ver­fügte über eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg, die spä­ter auf­ge­ge­ben wurde und sich öst­lich des Orts, süd­lich der Schäferei und nörd­lich von Bieberach befand. 1552 erfolgte die Ersterwähnung eines Rittergutes. Bereits 1590 wurde es als Kammergut genutzt. Das Herrenhaus wurde zwi­schen 1892 und 1893 erbaut.

Nach 1945

Zu DDR-​Zeiten diente das Gut als volks­ei­ge­nes Lehr- und Versuchsgut. Dazu wurde am Herrenhaus ein Verbindungsbau errichtet.

Nachwendezeit

Nach der Auflösung des Versuchsgutes wurde auch das Herrenhaus ver­kauft. Es wurde von pri­vat über eine Auktion erworben.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich im Außenbereich in einem ver­hält­nis­mä­ßig guten, im Innenbereich aller­dings in desas­trö­sem Zustand. Es steht leer. Die Nebengebäude (Hausnummern 5–8, 11, 12) wer­den bewohnt.

Wasserburg Kalkreuth?:

Mitunter wird eine Wasserburg Kalkreuth genannt, deren Beschreibung jedoch haar­ge­nau auf die Wasserburg Bieberach passt. Meine Theorie, dass die Wasserburg Kalkreuth mit der Wasserburg Bieberach iden­tisch ist, wird dadurch gestützt, dass beide Burgen in den mir vor­lie­gen­den Quellen nie­mals gemein­sam genannt werden.

Eibenstock: Wolfsgrüner Schlösschen

Wolfsgrüner Schlösschen

Eibenstocker Straße 5
08309 Eibenstock OT Wolfsgrün

Historisches

Das Wolfgrüner Schlösschen wurde 1904 für die Fabrikantenfamilie Bretschneider erbaut. Es han­delt sich nicht um einen Schlossbau im klas­si­schen Sinne. Nach dem Auszug der Familie Bretschneider aus der schloss­ar­ti­gen Villa diente diese bis 1945 als Müttererholungsheim sowie als Deutsches Zentralarchiv für Genealogie.

Nach 1945

Das Wolfsgrüner Schlösschen wurde nach Kriegsende als SED-​Kreisschule sowie als Ferienheim, das höhe­ren Parteifunktionären und deren Familien vor­be­hal­ten war, genutzt.

Nachwendezeit

Zu Beginn der 1990er Jahre wurde das Wolfsgrüner Schlösschen, gele­gen auf einer Anhöhe, erwor­ben und auf­wen­dig saniert.

Heutige Nutzung

Seit 1994 dient das Schlösschen als Hotel.
(Foto: Oktober 2022)

Ellefeld: Unteres Schloss Ellefeld

Unteres Schloss Ellefeld

Hauptstraße 5
08236 Ellefeld

Historisches

Das Schloss wurde 1734 unter Veit Hans Schnorr von Carolsfeld erbaut. Es war einst das Herrenhaus eines Hammer- und Mühlengutes, wel­ches bereits um 1460 ent­stan­den war. Als wei­te­rer Besitzer ist die Familie von Trützschler bekannt.

Nachwendezeit

Das Untere Schloss wurde zwi­schen 1993 und 1995 umfas­send saniert. Dabei ent­stan­den Wohn- und Gewerberäume.

Heutige Nutzung

Das Untere Schloss befin­det sich in Privatbesitz und wird bewohnt.

Elsnig: Rittergut Döbern

Rittergut Döbern

04860 Elsnig OT Döbern

Historisches

Das Rittergut wurde offen­bar in der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts begrün­det. 1822 wurde es als tro­cke­nes Rittergut ohne Gebäudesubstanz erwähnt. Als Besitzerin bis 1840 ist Charlotte Elisabeth Keiler bekannt.

Elstertrebnitz: Schloss Trautzschen

Schloss Trautzschen

04523 Elstertrebnitz OT Trautzschen

Historisches

Trautzschen diente bereits 1209 als Herrensitz unter Conradus de Druchin. 1217 ist Arnoldus in Drusen auf dem Herrensitz Trautzschen erwähnt. 1446 ist für Trautzschen ein Rittersitz, ab 1548 ein Rittergut nachweisbar.

Elstra: Wallburg Prietitz | Prietitzer Schanze

Wallburg Prietitz | Prietitzer Schanze

Burgberg | Georgenberg
01920 Elstra OT Prietitz

Historisches

Die Wallburg wurde im 10. Jahrhundert vom Stamm der Milzener erbaut. Spätestens im 13. Jahrhundert wurde die Burg, die bis dahin als Verteidigungsanlage diente und gele­gent­lich auch als Wehranlage Georgenberg bezeich­net wird, auf­ge­ge­ben. Während der Hussitenkriege sowie wäh­rend des Dreißigjährigen Kriegs such­ten die Einwohner Schutz in der ehe­ma­li­gen Wallanlage.

Erhalten sind Wälle. Der Zugang erfolgt über zwei Wanderwege, die nahe bei­ein­an­der an der Hauptstraße auf Höhe der Hausnummern 15 und 17 abzweigen.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht für die Wallburganlage seit Ende 1937; erneu­ert wurde der Schutz 1955.