Vorwerk Tiegling
02999 Lohsa OT Tiegling
Historisches
Im 18. Jahrhundert wurde in Tiegling ein Vorwerk erwähnt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Bautzen
02999 Lohsa OT Tiegling
Im 18. Jahrhundert wurde in Tiegling ein Vorwerk erwähnt.
ehem. Nr. 30
01936 Königsbrück (Krakau)
1248 existierte ein Herrensitz unter Rudegerus de Cracowe, der 1445 als Vorwerk und seit 1551 als Rittergut bezeichnet wurde. Die Ortschaft wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Als Besitzer sind bekannt: die Herren von Kitzscher im 16. Jahrhundert, um 1614 Hans von Herrnhausen, um 1648 die Kurfürstin Magdalena Sibylla, um 1661 der Freiherr von Rechenberg, zwei Jahre später Wilhelm von Pistoris sowie ab 1702 die Familie Schäffer.
1746 brannte das Herrenhaus nieder und wurde wieder aufgebaut. Zum Rittergut gehörten eine Hofmühle, eine Schäferei und ein Forsthaus. Am 1. April 1938 wurde der Ort geräumt, um die Erweiterung des Truppenübungsplatzes Königsbrück zu vollführen. Weder Ort noch Rittergut existieren heute.
Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort im Juli und August 1945 kurzzeitig von Umsiedlern bewohnt. Die sowjetischen Truppen veranlassten allerdings schnell eine erneute Räumung, um den Truppenübungsplatz weiter zu nutzen. Krakau wurde in diesem Zusammenhang zerstört.
Truppenübungsplatz
01936 Königsbrück (Steinborn)
Seit 1617 war ein Rittergut bekannt. Das Dorf wurde 1938 aufgelöst. Damit ging auch das Rittergut in der Folgezeit verloren und wurde abgetragen.
Von Juli 1945 bis Oktober 1947 wurde das Dorf vorübergehend wiederbesiedelt. 1957 wurde das Gebiet dem Truppenübungsplatz zugeordnet.
02699 Königswartha OT Commerau
Das Rittergut Commerau ging aus einem Vorwerk hervor, welches 1609 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Erhebung zum Rittergut erfolgte im Jahre 1777. 1875 wurde das Rittergut als ohne Gebäude aufgeführt. Die Wasser- und Ackerflächen des Rittergutes wurden von Königswartha aus bewirtschaftet. 1901 kam der Grundbesitz an die Erben der Familie von Rabenau und 1910 an die Herren Kluge, die bereits das Schloss Königswartha besaßen.
Schloss RöhrsdorfParkstraße 28 + 33
01936 Königsbrück OT Röhrsdorf
Die erste Nennung eines Herrensitzes in Röhrsdorf erfolgte 1458 als Rittersitz. 1465 war ein Vorwerk genannt, welches 1551 zum Rittergut aufgewertet worden war. Bereits im Jahr 1538 wurde das erste Schloss erbaut. Es wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Familie Bettenhausen durch einen Neubau ersetzt, der zugleich größer als der Vorgängerbau ausgeführt wurde. Das Gutsverwalterhaus (Nr. 33, Foto) wurde 1826 erbaut, die Schmiede 1855.
Als Besitzer ist vor allem Jacques Bettenhausen als eine bedeutende Persönlichkeit bekannt. Er war der Begründer des modernen Bahnhofbuchhandels in Deutschland. Sein Geschäftsmodell brachte ihm gute Gewinne ein, die er unter anderem in das Parkhotel neben dem Lahmann-Sanatorium in Dresden investierte. Für seine Familie erwarb er das Rittergut Röhrsdorf, wo er 1944 verstarb. Ihm ist ein Gedenkstein im Schlosspark Röhrsdorf gewidmet.
Am 17. Mai 1945, wenige Tage nach dem offiziellen Kriegsende, kam es im Schloss Röhrsdorf zu einem tragischen Vorfall. Kinder spielten darin, als Minen explodierten und das Schloss daraufhin abbrannte. Die Ruinenreste des Schlosses wurden im Folgejahr abgetragen.
Die Familie Bettenhausen wurde nach 1945 im Rahmen des Vollzugs der Bodenreform enteignet und floh in die westlichen Besatzungszonen.
