Vorwerk Zeithain
01619 Zeithain
Historisches
Erstmals 1493 sowie im 18. Jahrhundert wurde das Vorwerk erwähnt. Weitere zuverlässige, aussagekräftige Informationen liegen bis dato nicht vor.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Meißen
01619 Zeithain
Erstmals 1493 sowie im 18. Jahrhundert wurde das Vorwerk erwähnt. Weitere zuverlässige, aussagekräftige Informationen liegen bis dato nicht vor.
Barkengasse 6
01445 Radebeul
Im 14./15. Jahrhundert entstand auf dem Weinberg die Sommerresidenz der Meißner Bischöfe und verblieb bis 1539 in deren Besitz. Hofmarschall von Rechenberg ließ nach dem Erwerb des Anwesens 1657 Umbauten am vorhandenen Winzerhaus tätigen. 1699 erwarb Reichsgraf von Flemming den Besitz. Nach der Versteigerung 1748 erfolgten mehrere Besitzerwechsel.
Die Parkgestaltung erfolgte vornehmlich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1864 erwarb der Handelskaufmann Berthold Thienemann das Schloss Hohenhaus als Sommersitz. Im folgenden Jahr wurden die Wirtschaftsgebäude neu errichtet. 1885 ließ Dr. Walther Stechow das Schloss umbauen. Von 1960 bis 2004 war im Hohenhaus die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen untergebracht.
Mittlerweile dient das Schloss Hohenhaus Wohnzwecken für gehobene Ansprüche.
01471 Radeburg OT Bärnsdorf
1445 wurden zwei Vorwerke für Bärnsdorf genannt. Aus diesen ging offenbar der 1513 erwähnte Rittersitz hervor. Der Rittersitz wurde wahrscheinlich in den folgenden Jahren aufgelöst. Ab 1551 wurde Bärnsdorf als Amtsdorf erwähnt. Heute zeugt nichts mehr von dem ehemaligen Rittersitz.
01589 Riesa OT Mergendorf
Die ehemalige Wallburganlage aus der Jungsteinzeit wurde erst zu Beginn der 1990er Jahre bei Luftbildaufnahmen entdeckt. Erkennbar sind mehrere Gräben an der Jahna-Mündung.
Spitzhäuserwall
01665 Diera-Zehren OT Zehren
Die slawische Befestigungsanlage datiert auf das 8./9. Jahrhundert und wird als Vorgängeranlage der Burganlage auf dem Burgberg gehandelt. Ein flacher Wall ist noch erkennbar. Dieser befindet sich südöstlich vom Ort über den Spitzhäusern in Höhenlage.
Die Slawenburg steht seit Ende 1972 unter Bodendenkmalschutz.
01619 Zeithain OT Cottewitz
1540 war ein Vorwerk bekannt, 1696 ein Rittergut. Weitere zuverlässige, aussagekräftige Informationen liegen bis dato nicht vor.
Wackerbarthstraße 1
01445 Radebeul
Reichsgraf Christoph August von Wackerbarth kaufte seit 1720 mehrere Grundstücke zusammen und erwarb 1727 das Areal der Bischofsberge. Auf seinem neuen Großgrundstück ließ er bis 1730 das Schloss Wackerbarths Ruh’ als Alterswohnsitz für sich errichten. Auch das Belvedere entstand in dieser Zeit. Nach Wackerbarths Tod 1734 gab es mehrere Besitzerwechsel, wodurch auch das ursprüngliche Aussehen der Wackerbarthschen Residenz nach und nach verloren ging. 1816 wurde aus Wackerbarths Ruh’ eine Knabenerziehungsanstalt. 1824 kaufte August Josef Ludwig von Wackerbarth das Anwesen. Er besaß es bereits zwischen 1808 und 1816, musste es jedoch 1846 erneut versteigern lassen. Vorher war versucht worden das Schloss als Heilanstalt für geistig Behinderte umzunutzen.
1875 fanden Umgestaltungsarbeiten im Stil italienischer Renaissance statt. Unter Georg Heinsius von Mayenburg, seit 1916 Besitzer, erfolgten bis 1923 weitere Umbauten, wobei er sehr bemüht war den einstigen barocken Charme wieder aufleben zu lassen. 1928 wurde der Besitz über die Sächsische Staatsbank zwangsversteigert und gelangte in Staatsbesitz. Im selben Jahr wurde das Staats-Weingut gegründet.
Zunächst diente Schloss Wackerbarth nach Kriegsende als Kinderheim. Ab 1958 nutzte es der VEB Weinbau Radebeul als Verwaltungssitz, die Wirtschaftsgebäude wurden für die Wein- und später auch Sektherstellung genutzt.
Ab 2002 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten im Schloss und im Park statt, um das heutige Erlebnisweingut entstehen zu lassen.
