Rittergut Witzschdorf
09437 Gornau OT Witzschdorf
Historisches
1445 wurde zunächst ein Vorwerk für Witzschdorf erwähnt. Dieses wurde später zu einem Rittergut erhoben und als solches 1551 schriftlich belegt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Erzgebirgskreis
09437 Gornau OT Witzschdorf
1445 wurde zunächst ein Vorwerk für Witzschdorf erwähnt. Dieses wurde später zu einem Rittergut erhoben und als solches 1551 schriftlich belegt.
Karlsbader Straße 85
08340 Schwarzenberg OT Erla-Crandorf
Bereits 1517 existierte ein Hammerwerk, welches in jenem Jahr von Georg Wilhelm von Tettau an Oswald Flemming überging. Nachdem das Hammerwerk Erla durch Hochwasser zerstört worden war, entstand der Herrenhof 1665 im Zusammenhang mit dem Neubau des Hammerwerkes. Das Fachwerk stammt aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, während das Herrenhaus selbst um 1860 als schlichter, zweigeschossiger Bau errichtet wurde.
Das Herrenhaus des Gebäudeensembles befindet sich in saniertem Zustand und wurde für seine vorbildliche denkmalgerechte Sanierung ausgezeichnet.
Wasserburg & Schloss SchlettauSchlossplatz 8
09487 Schlettau
Erbaut um 1200, wurde die Wasserburg Schlettau 1351 unter Bernhard von Schönburg urkundlich erwähnt. 1393 / 1394 verkauften die Herren von Schönburg die Herrschaft an das Zisterzienserkloster Grünhain, das es 1430 an den Kurfürsten von Sachsen verpfändete. Um 1500 erfolgte ein Umbau zum Schloss. Nach der Auflösung des Klosters 1536 ging das Schloss an das Kurfürstentum Sachsen über. 1557 erhielt Wolf Tiefstetter das Schloss als Geschenk, 1571 diente es als Jagdresidenz des Kurfürsten August von Sachsen. Ab 1634 war es Sitz der kurfürstlichen Oberforstmeisterei.
Zwischen 1600 und 1700 wurde das heutige Schloss unter Verwendung der Ringmauer erbaut. Nach der Verlegung der Oberforstmeisterei wurde das Schloss 1796 versteigert. Bis 1812 pachtete Herr Wunnerlich Schloss Schlettau. Zwei Jahre später erwarb es Johann Traugott Lohse und richtet eine Baumwollspinnerei darin ein. Sein Schwiegersohn Hermann Julius Naumann übernahm es 1844. 1885 wurde eine Landmaschinenfabrik im Schloss eingerichtet und selbiges bis 1909 umfassend renoviert. Fabrik und Schloss wurden 1919 verkauft und 1931 von der Stadt Schlettau übernommen.
Das 1950 im Schloss eröffnete Museum schloss bereits 1964 wieder. Das Gebäude wurde nun zu Wohnzwecken genutzt. Von 1980 bis 1989 fanden erneut Sanierungsarbeiten statt.
Der Mitte der 1990er Jahre gegründete Förderverein setzte die Sanierungsarbeiten fort, die 2006 letztendlich abgeschlossen werden konnten. Das Schloss mit seinem Nebengebäude steht in einem Park, in welchem im Sommer Feste stattfinden.
Das Schloss dient heute als Museum und Veranstaltungsort.
Die frühere Wasserburg wurde durch das Schloss, die Wirtschaftsgebäude und den Hof überbaut. Erhalten sind ein Grabenrest von etwa 8 m Breite und anderthalb Meter Tiefe mit Außenmauer sowie Teiche. Diese Anlage wurde 1963 unter Bodendenkmalschutz gestellt.
Straße der Freundschaft 2a
09468 Geyer
Erhalten ist ein Turm, welcher aus dem 15. Jahrhundert stammt.
Rittergut GeyerAm Lotterhof 11
09468 Geyer
Das Rittergut wurde 1566 durch Hieronymus Lotter auf dem Lehnhof bzw. dem vormaligen Rittergut Geyersberg erbaut. 1580 verstarb Hieronymus Lotter hoch verschuldet. Seine Söhne verkauften das Rittergut 1588 an Philipp Bruck, dem das meiste Geld geschuldet wurde. Nachfolgend wechselten die Besitzer oft und schnell. 1627 gelangte das Rittergut Geyer an den Enkel Ludwig Lotter, dieser verkaufte es 1653 an Edeslaw vom Stampach. Auch diesem folgten zahlreiche weitere Besitzer.