Das ehemals denkmalgeschützte Gutsarbeiterwohnhaus mit Schmiedewerkstatt (Nr. 28) wurde 2019 abgerissen. Der Schlosspark mit seinen Einfriedungsmauern und mehreren Torzufahrten ist öffentlich zugänglich. Vom Rittergut sind noch zwei genutzte Wohnhäuser sowie angrenzende Wirtschaftsgebäude erhalten.
(Stand: Oktober 2023)
Schloss WarthaSchlossweg 1
02699 Königswartha OT Wartha
Der Ort Wartha befand sich zwischen 1374 und 1382 in den Händen von Petrus (Petir?) von der Warte. 1557 wurde ein Rittergut in Wartha nachgewiesen. 1771 wurde das Schloss im Auftrag von Georg Ludwig Erasmus Freiherr von Huldenberg erbaut, der es bis zu seinem Tod 1777 besaß. Seit 1818 bis 1930 befand sich das Schloss im Besitz der Familie von Löbenstein. Die Familie von Löbenstein behielt das Rittergut Wartha mit seinem Schloss bis 1945 in ihrem Besitz.
1945 ereilte die Familie von Löbenstein die Enteignung. Das Schloss wurde als Wohnhaus genutzt, das Rittergut samt Landwirtschaftsflächen an Neubauern aufgeteilt.
Nach mehrjährigem Leerstand fand sich 2009 ein neuer Eigentümer. Der Park wird gelegentlich durch die Gemeinde für Veranstaltungen genutzt. Die Sanierung erfolgte ab 2016.
Das Areal ist nicht öffentlich zugänglich. Schloss Wartha verfügt über einen Salon, der für Eheschließungen genutzt werden kann.
(Foto: Februar 2025)
Burgruine KörseSchlossberg / Callenberger Straße
02681 Schirgiswalde-Kirschau OT Kirschau
Zwischen 900 und 1000 wurde auf dem Burgberg die slawische Wehranlage “Korzym” in Holzbauweise errichtet, die vermutlich um 1100 zerstört wurde. Um 1250 entstand die Körse als steinerne deutsche Burganlage. Diese galt daraufhin als die größte und verteidigungsstärkste Burganlage der Oberlausitz. Der ehemalige Burghof umfasst eine Fläche von ca. 40 x 40 m. Die Anlage bestand weiterhin aus einem Bergfried und vier Wohn-und Wirtschaftsgebäuden.
Nachdem sie 1352 durch den Sechsstädtebund zerstört wurde, diente die Burganlage kurzfristig als Raubritternest, bis 1359 die vollständige Zerstörung stattfand. 1408 kam die Burgruine an das Domstift zu Bautzen, im Jahr darauf erfolgte die Erwähnung als castrum. 1923 fanden erste Ausgrabungsarbeiten statt.
1995 wurde das Burgmuseum erbaut. Erhalten sind noch einige impressive Mauerreste. Die Burgruine ist über einen Wanderweg erreichbar.
Die Anlage steht seit 1936 unter Schutz als Bodendenkmal. Der Schutz wurde Ende 1958 aufgefrischt.
02699 Königswartha OT Eutrich
Im 18. Jahrhundert war ein Vorwerk vorhanden, welches 1840 erneut urkundlich Erwähnung fand.
01917 Kamenz OT Lückersdorf
Lückersdorf wurde 1432 und 1514 als Rittersitz bezeichnet. Die Standesherrschaft Königsbrück übte um 1560 die Grundherrschaft über Lückersdorf aus. Weitere Informationen zum Rittersitz Lückersdorf nicht vor.
Am Schlossberg
01917 Kamenz
Die Burg wurde um 1200 erbaut, 1255 erwähnt und bereits 1432 abgebrochen. Die Burg befand sich am östlichen Rand der Kamenzer Altstadt am nördlichen Ufer der Langen Wassers. An die frühere Burg erinnern heute die Straßen Burgstraße und Schlossgässchen sowie der Weg Am Schlossberg.
Insgesamt wurde das Burgareal durch Bebauung stark verändert. Es wurde erstmals 1936 und wiederholt 1962 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.