Göda: Wasserburg & Rittergut Großseitschen

Wasserburg & Rittergut Großseitschen

Rittergut 1
02633 Göda OT Seitschen

Historisches

Bereits 1091 war ein Burgward bekannt, der spä­ter umge­baut und 1276 als Herrensitz unter Theodericus de Zitzin erwähnt wurde. Hierbei han­delte es sich um die frü­here Wasserburg, aus wel­cher letzt­lich das Rittergut hervorging.

1436 als Rittersitz bezeich­net, wurde die­ser 1580 zum Rittergut erho­ben. Die Besitzer des Ritterguts wech­sel­ten oft, wobei sich nach und nach die bür­ger­li­chen Eigentümer durch­setz­ten. Das Herrenhaus wurde um 1870 errich­tet, wäh­rend ein Teil der Wirtschaftsgebäude noch aus dem 18. Jahrhundert stammt. Richard Hermann Stärker war der letzte Rittergutsbesitzer.

Nach 1945

Richard Hermann Stärker wurde 1945 ent­eig­net und das Rittergut an Neubauern auf­ge­teilt. Das ursprüng­li­che Vorhaben, das Herrenhaus abzu­rei­ßen, konnte durch eine Nutzung durch die Gemeindeverwaltung und einen Kindergarten abge­wen­det werden.

Nachwendezeit

2002 wurde das Rittergut von pri­vat zu Eigennutzungszwecken erworben.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird genutzt. Die Wirtschaftsgebäude sind stark sanie­rungs­be­dürf­tig und teil­weise ruinös.

Bodendenkmalschutz

Die nicht mehr vor­han­dene Wasserburg befand sich im nörd­li­chen Bereich des Gutes. Die Burg wurde über­baut und der Graben ober­fläch­lich ein­ge­eb­net. Schutz als Bodendenkmal besteht seit November 1970.

Großdubrau: Rittergut Zschillichau

Rittergut Zschillichau

Bautzner Straße 1
02694 Großdubrau OT Zschillichau

Historisches

Die Ersterwähnung des Rittergutes erfolgte 1718. In jenem Jahr erwarb Hans Wolf von Metzradt das frü­here Lehngut, wel­ches damals zum Rittergut Malschwitz gehörte. Seit 1853 befand sich das Rittergut in bür­ger­li­chem Besitz. Das Herrenhaus ent­stand 1901 für Arthur Goldammer. Auf dem Rittergut wurde einst Rinderzucht betrieben.

Nach 1945

Nach Ende des krie­ges wurde die Bodenreform voll­zo­gen, der Besitzer ent­eig­net und die Aufteilung an Neubauern vor­ge­nom­men. Im Herrenhaus ent­stan­den meh­rere Wohnungen.

Heutige Nutzung

Leerstand

Malschwitz: Wallburg Kleinsaubernitz

Wallburg Kleinsaubernitz

Insel im Olbasee | Radisch
02694 Malschwitz OT Kleinsaubernitz

Historisches

Die frü­here eisen­zeit­li­che bis mit­tel­al­ter­li­che Wallburg befand sich in einem Moor. Das Gebiet wurde in neue­rer Zeit durch den Kohleabbau stark ver­än­dert und in den 1930er Jahren geflu­tet. Heute ist eine Insel im Olbasee vor­han­den, auch Radisch genannt, bei der es sich um den ehe­ma­li­gen Standort der Wallburg han­delt. Wall- und Grabenreste sind vor­han­den, durch die Insellage jedoch nicht zugänglich.

Bodendenkmalschutz

Die Insel wurde als Bodendenkmal 1937 unter Schutz gestellt. Der Schutz wurde Ende 1958 erneuert.

Weißenberg: Wasserburg Nechern

Wasserburg Nechern

Backhaus /​ Hausteich
02627 Weißenberg OT Nechern

Historisches

Die Wasserburg Nechern wurde ver­mut­lich in der ers­ten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Nechern war gegen Ende des 14. Jahrhunderts ein Herrensitz und wurde 1389 und 1390 unter Sifrid de Nechrin sowie Nyclos de Nechrin genannt. Die erste Erwähnung eines Rittersitzes erfolgte 1413 unter Hannos von Necherin. Um 1515 wurde die mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg, die auch als Backhaus bezeich­net wird, auf­ge­ge­ben und unter der Familie von Maxen wurde ein neues Herrenhaus in unmit­tel­ba­rer Nähe errichtet.

