Vorwerk Thümmlitz
04668 Grimma OT Thümmlitz
Historisches
Das Vorwerk Thümmlitz wurde 1478 schriftlich belegt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Leipzig
04668 Grimma OT Thümmlitz
Das Vorwerk Thümmlitz wurde 1478 schriftlich belegt.
Waldstraße | Stausee Rötha
04571 Rötha
Die Wallburg befand sich auf einer Talkante am Ost-Ufer vom Stausee Rötha und südlich der ehemaligen Obstweinschänke. Erhalten sind ein Turmhügel sowie ein nur noch schwer erkennbarer sichelförmiger Abschnittsgraben.
Als Bodendenkmal wurde die Anlage Anfang 1938 geschützt. Erneuert wurde der Schutz 1958.
Klosterholz
04668 Grimma OT Schaddel
Vermutlich nach der Aufgabe des Großen Schaddelwalls wurde der Kleine Schaddelwall ein Stück weiter südöstlich angelegt. Es handelt sich um eine Spornburg über dem Muldental, die wahrscheinlich im 9./10. Jahrhundert entstand. Schaddel selbst wurde noch 1306 als Herrensitz unter Theodericus dictus de Schadelo erwähnt. Die slawische Wallburg wird auch als Kleiner Schlossberg bezeichnet.
Bodendenkmalschutz besteht seit Anfang 1935. Erneuert wurde der Schutz 1956.
Lindenallee
04442 Zwenkau OT Eythra
Ab 1445 war ein Rittersitz bekannt. Von 1482 bis 1630 war die Familie Pflugk Besitzer des Schlosses, das 1733 als Barockschloss neu errichtet und zum Ende des 18. Jahrhunderts sowie 1840 erneut umgebaut wurde. Weitere Besitzer waren Graf Werthern, Gräfin Senfft von Pilsach und von 1862 bis 1865 der Kaufmann Alexander Anger.
Ab 1983 wurde der Ort mitsamt Rittergut devastiert, um Platz für den Tagebau zu schaffen. 1986 wurde der zum Schloss Eythra gehördende Trianon, eine Art künstliche Ruine, abgetragen und eingelagert. Im Jahre 2002 erfolgte sein Wiederaufbau am alten, noch vorhandenen Standort am Ende der historischen Lindenallee.
Wasserburg & Schloss BelgershainSchloßstraße
04683 Belgershain
Das Schloss Belgershain entstand aus einer bereits im 11./12. Jahrhundert angelegten Sumpfburg, die von einem Wassergraben umgeben war. Die Anlage wurde 1330 als im Besitz von Heinrich von Trebsen erwähnt. Bis 1482 befand sich das Vorwerk Belgershain im Besitz der Burggrafen von Leisnig, denen die Familie von Pflugk folgte. Nach 1510 kam das Vorwerk an die Familie von der Planitz, die es bis 1555 besaß und unter der 1551 die urkundliche Erwähnung als Rittergut erfolgte. 1555 wurde das Rittergut an die Herren von Schönfeld verkauft, die es bis 1619 besaßen und an die Familie von Schulenburg veräußerten. Als weitere Besitzer sind seit 1681 die Familie von Ponickau, seit 1782 die Familie von Rex, seit 1786 die Frau von Hopfgarten, seit 1792 die Familie von Uechteritz, seit 1844 Friedrich von Zehmen und seit 1852 die Familie von Schönburg-Waldenburg verzeichnet.
1945 wurde Günther von Schönburg-Waldenburg enteignet. Das Schloss Belgershain sollte 1950 dem Abriss zum Opfer fallen, wurde dann aber als Schule bis 1973 genutzt.
Von 2002 bis 2004 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten am Schloss selbst und am Schlossareal statt.
Das ehemalige Kavaliershaus dient heute als Rathaus. Im Schloss sind u. a. Vereinszimmer und ein Jugendklub untergebracht.
Die einstige Wasserburg wurde durch das Schloss überbaut und damit grundlegend verändert. Der umlaufende Wassergraben ist erhalten. Die Anlage der Wasserburg wurde 1956 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
Rittergut NeukirchenWyhraer Straße 13
04552 Borna OT Neukirchen
Das 1696 urkundlich erwähnte Rittergut befand sich bereits seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Neustadt. 1590 kam es an die Familie von Wölkau, 1612 an Conrad von Stein und bereits vier Jahre später an die Familie von Draschwitz. Zwischen 1637 und 1648 besaß Wolf von Kayn das Rittergut und verkaufte es dann wieder an die Familie von Draschwitz. Im 18. und 19. Jahrhundert wechselte das Rittergut mehrfach die Besitzer und verblieb meist jeweils nur für einen kurzen Zeitraum. Von 1901 bis 1906 waren Waldemar Kreysing und ab 1910 Hugo Curt Kabitzsch als Besitzer verzeichnet.
