Dürrröhrsdorf-​Dittersbach: Vorwerk Stürza

Vorwerk Stürza

01833 Dürrröhrsdorf-​Dittersbach OT Stürza

Historisches

1388 wurde Stürza als Rittersitz erwähnt und unter­stand bis 1435 der Herrschaft der Berka von der Duba zu Hohnstein. Danach kam Stürza in den Besitz des Bischofs von Meißen und 1472 zur Herrschaft Wehlen. Das Vorwerk wurde 1468 sowie im 18. Jahrhundert erwähnt.

Vermutlich ist von dem ehe­ma­li­gen Vorwerk Stürza nichts mehr vorhanden.

Dippoldiswalde: Freigut Oberhäslich

Freigut Oberhäslich

Dresdner Straße 31
01744 Dippoldiswalde OT Oberhäslich

Historisches

Das Freigut Oberhäslich wurde 1550 Vorwerk des Rittergutes Dippoldiswalde und gelangte 1569 durch Kauf an den Kurfürsten August. 1710 wurde das Rittergut Oberhäslich geteilt und aus finan­zi­el­len Gründen vom Hofe ver­äu­ßert. Es gelangte 1724 an Peter von Suhm.

Heutige Nutzung

Das Freigut befin­det sich in einer klei­nen Parkanlage mit dem Hafterteich, ist saniert und dient Wohnzwecken.

Dippoldiswalde: Vorwerk Böthchen

Vorwerk Böthchen

01744 Dippoldiswalde

Historisches

Mit Böthchen wird auch ein Vorwerk erwähnt, aller­dings ist auch hier, ebenso wie bei der gleich­na­mi­gen Burg, der Standort  nicht genau bekannt. Es befand sich im heu­ti­gen Stadtwald Böthchen. Erstmals wurde 1465 ein Vorwerk Bodenichen erwähnt und mit der Befestigungsanlage in Verbindung gebracht. 1516 wurde das Vorwerk Bodemich noch­mals genannt, jedoch 1564 als wüs­tes Vorwerk bezeich­net. Es ist nichts mehr vorhanden.

Freital: Jochhöhschlösschen

Jochhöhschlösschen

Am Jochhöh 42
01705 Freital

Historisches

1795 wurde das Schloss von Karl Albrecht von Nimptsch als Winzerhaus erbaut. 1848 war es das Hochzeitsgeschenk von Karl Friedrich von Burgk an sei­nen Sohn. Der Freiherr von Burgk hatte das Anwesen ein Jahr zuvor erwor­ben. Später wurde es als Lusthaus verwendet.

Nach 1945

Die Stadt Freital rich­tete 1953 ein Seniorenheim darin ein.

Nachwendezeit

Kurze Zeit nach der Schließung des Heimes wurde das Schloss von pri­vat gekauft und für Wohnzwecke saniert.

Heutige Nutzung

Wohnungen

Freital: Heilsberger Gut

Heilsberger Gut

Leitenweg 2a
01705 Freital

Historisches

Hainsperg wurde erst­mals im Jahre 1350 in die­ser Schreibweise erwähnt. Der heu­tige Ortsteil Hainsberg von Freital unter­stand 1551 grund­herr­schaft­lich dem Rittergut Döhlen und ab 1696 dem Rittergut Zauckerode. Die erste Erwähnung als Freigut erfolgte 1652. Eine ein­zelne Quelle benennt einen Herrensitz bereits im Jahre 1230.

Ab 1793 wurde mit der Anlage des weit­läu­fi­gen, etwa 1,6 ha gro­ßen Heilsberger Gutsparks begon­nen. Noch heute befin­den sich darin einige Bäume, die bereits 1760 unter dem Freiherrn von Lindemann ange­pflanzt wor­den waren und inzwi­schen als Naturdenkmale unter beson­de­rem Schutz stehen.

Das vil­len­ähn­li­che Wohnhaus des Freiguts wurde 1840 unter dem Engländer George de la Pole im typi­schen eng­li­schen Landhausstil erbaut und erhielt dadurch den Beinamen Engländerei. Er hatte das Grundstück ein Jahr zuvor erworben.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus ist saniert und wird bewohnt. Der Grundstücksteil mit der Engländerei ist nicht öffent­lich zugänglich.

