Ebersbach: Schloss Lauterbach

Schloss Lauterbach

Schlossallee 4
01561 Ebersbach OT Lauterbach

Historisches

1350 wurde Thimo de Grunrode mit dem Vorwerk Lauterbach belehnt. Zwischen 1408 und 1660 befand sich das 1436 erst­mals urkund­lich erwähnte Vorwerk im Besitz der Familien von Lubin, von Schönfels, von Grünberg und von Polenz. Es wurde zum Rittergut um- und aus­ge­baut. Um 1700 begann die Errichtung des Schlosses unter Hans Gustav von Kirchbach. 1735 erwarb Leopold Freiherr von Palm das Rittergut mit Schloss und baute es zu sei­nem Familiensitz aus. 1770 wurde der Schlosspark ange­legt. 1895 erfolg­ten Umbau- und Renovierungsarbeiten. 1929 gelangte das Schloss in den Besitz von Dr. Walther Wilhelm.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung. 1946 ging das Schloss in Volkseigentum über und wurde als Lehrlingswohnheim genutzt. Das Gut wurde durch die LPG Naunhof genutzt. 1963 bis 1983 befand sich im Schloss die Grundschule Lauterbach.

Nachwendezeit

Bereits 1996 wur­den Schloss und Gut auf­ge­teilt und das Gut an Privatpersonen ver­kauft. Am Schloss fan­den 2007 Sanierungsarbeiten statt.

Heutige Nutzung

Das Schloss stand seit 2002 leer. Inzischen ver­an­lasste ein Verein die Fassadensanierung. Der Schlosspark mit Teich ist zugänglich.

Ebersbach: Vorwerk Kalkreuth

Vorwerk Kalkreuth

Reiherhof 4
01561 Ebersbach OT Kalkreuth

Historisches

Die Gebäude des Vorwerks Kalkreuth wur­den in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet.

Heutige Nutzung

Es exis­tie­ren noch zwei Wohngebäude.

Ebersbach: Schloss Naunhof

Schloss Naunhof

Siedlungsweg 5
01561 Ebersbach OT Naunhof

Historisches

Für Naunhof wurde erst­mals 1288 ein Herrensitz unter Heinricus de Nuenhofe erwähnt, der sich im Jahre 1300 im Besitz von Apecz de Nuenhove befand. 1696 bestand das Rittergut, das 1800 einem Herrn von Boudre/​Bouté gehörte. Von ihm erwarb es die Familie von Egydi, der es um 1860 noch gehörte.

Nach 1945

Nach Kriegsende wurde das Schloss als TBC-​Heilanstalt genutzt.

Heutige Nutzung

Seit 2003 steht Schloss Naunhof leer. Das Gelände wurde mit nicht zum Schlossensemble gehö­ren­den Gebäuden bebaut. Zum Schloss gehört ein klei­ner Teich, das Gelände ist zugänglich.

Ebersbach: Herrensitz Niederebersbach

Herrensitz Niederebersbach

01561 Ebersbach

Historisches

1240 wurde ein Herrensitz schrift­lich erfasst. Diese erste urkund­li­che Erwähnung nannte Ritter Widego von Ewersbach als Zeugen bei einer Schenkung an das Großenhainer Nonnenkloster. Zu ehe­mals bestehen­den Gebäuden und deren Lage ste­hen keine Informationen zur Verfügung. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass der Herrensitz nicht lange bestand und längst auf­ge­ge­ben wor­den war.

Ebersbach: Wasserburg & Rittergut Bieberach

Wasserburg & Rittergut Bieberach

Schäferei 1
01561 Ebersbach OT Bieberach

Historisches

Von der mit­tel­al­ter­li­chen Wasserburg, auch Alter Wall genannt, sind noch der Burghügel, Wallreste sowie längst tro­cken­ge­legte Grabenreste vor­han­den. Sie befand sich zwi­schen Bieberach und Kalkreuth direkt süd­lich der Schäferei und wurde ver­mut­lich in der zwei­ten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Es exis­tierte offen­bar ein Vorgängerbau aus der Mitte des 12. Jahrhunderts auf einer Insel in der Röder, die um 1223 auf Befehl Ludwigs des Frommen zer­stört wurde.

