Freiberg: Mauck’sches Gut /​ Mauckisches Vorwerk

Mauck’sches Gut /​ Mauckisches Vorwerk

Hornstraße 20
09599 Freiberg

Historisches

Das Einzelgut wurde 1791 als Vorwerk erwähnt und bestand mög­li­cher­weise bereits um 1667. Es wurde auch als Mauckisches Fuhrwerk bezeichnet.

Nachwendezeit

1992 wurde der Gutshof saniert. Es han­delt sich um das älteste noch erhal­tene Gut in Freiberg.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk dient als Hotel.
(Foto: Mai 2025)

Freiberg: Hilliger’sches Vorwerk

Hilligersches Vorwerk

Pappelallee 227, 227a
09599 Freiberg OT Zug

Historisches

Das Hilligersche Vorwerk wurde 1875 urkund­lich erwähnt. Der Name geht auf ein altes Freiberger Adelsgeschlecht zurück, das eine bedeu­tende Gießhütte beses­sen hatte. Bestanden hatte der Vierseitenhof, der auch als Stadtgut der Stadt Freiberg genutzt wurde und im 17. und 18. Jahrhundert errich­tet wor­den war, bereits vorher.

Das Vorwerk ist mit­un­ter auch unter dem Namen Pfeifersches Vorwerk bekannt. Die Stadt Freiberg hatte den Hof 1692 vom Hospital St. Johannis erwor­ben. 1760 brann­ten das Herrenhaus und meh­rere Ställe ab.

Die ehe­mals reprä­sen­ta­tive Gutsanlage stellte einst das bedeu­tendste Großgut der Umgebung dar und bestand ursprüng­lich aus zwei Wohnstallhäusern, meh­re­ren Scheunen, Remisen und Nebengebäuden. Dazu gehör­ten außer­dem eine Pappelallee sowie der direkt west­lich gele­gene Biberteich.

Nachwendezeit

Der Vierseitenhof wurde bis 1998 genutzt und ist mitt­ler­weile kom­plett rui­nös. Zwischen 2013 und 2022 erfolgte des­halb die Streichung aus der Denkmalliste.
(Fotos: Mai 2025)

Freiberg: Fürstenhof Loßnitz

Fürstenhof Loßnitz (Kammergut Niederloßnitz)

Münzbachtal 126
09599 Freiberg

Historisches

Im Jahre 1555 bestan­den zwei Vorwerke. 1655 wurde ein Vorwerk erwähnt, wel­ches auch unter dem Namen Fürstenhof bekannt wurde. Seit 1816 wurde das Einzelgut als Kammergut bezeich­net. Ein wei­te­rer Name ist Klippelvorwerk.

Heutige Nutzung

Die Gutsgebäude sind nicht mehr erhal­ten, das Gelände ist ander­wei­tig gewerb­lich überbaut.

Frankenberg: Rittergut Frankenberg

Rittergut Frankenberg

Hainichener Straße 5a
09669 Frankenberg

Historie

1206 erfolgte die Ersterwähnung eines Herrensitzes unter Henricus de Frankenberc. Das Herrenhaus wurde um 1553 erbaut. In jenem Jahr hatte Caspar von Schönberg ein Einzelgut gegrün­det und mit grund­herr­schaft­li­chen Rechten aus­ge­stat­tet. Er wollte das Herrenhaus als Altersruhesitz nut­zen, starb jedoch bereits im fol­gen­den Jahr. Sein Bruder Christoph von Schönberg erbte das Gut und voll­endete den Hausbau.

Das Rittergut ver­blieb zunächst in Familienbesitz, wurde aber 1609 auf­grund hoher Verschuldung an den spä­te­ren Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen ver­kauft. 1702 kaufte Nikolaus Thum das Rittergut. Als Besitzer folg­ten ihm Heinrich Schmidt und Siegmund Voigt. 1771 ging das Rittergut an Christian Friedrich Abendroth Seine Enkelin hei­ra­tete Rudolf von Sandersleben. Im Besitz der Familie von Sandersleben ver­blieb das Rittergut Frankenberg bis zur Enteigung.

Nach 1945

Georg von Sandersleben wurde 1945 ent­eig­net.  Das Herrenhaus fiel an die Stadt Frankenberg, die darin 1949 ein Museum einrichtete.

Nachwendezeit

1995 und 1996 wur­den umfang­rei­che denk­mal­ge­rechte Sanierungsarbeiten am Herrenhaus durch­ge­führt. Der Garten wurde neu gestal­tet, meh­rere Wirtschaftsgebäude abgebrochen.

