Vorwerk Michelwitz
Groitzsch OT Michelwitz
Historisches
In Michelwitz bestand 1484 ein Vorwerk.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Leipzig
Groitzsch OT Michelwitz
In Michelwitz bestand 1484 ein Vorwerk.
Rittergut Imnitz I04442 Zwenkau OT Imnitz
Das Rittergut war Beigut des Rittergutes Kötzschbar. Die Familie von Schlegel erwarb es im 16. Jahrhundert um 1568. Das Herrenhaus entstand um 1800 und ging um 1840 in den Besitz der Familie Platzmann über. 1890 wurden Umbauten am Herrenhaus vorgenommen.
Während das Gebäude zu DDR-Zeiten als Schule genutzt wurde, steht es derzeit leer.
04564 Böhlen OT Zehmen
Als Besitzer sind seit dem 17. Jahrhundert die Familien Meyer, von Trützschler, Bollmann, Winckler, Marau, Leplay und Schmiedel bekannt. 1206 wurde erstmals ein Herrensitz unter Fricericus de Cemin erwähnt, ab 1445 ein Rittersitz, ab 1503 ein Vorwerk sowie schließlich ab 1551 ein Rittergut.
1957 wurde der Ort mit seinem Rittergut aufgrund des Kohleabbaus devastiert.
Schloss BrandisIm Schloss 1–21
04821 Brandis
1191 war das Schloss noch ein Herrensitz des Bischofs von Merseburg. Schloss Brandis blickt damit auf eine lange Geschichte zurück. Den Herren von Brandis folgten als weitere Besitzer im 14. Jahrhundert die Familie von Heynitz, die Familie von Bünau und die Familie von Ende. Die Familie aus dem Winkel kaufte das Rittergut Brandis 1612. 1690 wurde das Rittergut von Kraft Burchhard von Bodenhausen erworben. 1696 brannte das Schloss ab und wurde von seinem Sohn Otto Wilhelm von Bodenhausen wieder aufgebaut. Allerdings verging bis dahin noch etwas Zeit, denn die Wiederaufbauarbeiten starteten erst 1724 und wurden 1743 beendet.
Leberecht Gottlob von Bodenhausen verkaufte Rittergut und Schloss Brandis 1818 an Johanna Friedrike Eleonore Schirmer und vererbte beides an ihre Tochter Ernestine Friedrike, verheiratet mit David Friedrich Christian Freiherr von Pentz. Die beiden veranlassten umfangreiche Renovierungsarbeiten im Jahre 1875 und ließen gleichzeitg des Westflügel anbauen. 1884 folgte ein neugotischer Burgturm im Park.
Von 1930 bis 1945 war Major Otto Busse Eigentümer von Schloss Brandis. Ihm ist die Aufnahme von Schloss und Parkanlage im Jahr 1941 als Kunst- und Kulturdenkmale in die sächsische Landesdenkmalliste zu verdanken.
Nach der Enteignung von Otto Busse 1945 wurde das Schloss zunächst durch ein Bataillon der US-Streitkräfte und später durch die Militärkommandantur der Roten Armee genutzt. 1946 wurde es als Hotel für Messebesucher genutzt. Ab 1950 war das Rittergut als Finanzschule verpachtet. Die Nutzung als Alten- und Pflegeheim erfolgte ab 1962 oder 1968.
Das Altenheim zog 2003 aus. Danach stand Schloss Brandis viele Jahre leer. 2012 ging Schloss Brandis mit seinem Schlosspark in privaten Besitz über. Es begannen umfassende Sanierungs- und Rekultivierungsphasen.
Schloss Brandis wird heute wieder genutzt und hat sich als Hochzeitsschloss etabliert. Im Park befindet sich noch immer der Aussichtsturm. Ein Investor ließ die Wirtschaftsgebäude zu Eigentumswohnungen umbauen.
Schlosspark Rötha | Johann-Sebastian-Bach-Platz
04571 Rötha
Möglicherweise bestand bereits um 1017 ein “burgwardum Titibutzieni”. Ein Herrensitz ist für das Jahr 1127 unter Heinricus de Rotov belegt. Otto de Rothowe wurde 1145 als Herr auf Rötha nachgewiesen. Heinricus de Bercheich in Rotowefand 1350 im Zusammenhang mit einem Rittersitz in Rötha Erwähnung. Die Herren von Birkich zcu Rotaw sind urkundlich 1445 auf dem Rittersitz belegt. 1551 erfolgte der erste Nachweis eines Schlosses mit Rittergut.
Das Schloss der Familie von Friesen wurde 1668 an Stelle eines Vorgängerbaus, einer Wasserburg, errichtet. Dazu ließ sie eine Parkanlage im frühbarocken Stil anlegen. Schloss Rötha diente während der Völkerschlacht als Hauptquartier der napoleonischen Gegner. Hier trafen sich geschichtliche Größen wie Fürst von Metternich, Zar Alexander I. und Friedrich Wilhelm III. zu Lagebesprechungen.