Freital: Rittergut Wurgwitz

Rittergut Wurgwitz

Am Weinberg 6 (Herrenhaus)
Zöllmener Straße 40 (Rittergut)
01705 Freital

Historisches

1206 erfolgte die erste Erwähnung von Wurgwitz als Herrensitz. Der Ritter Hermannus de Worganewiz hatte sich hier nie­der­ge­las­sen. Das Vorwerk wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts nach­ge­wie­sen und unter­stand im Laufe der Jahre und Jahrhunderte ver­schie­de­nen Rittergütern, so zuerst dem Rittergut Niederjahna, dann dem Rittergut Schieritz und noch in der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts dem Rittergut Klingenberg. Unter die­sem erfolgte der Neuaufbau der Rittergutsgebäude, auch das Herrenaus im Stil der Neorenaissance entstand.

1801 erwarb der Kohlegrubenbesitzer Christian Gottlieb Brendel das Rittergut Wurgwitz. Das Herrenhaus wurde auch als Villa bzw. Brendel-​Villa bezeich­net. Die Scheune wurde um 1840 erbaut. Da die Landwirtschaft nicht wie erhofft flo­rierte, ver­schul­dete sich die Familie Brendel zuneh­mend und musste schließ­lich das Rittergut 1880 ver­kau­fen. Das Herrenhaus ver­blieb wei­ter­hin in ihrem Besitz und wurde 1884 umge­baut. Neben einem zwei­ten Obergeschoss erhielt es den hof­sei­ti­gen Treppenturm.

Nach 1945

Das Rittergut umfasste weni­ger als 100 Hektar Fläche und fiel damit nicht unter die Bodenreform. Die land­wirt­schaft­li­chen Flächen wur­den den­noch der spä­ter gegrün­de­ten LPG zur Nutzung übergeben.

Nachwendezeit

Der frü­here Besitzer Winkler erhielt das Rittergut 1990 zurück. Er grün­dete das Betonsteinwerk Wurgwitz, ging aber insolvent.

Heutige Nutzung

Das deso­late Herrenhaus wurde zwi­schen 2012 und 2016 umfang­reich und hoch­wer­tig saniert. Es wird bewohnt und ver­fügt über eine Ferienwohnung. Der große Vorgarten wurde neu ange­legt. Die ehe­ma­lige Scheune wird als Kulturscheune genutzt. Das Rittergut, teil­weise aus sanier­ten Fachwerkbauten bestehend, wird bewohnt.

Freital: Rittergut Potschappel

Rittergut Potschappel

01705 Freital

Historisches

1206 war ein Herrensitz bekannt, der 1420 als Vorwerk und seit 1551 als Rittergut bezeich­net wurde. Im 16. Jahrhundert war die Familie von Theler mit dem Rittergut belie­hen, 1689 befand es sich im Besitz von einem Herrn von Haugwitz. 1726 kam das Rittergut an die Familie von Lüttichau. Diese ver­kaufte das Rittergut an den Grafen von Hagen das Rittergut, erhielt es jedoch 1784 wie­der zurück. Die wei­te­ren Besitzer waren die Familie von Güntherode, 1804 die Familie von Schönberg und ihr fol­gend die Familie Klett.

Heutige Nutzung

Die Rittergutsgebäude wur­den zwi­schen­zeit­lich abge­bro­chen. Im Jahr 2004 wurde auch die ehe­ma­lige Zille-​Schule abge­ris­sen. Das Gebäude, in dem Heinrich Zille von 1865 bis 1867 zur Schule ging, befand sich in Privatbesitz und stand seit ca. 1992 leer. Ursprünglich wurde das Gebäude als Gästehaus des Rittergutes genutzt, diente spä­ter jedoch als Erweiterung für die über­füllte Potschappler Schule.

