Freigut Bärenstein
09471 Bärenstein
Historisches
Urkundliche Erwähnung fand das Freigut 1696 sowie 1820. Inzwischen ist nichts mehr von ihm vorhanden.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Erzgebirgskreis
09471 Bärenstein
Urkundliche Erwähnung fand das Freigut 1696 sowie 1820. Inzwischen ist nichts mehr von ihm vorhanden.
08321 Zschorlau OT Albernau
Das Freigut war das erste Gebäude im Ort Albernau, welches sich im Laufe der Jahre zu einem Dorf entwickelte. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 1524. Im 19. Jahrhundert hatte die Handkämmerei Sitz im Freigut genommen. Es brannte 1856 vollständig ab und wurde nach seinem Wiederaufbau als Kino, Turnhalle und für Wohnzwecke genutzt. 1903 wurde es durch das Schindlerwerk aufgekauft.
1947 erfolgte der Abbruch des Freigutes. Es soll zuletzt als Rittergut erfasst gewesen sein.
Zugang über Mühlenweg
08301 Bad Schlema OT Wildbach
Die Isenburg befindet sich auf einem Felssporn an der Mündung des Wildbaches in die Zwickauer Mulde und wurde im Zuge der Besiedlung des Erzgebirges archäologischen Funden zufolge bereits im 12. Jahrhundert als Wehranlage errichtet. Der Name Isenburg geht auf den Namen Eisenburg zurück und verweist entweder aus “eisern” im Sinne von uneinnehmbar, oder auf den nahen Eisenbergbau.
Gesicherte urkundliche Nachweise sind nicht vorhanden. Die Isenburg wurde erstmals 1738 beschrieben und im 13./14. Jahrhundert offenbar gewaltsam zerstört. Ein Wiederaufbau erfolgte nicht, vielmehr dienten die Ruinen vom 15. bis 17. Jahrhundert womöglich den umliegenden Einwohnern als Unterschlupf bei kriegerischen Kampfhandlungen. Die Überreste wurden um 1750 gesprengt, um Baumaterial für die Wildbacher Kirche zu gewinnen.
1934 wurden die Reste durch Reichsarbeitsdienstleistende freigelegt. 1993 wurden die noch vorhandenen Teile der umlaufenden Mauer sowie des Bergfrieds restauriert. Die Isenburg bestand aus einer Vorburg sowie einer Unter- und Oberburg. Sie wurde auch als Raubschloss, Altes Schloss, Raubberg und Eisenburg bezeichnet.
Die Isenburg kann heute als Ausflugsziel besucht werden. Auf dem Gelände wurde ein Picknickplatz erbaut. Um die Isenburg ranken sich mehrere Sagen.
Die Reste der Höhenburg wurden 1969 unter Bodendenkmalschutz gestellt.
(Fotos: Oktober 2022)
Rittergutsweg 23 (Rittergut)
Am Schäferberg 2 (Bergmeistergut)
08297 Zwönitz OT Niederzwönitz
Seit 1473 waren die Herren von Schönberg in Niederzwönitz ansässig. 1554 wurde das Gut in Niederzwönitz als Lehngut und ab 1696 als Rittergut bezeichnet.
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts während des Dreißigjährigen Kriegs wurde das Lehngut Niederzwönitz zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Auch 1881 wurde das Rittergut durch einen Brand schwer zerstört, hier erfolgte der Wiederaufbau bereits im folgenden Jahr.
Zum Rittergut Niederzwönitz gehörten die Beigüter Bergmeistergut, Bochmannsches Gut, Hansgünthergut und das herrschaftliche Jägerhaus mit der Brettmühle.
Bei einem großen Dorfbrand im Jahr 1779 nahm das Dach des damaligen Wunnerlich’schen Guts Schaden. Nach dem Wiederaufbau 1799 verkaufte Christian Ernst Wunnerlich das Gut 1804 an den Bergmeister Carl Gotthelf Bauer, wodurch der Beiname Bergmeistergut geprägt wurde. Ende 1822 verkaufte er sein Gut an Johann Christian Roscher. Ab 1838 diente das Bergmeistergut mit seinem repräsentativen Herrenhaus der herrschaftlichen Familie als Sommersitz. Seit 1931 wurde das Herrenhaus von Nikol Freiherr von Schönberg als dauerhafter Wohnsitz genutzt.
Nach dem Zweien Weltkrieg wurde die Familie von Schönberg im Rahmen der Bodenreform enteignet. Die Wirtschaftsgebäude des Ritterguts wurden Neubauern übertragen, das Herrenhaus fiel 1947 dem Abriss zum Opfer.
Das Bergmeistergut wurde im Herbst 1946 zum Kindererholungsheim der Volkssolidarität umgenutzt und diente später bis 1990 als Kurheim für Jugendliche.
Die Nutzung des Bergmeisterguts als Kurheim wurde 1990 eingestellt. 1992 wurde es durch eine Nachfahrin des letzten Eigentümers vom Landkreis zurückgekauft und von 1993 bis 2000 umfassend saniert.
Das noch vorhandene Gebäude des Ritterguts wird bewohnt. Das Herrenhaus des Bergmeisterguts beherbert heute Ferienwohnungen.
(Foto: Oktober 2022)
08359 Breitenbrunn OT Erlabrunn
Das Vorwerk wurde 1791 schriftlich erwähnt.