Heutige Nutzung

Heute wird das Herrenhaus nach wie vor als Heimatmuseum genutzt. Der große Saal dient als Standesamt.

Frankenberg: Vorwerk Altenhain

Vorwerk Altenhain

Äußere Altenhainer Straße 10
09669 Frankenberg OT Altenhain

Historisches

Wolf von Schönberg kaufte 1576 das alte Lehngericht, aus wel­chem er das Vorwerk Altenhain bil­dete. Später ging das Vorwerk in den Besitz des säch­si­schen Königs über.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk wird heute zu Wohn- und Gewerbezwecken genutzt. Außerdem befin­det sich hier ein Lama- und Alpakahof.

Frankenberg: Vorwerk Auengut

Vorwerk Auengut

09669 Frankenberg

Historisches

Das Auengut wurde 1791 sowie 1820 als Vorwerk erwähnt. Es wurde 1880 durch Brandstiftung ver­nich­tet und exis­tiert nicht mehr. Ursprünglich befand sich das Auengut bei dem Frankenberger Stadtteil Gunnersdorf.

Augustusburg: Schloss Augustusburg

Schloss Augustusburg

Schlossstraße
09573 Augustusburg

Historisches

Zwischen 1568 und 1572 erfolgte die Errichtung des Jagd- und Lustschlosses für den Kurfürsten August, nach dem das Jagdschloss benannt ist. Als Bauleiter fun­gierte Hioeronymus Lotter, der die Baukosten aus eige­ner Tasche vor­streckte und spä­ter beim Kurfürsten in Ungnade fiel, wohl aber auf den vor­ge­streck­ten Kosten sit­zen­blieb. 1572 fan­den die Einweihung sowie die Weihe der Schlosskapelle statt.

Ebenfalls mit Beginn im Jahre 1568 wurde in neun­jäh­ri­ger Arbeit ein über 130 m tie­fer Brunnen in den Fels getrie­ben, um das Schloss mit Wasser ver­sor­gen zu kön­nen. Dieser Brunnen ist nach dem auf der Festung Königstein der zweit­tiefste in Sachsen. Nach einem Brand im Jahr 1831 wurde das Brunnenhaus errich­tet. Der Brunnen wurde bis 1879 betrieben.

Bis 1611 wurde das Jagdschloss durch säch­si­sche Kurfürsten genutzt, wobei das soge­nannte Hasenhaus als Herberge diente. 1632 wurde Schloss Augustusburg von kai­ser­li­chen Truppen geplün­dert. Insgesamt begann mit den Spuren, die der Dreißigjährige Krieg hin­ter­las­sen hatte, der Niedergang von Schloss Augustusburg. Auch August der Starke zeigte wenig Interesse an dem monu­men­ta­len Bau und bevor­zugte andere Schlösser. Schloss Augustusburg diente nun über­wie­gend nur noch als Verwaltungssitz, unter ande­rem durch die Forstverwaltung. Zwischen 1798 und 1802 erfolg­ten  Restaurationsarbeiten.

In den 1920er Jahren zogen eine Jugendherberge und ein Erzgebirgsmuseum ins Schloss ein. Ab 1933 erfolgte unter Martin Mutschmann eine Umgestaltung zur Gauleiterschule.

Nach 1945

In den 1950er Jahren erfolgte umfas­sende denk­mal­pfle­ge­ri­sche Arbeiten am Schloss. 1951 eröff­nete das erste Museum wie­der im Schloss. 1972 erfolg­ten Rekonstruktionsarbeiten  am Nordtor.

Heutige Nutzung

Heute befin­den sich im Schlosskomplex meh­rere Museen, eine Jugendherberge und Restaurants. Schloss Augustusburg ist bekannt für sein all­jähr­li­ches Motorradfreundetreffen.

Augustusburg: Burg Schellenberg

Burg Schellenberg

09573 Augustusburg

Historisches

Der Herrensitz Schellenberg fand 1206 erst­mals unter Wolframus und Petrus de Shellenberc urkund­li­che Erwähnung, wobei die Burg selbst zwi­schen 1210 und 1230 errich­tet wurde. Sie wurde mehr­fach bela­gert und durch Brand und Blitzschlag beschä­digt. 1324 gelangte die Burg infolge der Schellenberger Fehde an die Wettiner. Die zuletzt 1547 zum Teil zer­störte Burg wurde 1568 abge­ris­sen. Nachfolgend wurde das Schloss Augustusburg errich­tet und die Burg Schellenberg kom­plett überbaut.

Bodendenkmalschutz

Die Burg Schellenberg wurde als Bodendenkmal 1980 unter Schutz gestellt.