Boxberg: Rittergut Zimpel

Rittergut Zimpel

Zu den Eichen 6
02943 Boxberg OT Zimpel

Historisches

Das Rittergut wurde 1571 schrift­lich erwähnt und befand sich bis zu jeder Zeit im Besitz von Georg von Metzradt. Er ver­kaufte es an die Herren von Metzradt. Nachfolgend befand sich das Gut bis 1604 im Besitz der Familie von Gersdorff. 1650 kaufte eben diese Familie das Rittergut von den Herren von Nostitz zurück, die es zwi­schen­zeit­lich besaßen.

An die Familie von Schönberg kam das Rittergut im Jahre 1700. 80 Jahre spä­ter wurde Caspar Gottlob Friedrich von Herzberg Eigentümer. 1804 kam das Rittergut erneut an die Familie von Gersdorff und ver­blieb dort bis 1828. Danach wech­sel­ten die Besitzer noch mehr­fach, ehe 1921 Hugo Stinnes das Rittergut übernahm.

Nach 1945

Hugo Stinnes wurde 1945 ent­eig­net. Im glei­chen Jahr wurde das Schloss zer­stört, einige wenige Mauerreste sind noch vorhanden.

Heutige Nutzung

Ein Teil des Wirtschaftshofes ist noch bewohnt, der Rest ist rui­nös und befin­det sich in Privatbesitz.

Reichenbach: Rittergut Zoblitz

Rittergut Zoblitz

Dorfstraße 13–21
02894 Reichenbach OT Zoblitz

Historisches

Das 1525 erwähnte Vorwerk wurde sehr bald zum Rittergut auf­ge­wer­tet und als sol­ches 1564 bezeich­net. Es befand sich lange Zeit im Besitz der Familie von Gersdorff und wurde 1794 an Karl Florian von Thielau ver­kauft. Ihm folg­ten meh­rere wei­tere Besitzer. Das Herrenhaus war ver­mut­lich bereits im 18. Jahrhundert ent­stan­den und erhielt um 1910 einen Wintergarten-Anbau.

Nach 1945

1945 wurde der dama­lige Besitzer mit dem Vollzug der Bodenreform ent­eig­net. Die Ländereien wur­den aufgeteilt.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus wurde in den 1990er Jahren von der Stadt Reichenbach saniert.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird als Mehrfamilienhaus bewohnt.

Rietschen: Wasserburg & Schloss Daubitz

Wasserburg & Schloss Daubitz

Dorfstraße 18 (Schloss)
Dorfstraße 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 20 (Wirtschaftsgebäude)
02956 Rietschen OT Daubitz

Historisches

Bereits um 1400 ent­stand ein Rittergut mit Schloss in Daubitz, des­sen Besitzer häu­fig wech­sel­ten. Erstmals urkund­lich erwähnt wurde das Rittergut 1589. Im 17. Jahrhundert gehörte es der Familie von Rackel, 1708 schenkte Carl Gottlob von Pentzig das Rittergut sei­ner Tochter Johanna Charlotte Tugendreich, die spä­ter in die Familie von Ziegler und Klipphausen ein­hei­ra­tete. Unter die­ser ent­stand 1720 das Barockschloss als Umbau der vor­her bestehen­den Wasserburg.

In der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es zu einer Teilung des Ritterguts, aus dem zwei 1777 erwähnte Vorwerke her­vor­gin­gen. 1783 kam es an Johanna Amalie von Roeder, die das Schloss durch Heirat in den Besitz der Grafen von Einsiedel brachte. Unter die­sen erfolgte 1870 ein Umbau. 1885 wur­den die bei­den Vorwerke als zu einem Rittergut wie­der­ver­ei­nigt erwähnt. 1895 kaufte das Görlitzer Krankenhaus das Areal und im Schloss wurde ein Kindererholungsheim ein­ge­rich­tet. Schloss Daubitz wurde im Zweiten Weltkrieg als Lazarett genutzt.

