Vorwerk Lübschütz
04827 Machern OT Lübschütz
Historisches
In Lübschütz existierte im 18. Jahrhundert ein Vorwerk.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Leipzig
04827 Machern OT Lübschütz
In Lübschütz existierte im 18. Jahrhundert ein Vorwerk.
Kirchstraße 42
04416 Markkleeberg
Das Gutshaus geht auf eine frühere mittelalterliche Wasserburg zurück. Ein Herrensitz konnte 1212 nachgewiesen werden. Er befand sich im Besitz des Conrad von Cleberg, kam 1340 an Heinrich von Haldecken, 1462 an die Herren von Haugwitz, unter denen der Herrensitz 1551 zum Rittergut aufgewertet wurde, 1574 an Ernst von Schönfeld und 1581 an die Herren von Starschedel. 1621 kaufte die Familie Anckelmann das Rittergut und ließ 1656 das Torhaus ausbauen. Durch Heirat kam das Rittergut 1660 an die Familie von Fullen. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus erbaut. Vier Jahre später erfolgte ein Umbau des Torhauses.
1731 erwarb Johann Christoph von Lohse das Gut. Es befand sich zunächst in Familienbesitz. 1745 wurde das Herrenhaus umgebaut. Seit 1782 war eine von Lohse-Tochter, Antoinette Wilhelmine von Funcke, alleinige Besitzerin. Während der Völkerschlacht tobten am Torhaus blutige Stellungskämpfe. In der Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte der zweite Umbau des Herrenhauses. Vermutlich seit 1844 bis 1858 gehörte das Rittergut den Geschwistern Wille und wurde danach an Elisabeth von Schönberg verkauft. Nachfolgende Besitzer waren die Familie von Römer sowie ab 1901 Johann Wilhelm von der Crone. Im Jahr 1917 pachtete und 1932 / 1933 kaufte Dr. Paul Hoppe das Gut.
Nach der Enteignung von Dr. Paul Hoppe 1945 wurde das Rittergut für zwei Jahre Versuchsgut der Uni Leipzig. Im Herrenhaus wurde im Jahr darauf ein Krankenhaus und später ein Altenpflegeheim untergebracht.
Die Erben kauften nach 1996 das Torhaus des Ritterguts sowie 2000 das Herrenhaus zurück, welches bis 2006 umfassend saniert wurde.
Das Torhaus wird durch den Förderverein Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813 genutzt, das Herrenhaus durch das Kultur- und Umweltzentrum e. V. Im Herrenhaus wohnt außerdem der Besitzer.
Die ursprüngliche Wasserburg wurde durch das spätere Gutshaus größtenteils überbaut. Der zur Wasserburg gehörende rechteckige Graben ist teilweise noch erhalten, wenn auch nicht mehr wasserführend. Es besteht Schutz als Bodendenkmal seit 1938 mit einer Erneuerung des Schutzes Mitte 1958.
04420 Markranstädt OT Döhlen
1791 wurde Döhlen als trockenes Rittergut bezeichnet. Eine erneute Nennung als Rittergut erfolgte 1816.
Dorfstraße 21–26
04416 Markkleeberg
Das Herrenhaus wurde 1687 erwähnt. Besitzer des Gutes waren in Reihenfolge die Familien von Gehofen, von Dieskau und die Familie Kees. Finanziert wurde der Erwerb durch Johann Jakob Kees der Jüngere, der 1712 die Post, von seinem Vater dem Oberpostmeister gepachtet, in Staatshand zurückgab. Unter seiner Regie fanden 1714 Umbauten im Barockstil statt. Weitere Umbauten folgten um 1830. Einige Flurstücke des Rittergutes wurden 1925 für den Kohleabbau an die AG Sächsische Werke Böhlen verkauft.
Das Herrenhaus blieb bis zur Enteignung 1945 im Besitz der Familie von Kees. Während das Schloss durch Sicherungsmaßnahmen gerettet werden konnte, fielen Park und Mühle dem Kohleabbau zum Opfer.
Dank städtischen und privaten Engagements wurde das ehemals vom Verfall bedrohte Schloss zu einer repräsentativen Wohnanlage umgebaut.
04420 Markranstädt OT Seebenisch
Seebenisch verfügte 1471 über ein Vorwerk.
