Freiberg: Herrenhaus Friedeburg

Herrenhaus Friedeburg

Bernhard-​Kellermann-​Straße 6
09599 Freiberg

Historisches

Im 16. Jahrhundert war ein Vorwerk im Ort Friedeburg bekannt. 1704 ließ Gottfried Pabst von Ohain das Gut Gottfriedsburg errich­ten. Im fol­gen­den Jahr wurde die­ses vom Kurfürsten Friedrich August I. zum Rittergut erho­ben. In dem Gutsbezirk ent­wi­ckelte sich vor allem unter dem nächs­ten Besitzer Johann Christian Typke eine Gutssiedlung, für die sich ab 1732 der Name Friedeburg eta­blierte. Das Herrenhaus über­nahm die­sen Namen spä­ter. Schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus als Mietshaus genutzt. 1875 wurde es als Kanzleilehngut bezeichnet.

Nach 1945

Das Herrenhaus Friedeburg ent­ging unter ande­rem durch die Mietwohnungsnutzung einer Enteignung im Rahmen der Bodenreform.

Nachwendezeit

Jahrelanger Leerstand hatte zu einem schlech­ten bau­li­chen Zustand und fast zu einem Abriss geführt. Eine umfas­sende Sanierung erfolgte 2004 und 2005. Es ent­stan­den Eigentumswohnungen, der Wirtschaftshof wurde abgerissen.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des ehe­ma­li­gen Kanzleilehngutes wird bewohnt.

Freiberg: Rittergut Freibergsdorf

Rittergut Freibergsdorf

Chemnitzer Straße 81
09599 Freiberg

Historisches

Das Rittergut als sol­ches ist älter als die Stadt Freiberg und befand sich im Besitz der Familie von Freiberg. Im Jahre 1239 gelangte es als Allodialgut an die Stadt. 1548 ist es wie­der als Rittergut nach­weis­bar und befand sich 1690 im Besitz des Bergraths von Schönleben. Im 19. Jahrhundert gehörte es der Familie von Kleeberg, als wei­te­rer Besitzer ist Adolph Börner bekannt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des Gutshofes wurde in den 1970er Jahren abge­ris­sen, die Wirtschaftsgebäude sind noch vorhanden.

Freiberg: Herrenhaus Lößnitz

Herrenhaus Lößnitz

Agricolastraße 21
09599 Freiberg

Historisches

Das Kanzleilehngut geht ver­mut­lich auf ein klös­ter­li­ches Vorwerk zurück, wel­ches bereits 1244 Erwähnung fand. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts über­ließ das Kloster sein Vorwerk dem Ritter Ulrich von Maltitz, aller­dings gelangte es schon 1398 wie­der in den Besitz des Klosters zurück. Im 15. Jahrhundert hat­ten Freiberger Bürger, unter ande­rem Liborius Senftleben, das Vorwerk als Lehen inne.

Ab 1466 waren die Herren Alnpeck mit dem Vorwerk Lößnitz belehnt. Unter Georg Alnpeck, sei­nes Zeichens fürst­li­cher Rat, wurde um 1500 das Herrenhaus errich­tet. Das Lehnsverhältnis der Familie Alnpecke endete 1540 mit der Auflösung des Klosters Altzella in Folge der Reformation. Der Klosterbesitz fiel an den Herzog Heinrich von Sachsen.

Aus dem Klostervorwerk ging nun ein Kanzleilehngut her­vor, wel­ches in der Folgezeit in bür­ger­li­chem Besitz war. 1669 wurde Gottlob Philipp genannt.  In der Mitte des 18. Jahrhunderts erfolg­ten prä­gende Um- und Ausbauten am Herrenhaus.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus ver­fügt über einen Fachwerkanbau und dient heute Wohnzwecken.

Freiberg: Kanzleilehngut Langenrinne

Kanzleilehngut Langenrinne

Lindenallee 29
09599 Freiberg OT Zug

Historisches

Das 1791 als Vorwerk und 1875 als Kanzleilehngut bezeich­nete Gut ist nicht mehr vor­han­den. Die ehe­ma­li­gen Gutsgebäude wur­den nach und nach abge­ris­sen und der Grund und Boden in eine Eigenheimsiedlung verwandelt.

Nach 1945

Auch das Herrenhaus fiel nach 1945 dem Abriss zum Opfer.

Freiberg: Rittergut Halsbach

Rittergut Halsbach

Kreuzermark 6
09599 Freiberg

Historisches

In Halsbach wurde erst­mals 1294 ein allo­dium im Besitz der Ritter von Honsberg erwähnt. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts befand es sich im Besitz der Familie von Buchführer, die es 1434 an die Familie Hillinger über­tru­gen, die es wie­derum vier Jahre spä­ter an den Herrn von Sayde ver­kaufte. 1474 als Vorwerk nach­weis­bar, gehörte es bereits seit zehn Jahren der Familie Hausmann, die es bis Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz behiel­ten. Anschließend waren die Familien von Schönleben und Seyfried Besitzer. Als Rittergut fand das Gut 1696 Erwähnung. Die Familie Kleeberg besaß es in der Mitte des 18. Jahrhunderts. 1860 war es im Besitz der Familie Käferstein.

Nach 1945

Das Herrenhaus wurde abgerissen.

Heutige Nutzung

Erhalten sind ein sanier­tes, bewohn­tes Gesindhaus und ein Wirtschaftsgebäude in eben­falls gutem Zustand.

Augustusburg: Burg Schellenberg

Burg Schellenberg

09573 Augustusburg

Historisches

Der Herrensitz Schellenberg fand 1206 erst­mals unter Wolframus und Petrus de Shellenberc urkund­li­che Erwähnung, wobei die Burg selbst zwi­schen 1210 und 1230 errich­tet wurde. Sie wurde mehr­fach bela­gert und durch Brand und Blitzschlag beschä­digt. 1324 gelangte die Burg infolge der Schellenberger Fehde an die Wettiner. Die zuletzt 1547 zum Teil zer­störte Burg wurde 1568 abge­ris­sen. Nachfolgend wurde das Schloss Augustusburg errich­tet und die Burg Schellenberg kom­plett überbaut.

Bodendenkmalschutz

Die Burg Schellenberg wurde als Bodendenkmal 1980 unter Schutz gestellt.

Augustusburg: Rittergut Jägerhof

Rittergut Jägerhof

Jägerhofgasse 4
09573 Augustusburg

Historisches

Ein Vorwerk bestand offen­bar bereits im 13. Jahrhundert in Augustusburg und diente der Versorgung der Burg auf dem Schellenberg. Unter Kurfürst August von Sachsen wurde 1564 ein neues Wirtschaftsgebäude errich­tet, das als Wohnquartier des Forst- und Wildmeisters diente. August der Starke ver­kaufte das Vorwerk 1697 an Georg von Günther, unter dem das Herrenhaus errich­tet wurde.

1702 wurde das Vorwerk Jägerhof zum Rittergut erho­ben. 1812 erstei­gerte Adolf Friedrich Drechsler das Rittergut. Nachdem eines der Wirtschaftsgebäude 1824 einem Brand zum Opfer gefal­len war, wurde noch im glei­chen Jahr ein neues Wohnhaus erbaut. Oswald Bruno Böhme erwarb das Rittergut Jägerhof 1914.

Nach 1945

Das Rittergut war mit 48 Hektar zu klein, als dass es ent­eig­net wurde. Gottfried Werner Böhme erbte den Hof 1952, musste die Landwirtschaftsflächen aber 1955 an die LPG ver­pach­ten. Der Hof wurde als Autowerkstatt genutzt.

Nachwendezeit

Eine Nachfahrin erhielt das Rittergut in den 1990er Jahren zurück. Eine Nutzungsidee oder Sanierung gab es jedoch nicht.

Heutige Nutzung

Das Rittergut steht leer. Es besteht umfas­sen­der Sanierungsbedarf.

Augustusburg: Burg & Schloss Erdmannsdorf

Burg & Schloss Erdmannsdorf

Rathausstraße 7–9
09573 Augustusburg OT Erdmannsdorf

Historisches

Nach 1150 ent­stan­den neben dem Dorf auch die Burg und das Vorwerk des Ortes. Als Herrensitz wurde Erdmannsdorf 1191 unter Werner de Ertmarsdorf genannt.

Bei den Umbauten der Burg zu Rittergut und Schloss blieb der älteste Burgteil, das “Steinhaus”, erhal­ten. Seit 1551 wurde das Rittergut erwähnt. Als Besitzer sind die Familien von Erdmannsdorf, von Schütz und von Könneritz benannt.