(Alter Latterstein, Löwenkopffelsen)
Zugang über Schlossbergstraße
09517 Marienberg OT Zöblitz
Die mittelalterliche Höhenburg wurde um 1150 erwähnt. Als Erbauer der Burg Nidberg wurde Werner von Neidberg aus der Reichsministerialenfamilie von Erdmannsdorff genannt. Diese Familie war noch bis zur Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert nachweisbar. Die Burg Nidberg war zunächst Ministerialensitz und gleichzeitig Anlage des Straßenschutzes durch ihre strategische Lage am böhmischen Steig. Die nahe Burg Lauterstein entwickelte sich zum Herrschaftsmittelpunkt. Daher dürfte die Burg Nidberg im Laufe der Zeit schließlich aufgegeben worden sein.
Die Burg befand sich ca. 1.000 m nordwestlich von Zöblitz auf einem Bergsporn über der Schwarzen Pockau. Der Zugang ist über einen Wanderweg, welcher von der Schlossbergstraße abzweigt, möglich.
Erhalten sind ein mutmaßliches Turmfundament, welches bis ins späte 20. Jahrhundert mit einer hölzernen Scheune überbaut gewesen war, sowie archäologisch nachgewiesene Abschnittsgräben. Oberflächlich sind jedoch keine Reste mehr erkennbar. Bodendenkmalschutz besteht für die Anlage seit Ende 1959.
Hauptstraße 176
08359 Breitenbrunn
1380 wurde Breitenbrunn erstmalig urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert entstand das Jagdhaus Breitenbrunn, welches heute umgangssprachlich als Jagdschloss bezeichnet wird. Es gehörte 1536 zum Vorwerk der Herrschaft Schwarzenberg. 1609 war ein Försterhaus und kurfürstliches Jagdquartier benannt, welches im darauf folgenden Jahr durch Brand zerstört und nachfolgend wieder aufgebaut wurde. Bereits 1617 brannte es erneut nieder und wurde nochmals aufgebaut. Nach 1700 begann der Verfall zur Ruine, nachdem das Jagdschloss offenbar nicht mehr bewohnt wurde.
Das Jagdschloss Breitenbrunn ist auch als Schlossruine oder simple Ruine bekannt. Es handelt sich um eine Wasserburg, die noch immer über einen wasserführenden, umlaufenden Graben verfügt. Die Ruinenanlage schräg gegenüber der Kirche ist gepflegt.
Die Anlage wurde 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt.
(Foto: Oktober 2022)
09429 Wolkenstein OT Huth
Das Vorwerk Huth wurde 1791 erstmals urkundlich nachgewiesen.
Eibenstocker Straße 5
08309 Eibenstock OT Wolfsgrün
Das Wolfgrüner Schlösschen wurde 1904 für die Fabrikantenfamilie Bretschneider erbaut. Es handelt sich nicht um einen Schlossbau im klassischen Sinne. Nach dem Auszug der Familie Bretschneider aus der schlossartigen Villa diente diese bis 1945 als Müttererholungsheim sowie als Deutsches Zentralarchiv für Genealogie.
Das Wolfsgrüner Schlösschen wurde nach Kriegsende als SED-Kreisschule sowie als Ferienheim, das höheren Parteifunktionären und deren Familien vorbehalten war, genutzt.
Zu Beginn der 1990er Jahre wurde das Wolfsgrüner Schlösschen, gelegen auf einer Anhöhe, erworben und aufwendig saniert.
Seit 1994 dient das Schlösschen als Hotel.
(Foto: Oktober 2022)
Schlossberg 1
09435 Drebach OT Scharfenstein
Um 1250 wurde die Burg Scharfenstein als Wehranlage unter den Herren von Waldenburg errichtet. Ihre erste urkundliche Erwähnung erfuhr sie 1350. Die Herren von Waldenburg besaßen die Burg bis 1439, verpfändeten sie dann an die Herren Senftleben und den Herrn Glasberg und verspielten ihren Besitz, da sie die Pfandschaft nicht einlösten, wodurch die Burg an die Wettiner fiel.
Zu Beginn des Jahres 1492 wurde die Burg Scharfenstein an die Familie von Einsiedel verkauft, die sie bis zum Jahre 1931 besaß. Unter ihr wurden noch in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts umfassende Erneuerungsarbeiten an der Burganlage durchgeführt, wobei alte Bausubstanz wie beispielsweise der Bergfried in den Neubau integriert wurde.
1921 wurden durch einen Brand drei Flügel zerstört. Der Wiederaufbau dauerte bis 1923. Im Jahre 1931 mussten die von Einsiedels die Burg aufgeben und versteigern lassen. Den Zuschlag erhielt der Fabrikant Fritz Eulitz, der die Burg Scharfenstein bis zu seiner Enteignung 1945 besaß. Schon 1942 waren in der Burg Museumsgüter zum Schutz vor den Kriegswirren eingelagert worden.
Die Burg diente ab 1946 der SED-Kreisleitung als Schulungsstätte, wurde ab 1949 als Bergbauvorschule der Wismut AG genutzt, 1950 in ein Kinderheim für schwererziehbare Jungen umgewandelt und von 1967 bis 1993 als Jugendwerkhof und Jugendheim genutzt.
1993 übernahm die Sächsische Schlösserverwaltung die Burg und eröffnete zwei Jahre später ein Weihnachts- und Spielzeugmuseum, eine Gaststätte sowie ein Museum.
In der Burg befindet sich das Museum zur Burggeschichte.
Die ursprüngliche Burganlage mit den erhaltenen Bauteilen sowie dem 12 m breiten und 3 m tiefen Abschnittsgraben im Südosten der Anlage wurde 1969 unter Bodendenkmalschutz gestellt.