Meißen: Katharinenhof

Katharinenhof

Wilsdruffer Straße 31
01662 Meißen

Historisches

Der Katharinenhof wurde über­wie­gend durch das Nonnenkloster zum Heiligen Kreuz, das Augustiner-​Stift St. Afra und ver­schie­dene Amtsträger der Meißner Fürstenschule genutzt. Das Herrenhaus wurde mehr­fach umge­baut. Die letz­ten Umgestaltungen erfolg­ten in der zwei­ten Hälfte des 19. sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Nachwendezeit

Das im Herrenhaus ansäs­sige Altenheim wurde 2002 auf­grund des bau­li­chen Zustandes geschlos­sen. Die Stadt Meißen ver­äu­ßerte es im April 2012 an pri­vat. Weniger als ein hal­bes Jahr dar­auf erfolgte erneut ein Besitzerwechsel für die drei­fa­che Kaufsumme.

Heutige Nutzung

Inzwischen ist wie­der Leben in den Katharinenhof ein­ge­zo­gen. Nach der Sanierung wurde er im Sommer 2016 als Seniorenwohnanlage wiedereröffnet.

Meißen: Vorwerk Eichberg

Vorwerk Eichberg

ehem. Eichgasse
01662 Meißen

Historisches

1435 wurde das Vorwerk schrift­lich erwähnt. Später wurde es als wüs­tes Gut bezeich­net. Die Eichgasse bil­dete den Zugang zum ehe­ma­li­gen Vorwerk, sie exis­tiert seit lan­ger Zeit nicht mehr. Sie befand sich auf dem heu­ti­gen Gelände der Porzellanmanufaktur.

Meißen: Jahnaischer Freihof

Jahnaischer Freihof

Freiheit 1
01662 Meißen

Historisches

Hans von Schleinitz erwarb vier Anwesen, die er mit dem zwi­schen 1609 und 1610 errich­te­ten Wendelsteinhaus zum Jahnaischen Freihof ver­einte. Eines die­ser Anwesen wurde bereits 1252 urkund­lich genannt und zeigt noch heute spät­ro­ma­ni­sche Zeichen am Gartenhaus. Hans von Schleinitz war bereits Besitzer des Rittergutes Niederjahna, wel­ches Namesgeber für sei­nen Meißner Stadtwohnsitz war. 1613 ver­erbte er den Freihof an sei­nen Sohn Heinrich.

Der Freihof besteht aus Herrenhaus, Kutscherhaus, einem baro­cken Pferdestall und einem Gartengebäude. Aus der Zeit der Renaissance stam­men zwei impo­sante Portale; das ältere am Hauseingang, jenes vom Hofeingang wurde etwa 1616 geschaf­fen. Beide Portale wur­den aller­dings 19651967 durch Kopien ersetzt, die Originale befin­den sich im Stadtmuseum.

Heutige Nutzung

Der Jahnaische Freihof befin­det sich in Privatbesitz. Er wird u. a. zu Wohn- und Atelierzwecken genutzt und schritt­weise aus- und umge­baut. Gelegentlich fin­den Kurse und Veranstaltungen statt. Auch das kleine Freilichtmuseum ist hin und wie­der für Besucher geöffnet.

Meißen: Wasserburg und Vorwerk Nassau

Wasserburg & Vorwerk Nassau

Nassauweg 1
01662 Meißen OT Nassau

Historisches

Vermutlich bestand in Nassau bereits 1255 ein Herrensitz unter Hug de Nassowe. Konkret nach­weis­bar ist der Herrensitz erst für das Jahr 1266. In spä­te­ren Jahren wurde der Herrensitz als Wasserburg spe­zi­fi­ziert. Auf ihr soll ein Ritter aus dem Hause Karras sei­nen Stammsitz gehabt haben.

Ein Vorwerk, wel­ches dem Schloss Proschwitz unter­stand, fand 1516 sowie 1621 Erwähnung. Die Grundherrschaft übte das Kloster Altzella aus. Die land­wirt­schaft­li­chen Flächen des Vorwerks bestan­den über­wie­gend aus Wiesen.

Nach 1945

Nach der Bodenreform wurde das Vorwerk an eine Neubauernfamilie über­ge­ben. 1970 gab es einen wei­te­ren Besitzerwechsel.

Nachwendezeit

Das Wohnhaus des Vorwerks wurde nach der Wende umfas­send saniert. Die rui­nö­sen Wirtschaftsgebäude wur­den abge­tra­gen und auf der Fläche 1991 ein Hotel errichtet.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk wird wei­ter­hin als Hotel betrie­ben. Auf dem Gelände gibt es eine große Vogelvoliere mit unter ande­rem Nymphen- und Wellensittichen.

Die ursprüng­li­che Wasserburg exis­tiert nicht mehr. Das Land wurde ein­ge­eb­net, es ist nichts mehr erkenn­bar. Der Standort befand sich am Ortsausgang von Meißen in Richtung Niederau rechts der Niederauer Straße.

Meißen: Rittergut Zscheila

Rittergut Zscheila

Pfarrgasse 1 & 1 a/​b
01662 Meißen

Historisches

Für Zscheila sind im Jahre 1226 ein Rittersitz, im Jahre 1406 ein Vorwerk und im Jahre 1696 ein Rittergut urkund­lich belegt. 1493 erfolgte ein Besitzerwechsel, bei dem das Domkapitel zu Meißen das Vorwerk der Familie Möckel über­eig­nete. Im frü­hen 18. Jahrhundert befand sich Zscheila im Besitz der Familie von Schilling.

Das Rittergut geht mög­li­cher­weise auf einen alten Burgwart zurück, des­sen Reste im Turmbau des Ritterguts ver­mu­tet wer­den. Die Gebäude wur­den ursprüng­lich im 15. Jahrhundert errich­tet und spä­ter umgebaut.

