Vorwerk Löbensmüh
02894 Reichenbach OT Mengelsdorf
Historisches
Das Vorwerk brannte 1737 ab. Die Besitzer des Rittergutes in Mengelsdorf, die Familie von Loeben, ließ das Vorwerk als Witwensitz neu aufbauen.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Görlitz
02894 Reichenbach OT Mengelsdorf
Das Vorwerk brannte 1737 ab. Die Besitzer des Rittergutes in Mengelsdorf, die Familie von Loeben, ließ das Vorwerk als Witwensitz neu aufbauen.
02929 Rothenburg OT Ungunst
Das Vorwerk wurde 1777, möglicherweise bereits auch schon 1725, schriftlich erwähnt.
Rittergut KleinradmeritzSchlossweg 4 (Schloss)
Schlossweg 1 (Gutsverwalterhaus)
02708 Löbau OT Kleinradmeritz
Das Rittergut Kleinradmeritz wurde 1402 als Rittersitz erwähnt und 1581 als Rittergut benannt. Seit 1679 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Gersdorff. 1794 kam es an Karl Florian von Thielau, der 1815 An- und Umbauten vornehmen ließ, und 1849 an Maria Paulowna Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, die das Rittergut in eine Familienstiftung einbrachte. 1913 wurde diese Familienstiftung aufgelöst und die seit 1679 vereinten Güter Buda, Fritzkau und Kleinradmeritz wurden getrennt. Die Familie Günther erwarb Kleinradmeritz.
Die Familie Günther wurde 1945 im Zuge der Bodenreform enteignet, die landwirtschaftlichen Flächen aufgeteilt. Im Herrenhaus wurden Wohnungen, Kino, Kindergarten, Gemeindeverwaltung und Konsum untergebracht. 1965 wurde ein Turm des Ritterguts abgetragen.
Seit 2002 befindet sich das Herrenhaus in Privatbesitz. Die Sanierung erfolgte schrittweise. Die Wirtschaftsgebäude unterliegen unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen. 2006 stürzte ein Scheunendach ein. 2021 sollte das ehemalige Gutsverwalterhaus für mindestens 7.000 € versteigert werden.
Das Herrenhaus wird bewohnt, der Park befindet sich in gepflegtem Zustand. Die Ländereien werden von einer Landwirtin bewirtschaftet.
02708 Löbau OT Buda
Für Buda wurde ein Herrensitz im Jahre 1416 genannt. Im 18. Jahrhundert entstand ein Vorwerk, welches ab 1875 als Rittergut ohne Gebäude bezeichnet wurde. Seit 1679 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Gersdorff. 1794 kam es an die Familie von Thielau, 1849 an Maria Paulowna Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach. 1913 wurde die Familienstiftung aufgelöst und die seit 1679 vereinten Güter Buda, Fritzkau und Kleinradmeritz wurden getrennt.
Hauptstraße 119
02763 Zittau OT Wittgendorf
Wittgendorf wurde 1405 als Rittersitz beschrieben. Die Informationslage ist jedoch überaus spärlich. Der Rittersitz steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Vorwerk, welches sich nahe der Kirche befand.
Das Vorwerk, ein Vierseitenhof, ist heute noch vorhanden.
Schlossstraße 50
02730 Ebersbach-Neugersdorf
Das Rittergut wurde 1669 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1700 ließ die Stadt Zittau auf dem Rittergut ein neues Schloss erbauen. 1797 wurde es an Karl Gottlob Isreal verkauft, der das Schloss als Wohnraum für arme Familien vermietete. 1856 wurde die Nutzung aufgegeben und das Schloss umgebaut, um es künftig als königliches Gerichtsamt zu nutzen. Aus diesem ging das Amtsgericht hervor. In den Jahren 1897 und 1898 erfolgten erneut Umbauten, wobei das Schloss ausgebaut und erweitert wurde. In den letzten Tagen des Jahres 1908 zerstörte ein Brand Teile des Schlosses. Die Wiederaufbauarbeiten erfolgten 1909.
Bis 1952 diente das Schloss als Amtsgericht. Danach beherbergte es Schule, Kindergarten und Hort sowie Wohnungen.
Die Schule wurde 1998 geschlossen, das Schloss leergezogen. Es erfolgte ein Verkauf an den Inhaber eines Bauplanungsbüros.