1945 erfolgte die Enteignung. 1954 wurden die landwirtschaftlichen Flächen von der LPG übernommen. 1988 erfolgte der Abriss des baufällig gewordenen Herrenhauses.
Das Foto zeigt das ehemalige, heute bewohnte Verwalterhaus. Wirtschaftsgebäude sind ebenfalls noch vorhanden.
04571 Rötha OT Trachenau
Der erstmals 1157 erwähnte Herrensitz unter Otto de Thraconov wurde ab 1445 als Rittersitz bezeichnet. 1941 wurde die Burg zerstört. Erbauer waren die Herren von Rötha.
Der Ort wurde wegen des Kohleabbaus 1962 devastiert. Die Reste der Burg Trachenau gingen damit ebenfalls verloren.
Zur Schanze
04668 Grimma OT Nauberg
Die slawische Wallburg befindet sich im nordwestlichen Bereich des Ortes und misst etwa 150 m im Durchmesser. Heute wird sie von einer Straße geteilt, die Innenfläche des Wallburgareals ist neuzeitlich bebaut.
Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1937. Erneuert wurde der Schutz 1956 und erweitert im Jahr 1974.
04668 Grimma OT Gaudichsroda
Das Vorwerk Gaudichsroda bestand 1904.
Genossenschaftsweg 9 & 10
04808 Wurzen OT Burkartshain
Bereits um 1100 begründete der Ritter Burkhard das Anwesen. 1284 wurde der Ort urkundlich als Borchardeshayn erwähnt. Um 1450 verwalteten die Bischöfe von Meißen das Gut. Im gleichen Jahr wurde Hans von Kanitz als Besitzer genannt. Anschließend erfolgten viele Besitzerwechsel und das Gut wurde mehrfach aufgeteilt. Weitere Besitzer waren Bernhard von Stentitz und Friedrich von Saalhausen.
Andreas Quaas besaß einen Teil des Gutes von 1525 bis 1540. Ihm folgte bis 1549 die Familie von Kanitz. Unter dieser wurde erstmal 1548 das Rittergut urkundlich erwähnt. Heinrich von Crostewitz besaß das Rittergut von 1549 bis 1565, ihm folgte bis 1784 die Familie von Holleuffer. Bis 1817 ist die Familie von Lorenz auf dem Rittergut ansässig, anschließend bis 1825 Johann Friedrich August Zimmermann, dem bis 1838 Viktor August Schoch folgte. In jenem Jahr kam Hans Jakob Mettler an das Rittergut und erneuerte und vergrößerte das Herrenhaus im klassizistischen Stil. Auch die Wirtschaftsgebäude wurden erweitert. 1859 hieß der Besitzer Erdmann.
1901 verkaufte der Besitzer Hentschel das Rittergut Burkartshain an Carl Wilhelm Wießner, der wiederum 1908 an Alfred Jakob verkaufte. Unter diesem erfolgten 1912 der Abriss der beiden Türme und die Aufstockung um ein Geschoss. Später wurde das Dachgeschoss ausgebaut.
Das Rittergut fiel unter die Bodenreform. Alfred Jakob wurde enteignet und vertrieben und die LPG Fortschritt übernahm die Flächen bis zur politischen Wende 1989. Ins Herrenhaus zogen zunächst Flüchtlinge und Kriegsheimkehrer und die Räumlichkeiten wurden in Wohnungen aufgeteilt. Später diente das Herrenhaus als Verwaltungsitz der LPG. In einem kleinen Anbau bestanden bis zur Wende eine HO-Filiale und eine Außenstelle der Raiffeisenbank. Die Wirtschaftsgebäude wurden nach 1945 stark verändert, zum Teil abgerissen und mit Neubauten versehen. Vom ursprünglichen Zustand und Charakter des Rittergutes ist kaum etwas erhalten.
Nach der Wende wurden die Gebäude leergezogen. Die Treuhand verkaufte das Rittergut an einen Investor, doch dringend notwendige Sanierungsarbeiten blieben aus. Auch der Park blieb ungepflegt.
Das große Herrenhaus und sein Torhaus befinden sich in sanierungsbedürftigem Zustand und stehen leer. Die Gutsanlagen sind ausgegliedert.