1859 erwarb Karl Heinrich Zimmermann den mittlerweile in die Jahre gekommenen Lotterhof. Die Landwirtschaftsflächen wurden nach und nach verkauft, bis 1896 der Gutsbetrieb als solcher erlosch. Der Lotterhof diente da schon seit zwei Jahren als Fabrik für Waschbretter. Das Herrenhaus wurde durch den Fabrikanten bewohnt und beheimatete zudem Wirtschafts- und Verwaltungsräume der Fabrik.
Eine Enteignung erfolgte zunächst nicht. Im Lotterhof wurden noch bis 1971 Waschbretter hergestellt, danach nutzten nacheinander zwei VEB den Lotterhof zur Herstellung von Kleinmöbeln und Leitern.
Der Betrieb wurde eingestellt und der Lotterhof stand seit 1990 leer. Anbauten wurden beseitigt und 1993 das Dach instandgesetzt. 1998 fanden Entkernungsarbeiten statt. Das Gebäude stand weiterhin leer und wartete auf seine Sanierung und ein anschließendes Nutzungskonzept. Mit den Sanierungsarbeiten wurde schließlich 2013 begonnen.
2024 konnten die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden. Der Lotterhof kann nunmehr noch besser als in den Jahren zuvor als Veranstaltungsort genutzt werden.
August-Bebel-Straße 3
08344 Grünhain-Beierfeld
Das Rittergut wurde um 1800 errichtet.
Wasserburg Hofteich & Rittergut GelenauRathausplatz 1,2 ‚3 | Rathausteich
Ernst-Grohmann-Straße 3–7
09423 Gelenau
In Gelenau war bereits um 1256 ein Herrensitz unter Heinricus de Gelene vorhanden, bei dem es sich um die Wasserburg Hofteich handelte. Eine andere Quelle benennt den Herrensitz erst 1279 und unter Rudegerus de Geilnowe. Die Wasserburg Hofteich ist auch unter den Namen Bühl, Hofinsel, Hofwall, Schloss oder Wallgraben bekannt und befindet sich im Bereich des Rittergutsgeländes.
Aus dem Herrensitz entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Rittergut, welches 1533 durch Friedrich von Schönberg gekauft wurde. Das Rittergut verblieb in Familienbesitz, wechselte zwischendurch jedoch die Zweige. Anstelle der Wasserburg wurde ein Herrenhaus errichtet, auf dem “Festland” entstand der Wirtschaftshof mit dem Pächterhaus.
Als das Herrenhaus auf der Insel baufällig geworden war, wurde es um 1830 abgerissen. Der Park wurde in einen englischen Landschaftspark umgestaltet. Bewohnt wurde zuletzt das Pächterhaus. Adolph von Schönberg wurde 1893 in den Freiherrenstand erhoben und behielt das Rittergut Gelenau bis 1907 in seinem Besitz. Das Herrenhaus wurde in jenem Jahr von der Gemeinde erworben und von dieser als Sitz der Gemeindeverwaltung genutzt.
Es erfolgte keine Enteignung. Die Gemeinde nutzte das Herrenhaus weiterhin als Verwaltungssitz.
Im Herrenhaus befinden sich heute das Rathaus sowie das Strumpfmuseum.
Ende 1960 wurde die Wasserburg Hofteich als Bodendenkmal unter besonderen Schutz gestellt. Die quadratische Burginsel misst 23 m Seitenlänge und ist ummauert. Der Zugang ist über eine Brücke möglich. Der Graben ist an dieser Stelle 18 m breit und erreicht ansonsten eine Breite von bis zu 40 m. Der Außenwall zeigt sich noch mit einer Höhe von bis zu 3 m und einer Breite von 6 m.