Das Schloss Ebersbach ist saniert und steht wieder als Wohnraum zur Verfügung.
Rittergut DürrhennersdorfHauptstraße 60
02708 Dürrhennersdorf
Dürrhennersdorf wurde erstmals urkundlich als Herrensitz 1348 unter Fricze von Henrichisdorf erwähnt. Die Aufwertung zum Rittergut datiert auf das Jahr 1554.
Das kombinierte Herrenhaus mit Stallungen wurde um 1700 erbaut. Im 18. Jahrhundert waren die Grafen von Hoym Besitzer des Ritterguts Dürrhennersdorf. 1781 erwarb es Peter August von Schönberg, er übertrug es zehn Jahre später seinen Töchtern. August Charlotte von Schönberg, verehelichte Gräfin von Kielmannsegg, war ab 1801 alleinige Eigentümerin. 1830 gelangte das Rittergut Dürrhennersdorf an Carl Gottfried Jeremias. In dessen Familienbesitz verblieb das Rittergut über mehrere Generationen.
Nach dem Vollzug der Bodenreform und der Enteignung des Ritterguts erfolgte die Aufteilung an Neubauern. Im Herrenhaus zog ein Kindergarten ein. Der Hof und die Ländereien wurden ab 1956 von der örtlichen LPG genutzt.
Das Herrenhaus wurde ab 2005 von der Gemeinde saniert. Ein Teil der Wirtschaftsgebäude wurde abgerissen.
Das ehemalige Rittergut bildet den größten Gebäudekomplex im Ort und umfasst auch einen Park. Im bewohnten Herrenhaus sind auch der Dorfclub und Vereine ansässig.
02739 Kottmar OT Eibau
1405 war ein Rittersitz bekannt, 1602 ein Rittergut. Weitere Informationen, insbesondere zum Fortbestand des Ritterguts und dessen Standort, liegen derzeit noch nicht vor.
Rittergut HorschaZur Mühle 12
02906 Quitzdorf OT Horscha
Das Rittergut wurde 1540, 1609 und 1885 urkundlich erwähnt.
1945 wurde das Herrenhaus zerstört und anschließend restlos beräumt. Die Eigentümer des Rittergutes wurden im Rahmen der Bodenreform enteignet und die Flächen aufgeteilt.
Einige Teile der Schlossmauer sowie teilweise zu Wohnhäusern umgebaute Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Rittergutes sind noch erhalten. Es existiert weiterhin ein großer, verwilderter Gutspark.
Altes & Neues Schloss KollmZum Weinberg 6
02906 Quitzdorf OT Kollm
Obwohl das Rittergut erst 1604 schriftlich nachweisbar ist, existierte vermutlich bereits früher ein Herrensitz, der sich 1396 erst im Besitz der Familie von Nostitz, später im Besitz der Familie von Temritz befand. Es kam 1744 erneut an die Familie von Nostitz und Jänkendorf, unter welcher zwischen 1765 und 1766 das Alte Schloss errichtet wurde.
1909 kam das Rittergut Kollm in den Besitz von Wilhelm Freiherr von Rüxleben. Er ließ bis 1911 das Neue Schloss erbauen und den Park erweitern. Nach des Freiherrn Tod 1915 heiratete dessen Witwe in zweiter Ehe den Regierungspräsidenten Walter von Miquel. Die beiden hatten die Töchter Ingeborg und Alexandra. Zwischen 1943 und 1945 war das Alte Schloss an den Reichsverband der Deutschen Zeitungsverleger vermietet.
Nach 1945Alexandra von Miquel wurde im Herbst 1945 enteignet und ausgewiesen. Im Folgejahr wurden das Ober- sowie das Dachgeschoss vom Alten Schloss abgetragen. Nach dem teilweisen Abbruch wurde das restliche Schloss für Wohnraumnutzung umgebaut. 1947 wurde das Neue Schloss in ein Altenheim umgebaut und langfristig als solches genutzt.
Das Alte Schloss Kollm wurde 1998 saniert. Seit 1999 befindet sich das Neue Schloss in Privatbesitz. Es ist aufwändig saniert und befindet sich inmitten des Gutsparkes.
Beide Schlösser werden bewohnt.