Nach 1945

Nach 1945 erfolgte eine Nutzung als Unterkunft für Flüchtlinge und diverse Dorfvereine. Ab 1978 diente Schloss Daubitz als Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderheim.

Nachwendezeit

Das Rittergut steht seit 1993 leer. Inzwischen gab es wie­derum meh­rere Besitzerwechsel, ohne dass not­wen­dige Sanierungen vor­ge­nom­men wurden.

Heutige Nutzung

Leerstand

Zittau: Vorwerk Drausendorf

Vorwerk Drausendorf

Dorfstraße 2, 2a
02763 Zittau OT Drausendorf

Historisches

Das Vorwerk Drausendorf bestand bereits seit 1366. Das Herrenhaus wurde im 16. Jahrhundert errich­tet. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts befand sich das Vorwerk im Besitz der Stadt Zittau. Zuvor unter­stand es dem Kloster Oybin. Der Stall wurde 1666 errich­tet, das Bassin 1786 und ein neues Wohnhaus um 1910. Die wei­te­ren Gebäude des Vorwerks dati­ren auf das 19. Jahrhundert.

Nach 1945

Das Vorwerk wurd ein ein Volksgut umgewandelt.

Löbau: Wasserburg & Rittergut Lautitz

Wasserburg & Rittergut Lautitz

Weg an der Löbau 1
02709 Löbau OT Lautitz

Historisches

Lautitz befand sich lange Zeit in den Händen der Herren von Lautitz, von denen Henricus de Lutiz 1206 erst­mals Erwähnung fand. Für Lautitz war 1317 ein Herrensitz unter Albertus de Lutitz belegt, der 1502 als Rittersitz und 1563 als Rittergut Erwähnung fand. Allerdings war das Gebiet bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts ein Herrensitz und das heu­tige Rittergut geht ver­mut­lich auf eine damals exis­tente Wasserburg zurück. Das Herrenhaus wurde um 1654 von der Familie von Gersdorff errich­tet, die min­des­tens seit 1566 im Besitz von Lautitz war.

Erst 1828 endete die Herrschaft die­ser Adelsfamilie auf Lautitz mit dem Verkauf an die Familie von Nostitz. 1841 erwarb der Kammerherr Otto von Erdmannsdorf den Grundbesitz. Ihm folg­ten meh­rere wei­tere Eigentümer mit jeweils nur kur­zen Besitzzeiten. Von 1914 bis 1927 besa­ßen die Freiherren von Lüdinghausen das Rittergut. Adolf Richter erwarb das Rittergut Lautitz 1927. 1943 kam es infolge eines Brandes zur Vernichtung des Daches. Das not­dürf­tige Dachprovisorium ist noch heute erhalten.

Nach 1945

Nach der Enteignung Richters 1945 wurde das Rittergut in ein Volksgut umge­wan­delt, auf dem Hopfen ange­baut und Pilze gezüch­tet wur­den. Das Herrenhaus diente fortan als Mehrfamilienwohnhaus.

Nachwendezeit

Das Volksgut wurde 1991 auf­ge­löst. Das Herrenhaus wurde nach und nach leergezogen.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus steht leer.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg war recht­eckig ange­legt und von einem was­ser­füh­ren­den Graben umge­ben. Das Areal steht seit 1936 unter Bodendenkmalschutz, der 1958 erneu­ert wurde.

Ebersbach-​Neugersdorf: Schloss Ebersbach

Schloss Ebersbach

Schlossstraße 50
02730 Ebersbach-Neugersdorf

Historisches

Das Rittergut wurde 1669 erst­mals urkund­lich erwähnt. Um 1700 ließ die Stadt Zittau auf dem Rittergut ein neues Schloss erbauen. 1797 wurde es an Karl Gottlob Isreal ver­kauft, der das Schloss als Wohnraum für arme Familien ver­mie­tete. 1856 wurde die Nutzung auf­ge­ge­ben und das Schloss umge­baut, um es künf­tig als könig­li­ches Gerichtsamt zu nut­zen. Aus die­sem ging das Amtsgericht her­vor. In den Jahren 1897 und 1898 erfolg­ten erneut Umbauten, wobei das Schloss aus­ge­baut und erwei­tert wurde. In den letz­ten Tagen des Jahres 1908 zer­störte ein Brand Teile des Schlosses. Die Wiederaufbauarbeiten erfolg­ten 1909.

