Herrenhaus Leutwitz I
Nr. 1
02633 Göda OT Leutwitz
Historisches
Das Herrenhaus wurde 1851 erbaut.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Bautzen
Nr. 1
02633 Göda OT Leutwitz
Das Herrenhaus wurde 1851 erbaut.
Rittergut KleinseitschenAm Gutshof 7
02633 Göda OT Seitschen
Für Kleinseitschen wurde 1443 erstmals ein Vorwerk erwähnt. Die Nennung als Rittergut erfolgte im Jahr 1580. Das Herrenhaus stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1837 erwarb Carl Moritz von Brescius das Rittergut Kleinseitschen. Nach seinem Tod wurde das Rittergut von Eduard von Zenker verwaltet. Die Erbengemeinschaft verkaufte das Rittergut schließlich 1894 an Dr. August Schreiber. Unter diesem wurde das Rittergut ausgebaut. Auch der Garten des Ritterguts erhielt eine Schönheitskur. Das Rittergut Kleinseitschen verblieb bis 1945 in Familienbesitz.
Dr. Otto Schreiber wurde 1945 enteignet. Die Aufteilung des Ritterguts erfolgte an mehrere Neubauern. Das Herrenhaus wurde als Mehrfamilienhaus genutzt und mehrfach umgebaut.
Das Herrenhaus wird bewohnt und ist sanierungsbedürftig.
Dorfstraße 29
02694 Malschwitz OT Wartha
Das Vorwerk existierte bereits im 18. Jahrhundert, gehörte zu Guttau und befand sich seit 1901 im Besitz der Grafen von Schall-Riaucour. Es wurde zuletzt 1930 als Vorwerk schriftlich nachgewiesen.
Das sanierte Herrenhaus wird durch die Verwaltung des Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft genutzt.
Am Schlossberg
01936 Schwepnitz OT Grüngräbchen
Das Rittergut wurde bereits im 16. Jahrhundert im Jahr 1567 erwähnt, soll aber bereits um 1225 angelegt worden sein, als Grüngräbchen als Hongeremsgrabov oder auch Grabowe erstmals Erwähnung fand. Besitzer waren unter anderem die Herren von Bunau (Bünau?), die Freiherr von Schellendorf, die Grafen von Friesen sowie die Grafen von Redern.
1802 kaufte Johann Gottlieb von Wolff das Rittergut Grüngräbchen. Er ließ das neue Schloss 1806 erbauen und lebte als Erster dauerhaft auf dem Gut, während vormalige Besitzer nie auf dem Rittergut gewohnt hatten, sondern es fremdverwalten ließen.
Bis 1882 blieb das Rittergut in Familienbesitz und ging danach an einen Freiherrn von Gruben über. Der nachfolgend dritte Besitzer Schönherr löste das Rittergut 1936 auf. Ab 1941 wurde das Herrenhaus als Ferienheim genutzt und 1944 zur NS-Führungsschule für Frontoffiziere der Nazi-Luftwaffe umfunktioniert. Die Wirtschaftsgebäude sind einem Brand zum Opfer gefallen.
Nach dem Tod von Herrn Broschwitz im Dezember 1945 erbten seine Kinder den Grundbesitz. Das Rittergut wurde bis auf ein Wirtschaftsgebäude nach 1945 abgerissen.
An das Rittergut Grüngräbchen mit seinem Schloss erinnern heute noch die Straße Am Schlossberg sowie der Schlossteich mit seiner kleinen Insel.
Rittergut RohrbachWaldstraße 1
01920 Kamenz OT Rohrbach
1432 gaben die Herren von Kamenz das Dorf Lorenz Lask als Lehen, damit wurde Rohrbach Rittersitz. Nach Zerstörung wurde 1684 das Vorwerk vermutlich in diesem Jahr wieder aufgebaut. 1819 erfolgte der Bau der Scheune, auf welcher noch heute die Inschrift “S. C. E. Gr. z. St. geb. Gr. v. R. 1819” nachlesbar ist. 1928 brannte die große Scheune des Vorwerkes ab.
Das Herrenhaus wird bewohnt.
Oberweg 2 (Rittergut)
Seitschener Straße (Wallburg)
02633 Göda
Bereits 1007 wurde ein castellum erwähnt, welches 1071 als Burgward bezeichnet wurde. 1222 wurde urkundlich ein Herrensitz bezeichnet, ab 1576 ein Vorwerk. Das Vorwerk gilt als Nachfolgebau der Wallburg und wurde etwas westlich von dieser aufgebaut. Das Herrenhaus des Rittergutes wurde um 1860 erbaut.
Von der Wallburganlage, aus der das spätere Rittergut hervorging, sind noch Wall- und Grabenreste südlich über dem Langen Wasser an der Seitschener Straße vorhanden. Sie befinden sich etwa auf Höhe der Hausnummer 5 auf der gegenüberliegenden Straßenseite und sind über einen kurzen Wanderweg erreichbar.
Die Wehranlage wurde erstmals 1935 und erneut Ende 1958 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
Wasserburg & Rittergut SollschwitzSollschwitz Nr. 1
02633 Göda OT Sollschwitz
1359 wurde ein Herrensitz unter Martinus de Schulsewicz nachgewiesen. Der 1430 erwähnte Rittersitz, eine Wasserburg, wurde erstmals 1359 als im Besitz von Martin von Sollschwitz schriftlich erfasst. Ihm folgten im Zehnjahresrhythmus die Herren von Penzig und die Herren von Baudissin, die den Rittersitz noch um 1470 besaßen. 1580 berichten die Quellen von einem Rittergut, so dass zwischenzeitlich die Aufwertung erfolgt war. Ab 1600 besaß Heinrich von Luttitz das Rittergut, der es 1639 an Hans Wolf von Haugwitz verkaufte. Dieser wiederum veräußerte es bereits drei Jahre später an die Familie von Theler, die das Rittergut bis 1721 behielt. In den folgenden zwei Jahrhunderten wechselten die Besitzer mehrfach. 1743 wurde das Torhaus errichtet. Seit 1914 befand sich das Rittergut Sollschwitz im Besitz von Ernst Wuttig. Das Herrenhaus brannte 1933 ab und wurde im folgenden Jahr wieder aufgebaut.
Die Familie Wuttig wurde Ende 1945 enteignet. Das Herrenhaus diente ab 1949 als Gemeindehaus, während der Gutshof durch eine Maschinen-Traktoren-Station genutzt wurde. In den frühen 1960er Jahren nutzte der VEB Meliorationsbau Dresden das Rittergut.
Nach 1990 wurde der ansässige Betrieb aufgelöst und das Herrenhaus leergezogen. Das Schloss Sollschwitz wurde einige Jahre später an einen privaten Investor verkauft.
Heute wird der Wirtschaftshof durch eine Spedition bewirtschaftet, während das Herrenhaus lange Zeit leer stand, aktuell aber einer schrittweisen Sanierung unterzogen wird.
(Stand: August 2020)
Die Wasserburg befand sich ursprünglich am westlichen Ortsrand im Nordwest-Bereich des Gutes. Sie ist überbaut worden, ebenso wurde der Graben eingeebnet. Die Wasserburg wurde als Bodendenkmal Ende 1970 unter Schutz gestellt.
Wasserburg & Rittergut GuttauAm Auewald 10
02694 Malschwitz OT Guttau
Das Rittergut geht auf einen 1416 erwähnten Rittersitz in Form einer Wasserburg zurück, die auch als “Schlösschen” bekannt wurde. Sie befand sich bis 1579 im Besitz der Familie von Nostiz. Die Familie von Damnitz übereignete das Rittergut 1776 an die Familie von Riaucour. Nachdem es 1813 abbrannte, erfolgte zwei Jahre später ein Neubau des Herrenhauses für Henriette von Schall-Riaucour. Im Jahre 1908 erfolgte ein Umbau des Daches. Im Besitz der Grafen von Schall-Riaucour befand sich das Rittergut vermutlich bis zur Enteignung.
