Groitzsch: Rittergut Großpriesligk

Rittergut Großpriesligk

04539 Groitzsch OT Großpriesligk

Historisches

Das Rittergut ist seit dem 17. Jahrhundert (1696) bekannt. Es befand sich im Besitz der Grafen von Hohenthal. Es han­delte sich um ein tro­cke­nes Rittergut ohne Gebäude.

Wurzen: Schloss Nitzschka

Schloss Nitzschka

Am Rittergut 9–11
04808 Wurzen OT Nitzschka

Historisches

Erstmals wurde 1445 ein Rittersitz für Nitzschka erwähnt. Im Jahre 1540 ver­kaufte Heinrich von Zeschau den Rittersitz an Georg von Minckwitz. Die Familie von Minckwitz behielt das Gut über meh­rere Generationen in Familienbesitz. Unter ihr erfolgte eine Aufwertung zum Rittergut, die für das Jahr 1606 urkund­lich belegt ist. Nach einem Brand wurde 1704 das Schloss als Neubau errich­tet. 1737 ver­kaufte Hans Karl Eberhard von Minckwitz das Rittergut Nitzschka, zu jenem Zeitpunkt als Obernitzschka bezeich­net, an Augusta Friederika von Schleinitz. 

1742 erbte Heinrich von Schleinitz das Rittergut von sei­ner Frau, er ver­kaufte es 1748 an Johanna Maria von Miltitz. Weitere Besitzer waren ab 1754 Charlotta Johanna von Krosigk, ab 1794 Leopold Ernst Ferdinand aus dem Winckel, ab 1814 Siegfried August Mahlmann, ab 1826 der Baron von Lorenz und ab 1858 Carl Degenkolb. 1862 gelangte das Rittergut Nitzschka mit Henriette Elisabeth von Carlowitz an die Familie von Carlowitz, die es über einige Generationen in ihrem Besitz behielt. 1928 ver­äu­ßerte Oswald Georg Anton von Carlowitz das Rittergut Obernitzschka. Nach der Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre ging es an das Bankhaus Nußbaum und Friedemann über.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung, das Rittergut wurde auf­ge­teilt. Das Schloss wurde 1947 zum Abriss und zur Gewinnung von Baumaterial freigegeben.

Nachwendezeit

Ein Wirtschaftsgebäude brannte Ende 2007 ab.

Heutige Nutzung

Vom ehe­ma­li­gen Schloss sind noch deut­li­che Ruinenreste erhal­ten. Darüber hin­aus exis­tie­ren meh­rere sanierte Wirtschaftsgebäude sowie die ehe­ma­lige Brauerei und Brennerei.

Bennewitz: Rittergut Pausitz

Rittergut (Sattelhof) Pausitz

04828 Bennewitz OT Pausitz

Historisches

Der Sattelhof war ein Rittergut und wurde 1764 urkund­lich erwähnt. Besitzer waren um 1790 Herr Petzsch, um 1815 Herr Sonntag und um 1850 Herr Fischer. 1875 wurde der Sattelhof als Rittergut erwähnt.

Nach 1945

Das Herrenhaus fiel nach 1945 dem Abriss zum Opfer.

Regis-​Breitingen: Rittergut Großhermsdorf

Rittergut Großhermsdorf

04565 Regis-​Breitingen OT Großhermsdorf

Historisches

Die erste schrift­li­che Erwähnung des Ritterguts datiert auf das Jahr 1551. Seit dem 17. Jahrhundert sind als Besitzer benannt: die Familien von Fitzscher, von Pflug, von Born, von Lindenau und von Stammer. Das Herrenhaus wurde in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut.

Nach 1945

Im Rahmen der Bodenreform wur­den die dama­li­gen Besitzer ent­eig­net und das Herrenhaus zur Schule umge­baut, als wel­che es bis 1966 genutzt wurde.

Thallwitz: Schloss Lossa

Schloss Lossa

Am Park 2–4
04808 Thallwitz OT Lossa

Historisches

Das Rittergut Lossa wurde erst­mals 1564 schrift­lich erwähnt und ging aus einem Vorwerk her­vor, wel­ches 1504 urkund­lich nach­weis­bar war. Um 1560 wurde das Schloss unter Moritz von Nitzschwitz erbaut. Im 17. Jahrhundert sind Major Blümel sowie Domprobst Heinsberg als Besitzer bekannt. 1704 bis 1810 folgte die Familie von Bünau, wel­che Umbauten ver­an­lasste. Armgard von Könneritz erbte 1810 das Rittergut Lossa, wel­ches nun bis 1945 in Familienbesitz ver­blieb. Bauliche Änderungsarbeiten an der Schlossanlage wur­den im 19. Jahrhundert vor­ge­nom­men. Der Rittergutshof ver­fügt neben dem Schloss auch über ein Herrenhaus, wel­ches von den Gutspächtern bewohnt wurde.