Schloss HohenwendelEisenbergstraße 21
09518 Großrückerswalde OT Streckewalde
Das ehemalige Schloss Streckewalde entstand aus dem Rittergut Streckewalde heraus. Um 1500 wurden die Herren von Krahe Besitzer des Erblehngutes Streckewalde, welches sich vorher im Besitz der Herren von Waldenburg befand. 1551 wurde das Gut als Rittergut urkundlich erwähnt. Das Schloss Streckewalde erlebte viele Besitzerwechsel und wurde von 1908 bis 1910 für den Kommerzienrat Arthur Schmidt erbaut, dazu wurde das vormalige Rittergut Streckewalde abgerissen. Das Mausoleum im englischen Park am Hang wurde noch unter Arthur Schmidt 1922 errichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg geplündert. Ebenso befand sich eine künstliche Ruine im Park die er bis 1916 weiter ausbaute. 1932 erbte seine Enkelin Wendula Schmidt, die mit dem NSDAP-Funktionär Otto Wagener verheiratet war, das Schloss. Unter Otto Wagener erfolgte 1935 die Umbenennung von Schloss Streckewalde in Schloss Hohenwendel, angelehnt an den Namen seiner Frau Wendula.
1945 wurde die Enteignung vollzogen. Das Schloss wurde als Schulungs- und Erholungsheim genutzt, der Wirtschaftshof mit den Ländereien in Neubauernstellen aufgeteilt. Ab 1957 war Schloss Hohenwendel Pionierleiterschule und ab 1969 wurde es durch die FDJ genutzt. Das Mausoleum wurde in den 1960er Jahren abgerissen.
1990 wurde im Schloss Hohenwendel ein Hotel eröffnet, das jedoch nicht lange existierte. Schon seit 1991 bestand wieder Leerstand für das Gebäude. 2002 erfolgte ein Verkauf an privat, ohne dass eine Nutzung gegeben war. Im Sommer 2015 war eine Veräußerung für mindestens 80.000 € im Rahmen einer Immobilienauktion angesetzt.
Das Schloss sowie die dazu gehörenden Wirtschaftsgebäude befanden sich viele Jahre lang in sanierungsbedürftigem Zustand. 2020 waren Sanierungsarbeiten am Schloss in vollem Gange. Von der künstlichen Burgruine sind umfassende, imposante Reste erhalten geblieben.
(Stand: 2020)
Rittergut GroßrückerswaldeWolkensteiner Straße 1
09518 Großrückerswalde
1541 gelangte das mindestens seit dem 15. Jahrhundert existierende Vorwerk in den Besitz der Familie von Berbisdorf. Möglicherweise gehen die Ursprünge dieses Vorwerks sogar bin auf das späte 13. Jahrhundert zurück. 1414 wurde die Familie von Krahe auf Rückerswalde nachgewiesen. Wolf von Krahe verkaufte das Vorwerk 1541 an Andreas von Berbisdorf. Unter der Familie von Berbisdorf wurde das Vorwerk zum Rittergut erhoben. Es wurde 1744 von Reichsgraf Friedrich Ludwig zu Solms und Tecklenburg erworben, für den um 1750 das Herrenhaus errichtet wurde. Das Rittergut verblieb nahezu zwei Jahrhunderte in Familienbesitz, wurde aber nur selten bewohnt. Valeska von Wöhrmann, geborene Gräfin zu Solms und Tecklenburg, vererbte das Rittergut Angehörigen ihres Personals. Diese verkauften es an den Fabrikanten Emil Hütter.
Emil Hütter wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform enteignet. Das Rittergut wurde aufgeteilt, das Herrenhaus fortan als Schulküche und Bücherei genutzt. Einige Jahre später übernahm die LPG das Rittergut und baute es zu einer Getreidemühle mit Speicher um.
Als die LPG aufgelöst wurde, befand sich das Rittergut Rückerswalde in einem erbärmlichen Zustand, so heruntergewirtschaftet war es. 2006 / 2007 wurde das Herrenhaus umfassend saniert, nachdem sich eine Fachklinik als Käufer gefunden hatte. Ein maroder Seitenflügel wurde abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt.
Das Herrenhaus dient als Fachklinik zur Rehabilitation von Drogenabhängigen. In ihm befinden sich Wohn- und Schulungsräume sowie alle weiteren zum Betrieb notwendigen Versorgungseinrichtungen.
Obere Hartensteiner Straße
09366 Stollberg OT Raum
Das Vorwerk Kalbenhof bestand bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg. Es unterstand grundherrschaftlich den Herren von Schönburg und wurde zur Kälberaufzucht genutzt. Eine erneute Erwähnung fand das Vorwerk Raum im 18. Jahrhundert. Später wurde es abgerissen.
Das Vorwerk ist heute nicht mehr vorhanden. Das Gelände ist mit Eigenheimen bebaut.