Freital: Rittergut Pesterwitz

Rittergut Pesterwitz

Gutshof 1, 2, 3
01705 Freital

Historisches

1529 wurde erst­mals ein Vorwerk erwähnt, 1651 das Rittergut. Dieses soll unter Herrn von Schrenckdorff, Geheimsekretär des Kurfürsten Johann Georg I., durch die Zusammenlegung von drei zwi­schen 1649 und 1653 erwor­be­nen Gütern ent­stan­den sein. Das Rittergut ging 1737 aus dem Familienbesitz der Familie von Schrenckdorff an den Reichsgrafen Heinrich von Brühl über, der es nach nur drei Jahren bereits wie­der ver­kaufte. Friederica Sidonia von Nimptsch wurde 1740 neue Besitzerin. Das Rittergut ver­blieb bis 1805 in Familienbesitz, danach erlebte es viele Besitzerwechsel. 1819 erwarb Carl August Friedrich Dathe von Burgk das Rittergut Pesterwitz, das bis 1945 in Familienbesitz ver­blieb, jedoch sel­ten bewohnt wurde.

Nach 1945

Die Familie von Burgk wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net. Das Rittergut Pesterwitz wurde zunächst Versorgungsgut der Roten Armee und 1949 in ein Volkseigenes Gut umge­wan­delt. In den spä­ten 1960er Jahren wurde der Turm wegen Baufälligkeit abgebrochen.

Nachwendezeit

1992 wurde das Rittergut von einer Projektentwicklungsgesellschaft erwor­ben. Dennoch dau­erte es noch ein Jahrzehnt, bis mit der Sanierung begon­nen wurde. Diese wurde 2004 abge­schlosse, das Herrenhaus erhielt sei­nen Turm zurück.

Heutige Nutzung

Im Herrenhaus bestehen Wohnungen und Gewerberäume. Weitere Nebengebäude wer­den eben­falls als Wohnraum genutzt.

Freital: Allodialgut Eckersdorf

Allodialgut Eckersdorf

Rabenauer Straße 46
01705 Freital

Historisches

Eckersdorf war zunächst böh­mi­sches Lehen und Kammergut der Markgrafen und Kurfürsten. Um 1500 erhielt Georg Siegismund von Miltitz das Vorwerk als Lehen, das 1569 an den Kurfürsten August über­ging. Das Rittergut ist seit 1696 nach­weis­bar. Im 17. Jahrhundert waren die Familien Hopfenberger und Krauss Lehensnehmer. Im 18. Jahrhundert kam es erneut in den Besitz der Herren von Miltitz. 1875 fand es Erwähnung als Allodialgut.

Nach 1945

Die Besitzer wur­den nach Kriegsende ent­eig­net und der Besitz auf­ge­teilt. Die LPG nutzte die land­wirt­schaft­li­chen Flächen und Wirtschaftsgebäude.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus dient Wohnzwecken, die Wirtschaftsgebäude ste­hen einem Reiterhof zur Verfügung.

Freital: Burg Pesterwitz

Burg Pesterwitz

Burgwartsberg
01705 Freital

Historisches

Zur Lage der Burg Pesterwitz gibt es min­des­tens zwei Theorien: So könnte die Burg Pesterwitz sich auf dem Burgwartsberg befun­den haben und in der Folgezeit zur Burg Thorun aus- und umge­baut wor­den sein oder aber an ande­rer Stelle gestan­den haben.

Ebenso gibt es zur Entstehungszeit der Burg zwei Theorien. Die eine besagt, 1068 wurde erst­mals der Burgward Bvistrici (Burg Pesterwitz) schrift­lich erwähnt. Die andere geht von einer Errichtung gegen Ende des 12. Jahrhunderts aus, ver­bun­den mit einer Schleifung im Jahre 1206 auf­grund der wider­recht­li­chen Errichtung der Burg. Auch hier gibt es Übereinstimmungen mit den Angaben zur Burg Thorun, so dass die Existenz von zwei Burgen unter Vorbehalt steht.

Der Burgwartsberg ist über Wanderwege ab der Straße Am Burgwartsberg und der Burgwartstraße erreich­bar. Eine Infotafel infor­miert über die Burg Thorun. Die Abschnittsgräben der Wehranlage sind ver­füllt. An der Ostseite des Burgwartsbergs sind die Wallburgreste noch erkennbar.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage selbst steht seit 1938 unter Bodendenkmalschutz; die­ser wurde 1968 erneuert.