Nach 1945

Bis 1952 diente das Schloss als Amtsgericht. Danach beher­bergte es Schule, Kindergarten und Hort sowie Wohnungen.

Nachwendezeit

Die Schule wurde 1998 geschlos­sen, das Schloss leer­ge­zo­gen. Es erfolgte ein Verkauf an den Inhaber eines Bauplanungsbüros.

Heutige Nutzung

Das Schloss Ebersbach ist saniert und steht wie­der als Wohnraum zur Verfügung.

Dürrhennersdorf: Rittergut Dürrhennersdorf

Rittergut Dürrhennersdorf

Hauptstraße 60
02708 Dürrhennersdorf

Historisches

Dürrhennersdorf wurde erst­mals urkund­lich als Herrensitz 1348 unter Fricze von Henrichisdorf erwähnt. Die Aufwertung zum Rittergut datiert auf das Jahr 1554.

Das kom­bi­nierte Herrenhaus mit Stallungen wurde um 1700 erbaut. Im 18. Jahrhundert waren die Grafen von Hoym Besitzer des Ritterguts Dürrhennersdorf. 1781 erwarb es Peter August von Schönberg, er über­trug es zehn Jahre spä­ter sei­nen Töchtern. August Charlotte von Schönberg, ver­ehe­lichte Gräfin von Kielmannsegg, war ab 1801 allei­nige Eigentümerin. 1830 gelangte das Rittergut Dürrhennersdorf an Carl Gottfried Jeremias. In des­sen Familienbesitz ver­blieb das Rittergut über meh­rere Generationen.

Nach 1945

Nach dem Vollzug der Bodenreform und der Enteignung des Ritterguts erfolgte die Aufteilung an Neubauern. Im Herrenhaus zog ein Kindergarten ein. Der Hof und die Ländereien wur­den ab 1956 von der ört­li­chen LPG genutzt.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus wurde ab 2005 von der Gemeinde saniert. Ein Teil der Wirtschaftsgebäude wurde abgerissen.

Heutige Nutzung

Das ehe­ma­lige Rittergut bil­det den größ­ten Gebäudekomplex im Ort und umfasst auch einen Park. Im bewohn­ten Herrenhaus sind auch der Dorfclub und Vereine ansässig.

Kottmar: Rittergut Alteibau

Rittergut Alteibau

02739 Kottmar OT Eibau

Historisches

1405 war ein Rittersitz bekannt, 1602 ein Rittergut. Weitere Informationen, ins­be­son­dere zum Fortbestand des Ritterguts und des­sen Standort, lie­gen der­zeit noch nicht vor.

Quitzdorf, Rittergut Quitzdorf

Rittergut Quitzdorf

02906 Quitzdorf

Historisches

1590 wurde das Rittergut erst­mals erwähnt.

Nach 1945

Die Ortschaft wurde 1969 deva­stiert, um die Talsperre Quitzdorf zu errich­ten. Spätestens dann wurde auch das Rittergut mit Herrenhaus und Nebengebäuden abgetragen.

Quitzdorf, Rittergut Horscha

Rittergut Horscha

Zur Mühle 12
02906 Quitzdorf OT Horscha

Historisches

Das Rittergut wurde 1540, 1609 und 1885 urkund­lich erwähnt.

Nach 1945

1945 wurde das Herrenhaus zer­stört und anschlie­ßend rest­los beräumt. Die Eigentümer des Rittergutes wur­den im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net und die Flächen aufgeteilt.

Heutige Nutzung

Einige Teile der Schlossmauer sowie teil­weise zu Wohnhäusern umge­baute Wirtschaftsgebäude des ehe­ma­li­gen Rittergutes sind noch erhal­ten. Es exis­tiert wei­ter­hin ein gro­ßer, ver­wil­der­ter Gutspark.