Die Enteignung wurde 1945 vollzogen. Das Herrenhaus Guttau wurde fortan als Wohnhaus und Kindergarten genutzt.
Das Herrenhaus wurde saniert, während die Wirtschaftsgebäude überwiegend abgetragen wurden.
Das Herrenhaus wird weiterhin bewohnt und als Kindergarten genutzt. Auch das Informationszentrum der sächsischen Teichwirtschaft ist im Herrenhaus einquartiert.
Die Wasserburg befand sich an der Westseite des Gutes. Sie ist überbaut und der Graben eingeebnet. Sie steht seit 1936 als Bodendenkmal unter Schutz. Dieser Schutz wurde Ende 1958 erneuert.
Domstiftliches HerrenhausAm Hof 1
02681 Schirgiswalde-Kirschau
Das unter Denkmalschutz stehende Herrenhaus wurde im 17./18. Jahrhundert im Barockstil erbaut und ist seit 1970 auch unter dem Namen St.-Pius-Haus bekannt. Es wurde von Bautzner Bischöfen als Sommerresidenz genutzt und verfügte über Scheune und Pferdeställe. 1833 wurde das Herrenhaus durch Bischof Mauermann baulich verändert, auch ließ er einen Gutspark anlegen. Etwa fünfzehn Jahre später fand die Gräfin von Thun-Hohenstein auf Tetschen mit ihrer Familie im Herrenhaus für ein Jahr Asyl. Später diente es als kirchliche Musikschule. Zu diesem Zweck wurde eine kleine Kapelle im Herrenhaus eingerichtet.
Das Herrenhaus mit seinem Wirtschaftshof verblieb weiterhin in kirchlichem Besitz, eine Enteignung erfolgte nicht. Ab 1970 erfolgte eine Nutzung als katholisches Heim der Fürsorge. 1982 wurde ein Kindergarten eingerichtet.
2006 musste der Kindergarten aus dem Herrenhaus ausziehen. Er wurde in der sanierten Hofescheune des Gutes neu eingerichtet. Das Herrenhaus stand nun leer. Das Domstift verkaufte das Herrenhaus. Im Sommer 2018 sollte es für 195.000 € erneut veräußert werden, dieses Mal im Rahmen einer Immobilienauktion.
Im Obergeschoss des Herrenhauses sind drei Zimmer mit Bildtapeten aus dem Jahr 1838 ausgestattet. Diese Tapeten wurden in französischen Manufakturen gedruckt und müssen erhalten werden.
Im Jahr 2024 fand das Domstiftliche Herrenhaus neue Eigentümer, die eine schrittweise Sanierung des Anwesens vornehmen.
Rittergutsfeldweg 5 (ehemals Kurzer Weg 5)
01920 Kamenz OT Liebenau
1261 bestand für Liebenau ein Herrensitz unter Bartholomaeus de Lybinowe. Für 1432 ist die Bezeichnung Rittersitz bekannt. Nach 1508 erwarb Hans von Krakow den Rittersitz. 1517 kam es an dessen Söhne. 1526 kaufte die Familie von Leubnitz das Gut. Die erste beurkundete Nennung als Rittergut geht auf das Jahr 1591 zurück. Im Jahr 1700 wurde Eleonora Sophia von Reichwald zur Herrin. Das Rittergut Liebenau wurde 1786 vom Grafen von Redern gekauft und gelangte 1790 in den Besitz der Gräfin zu Stolberg. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das alte Herrenhaus abgebrochen.
Erhalten ist nur noch ein Wirtschaftsgebäude. Dieses wurde um 1850 erbaut und wird heute bewohnt.
Das Rittergut Liebenau geht auf eine mittelalterliche Wasserburg als Ursprungsbau zurück. Sie wurde durch das spätere Rittergut überbaut. Teile des mittlerweile trockengelegten Grabens sind noch erkennbar. Die Burganlage wurde erstmals 1936 und wiederholt Ende 1956 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.