Die Ersterwähnung von Bieberach erfolgte 1277 als Herrensitz unter Godefridi de Byebera. Aus dem Herrensitz ging 1411 ein Vorwerk her­vor, wel­ches noch gegen Ende des 16. Jahrhunderts bestand. Die Aufwertung zum Rittergut erfolgte ver­hält­nis­mä­ßig spät im Jahre 1858. Genutzt wurde das Rittergut als Schäferei.

Heutige Nutzung

Die alte Schäferei unter­liegt einer gemisch­ten Nutzung.

Bodendenkmalschutz

Von der ehe­ma­li­gen Wasserburg ist noch ein Burghügel vor­han­den. Der Graben ist lange tro­cken­ge­legt, die Anlage selbst aber noch gut erkenn­bar. Sie wurde 1936 und erneut 1957 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Ebersbach: Schloss Cunnersdorf

Schloss Cunnersdorf

An der Mühle 5
01561 Ebersbach OT Cunnersdorf

Historisches

1216 wurde ein Herrensitz erwähnt, der 1551 als Rittergut bezeich­net wurde. Das Schloss selbst wurde 1656 unter sei­nem Besitzer Christian Zschimmer erbaut. Unter dem Herrn von Zittwitz wurde 1787 der Bau des Ostflügels vollzogen.

Nach 1945

Nach der Bodenreform 1945 wurde das Gutsgelände auf­ge­löst und spä­ter durch die LPG genutzt. Im Schloss wur­den Wohnungen eingerichtet.

Heutige Nutzung

Schloss Cunnersdorf steht seit vie­len Jahren leer und ist stark sanie­rungs­be­dürf­tig. Es befin­det sich in Privatbesitz.

Ebersbach: Schloss Niederrödern

Schloss Niederrödern

An den Eichen 6
01561 Ebersbach OT Rödern

Historisches

Schloss Rödern blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Erwähnung eines Herrensitzes im Jahre 1262 folgte 1413 der Nachweis eines Schlosses. Ursprünglich gehörte der Besitz den Herren von Rödern, der im 13. Jahrhundert die Familie von Rechenberg folgte. Das 1551 nach­ge­wie­sene Rittergut befand sich bis 1573 im Besitz der Familie Petzschwitz.

Weitere Besitzer waren zur Jahrhundertwende Otto von Starschedel, in der zwei­ten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Freiherren von Taube, im frü­hen 18. Jahrhundert die Familien von Bothmer und von Berpach. Der Gräfin von Nassau-​Saarbrück gehörte das Rittergut 1752. 1788 über­nahm die Fürstin von Reuss das Rittergut Niederrödern.

Nach 1945

Das Schloss wurde 1948 abge­ris­sen. Der ehe­ma­lige Wirtschaftshof wurde im Rahmen der Bodenreform aufgeteilt.

Heutige Nutzung

An einem ehe­ma­li­gen Wirtschaftsgebäude befin­det sich ein stark ver­wit­ter­ter Wappenstein, wel­cher die Jahreszahl 1689 trägt.

Meißen: Schloss Proschwitz

Schloss Proschwitz

Heiliger Grund 2
01665 Meißen OT Proschwitz

Historisches

1102 erfolgte die erste urkund­li­che Erwähnung eines Ritters Eckbert von Proschwitz, wobei der Ort Proschwitz selbst erst 1380 als Rittersitz nach­weis­bar ist. Bis zur Reformation war Proschwitz ein bischöf­li­ches Tafelgut. Ab 1554 befand es sich im Besitz von Ernst von Miltitz. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das dama­lige Rittergut zer­stört und anschlie­ßend 1657 von Peter Werdemann erwor­ben. 1704 kaufte die Familie Schilling das Rittergut und ver­an­lasste den Bau des Schlosses.

