Großdubrau: Rittergut Kronförstchen

Rittergut Kronförstchen

02694 Großdubrau OT Kronförstchen

Historisches

Der 1443 nach­ge­wie­sene Rittersitz Kronförstchen wurde zum Rittergut auf­ge­wer­tet. Der erste Nachweis dafür bezieht sich auf das Jahr 1580. Das Rittergut bestand über meh­rere Jahrhunderte und wurde 1858 erneut erwähnt.

Weißenberg: Schloss Gröditz

Schloss Gröditz

Am Schloss 12
02627 Weißenberg OT Gröditz

Historisches

Gröditz wurde erst­mals 1378 als Herrensitz beur­kun­det, der sich drei Jahre dar­auf in den Händen von Czaslaw de Grodis befand. Die erste Erwähnung als Rittersitz erfolgte 1466, als Rittergut wurde Gröditz erst­mals 1648 erwähnt. Einer ande­ren Quelle zufolge wurde bereits im Jahre 1222 ein Herrensitz erwähnt und im 13. und 14. Jahrhundert war die Familie Porsitz als Besitzer verzeichnet.

Nach Hans von Klüx kam im 15. Jahrhundert die Familie von Maxen in den Besitz des Schlosses und behielt es unge­fähr zwei­hun­dert Jahre in Familienbesitz. Danach kamen Schloss und Rittergut an die Familie von Gersdorf, die Umbauten ver­an­lasste, die Hauptstruktur des Schlosses prägte und das Schloss für knapp drei Jahrhunderte in Besitz behielt. 1892 erhielt das Schloss durch wei­tere Umbauten seine heu­tige Form. Oskar von Krauß war Besitzer des Schlosses zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ver­an­lasste nach 1911 wei­tere Umbauten. Nachdem das Schloss 1922 teil­weise abbrannte, wurde es bis 1927 wie­der aufgebaut.

Nach 1945

1945 wurde Gerda von Krauß ent­eig­net. Danach fan­den Flüchtlinge im Schloss Unterschlupf. Ab 1949 wurde Schloss Gröditz als TBC-​Heim genutzt. Nachfolgend diente es seit 1967 als Fachkrankenhaus für Psychiatrie.

Nachwendezeit

1996 gelangte das Schloss an den Freistaat Sachsen und wurde durch die Caritas als Behindertenpflegeheim genutzt. Seit 2006 befin­det sich Schloss Gröditz im Besitz eines Nachfahren der let­ten Besitzerin. Es wurde bis Ende 2007 als Wohnheim für Behinderte genutzt. Das zum Rittergutskomplex gehö­rende Gotische Haus ist saniert.

Heutige Nutzung

Die mitt­ler­weile sanierte Schlossanlage steht für Hochzeiten und Veranstaltungen zur Verfügung.

Bautzen: Wallburg Proitschenberg

Wallburg Proitschenberg

Proitschenberg
02625 Bautzen

Historisches

Die ehe­ma­lige bron­ze­zeit­li­che Wallburg wurde durch den Friedhof in der Westvorstadt über­baut. Heute erin­nern der Proitschenberg sowie die Proitschenbergstufen an die ehe­ma­lige Wallburg.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz wird seit 1971 gewährt.

Bautzen: Rittergut Oberuhna

Rittergut Oberuhna

Oberuhna 1c
02625 Bautzen OT Oberuhna

Historisches

Die Informationslage zu die­sem Rittergut ist eher spär­lich. Der 1404 erwähnte Rittersitz wurde seit 1580 als Rittergut bezeich­net. Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Seit 1806 befand sich das Rittergut Oberuhna im Besitz von Gottlob Hedenus.

