Vorwerk Oberloßnitz | Storchenvorwerk
09599 Freiberg
Historisches
Bei dem 1435 und 1552 erwähnten Vorwerk handelte es sich um ein Einzelgut. Nach der Zusammenlegung von Nieder- und Oberloßnitz ging das Vorwerk verloren.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Mittelsachsen
09599 Freiberg
Bei dem 1435 und 1552 erwähnten Vorwerk handelte es sich um ein Einzelgut. Nach der Zusammenlegung von Nieder- und Oberloßnitz ging das Vorwerk verloren.
Mauck’sches Gut / Mauckisches VorwerkHornstraße 20
09599 Freiberg
Das Einzelgut wurde 1791 als Vorwerk erwähnt und bestand möglicherweise bereits um 1667. Es wurde auch als Mauckisches Fuhrwerk bezeichnet.
1992 wurde der Gutshof saniert. Es handelt sich um das älteste noch erhaltene Gut in Freiberg.
Das Vorwerk dient als Hotel.
(Foto: Mai 2025)
Hilligersches VorwerkPappelallee 227, 227a
09599 Freiberg OT Zug
Das Hilligersche Vorwerk wurde 1875 urkundlich erwähnt. Der Name geht auf ein altes Freiberger Adelsgeschlecht zurück, das eine bedeutende Gießhütte besessen hatte. Bestanden hatte der Vierseitenhof, der auch als Stadtgut der Stadt Freiberg genutzt wurde und im 17. und 18. Jahrhundert errichtet worden war, bereits vorher.
Das Vorwerk ist mitunter auch unter dem Namen Pfeifersches Vorwerk bekannt. Die Stadt Freiberg hatte den Hof 1692 vom Hospital St. Johannis erworben. 1760 brannten das Herrenhaus und mehrere Ställe ab.
Die ehemals repräsentative Gutsanlage stellte einst das bedeutendste Großgut der Umgebung dar und bestand ursprünglich aus zwei Wohnstallhäusern, mehreren Scheunen, Remisen und Nebengebäuden. Dazu gehörten außerdem eine Pappelallee sowie der direkt westlich gelegene Biberteich.
Der Vierseitenhof wurde bis 1998 genutzt und ist mittlerweile komplett ruinös. Zwischen 2013 und 2022 erfolgte deshalb die Streichung aus der Denkmalliste.
(Fotos: Mai 2025)
Münzbachtal 126
09599 Freiberg
Im Jahre 1555 bestanden zwei Vorwerke. 1655 wurde ein Vorwerk erwähnt, welches auch unter dem Namen Fürstenhof bekannt wurde. Seit 1816 wurde das Einzelgut als Kammergut bezeichnet. Ein weiterer Name ist Klippelvorwerk.
Die Gutsgebäude sind nicht mehr erhalten, das Gelände ist anderweitig gewerblich überbaut.
Am Rotvorwerk
09599 Freiberg OT Zug
Das Vorwerk existierte bereits um 1445. Es handelte sich um ein Einzelgut.
Unter der Anschrift Am Rotvorwerk ist heute ein Gewerbepark zu finden.
Rittergut FrankenbergHainichener Straße 5a
09669 Frankenberg
1206 erfolgte die Ersterwähnung eines Herrensitzes unter Henricus de Frankenberc. Das Herrenhaus wurde um 1553 erbaut. In jenem Jahr hatte Caspar von Schönberg ein Einzelgut gegründet und mit grundherrschaftlichen Rechten ausgestattet. Er wollte das Herrenhaus als Altersruhesitz nutzen, starb jedoch bereits im folgenden Jahr. Sein Bruder Christoph von Schönberg erbte das Gut und vollendete den Hausbau.
Das Rittergut verblieb zunächst in Familienbesitz, wurde aber 1609 aufgrund hoher Verschuldung an den späteren Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen verkauft. 1702 kaufte Nikolaus Thum das Rittergut. Als Besitzer folgten ihm Heinrich Schmidt und Siegmund Voigt. 1771 ging das Rittergut an Christian Friedrich Abendroth Seine Enkelin heiratete Rudolf von Sandersleben. Im Besitz der Familie von Sandersleben verblieb das Rittergut Frankenberg bis zur Enteigung.