1969 wurde das Schloss gesprengt. Der Schlosspark wurde sich selbst überlassen und verwilderte zusehends.
Das Rittergut ist noch vorhanden, ebenso konnte viel wertvolles Inventar aus dem Schloss gerettet werden. Ein Förderverein engagiert sich für den Erhalt des Schlossparks. Ein Wettbewerb um die Errichtung eines Gedenkpavillons endete mit dem Gewinn eines modernen, schlossuntypischen Baus.
Die Wasserburg wurde durch das später abgebrochene Schloss überbaut. Oberflächlich ist nichts mehr erkennbar. Der Kernbereich der Burg ist heute fast komplett mit Garagen bebaut. Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1975.
Wasserburg & Rittergut SeelingstädtWalteich (Wasserburg)
Grimmaer Straße 8 (Rittergut)
04687 Trebsen OT Seelingstädt
Im Jahr 2006 wurden beim Entwässern des Walteiches die Grundmauern eines Turmes gefunden, welche zur 1251 erwähnten Wasserburg gehören. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg abgetragen und der Walteich zur Fischzucht angelegt.
Ein Rittersitz existierte bereits 1445 unter Schenk zu Seligenstat und wurde 1551 zum Rittergut erhoben. Um 1630 erwarb Dr. David von Döring das Rittergut Seelingstädt. Die Gebäude sind federführend unter ihm entstanden, wobei seine Nachkommen hier und da Umbauten vornehmen und um 1820 die Scheune erbauen ließen. 1859 verkaufte Friedrich Traugott von Döring das Rittergut an Albert Zschucke. Zu den weiteren Besitzern zählte Woldemar Bretschneider-Bodemer, welcher in den Jahren 1897 und 1898 das Herrenhaus im Stil der Neorenaissance umgestalten ließ. Die letzten umfassenden Bauarbeiten fanden um 1900 statt.
1945 wurde Werner Bretschneider-Bodemer enteignet. Vier Jahre später erhielt das Bistum Meißen das Schloss mit Rittergut Seelingstädt übereignet. Das Bistum richtete im Schloss ein Altenheim ein.
2004 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Die Nutzung als Altenheim wurde fortgeführt.
Das Rittergut wird von der Caritas einerseits weiterhin als Altenpflegeheim, andererseits als Bildungszentrum genutzt.
Die ursprüngliche Wasserburg wurde als Bodendenkmal 1958 unter Schutz gestellt. Bei der Umgestaltung des Geländes wurde die Burginsel im Walteich in einen Damm mit einbezogen.
04442 Zwenkau OT Kotzschbar
Das Rittergut Imnitz war Beigut des Ritterguts Kotzschbar, das 1472 als Vorwerk und 1548 als Rittergut urkundlich erfasst ist.
Hauptstraße 9
04651 Bad Lausick OT Lauterbach
Der Ort Lauterbach wurde erstmals 1350 im Zusammenhang mit einem Kammergut erwähnt. Seit 1529 wurde es als Vorwerk bezeichnet. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts befand sich das Vorwerk Lauterbach im Besitz der Familie von Ponickau. 1832 kam das Königreich Sachsen in den Besitz von Lauterbach und wandelte das Vorwerk in ein Kammergut um. 1846 erwarb die Familie von Seydewitz das Kammergut und veräußerte es 1860 an die Familie Dietze-Pommssen, unter der das Gut 1875 als Rittergut erwähnt wurde. Weitere Besitzer waren ab 1883 die Familie Weiss, ab 1890 Friedrich August Beschke sowie ab 1907 Alexander Pagenstecher.
Nach der Enteignung 1945 diente das Herrenhaus des Rittergutes jahrzehntelang als Wohnhaus.
Das Herrenhaus ist mittlerweile leerstehend und stark sanierungsbedürftig. Ein Verkauf wird angestrebt.
(Stand: Mai 2024)
04552 Borna OT Witznitz
Das Rittergut Witznitz wurde erstmals 1764 nachgewiesen. Als Besitzer des Guts sind seit dem 17. Jahrhundert ausschließlich bürgerliche Familien bekannt: Brehme, Prenkenhoff, Rink, Kobitzsch, Semmler, Joseph.
Im Tagebau Witznitz I wurde von 1911 bis 1949 Braunkohle abgebaut. Im Zuge dessen Erweiterung wurde der Ort Witznitz 1941 abgebrochen. Nach der Stilllegung des Tagebaus entstand zwischen 1950 und 1954 das Speicherbecken Witznitz. Das Speicherbecken überdeckt heute die ehemalige Lage des Ritterguts.
04571 Rötha OT Rüben
Der 1348 erwähnte Herrensitz unter den brüdern Bernhart, Apecz und Conrat von Rewin wurde ab 1445 als Rittersitz und ab 1490 als Vorwerk mit Sattelhof bezeichnet. Seit 1551 handelte es sich um ein Rittergut.
1955 wurde der Ort abgetragen, um mit dem Kohleabbau beginnen zu können.