Hans Heinrich von Könneritz beauf­tragte ab 1843 den Umbau zum Schloss in heu­ti­ger Gestalt. Bereits 1822 wur­den die Wirtschaftsgebäude neu erstellt, wes­we­gen 1829 die alten auf dem Burggelände abge­ris­sen wur­den. Der Schlossanbau wurde im Tudorgotikstil erstellt. Hans Heinrich Graf von Könneritz ver­kaufte das Rittergut Erdmannsdorf 1857 sei­nem Sohn Léonce Robert Freiherr von Könneritz. Die Erben sei­nes Sohnes ver­äu­ßer­ten das Rittergut 1932.

Nach 1945

Die letz­ten Besitzer wur­den 1945 ent­eig­net. Das Schloss wurde zu Wohnzwecken genutzt. Mit der Erneuerung der Außenfassade 1965 wur­den die vor­han­de­nen Schmuckelemente entfernt.

Nachwendezeit

Ein Nebengebäude wurde im Jahr 2000 saniert.

Heutige Nutzung

Im Nebengebäude ent­stan­den Wohnungen, Vereins- und Ausstellungsräume. Das Schloss selbst ist umfas­send sanierungsbedürftig.

Bodendenkmalschutz

Die frü­here Burganlage wurde mit ihren erhal­te­nen Teilen 1980 unter Bodendenkmalschutz gestellt. Alte Bausubstanz der Burganlage befin­det sich im Kellerbereich des Schlosses.

Augustusburg: Schloss Augustusburg

Schloss Augustusburg

Schlossstraße
09573 Augustusburg

Historisches

Zwischen 1568 und 1572 erfolgte die Errichtung des Jagd- und Lustschlosses für den Kurfürsten August, nach dem das Jagdschloss benannt ist. Als Bauleiter fun­gierte Hioeronymus Lotter, der die Baukosten aus eige­ner Tasche vor­streckte und spä­ter beim Kurfürsten in Ungnade fiel, wohl aber auf den vor­ge­streck­ten Kosten sit­zen­blieb. 1572 fan­den die Einweihung sowie die Weihe der Schlosskapelle statt.

Ebenfalls mit Beginn im Jahre 1568 wurde in neun­jäh­ri­ger Arbeit ein über 130 m tie­fer Brunnen in den Fels getrie­ben, um das Schloss mit Wasser ver­sor­gen zu kön­nen. Dieser Brunnen ist nach dem auf der Festung Königstein der zweit­tiefste in Sachsen. Nach einem Brand im Jahr 1831 wurde das Brunnenhaus errich­tet. Der Brunnen wurde bis 1879 betrieben.

Bis 1611 wurde das Jagdschloss durch säch­si­sche Kurfürsten genutzt, wobei das soge­nannte Hasenhaus als Herberge diente. 1632 wurde Schloss Augustusburg von kai­ser­li­chen Truppen geplün­dert. Insgesamt begann mit den Spuren, die der Dreißigjährige Krieg hin­ter­las­sen hatte, der Niedergang von Schloss Augustusburg. Auch August der Starke zeigte wenig Interesse an dem monu­men­ta­len Bau und bevor­zugte andere Schlösser. Schloss Augustusburg diente nun über­wie­gend nur noch als Verwaltungssitz, unter ande­rem durch die Forstverwaltung. Zwischen 1798 und 1802 erfolg­ten  Restaurationsarbeiten.

In den 1920er Jahren zogen eine Jugendherberge und ein Erzgebirgsmuseum ins Schloss ein. Ab 1933 erfolgte unter Martin Mutschmann eine Umgestaltung zur Gauleiterschule.

Nach 1945

In den 1950er Jahren erfolgte umfas­sende denk­mal­pfle­ge­ri­sche Arbeiten am Schloss. 1951 eröff­nete das erste Museum wie­der im Schloss. 1972 erfolg­ten Rekonstruktionsarbeiten  am Nordtor.

Heutige Nutzung

Heute befin­den sich im Schlosskomplex meh­rere Museen, eine Jugendherberge und Restaurants. Schloss Augustusburg ist bekannt für sein all­jähr­li­ches Motorradfreundetreffen.