Schloss Wackerbarth dient repräsentativen Zwecken, wird für hochwertige Veranstaltungen genutzt, pflegt den Weinabau und beherbergt das Gasthaus.
(Fotos: Mai 2025)
Am Hofwall
01471 Radeburg
Die mittelalterliche Wasserburg aus dem späten 12. Jahrhundert befand sich am nördlichen Ortsrand, südlich der Röder und Röderstraße. Sie war offenbar Herrensitz des 1248 erwähnten Hermannus de Radeburch. Die Wasserburg soll aus einem Bühl, einem Wehrturm, einem wasserführenden Graben und einem Wall bestanden haben.
Zu Beginn der 1930er Jahre wurde das Gelände an eine Gärternei verkauft. Die spärlichen Überreste der Wasserburg wurden vom Gärtnereibesitzer nach und nach eingeebnet.
Von der Wasserburg Radeburg ist heute oberirdisch nichts mehr erkennbar. Sie ist komplett eingeebnet und nur in ihren unterirdischen Teilen erhalten. Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1934, dieser wurde 1966 erneuert.
01591 Riesa OT Pausitz
Das Vorwerk entstand um 1540. Die Grundherrschaft übte das Rittergut Jahnishausen aus. Weitere aussagekräftige und zuverlässige Informationen liegen bis dato nicht vor.
Zur Teichwirtschaft 1 (Schloss)
Zur Teichwirtschaft 3, 4, 4a, 5 (Nebengebäude)
01561 Thiendorf OT Zschorna
1350 erfolgte die erste Erwähnung eines Herrensitzes unter Apecz de Schornow. Hugolt von Schleinitz kaufte 1488 das Gut Zschorna, brach die Gebäude ab und errichtete ein Vorwerk. Das Schloss wurde um 1537 auf den Grundmauern einer alten Wasserburg für Christoph von Petzschwitz erbaut. 1603 befand sich das Rittergut Zschorna im Besitz von Siegfried von Lüttichau und verblieb in Familienbesitz, bis es 1671 durch Eheschließung und Erbgang an die Familie von Beichlingen überging.
Zwischenzeitlich kam es zu einem Brand, dessen Schäden lange nicht behoben wurden. Wolf Dietrich von Beichlingen veranlasste erst ab 1701 die Sanierung des Schlosses. Nach dem Tod seiner Witwe kam das Rittergut an die Familie von der Sahla, die das Schloss 1764 an die Familie von Erdmannsdorf veräußerte. Diese nutzte das Schloss nicht selbst, sondern verpachtete es.
Im Jahre 1837 hieß es, dass nur einige Zimmer noch Wohnzwecken dienlich waren und große Teile des Schlosses als Getreidelager genutzt wurden. 1848 erfolgte der Verkauf an den Baron von Sprenger. Vier Jahre später erwarb die Familie von Boxberg das Anwesen und veranlasste ab 1853 Umbau- und Renovierungsarbeiten am Schloss, bei denen auch ein Seitenflügel angefügt worden war.
1883 wurde zusätzlich eine Villa errichtet, die jedoch bei einem Brand 1910 zerstört wurde. Um 1900 wurde eine Pferdezucht auf dem Gut gegründet, 1909 fanden erneut Umbauten statt. 1936 erfolgte der Zwangsverkauf des Schlosses an den Fürsten von Stollberg (je nach Quellenlage auch Fürst zu Stolberg-Roßla). Das Schloss diente in der Folgezeit der SA zunächst als Bannlager und später als Maidenführerschule des Reichsarbeitsdienstes.
1945 wurde das Schloss Zschorna von den Sowjets beschlagnahmt. Es diente zwischen 1947 und 1949 als Pionierleiterschulungsstätte sowie Erholungsheim der FDJ. Aus der Zeit um 1975 stammen verschiedene Einbauten, die Raumaufteilung ist dadurch stark verändert worden.
Das Schloss und die Nebengebäude sind größtenteils bereits seit Anfang der 1990er Jahre ungenutzt. Zum Teil fanden Führungen statt, im Schlosspark standen Bungalows zur Anmietung zur Verfügung. Der Eigentümer plante die Umsetzung eines Medizin- und Gesundheitskonzeptes im Schloss (Stand: 09/2012).
Bei einem erneuten Vor-Ort-Besuch im Mai 2021 konnte keine grundlegende Änderung festgestellt werden. Schloss Zschorna liegt noch immer unsaniert im Dornröschenschlaf. Im nicht zugänglichen Park befindet sich eine Open Air-Veranstaltungstribüne mit Sitzbänken.
Die einstige Wasserburg wurde 1973 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Sie ist durch das Schloss komplett überbaut. Der wasserführende Graben ist noch vorhanden.