Georg von Sandersleben wurde 1945 enteignet. Das Herrenhaus fiel an die Stadt Frankenberg, die darin 1949 ein Museum einrichtete.
1995 und 1996 wurden umfangreiche denkmalgerechte Sanierungsarbeiten am Herrenhaus durchgeführt. Der Garten wurde neu gestaltet, mehrere Wirtschaftsgebäude abgebrochen.
Heute wird das Herrenhaus nach wie vor als Heimatmuseum genutzt. Der große Saal dient als Standesamt.
Äußere Altenhainer Straße 10
09669 Frankenberg OT Altenhain
Wolf von Schönberg kaufte 1576 das alte Lehngericht, aus welchem er das Vorwerk Altenhain bildete. Später ging das Vorwerk in den Besitz des sächsischen Königs über.
Das Vorwerk wird heute zu Wohn- und Gewerbezwecken genutzt. Außerdem befindet sich hier ein Lama- und Alpakahof.
09669 Frankenberg
Das Auengut wurde 1791 sowie 1820 als Vorwerk erwähnt. Es wurde 1880 durch Brandstiftung vernichtet und existiert nicht mehr. Ursprünglich befand sich das Auengut bei dem Frankenberger Stadtteil Gunnersdorf.
Schloss AugustusburgSchlossstraße
09573 Augustusburg
Zwischen 1568 und 1572 erfolgte die Errichtung des Jagd- und Lustschlosses für den Kurfürsten August, nach dem das Jagdschloss benannt ist. Als Bauleiter fungierte Hioeronymus Lotter, der die Baukosten aus eigener Tasche vorstreckte und später beim Kurfürsten in Ungnade fiel, wohl aber auf den vorgestreckten Kosten sitzenblieb. 1572 fanden die Einweihung sowie die Weihe der Schlosskapelle statt.
Ebenfalls mit Beginn im Jahre 1568 wurde in neunjähriger Arbeit ein über 130 m tiefer Brunnen in den Fels getrieben, um das Schloss mit Wasser versorgen zu können. Dieser Brunnen ist nach dem auf der Festung Königstein der zweittiefste in Sachsen. Nach einem Brand im Jahr 1831 wurde das Brunnenhaus errichtet. Der Brunnen wurde bis 1879 betrieben.
Bis 1611 wurde das Jagdschloss durch sächsische Kurfürsten genutzt, wobei das sogenannte Hasenhaus als Herberge diente. 1632 wurde Schloss Augustusburg von kaiserlichen Truppen geplündert. Insgesamt begann mit den Spuren, die der Dreißigjährige Krieg hinterlassen hatte, der Niedergang von Schloss Augustusburg. Auch August der Starke zeigte wenig Interesse an dem monumentalen Bau und bevorzugte andere Schlösser. Schloss Augustusburg diente nun überwiegend nur noch als Verwaltungssitz, unter anderem durch die Forstverwaltung. Zwischen 1798 und 1802 erfolgten Restaurationsarbeiten.
In den 1920er Jahren zogen eine Jugendherberge und ein Erzgebirgsmuseum ins Schloss ein. Ab 1933 erfolgte unter Martin Mutschmann eine Umgestaltung zur Gauleiterschule.
In den 1950er Jahren erfolgte umfassende denkmalpflegerische Arbeiten am Schloss. 1951 eröffnete das erste Museum wieder im Schloss. 1972 erfolgten Rekonstruktionsarbeiten am Nordtor.
Heute befinden sich im Schlosskomplex mehrere Museen, eine Jugendherberge und Restaurants. Schloss Augustusburg ist bekannt für sein alljährliches Motorradfreundetreffen.
09573 Augustusburg
Der Herrensitz Schellenberg fand 1206 erstmals unter Wolframus und Petrus de Shellenberc urkundliche Erwähnung, wobei die Burg selbst zwischen 1210 und 1230 errichtet wurde. Sie wurde mehrfach belagert und durch Brand und Blitzschlag beschädigt. 1324 gelangte die Burg infolge der Schellenberger Fehde an die Wettiner. Die zuletzt 1547 zum Teil zerstörte Burg wurde 1568 abgerissen. Nachfolgend wurde das Schloss Augustusburg errichtet und die Burg Schellenberg komplett überbaut.
Die Burg Schellenberg wurde als Bodendenkmal 1980 unter Schutz gestellt.