04416 Markkleeberg
1285 fand ein Rittersitz Erwähnung, seit 1551 wurde er als Rittergut genutzt. Das Crostewitzer Rittergut gehörte ab dem 17. Jahrhundert die Familien Sülzberger und Hohmann. Von 1725 bis 1834 ist die Familie von Hohenthal benannt. Nachfolgend befand es sich im Besitz der Familie Meinert und war bis 1945 im Besitz der Familie Fiedler.
Nach der Enteignung 1945 wurde das Herrenhaus abgerissen und die Steine wurden als Baumaterial genutzt. Der Ort wurde 1972 devastiert. Bis 2006 wurde der Markkleeberger See geflutet, auf dessen Gebiet sich einst Crostewitz befand.
Hauptstraße 313 (Schloss)
Cröbernsche Straße 12a (Herrenhaus)
04416 Markkleeberg OT Gaschwitz
1350 wurde ein Herrensitz erwähnt, der sich noch bis mindestens 1390 im Besitz der Herren von Gaschwitz befand. 1445 als Rittersitz und 1486 als Vorwerk erwähnt, befand sich Gaschwitz im 15. Jahrhundert im Besitz der Familie von Pflugk. 1506 gelangte das Vorwerk an die Familie von Erdmannsdorf und wurde unter dieser 1551 in ein Rittergut umgewandelt. Dieses ging 1616 aus dem Familiensitz an die Familie Brand von Lindau über. 1694 erwarb es Volkmar Friedrich von Zehmen, der es 1702 an Georg Friedrich von Hopfgarten verkaufte. Unter diesem wurde drei Jahre später das Alte Schloss errichtet.
Weitere Besitzer waren ab 1716 die Familie Magen, ab 1759 für zwei Jahre Rahel Bose, danach die Familie von Leyser, ab 1819 Frau Aster und ab 1834 die Familie Friderici. Unter dem Domprobst Dr. Friderici, seit 1901 Besitzer, wurde 1905 das Neue Herrenhaus erbaut. 1910 kam das Rittergut an Etienne Plantier. 1925 wurde das Rittergut an die Sächsischen Werke verkauft und drohte zu verfallen.
Die Sächsischen Werke wurden 1945 enteignet und das Rittergut in ein Volksgut umgewandelt. Zwei Jahre darauf wurde im Neuen Herrenhaus eine Schule eingerichtet.
Im Jahre 2000 kaufte die Stadt Markkleeberg das gesamte Gelände.
Das Alte Schloss steht derzeit leer, Sanierungsarbeiten haben begonnen. Das Neue Herrenhaus wird teilweise durch die Volkssolidarität sowie eine Bildungsstätte genutzt und steht anderenteils leer. (Stand: 2010)
04420 Markranstädt OT Priesteblich
Seit dem 17. Jahrhundert gehörte das Gut der Familie von Bünau, um 1825 gelangte es in den Besitz der Familie von Gordon.
04668 Grimma OT Bahren
Bahren wurde 1348 unter Friderich von Parin als Herrensitz genannt. Der Herrensitz bestand nicht lange und entwickelte sich nicht zu einem Rittergut. Das castrum Naunhof war 1378 für die Verwaltung von Bahren zuständig. Die Grundherrschaft übte ab 1548 das Rittergut Döben und ab 1606 das Rittergut Böhlen aus.
Am Schloss 2
04420 Markranstädt OT Altranstädt
Das Schloss wurde 1620 auf den Grundmauern eines Klosters errichtet, welches bereits im 12. Jahrhundert erwähnt wurde. Als Herrensitz fand Altranstädt erstmals 1215 Beachtung. Als Besitzer sind bis 1588 die Familie Wiedemann und nachfolgend die Familien Schütz, Badehorn, von Weißenbach, Frau von Brandenstein, Frau von Helldorf, die Familien von Meusebach, von Friesen, Cammann und ab 1771 von Hohenthal bekannt. 1706 / 1707 war das Schloss Wohn- und Amtssitz vom Schwedenkönig Karl XII.
Der letzte Besitzer wurde 1946 im Rahmen der Bodenreform enteignet. Das Schloss erhielt die Gemeinde Großlehna, welche es bis 2000 für Wohnzwecke und als Museum zur Verfügung stellte.
Ein Förderverein kümmert sich seit 2002 um Erhalt und Nutzung des Schlosses. Es steht für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung.