Marienberg: Lehngut Kühnhaide

Lehngut Kühnhaide

Mitteldorfstraße
Am Platz 4 (Mühlenwohnhaus)
09496 Marienberg OT Kühnhaide

Historisches

Das Lehngut Kühnhaide wurde erst­mals nach­weis­bar 1552 als Vorwerk erwähnt und ver­fügte über eine Mühle. Im Jahre 1603 erfolgte ein Besitzerwechsel und 1696 die Aufwertung zum Rittergut. Ab 1875 wurde das Rittergut als Lehngut geführt.

Das Mühlenwohnhaus wurde in der ers­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des Lehngutes soll noch vor­han­den sein.

Oberwiesenthal: Rotes Vorwerk

Rotes Vorwerk

Neudorfer Straße
09484 Oberwiesenthal

Historisches

Das Einzelgut wurde 1791 als Vorwerk bezeich­net und erhielt sei­nen Namen auf­grund sei­nes farb­li­chen Anstrichs. Bereits 1802 befand sich im Vorwerk, das im Laufe der Zeit zu einem belieb­ten Ausflugsziel avan­cierte, eine Gastwirtschaft. Kurz nach 1900 erwarb Hugo Uhlig das Rote Vorwerk. Er ließ Umbauten vor­neh­men und fügte einen Turm hinzu. Das ursprüng­li­che Vorhaben, 1911 im Vorwerk ein Hotel zu eröff­nen, schei­terte auf­grund nicht erteil­ter Gewerbegenehmigung. 1926 über­nahm der Bezirksverband Chemnitz das Vorwerk und rich­tete ein Kindererholungsheim ein.

Nach 1945

Die Nutzung als Kinderheim wurde nach 1945 fortgesetzt.

Nachwendezeit

Nach 1990 stand das Rote Vorwerk lange leer und wurde dann auf­grund sei­ner Baufälligkeit abgerissen.

Heutige Nutzung

Der ehe­ma­lige Standort wird heute als Wanderparkplatz genutzt.

Marienberg: Wallburg Nonnenfelsen

Wallburg Nonnenfelsen

Nonnenfelsen
09496 Marienberg

Historisches

Von der Wallburg sind Wall- und Grabenreste erhal­ten. Sie befin­den sich etwa 2 km süd­öst­lich von Pobershau im Bereich des Nonnenfelsens auf einem Bergsporn in einer Schleife der Schwarzen Pockau. Das Plateau zeigt teil­weise eine stei­nerne Bauweise. Der Abschnittsgraben ist zwi­schen 6 und 8 breit und 2 bis 4 m tief. Die Reste der Burganlage kön­nen über Wanderwege erreicht werden.

Bodendenkmalschutz

Mitte 1980 wurde die mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Marienberg: Burg Lauterstein /​ Burgruine Niederlauterstein

Burgruine Niederlauterstein
Burg Lauterstein

Schlossberg 5–7
09496 Marienberg OT Niederlauterstein

Historisches

Die Burg Lauterstein, auch als Burgruine Niederlauterstein bekannt, wurde in der ers­ten Hälfte des 12. Jahrhunderts errich­tet. Ihre erste urkund­li­che Erwähnung erfolgte 1304 als Herrensitz unter Johannis in Lutirstein. Die befes­tigte Anlage diente einst zum Schutz der mit­tel­al­ter­li­chen Handelsstraßenverbindung von Leipzig nach Prag und wurde gleich­zei­tig auch als Herrschaftssitz genutzt. 1323 belehnte der Markgraf von Meißen Albrecht von Altenburg und Otto von Leisnig mit der Burg, die durch die Herren von Schellenberg ver­wal­tet wurden.

1434 erwarb Kaspar von Berbisdorf die Herrschaft Lauterstein, und des­sen Nachkommen teil­ten die Herrschaft 1497 in Oberlauterstein und Niederlauterstein. Die Familie von Berbisdorf musste 1559 die Burg an Kurfürst August abtre­ten, der hier ein kur­säch­si­sches Amt ein­rich­ten ließ. Schwedische Truppen zer­stör­ten die Burg 1639 durch Brandstiftung. Da ein Wiederaufbau nicht erfolgte, ver­fiel die Burg immer mehr. 1906 wurde die Ruine restau­riert, zwi­schen 1974 und 1979 fan­den Ausgrabungen statt.

Bodendenkmalschutz

Erhalten sind noch der Bergfried und Mauerreste der Burgruine Lauterstein. Sie ste­hen seit Ende 1968 unter Bodendenkmalschutz.

Marienberg: Vorwerk Marienberg

Vorwerk Marienberg

Poststraße 11
09496 Marienberg

Historisches

Das Vorwerk Marienberg bestand offen­bar bereits vor 1592, als es im Zusammenhang mit dem Tuch- und Wollhändler Hans Canzler erwähnt wurde. Die Wirtschaftsgebäude des Vorwerks sind auf alten Stadtbildern zwi­schen 1592 und 1724 mehr­fach dar­ge­stellt. 1686 wurde das Vorwerk von Ernst Ullmann geteilt.  Die eine Hälfte erhielt sein Sohn Ernst Benjamin Ullmann, die andere Hälfte mit sämt­li­chen Gebäuden erwarb Johann Immanuel Berthold. Dieser setzte die Gebäude nach Kriegseinwirkungen wie­der instand. Nach meh­re­ren Besitzerwechsel gelang­ten 1776 die Wirtschaftsgebäude des Vorwerks an den Bürgermeister Carl Christian Günther. Nach des­sen Tod 1811 ver­blie­ben diese in Familienbesitz. Er ver­machte die Wohn- und Wirtschaftsgebäude nach sei­nem Tod einer Armenstiftung der Stadtgemeinde. Hier wur­den dar­auf­hin arbeits­un­fä­hige, alte und gebrech­li­che Personen untergebracht.

Nach 1945

Das Gebäudeäußere wurde durch Umbauarbeiten zum Wohnhaus in den 1970er Jahren stark ver­än­dert. Insgesamt wird davon aus­ge­gan­gen, dass es sich um eines der ältes­ten Gebäude von Marienberg handelt.

Marienberg: Vorwerk Neudeck-Schäferei

Vorwerk Neudeck-​Schäferei

09496 Marienberg OT Niederlauterstein

Historisches

Das Vorwerk bestand schon vor 1497 und gehörte zum Schloss Niederlauterstein. Die drei zur Burg Lauterstein gehö­ren­den Vorwerke Neudeck-​Schäferei, Schlossmühle und Schweizer Vorwerk wur­den Ende 1701 an ins­ge­samt 31 Amtsuntertanen und Bewerber ver­kauft und dadurch indi­rekt auf­ge­löst. 1745 wur­de­das Vorwerk Neudeck-​Schäferei durch einen Brand schwer beschä­digt und wie­der aufgebaut.

Marienberg: Allodialgut Reitzenhain

Allodialgut Reitzenhain

Rudolf-​Breitscheid-​Straße 5
09496 Marienberg OT Reitzenhain

Historisches

Das Allodialgut geht auf ein erst­mals 1546 urkund­lich bezeug­tes Gut zurück, wel­ches in jenem Jahr zum Lehngut erho­ben und dem Gastwirt Wenzel Sieghardt über­tra­gen wurde. Das Lehngut war mit einem Braurecht aus­ge­stat­tet und betrieb zusätz­lich eine Mühle und Fischerei.  Es wurde noch 1791 als Lehngut bezeich­net und 1875 schließ­lich als Allodialgut. Seit dem 19. Jahrhundert wurde das Allodialgut Reitzenhain durch die Zollverwaltung genutzt. 1941 erfolgte der Verkauf an einen Fabrikanten, des­sen Pläne letzt­lich auf­grund der Enteignung scheiterten.

Nach 1945

Der letzte Besitzer des Allodialgutes Reitzenhain wurde 1945 ent­eig­net und das Gut der Gemeinde übertragen.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird bewohnt, die Wirtschaftsgebäude ste­hen leer und ungenutzt.

Marienberg: Schweizer Vorwerk

Schweizer Vorwerk

09496 Marienberg OT Niederlauterstein

Historisches

Das Vorwerk gehörte zum Schloss und bestand bereits vor 1497. Die drei zur Burg Lauterstein gehö­ren­den Vorwerke Neudeck-​Schäferei, Schlossmühle und Schweizer Vorwerk wur­den Ende 1701 an ins­ge­samt 31 Amtsuntertanen und Bewerber ver­kauft und dadurch indi­rekt aufgelöst.

Oelsnitz/​Erzgebirge: Rittergut Oelsnitz

Rittergut Oelsnitz

Untere Hauptstraße 2
09376 Oelsnitz/​Erzgebirge

Historisches

Die genaue Erbauung des Ritterguts Oelsnitz ist urkund­lich nicht nach­weis­bar. Einst gab es in Oelsnitz drei Vorwerke, von denen sich aus einem das Rittergut Oelsnitz her­aus ent­wi­ckelt hatte. Oelsnitz selbst war bereits seit 1219 ein Herrensitz unter Rembertus de Olsnitz. Für 1447 ist ein Vorwerk nach­weis­bar, wel­ches offen­bar 1548 zum Rittergut erho­ben wor­den war. Für 1554 sind drei Vorwerke belegt, zwei davon wur­den wie­der auf­ge­ge­ben. Spätestens seit 1858 bestand nur noch ein Rittergut.

Das Rittergut wurde 1640 im Dreißigjährigen Krieg durch schwe­di­sche Truppen zer­stört und anschlie­ßend durch Fronstdienstleistende wie­der auf­ge­baut. Nach meh­re­ren Besitzerwechseln gelangte das Rittergut Oelsnitz an den Fürsten Otto Victor von Schönburg-​Waldenburg, der das Rittergut Oelsnitz bis 1859 bewirt­schaf­ten ließ.

Nachwendezeit

Zwischen 1992 und 1994 wurde das Herrenhaus umfas­send saniert. Zeitweise war es Sitz einer Bank.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des Ritterguts Oelsnitz ist vor­bild­lich saniert. Es wird heute über­wie­gend durch stil­les Gewerbe genutzt.
(Foto: Oktober 2022)