Heutige Nutzung

Das Rittergut Zscheila ist saniert und dient Wohnzwecken.

Moritzburg: Wasserburg Altes Mool

Wasserburg Altes Mool

Kriegholz
01468 Moritzburg OT Steinbach

Historisches

Die Wasserburg, auch unter dem Namen Das alte Mal ver­zeich­net, ent­stand ver­mut­lich in der ers­ten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Das Burgareal öst­lich vom Ort im Kriegholz bestand aus einem Stau- und Grabensystem, das neben dem Ringwall noch gut erkenn­bar ist.

Allerdings ist das Burggelände über­wu­chert. Der Ringwall hat einen Durchmesser von etwa 80 m und ist bis 3 m hoch. Funde bei Ausgrabungen las­sen auf eine Nutzung der Wasserburg noch im 16. Jahrhundert schlie­ßen. Auf kür­zes­tem Weg erreicht man die Reste der Wasserburg über einen kur­zen Wanderweg, der vom Schlossweg abzweigt.
(Foto: November 2023)

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg Altes Mool wurde erst­mals 1936 und erneut 1957 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Moritzburg: Fasanenschlösschen

Fasanenschlösschen

Große Fasanenstraße
01468 Moritzburg

Historisches

Das Fasanenschlösschen im Stil des Rokoko befin­det sich am Niederen Großteich Bärnsdorf etwa 2 km vom Jagdschloss Moritzburg ent­fernt. Es steht im Fasanengehege, das 1728 ange­legt und Namensgeber für das kleine Lustschlösschen wurde. Erbaut wurde es zwi­schen 1769 und 1782. Genutzt wurde es von König Friedrich August I. von Sachsen als Sommerresidenz und befand sich bis 1945 im Besitz der Wettiner.

Nachwendezeit

Bis 1996 diente das Fasanenschlösschen als orni­tho­lo­gi­sche Außenstelle des Dresdner Tierkundemuseums. Nach mehr­jäh­ri­ger Schließung fan­den schließ­lich Sanierungsarbeiten statt.

Heutige Nutzung

Seit 2007 ist das Fasanenschlösschen im Rahmen von Führungen wie­der öffent­lich zugäng­lich. In unmit­tel­ba­rer Nähe befin­det sich der bekannte Leuchtturm mit­samt Mole und Hafenanlage, der um 1780 als Staffage-​Bau errich­tet wor­den war.

Meißen: Schloss Siebeneichen

Schloss Siebeneichen

Siebeneichener Schlossberg 2
01662 Meißen

Historisches

Von 1220 bis 1543 befand sich das Vorwerk im Besitz des Klosters Zum Heiligen Kreuz. Es wurde danach von Ernst von Miltitz erwor­ben, der zwi­schen 1550 und 1553 den Bau des heu­ti­gen Alten Schlossbereichs ver­an­lasste. 1554 erfolgte die Erwähnung als Rittergut, im Jahr dar­auf ver­starb Ernst von Miltitz. Siebeneichen war der erste adlige Großsitz im Meißner Land.

Unter Heinrich Gottlob von Miltitz wurde das Schloss im Barockstil umge­stal­tet. Nachdem 1745 wäh­rend der Schlacht von Kesselsdorf ein Brand große Schäden ange­rich­tet hatte, erfolgte bis 1748 der Wiederaufbau zusam­men mit dem Bau des Neuen Schlossbereichs als Dreiflügelanlage. Nach 1805 wurde auf den Steilhängen ein roman­ti­scher Schlosspark ange­legt. Aus dem Vorhaben, im Schloss Siebeneichen ein inter­na­tio­na­les College ein­zu­rich­ten, wurde nichts, nach­dem der Besitz im Mai 1945 durch die Rote Armee geplün­dert wurde.

Beide Schlossbauten sind mit­ein­an­der ver­bun­den. Eingangsseitig zeigt sich Schloss Siebeneichen als Barockschloss, tal­sei­tig als Renaissancebauwerk.

Nach 1945

Schloss Siebeneichen befand sich bis zur Enteignung im Herbst 1945 durch­weg im Besitz der Familie von Miltitz. 1947 wurde ein Naturkundemuseum eröff­net, drei Jahre spä­ter erfolgte die Einrichtung der Landesvolkshochschule. Ab 1957 diente Schloss Siebeneichen auch als Ausbildungsstätte für Klubleiter.

Nachwendezeit

1990 erfolgte die Umwandlung in eine Heimvolkshochschule, die bis 1999 bestand. 1995 und 1996 wurde am Schloss Siebeneichen eine umfang­rei­che Außensanierung vor­ge­nom­men. Nach 1999 sie­delte sich die Sächsische Akademie für Lehrerfortbildung im Schloss an. Aus die­sem ging das Sächsische Bildungsinstitut hervor.

Heutige Nutzung

Schloss Siebeneichen wird als Tagungs- und Veranstaltungszentrum genutzt. Das Rittergut besteht aus meh­re­ren Gebäuden, die teils saniert und teils unsa­niert sind. Einige Bereiche wer­den bewohnt.

Meißen: Kynastgut

Kynastgut

Kynastweg 59
01662 Meißen

Historisches

Das Kynastgut bestand bereits im 16. Jahrhundert. Der namens­ge­bende Meißner Bürgermeister Kynast hatte es 1543 erwor­ben. Der Dreiseitenhof wurde ca. 1886 erbaut und befand sich 1916 im Besitz von Kurt Schwager. 1970 erfolg­ten Umbauten.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus ist nach wie vor sanie­rungs­be­dürf­tig, andere Gebäude sind teil­weise abriss­reif. Auf dem Grundstück befin­den sich ein Eselhof und eine Schrottsammelstelle.