Nach 1945

Der letzte Besitzer wurde im Rahmen der Bodenreform 1945 ent­eig­net und der Grundbesitz an Neubauern auf­ge­teilt. 1979 über­nahm die LPG einen Teil der Räume im Herrenhaus, nach­dem deren Besitzerin ihren Ausreisenatrag in die BRD geneh­migt bekom­men hatte.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus Oberuhna wurde vom Sohn der dama­li­gen Eigentümerin über­nom­men. Dieser ver­an­lasste eine umfas­sende Sanierung des Herrenhauses zu eige­nen Wohnzwecken.

Heutige Nutzung

Zwischenzeitlich wurde das Herrenhaus erneut ver­kauft. Die neuen Eigentümer bewoh­nen das Herrenhaus Oberuhna eben­falls und füh­ren die Sanierungsarbeiten fort.
(Stand: November 2023)

Burkau: Rittergut Kleinhänchen

Rittergut Kleinhänchen

Sportplatzstraße 16
01906 Burkau OT Kleinhänchen

Historisches

Der 1290 unter Frisco de Heinichen erwähnte Herrensitz fand 1500 Erwähnung als Rittersitz und seit 1580 als Rittergut. Als Besitzer sind 1901 Max Thiele sowie seit 1910 Otto Hanovsky bekannt.

Nach 1945

Das Herrenhaus wurde in den Nachkriegsjahren abge­ris­sen und an sei­nem Standort ein Einfamilienhaus errichtet.

Heutige Nutzung

Teile des Rittergutes sind noch vor­han­den und wer­den bewohnt.

Radibor: Rittergut Lomske

Rittergut Lomske

Lomsker Straße 1
02627 Radibor OT Lomske

Historisches

Schriftlich erwähnt wurde das Rittergut 1858. Bis 1771 befand es sich im Besitz der Familie von Ponickau, die es an die Grafenfamilie von Einsiedel ver­kauf­ten. Die Grafen von Einsiedel ver­äu­ßer­ten das Rittergut Lomske um 1900 auf­grund finan­zi­el­ler Engpässe. 1910 kam das Rittergut an die Landesbank Berlin und erhielt mit dem Grafen von Hohnstein 1914 einen neuen Besitzer.

Nach 1945

1945 fand die Enteignung statt. Das Rittergut wurde an Neubauern auf­ge­teilt. Das Herrenhaus selbst wurde an zwei Familien übber­tra­gen. Es ist seit­her mit­tig geteilt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in Privatbesitz und wird bewohnt.

Burkau: Vorwerk Neuhof

Vorwerk Neuhof

01906 Burkau OT Neuhof

Historisches

Für Neuhof konnte ein 1519 bestehen­der Rittersitz nach­ge­wie­sen wer­den. Im 18. Jahrhundert bestand noch ein Vorwerk. Das Vorwerk wurde zuletzt als Schäferei genutzt. 1945 wurde es durch Kriegseinwirkungen zerstört.

Weißenberg: Rittergut Nostitz

Rittergut Nostitz

Nr. 5 (Herrenhaus)
Nr. 3, 4, 5a, 6 (Wirtschaftsgebäude)
02627 Weißenberg OT Nostitz

Historisches

Das Rittergut Nostitz ist mit der Schlossruine Nostitz eng ver­bun­den. Der Herrensitz bestand bereits um 1280 und befand sich im Besitz der Herren von Nostitz. Die Herren von Baudissin erwar­ben den Herrensitz Nostitz 1439 und ver­kauf­ten ihn 1541 an die Familie von Gersdorff. Von ihnen erwar­ben die Herren von Ziegler und Klipphausen das Rittergut.

In den Napoleonischen Kriegen 1813 erlit­ten Schloss und Rittergut schwere Schäden. Zu die­sem Zeitpunkt befand sich das Rittergut Nostitz im Besitz von Johanna Wilhelmine Gottliebe Gräfin von Bressler. Sie ent­schied einer­seits, das Schloss nicht wie­der auf­bauen zu las­sen, und ande­rer­seits das Rittergut zu ver­le­gen. Es ent­stand ein neuer Gutshof mit einem neuen Herrenhaus am Ortsrand. Die Gräfin von Bressler brachte ihren Besitz 1857 in eine Familienstiftung ein. Das Rittergut Nostitz wurde spä­ter an den bür­ger­li­chen Landwirt Krause verkauft.