Unter Gräfin Magdalena von Beichlingen, seit 1732 im Besitz des Schlosses, wur­den Umbauten vor­ge­nom­men. Nach ihrem Tod über­nahm deren Tochter, die Gräfin von Gersdorff, das Schloss, von der es 1790 Freiherr Carl Friedrich von Berlepsch über­nahm. Durch Erbschaft gelangte Schloss Proschwitz an die Familie von Carlowitz. Zwischen 1882 und 1888 wurde das Schloss um einen Anbau erwei­tert und erhielt dadurch seine heu­tige Form. Mittels Einheirat kam es an den Reichsgrafen Clemens zur Lippe-​Biesterfeld-​Weißenfeld, der ab 1914 Restaurierungsarbeiten durch­füh­ren ließ. 1943 wurde das Schloss durch die NSDAP beschlagnahmt.

Nach 1945

Christian Prinz zur Lippe wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net, inhaf­tiert und aus der rus­si­schen Besatzungszone aus­ge­wie­sen. Das Schloss wurde nach der Plünderung als Lungenheilanstalt genutzt. Ab 1979 diente es als Reha-​Zentrum für geis­tig Behinderte.

Nachwendezeit

Seit 1990 kaufte Dr. Georg Prinz zur Lippe die elter­li­chen Weinberge sowie 1996 Schloss Proschwitz zurück. Zunächst diente das Schloss wei­ter­hin bis 2000 als Betreuungsstätte für Behinderte und wurde anschlie­ßend bis 2008 von Bauschäden befreit und umfas­send saniert. Mittlerweile eta­blierte Dr. Georg Prinz zur Lippe mit rund 55 Hektar das größte und älteste pri­vate Weingut in Sachsen.

Heutige Nutzung

Neben der Nutzung als Weingut fin­den im Schloss sowie im weit­läu­fi­gen Schlosspark Konzerte, Tagungen und Hochzeiten statt.
(Fotos: Februar 2025)

Link zum Schloss: Schloss Proschwitz

Diera-​Zehren: Burg Schieritz

Burg Schieritz

Dragonerberg
01665 Diera-​Zehren OT Schieritz

Historisches

Die Turmhügelburg ver­fügte zusätz­lich über eine Vorburg sowie einen Abschnittswall. Diese Burg hatte mög­li­cher­weise bereits um 1150 exis­tiert, soll aber nicht iden­tisch mit einem Vorgängerbau von Schloss Schieritz sein. Die Burg Schieritz wurde offen­bar im frü­hen 13. Jahrhundert auf­ge­ge­ben. Sie befin­det sich an der Westseite des Dragonerberges und zeigt noch den Turmhügel sowie Abschnittsgräben und Wälle.

Bodendenkmalschutz

Unter Bodendenkmalschutz wurde sie 1939 und erneut 1957 gestellt.

Diera-​Zehren: Wallburg Göhrisch

Wallburg Göhrisch

01665 Diera-​Zehren OT Göhrisch

Historisches

Die Wallburg Göhrisch befand sich gegen­über Diesbar-​Seußlitz auf einem Felsen und stammt aus der Bronzezeit um etwa 800 v. Chr. Die Höhensiedlung umfasste ein Gebiet von etwa 250 Länge und 200 Breite. Sie war zu zwei Seiten, näm­lich den Steilhängen zur Elbe, mit einem stel­len­weise noch vor­han­de­nen bis zu 12 m hohen Wall gesi­chert. Am Steilhang führte auch der ursprüng­li­che Zugang hin­auf. Der heu­tige Weg wurde spä­ter geschaffen.

Zum Hinterland wurde die Befestigungsanlage mit einem eben­falls etwa 12 m hohen Sperrwall gesi­chert, der aus Holz und Erde bestand. Seit vie­len Jahrhunderten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde am Felsen Granit abge­baut und die Anlage dadurch nicht uner­heb­lich zerstört.

Bodendenkmalschutz

Das Plateau wurde 1935 unter Bodendenkmalschutz gestellt, die­ser wurde 1957 erneu­ert. Die Wallburg befin­det sich west­lich des Göhrischguts und ist über einen kur­zen Wanderweg erreichbar.