Von der öst­lich des Rittergutes befind­li­chen Wasserburg sind noch wenige Ruinenreste erhal­ten. Im Süden und Westen wurde der Graben ein­ge­eb­net. Das Gelände ist pri­vat und daher nicht zugänglich.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg wurde teil­weise mit dem Rittergut Nechern über­baut. Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1934. Der Schutz wurde Ende 1958 erneuert.

Bautzen: Rittergut Großwelka

Rittergut Großwelka

Großwelkaer Straße 32
02625 Bautzen OT Großwelka

Historisches

Großwelka wurde bereits im 13. Jahrhundert vom Everhardus de Wilchow zum Herrensitz aus­er­ko­ren und 1225 als sol­cher nach­ge­wie­sen. 1438 ist ein Rittersitz nach­weis­bar, ab 1643 ein Rittergut. 1745 erwarb der Kammerherr August Adolph von Below das Rittergut Großwelka. Er soll den Bau des Herrenhauses ver­an­lasst haben. Um 1880 erfolg­ten Umbauten. Ab 1875 war die Familie von Boxberg auf dem Rittergut ansässig.

Nach 1945

Karl von Boxberg als letz­ter Eigentümer wurde ent­eig­net, als die Bodenreform voll­zo­gen wurde. Das Herrenhaus wurde teil­weise umge­baut, so dass einer­seits sein einst statt­li­ches Aussehen ver­lo­ren ging, ande­rer­seits drei getrennte Hausbereiche für Neubauern entstanden.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand und wird wei­ter­hin bewohnt.

Bernsdorf: Wasserburg & Rittergut Großgrabe

Wasserburg & Rittergut Großgrabe

Am Saleskbach 25, 25 a/​b
02994 Bernsdorf OT Großgrabe

Historisches

Großgrabe war bereits 1401 ein Herrensitz und 1481 der Sitz eines Ritters. 1563 als Rittergut erwähnt, wurde die­ses Gut zeit­weise als Vorwerk genutzt und als sol­ches 1777 erwähnt. Ab 1858 wei­sen die Quellen wie­der ein Rittergut in Großgrabe nach. Das Rittergut an sich geht auf eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg zurück.

Johann Siegismund Ehrenreich Graf von Redern ver­kaufte das Rittergut Großgrabe 1816 an Hans Wilhelm Adolph Graf von Kalckreuth. Schon im fol­gen­den Jahr erwarb Sophie Charlotte Eleonore Gräfin zu Stolberg-​Stolberg das Rittergut. Das Rittergut war lange Zeit ver­pach­tet. Letzte Umbauten am Herrenhaus erfolg­ten 1864.  1944 wurde unter dem Pächter Herrn Sieber ein neues, heute noch erhal­te­nes Stallgebäude errichtet.

Nach 1945

1945 wurde im Rahmen der Bodenreform die Enteignung voll­zo­gen. Betroffen davon war der Pächter Herr Sieber. Mitte der 1970er Jahre brannte das Herrenhaus ab. Der Wiederaufbau erfolgte als schich­tes Wohnhaus.

Nachwendezeit

2004 wurde das her­un­ter­ge­kom­mene Rittergut von einem Privatmann erwor­ben. Im Mai 2015 wurde durch Brandstiftung der Stall zer­stört. Dabei wur­den meh­rere Pferde verletzt.

Heutige Nutzung

Das Rittergut Großgrabe dient als Reiterhof mit ange­schlos­se­nem Kutschenfahrdienst.

Bodendenkmalschutz

Die ursprüng­li­che Wasserburg ist ein­ge­eb­net und ober­fläch­lich nicht mehr zu erken­nen. Die Anlage nahe des Löschteichs süd­west­lich der Kirche wurde erst­mals Anfang 1936 und erneut Ende 1956 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Radeberg: Rittergut Liegau

Rittergut Liegau

Hauptstraße 68 (Herrenhaus)
Hauptstraße 64, 66, 71 (Rittergut)
01454 Radeberg OT Liegau-Augustusbad