Nach 1945

Der letzte Gutsbesitzer Krause wurde 1945 ent­eig­net. Im Rittergut wur­den erst Vertriebene unter­ge­bracht, spä­ter diente es als Maschinen-​Traktoren-​Station, gefolgt von einem Landtechnikbetrieb und dem Gemeindeamt.

Nachwendezeit

Ab 1990 stand das Herrenhaus zunächst lange leer, kam dann an den Heimatverein, der Sanierungsarbeiten veranlasste.

Heutige Nutzung

Seit 2006 wird das Herrenhaus im Erdgeschoss gas­tro­no­misch genutzt, wäh­rend im Pferdestall Veranstaltungen statt­fin­den. Die Wirtschaftsgebäude ste­hen unge­nutzt und ver­fal­len zusehends.

Burkau: Rittergut Pannewitz

Rittergut Pannewitz

Am Schloss 1
01906 Burkau OT Pannewitz

Historisches

1262 bestand ein Herrensitz, der 1647 gleich­zei­tig als Vorwerk und Rittergut auf­ge­führt wurde. 1498 wurde Hans von Pannewitz als Besitzer erwähnt. Ab 1580, nach ande­ren Angaben ab Beginn des 17. Jahrhunderts, gehörte das Rittergut Rudolf von Bünau. Die Familie Zezschwitz erwarb das Rittergut 1650 und ver­äu­ßerte es 1671 an die Herren von Carlowitz, denen ab 1707 wei­tere Besitzer für jeweils meist nur wenige Jahre folg­ten. 1749 erwarb Johann Heinrich Simonis das Gut und ließ im fol­gen­den Jahr das Herrenhaus errich­ten. Ab 1790 folg­ten meh­rere wei­tere Besitzerwechsel, ehe ab 1850 für einen län­ge­ren Zeitraum die Familie Klahre und ab 1910 die 1945 ent­eig­nete Familie Schöne den Besitz übernahmen.

Nach 1945

Nach der Enteignung wurde das Herrenhaus bewohnt.

Nachwendezeit

Nach 1990 erwarb Christoph Steinmetz das Gutshaus. Er ver­an­lasste umfang­rei­che Sanierungsarbeiten am Herrenhaus.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Pannewitz wird bewohnt.

Bautzen: Rittergut Oehna

Rittergut Oehna

Oehna 1, 1a
02625 Bautzen OT Oehna

Historisches

Der 1245 bestehende Herrensitz unter Rainoldus und Cunemundus de Eunowe wurde in ein Rittergut umge­wan­delt und 1599 als sol­ches urkund­lich erwähnt. Als Besitzer sind 1650 Hans Hennig von Blankenfeld, 1698 Adolph von Nostitz und 1768 Christoph Prenzel bekannt, unter wel­chem das Herrenhaus erbaut wurde. Sein Sohn und Nachbesitzer Johann Friedrich Prenzel erlangte 1801 den Rang eines Freiherrn.

Das Herrenhaus wurde 1813 bei Napoleons Feldzügen zer­stört und danach wie­der auf­ge­baut. Weitere Besitzer waren 1855 Theodor von Hennig, 1901 Wilhelm von Reese, 1910 Paul Kleeberg und ab 1914 die Familie Hentschel. Zwischen 1880 und 1885 ent­stan­den das Gutsverwalterhaus sowie die Wirtschaftsgebäude.

Heutige Nutzung

Das schloss­ähn­li­che Herrenhaus, das Gutsverwalterhaus mit dem ange­bau­tem Stallgebäude und Wirtschaftsgebäude sowie Reste der Toreinfahrt wur­den 2019 /​ 2020 abge­ris­sen. Vor Ort sind nur noch wenige Mauerreste vorhanden.