Vorwerk Tiegling
02999 Lohsa OT Tiegling
Historisches
Im 18. Jahrhundert wurde in Tiegling ein Vorwerk erwähnt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Bautzen
02999 Lohsa OT Tiegling
Im 18. Jahrhundert wurde in Tiegling ein Vorwerk erwähnt.
Wasserburg & Rittergut GlauschnitzRadeburger Straße 2, 4
01936 Laußnitz OT Glauschnitz
Das Herrenhaus des Ritterguts Glauschnitz geht auf eine frühere Wasserburg zurück, die 1376 als Herrensitz Erwähnung fand. Dabei handelte es sich möglicherweise um das 1520 erwähnte Vorwerk, welches als Einzelgut in der Wüstung Glauschnitz genannt wurde und der Herrschaft Königsbrück unterstand. 1564 wurde das Vorwerk zu einem eigenständigen Rittergut erhoben.
Die Besitzer des Ritterguts waren zunächst die Herren von Schönberg aus der Reichenauer Linie. Im 17. Jahrhundert erwarben die Herren von Schleinitz das Rittergut Glauschnitz. Das Herrenhaus wurde um 1700 als Neubau errichtet, wobei die Reste der Wasserburg überbaut wurden. 1776 befand sich das Rittergut im Besitz von Christian Wilhelm von Just, gefolgt von den Grafen von Hohenthal-Königsbrück und den Herren von Altrock.
Zum etwa 550 ha großen Rittergut Glauschnitz gehörten neben den weitläufigen Ländereien auch ein Schlossteich, eine Schäferei und eine etwas abseits gelegene Ziegelscheune an der Straße nach Laußnitz. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam noch ein Forsthaus hinzu.
Letzter Besitzer des Ritterguts Glauschnitz im zeitigen 20. Jahrhundert war Julius Crome, ein Antiquitätenhändler aus Dresden, der im Herrenhaus viele wertvolle Möbel und Kunstgegenstände lagerte. Nach deren Diebstahl wurde, um Spuren zu verwischen, Feuer gelegt und das Herrenhaus brannte am 11. Juli 1945 ab.
Nach 1945Die Grundmauern des Herrenhauses wurden nach dem Brand abgetragen und Julius Crome wurde im Rahmen des Vollzugs der Bodenreform enteignet. Der Grundbesitz Cromes wurde anschließend verstaatlicht.
Die ehemaligen Ställe und Wirtschaftsgebäude sind zu Wohngebäuden umgebaut und werden bewohnt. Die Umfassungsmauern des Grundstücks sind straßenseitig erhalten. Die ehemalige Toreinfahrt wurde symbolisch im Frühjahr 2007 wieder aufgebaut.
Die Anlage der Wasserburg wurde Ende 1935 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Der Schutz wurde Ende 1955 erneuert. Die Burg wurde durch das abgerissene Herrenhaus völlig überbaut. Eine Böschungsmauer wird als ehemalige Abgrenzung zu einem nicht mehr vorhandenen Graben betrachtet.
(Stand: Oktober 2023)
Rittergut Lehndorf IIAm Park
01920 Panschwitz-Kuckau OT Lehndorf
Die Rittergüter Lehndorf I und Lehndorf II sind heute vereinigt, nachdem der Besitzer des Rittergutes Lehndorf I, die Familie Hentzschel, das ehemalige Rittergut Lehndorf II 1998 erworben hatte.
Das Herrenhaus wurde 2006 abgerissen, die Wirtschaftsgebäude befinden sich in sanierungsbedürftigem Zustand. Der Hof ist nunmehr dem landwirtschaftlichen Betrieb angegliedert.
02999 Lohsa OT Riegel
1744 bestand in Riegel ein Vorwerk.
Freigut HöckendorfAm Gemeindeamt 1
01936 Laußnitz OT Höckendorf
Ein Herrensitz entstand bereits ab 1195, nachdem das Höckendorfer Gebiet an den Dohnaer Burggrafen gelangt war. Das ehemalige Vorwerk wurde zwischen 1540 und 1543 errichtet. Nach der Fertigstellung verkaufte Herzog Moritz das Vorwerk an das Amt Radeberg. Seit 1662 befand sich das Vorwerk in Privatbesitz von Christoph Mendel. Nachdem es im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt wurde, ließ er es 1664⁄1665 verändert nach heutigem Aussehen aufbauen. Die Bezeichnung Freigut ist für 1875 belegt. 1878 war Ferdinand Koch, zwei Jahre später August Ziesche als Besitzer benannt. 1942 kaufe die NSDAP das Freigut und richtete darin eine Jugendherberge für Mädchen ein.
Ab 1945 wurde es als Kindergarten genutzt, weiterhin waren Kinderkrippe, Schule, Wohnungen, Bücherei, Schwesternstation und das Gemeindeamt darin untergebracht.
Das Freigut Höckendorf befindet sich mittlerweile seit vielen Jahren in Privatbesitz.
Vorwerk PanschwitzPoststraße 5 – Pächterhaus
Am Montschik 1 – Scheune
01920 Panschwitz-Kuckau
Das Vorwerk wurde im 18. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Es gehörte zum Kloster St. Marienstern.
Das vormalige Pächterhaus (Foto) wird vom Kloster für Außenwohngruppen genutzt, die Scheune als Werkstatt für behinderte Menschen.
02991 Lauta OT Laubusch
In den Jahren 1744 sowie 1825 wurde ein Vorwerk in Laubusch nachgewiesen. Dieses existiert heute nicht mehr. Als Folge des Braunkohletagebaus wurde der Ort bereits um 1940 abgebrochen.
Rittergut SteinitzSpreestraße 22
02999 Lohsa OT Steinitz
Im Jahre 1410 befand sich das Gut Steinitz im Besitz der Familie von Schreibersdorff, die es bis auf eine kurze Unterbrechung in der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts besaß. Noch vor 1672 erwarb Hans von Dallwitz das 1563 urkundlich als Rittergut erwähnte Gut Steinitz und veräußerte es 1693 an den Herrn von Schönburg. Es blieb in Familienbesitz bis es 1803 von dem Herrn von Schkopp erworben wurde. Nach nur dreijährigem Besitz wurde das Rittergut wieder verkauft und wechselte in der Folgezeit häufig seine Besitzer. 1921 erwarb der Prinz von Schönburg-Waldenburg das Rittergut. Dr. Oeren war seit 1933 der letzte Besitzer.
1945 erfolgte die Enteignung. Nur zwei Jahre später wurde das Schloss Steinitz abgerissen.
Erhalten ist noch ein ruinöses Wirtschaftsgebäude.
Landstraße 22
01920 Panschwitz-Kuckau OT Kaschwitz
Das Herrenhaus entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
02991 Lauta OT Torno
In Torno wurde 1568 und 1744 ein Vorwerk nachgewiesen.