Historisches

Als ers­ter Besitzer des 1606 erst­mals genann­ten Rittergutes Liegau wurde die Familie von Haugwitz genannt. Um 1650 ließ der dama­lige Gutsinhaber das Sitznischenportal vor dem heu­ti­gen Haus Hauptstraße 69 erbauen. 1783 ent­stand unter dem Grafen Wallwitz das soge­nannte Alte Herrenhaus. Unterhalb des Gutes wurde 1807 die Röderbrücke errich­tet. 1836 erhielt das Gut erst­ma­lig einen bür­ger­li­chen Besitzer. Das Gebäude mit der Hausnummer 71 wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Gasthof Silberdiele umge­baut. 1921 kam die guts­ei­gene Forellenschänke und 1928 das Herrenhaus mit den bei­den angren­zen­den Gebäuden an die Gemeinde Liegau und 1929 das gesamte Rittergut mit Grund und Boden an die Landparzellierungsgesellschaft AG Berlin.

Heutige Nutzung

Das Rittergut ist saniert und wird gewerb­lich sowie zu Wohnzwecken genutzt.

Rammenau: Schloss Rammenau

Barockschloss Rammenau

Am Schloss 4
01877 Rammenau

Historisches

1717 ver­kaufte die Familie von Seydewitz aus finan­zi­el­len Gründen das 1597 erst­mals erwähnte Rittergut Rammenau an den Kammerherrn Ernst Ferdinand von Knoch. Unter die­sem began­nen 1721 der Neubau des Schlosses sowie die Anlage des Gartens im Barockstil. Die hohen Baukosten trie­ben Ernst Ferdinand von Knoch in den finan­zi­el­len Ruin, wes­halb er 1744 aus Rammenau floh.

In einer Versteigerung erwarb die Familie von Hoffmann das noch nicht kom­plett fer­tig gestellte Schloss, das sie schließ­lich voll­ende­ten und um die bei­den Kavaliershäuser ergänzte. 1778 wurde die Familie von Hoffmann von Kaiser Josef II. von Habsburg in den Adelsstand erho­ben und nannte sich von Hoffmannsegg.

1794 wurde Schloss Rammenau an Friedrich von Kleist ver­äu­ßert, wel­cher bau­li­che Veränderungen im Stile des Klassizismus vor­neh­men ließ. Auch der Park wurde im eng­li­schen Stil umge­stal­tet. Johann Centurius Graf von Hoffmannsegg erwarb das Schloss 1820 zurück. 1879 kaufte Hans Curt Christoph Ernst von Posern das Schloss. Dessen Tochter Margarete Gisela Gabriele Alexandra von Helldorff über­nahm es 1914. Im Ersten Weltkrieg diente Schloss Rammenau als Lazarett.

Nach 1945

Das Schloss wurde durch die Rote Armee besetzt und die letzte Besitzerin Margarethe von Helldorff im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net. 1951 erfolgte die Übergabe an die Hochschule für Bildende Künste, die das Schloss Rammenau für schu­li­sche Zwecke und als Atelier nutzte. 1955 fan­den erste Restaurierungsarbeiten statt. Bereits 1962 wurde ein Teil des Schlosses für eine kleine Fichte-​Ausstellung ein­ge­rich­tet, die 1967 um die Schlossgeschichte erwei­tert wurde. Im Jahr dar­auf eröff­nete die Schlossgaststätte.

Nachwendezeit

Schloss, Park und Wirtschaftsgebäude gelang­ten 1993 in den Besitz des Freistaates Sachsen und zäh­len heute zum Schlösserland Sachsen.

Heutige Nutzung

Museum und Gastronomie wer­den durch Veranstaltungen abgerundet.

Bischofswerda: Rittergut Schönbrunn

Rittergut Schönbrunn

Hauptstraße 82 (?)
01877 Bischofswerda OT Schönbrunn

Historisches

Die Ersterwähnung eines Rittergutes datiert auf 1544. Im Jahre 1556 erwarb Wolff von Ponikau von Verwandten das Rittergut Schönbrunn, wel­ches dar­auf­hin meh­rere Jahrhunderte in Familienbesitz blieb. Nach einem Brand 1772 erfolgte der Wiederaufbau nach heu­ti­gem Aussehen.

Hinweis

Bei dem Foto han­delt es sich ver­mut­lich um das sanierte und bewohnte Herrenhaus des ehe­ma­li­gen Rittergutsd Schönbrunn.