Nach 1945

Die Familie von Könneritz wurde 1945 ent­eig­net. Im Herrenhaus wur­den ein Kindergarten und eine kleine Bibliothek unter­ge­bracht. Seit Mitte der 1980er Jahre herrschte auf­grund des Bauzustandes Leerstand.

Nachwendezeit

Die Gemeinde Thallwitz begann 2000 mit Sanierungsarbeiten am Dach.

Heutige Nutzung

Das Schloss steht leer, die wei­te­ren Gebäude des dazu gehö­ren­den Rittergutes wer­den bewohnt sowie von einem Reparatur- und Transportunternehmen genutzt. Ende August 2016 brann­ten, ver­mut­lich infolge von Brandstiftung, das Dach und Teile der Fassade ab. Die Investorensuche gestal­tet sich schwie­rig, da die Zuwegung zum Schloss über das gewerb­lich genutzte Rittergutsgelände führt.

Grimma: Rittergut Leipnitz

Rittergut Leipnitz

Am Rittergut 7–9
04668 Grimma OT Leipnitz

Historisches

In Leipnitz bestand bereits 1497 ein Rittersitz, wel­cher 1548 als Rittergut schrift­lich belegt ist. Zu den Besitzern des Gutes zähl­ten seit dem 17. Jahrhundert die Familien von Haugwitz, von Erdmannsdorf, Jahn und von der Becke. Von 1741 bis 1770 besaß Achaz von Schulenburg das Rittergut. Um 1880 ent­stand das Herrenhaus unter sei­nem Besitzer Hans Reuter. Anneliese Gräfin von der Schulenburg erwarb das Rittergut Leipnitz  nach 1920.

Nach 1945

Nach der Enteignung von Anneliese Gräfin von der Schulenburg im Rahmen des Vollzugs der Bodenreform wurde noch 1945 im Herrenhaus ein Kinderheim eingerichtet.

Nachwendezeit

Von 1994 bis 1996 fan­den Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten statt. Im Nebengebäude wurde um 1994 nach Umbauarbeiten eine Außenwohngruppe des Kinder- und Jugendheimes inte­griert. Seit Sommer 2005 steht das Herrenhaus leer, im Folgejahr wurde es an pri­vat verkauft.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus steht leer und unge­nutzt. Auf dem Grundstück befin­den sich noch Garagen, eine Werkstatt und ein Sportplatz.

Wurzen: Vorwerk Kornhain

Vorwerk Kornhain

04808 Wurzen OT Kornhain

Historisches

Das 1834 nach­ge­wie­sene Vorwerk ging einst aus einer Schäferei her­vor. Nachdem es den Vorwerksstatus ver­lo­ren hatte, erfolgte 1908 wie­der eine Nennung als Schäferei.

Wurzen: Vorwerk Eldorf

Vorwerk Eldorf

04808 Wurzen OT Nitzschka

Historisches

1529 wurde ein Vorwerk in Eldorf benannt. Später wurde das Gut in der Flur von Unternitzschka als wüst bezeich­net. Es ist nicht mehr vorhanden.

Borna: Wasserburg Eula

Wasserburg Eula

04552 Borna OT Eula

Historisches

1206 war ein Herrensitz unter Cunradus de Yla benannt. 1405 wurde er als Vorwerk näher bezeich­net, wobei bereits zum dama­li­gen Zeitpunkt ein soge­nann­tes wüs­tes Haus erwähnt wurde. Es han­delte sich dabei um eine Wasserburg, gele­gen süd­öst­lich von Eula am süd­li­chen Ufer des gleich­na­mi­gen Baches öst­lich einer Brücke. Das Burggelände wurde durch eine Änderung des Flusslaufes 1978 beeinträchtigt.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1935, erneu­ert wurde die­ser 1958.

Regis-​Breitingen: Schloss Ramsdorf

Schloss Ramsdorf

Dorfstraße 1
04565 Regis-​Breitingen OT Ramsdorf

Historisches

1289 bestand ein Herrensitz unter Theodericus de Ramvoldesdorf. 1445 wurde ein Rittersitz erwähnt, ab 1548 ein Rittergut. Das Schloss wurde um 1600 erbaut und Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut.

Heutige Nutzung

Schloss Ramsdorf befin­det sich in sanier­tem Zustand.