Wallburg Bautzen (Alte Schanze)
Schanzenberg
02625 Bautzen
Historisches
Wall- und Grabenreste befinden sich westlich von Bautzen auf dem Schanzberg.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Bautzen
Schanzenberg
02625 Bautzen
Wall- und Grabenreste befinden sich westlich von Bautzen auf dem Schanzberg.
Am Klinkenplatz 9
01900 Großröhrsdorf OT Bretnig
Aus einer Lehnurkunde geht hervor, dass in Bretnig ein Vorwerk vorhanden war. Im 16. Jahrhundert, konkret 1580, wurde es als Rittergut bezeichnet.
In jenem Jahr brannte das Herrenhaus nieder, seine Reste wurden abgetragen.
An der Stelle des früheren Herrenhauses befindet sich der Neubau des Gemeindeamtes.
Wasserburg & Schloss RadiborAm Schloß 3
02627 Radibor
Der 1407 erwähnte Rittersitz, die ursprüngliche Wasserburg, erlebte zahlreiche Besitzerwechsel. Seit 1489 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Plaunitz, die es 1589 an die Familie von Haugwitz verkaufte. Diese veräußerten Radibor 1605 an die Familie von Minkwitz. Die Ersterwähnung als Rittergut datiert auf das Jahr 1635. 1707 erwarb die Familie von Schack Radibor und ließ ab 1709 das Schloss errichten. Der Baron von Ried erwarb es 1765. Nach mehreren weiteren Besitzerwechseln kam Schloss Radibor schließlich 1854 an die Grafenfamilie von Einsiedel.
Nach 1945Der letzte Besitzer Alfred Freiherr von Welck wurde 1945 enteignet. 1946 wurde eine sorbische Schule im Schloss eingerichtet, welches vormals von Wassergräben umgeben war.
Pläne, eine Bildungseinrichtung im Schloss unterzubringen, wurden aufgeschoben.
Seit 2010 befindet sich Schloss Radibor in Privatbesitz und wird schrittweise saniert.
Die mittelalterliche Wasserburg ist überbaut. Lediglich ein Graben existiert noch von ihr. Das Burgareal nördlich des Ritterguts wurde als Bodendenkmal 1971 unter Schutz gestellt.
Wasserburg & Rittergut/Klostergut SchönauReichenstraße 6
01920 Ralbitz-Rosenthal OT Schönau
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Schönau im Jahre 1311, der Ritter Konrad von Theltowe wurde als Herr auf Schönau aufgeführt. Damals bestand offenbar bereits die Wasserburg, auf welche das spätere, 1667 erwähnte Rittergut zurück ging. Nach ihm erbte sein Sohn Tammo das Rittergut. Bis 1667 ist nichts über weitere Besitzverhältnisse bekannt. Bis 1745 war die Familie von Luttitz Eigentümer, unter ihr entstand um 1710 das Herrenhaus. Ihr folgten bis 1770 Wolf Dietrich von Hühnerkopf und bis 1771 Peter Christian von Puttkammer.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus Schönau um einen Seitenflügel erweitert. Weitere Besitzer waren bis 1805 Gottlob August Hering, bis 1818 Johann Christoph Gotthelf von Hornuf, bis 1826 Christian Wilhelm Pilz und bis 1837 Ernst Ferdinand von Loeben. Im Jahre 1837 erwarb das Kloster St. Marienstern das Rittergut, es wurde seitdem als Klostergut bezeichnet. Das Herrenhaus wurde von einem Gutsverwalter bewohnt, das Kloster erfreute sich hauptsätzlich an den großen landwirtschaftlichen Flächen.
Obwohl das Rittergut über 100 Hektar groß war, fiel es als kirchlicher Besitz nicht unter die Bodenreform. Auf den Ländereien wurde weiterhin Landwirtschaft betrieben.
Der Landwirtschatsbetrieb wurde eingestellt und die Landwirtschaftsflächen anderweitig verpachtet.
Das Herrenhaus steht leer.
Die einstige Burg wurde durch das Herrenhaus vollständig überbaut. Der Graben wurde eingeebnet und ist oberflächlich nicht mehr erkennbar. Schutz für die Wasserburg als Bodendenkmal besteht seit 1935, aufgefrischt wurde dieser Ende 1956.
Gut StiebitzNeukircher Straße 10
02625 Bautzen OT Stiebitz
Stiebitz konnte 1242 als Herrensitz unter Martinus de Stewicz nachgewiesen werden. Aus dem Herrensitz ging ein Gut hervor, welches jedoch weder als Vorwerk noch als Rittergut Erwähnung fand. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kam das Gut an die Familie Zieschang. William Busch erwarb es 1917. Bis 1922 ließ er umfangreiche Um- und Ausbauten am 1853 errichteten Herrenhaus vornehmen. 1924 ließ er zudem einen Pavillon bauen, in welchem er Küken hielt. 1931 starb William Busch. Das Gut gelangte an Paul Gustav Emil Hultsch und später an eine Erbengemeinschaft.
Das Gut und sein letzter Besitzer wurden nicht enteignet, das Gut Stiebitz wurde 1954 dennoch in ein volkseigenes Gut umgewandelt. Das Herrenhaus wurde zu Wohnzwecken genutzt.
1990 wurde die Enteignung rückgängig gemacht. Die Erben waren nur an den Ländereien interessiert, nicht an den Gebäuden. Das Herrenhaus wurde nach und nach leergezogen und verkam zur Ruine. Zwei Nebengebäude wurden nach 1997 abgerissen. 2007 erfolgte der Verkauf des Gutsgrundstücks an ein Unternehmen. Das Herrenhaus wurde Anfang 2013 abgebrochen.
Die 2016 noch ruinöse Fasanerie wurde umfassend saniert und wird heute bewohnt. Eine Fotoaufnahme ist nur aus einiger Entfernung möglich.
Rittergut WeichaHauptstraße 23 (Herrenhaus)
Hauptstraße 29 (Wirtschaftsgebäude)
02627 Weißenberg OT Weicha
In Weicha existierte bereits 1241 ein Herrensitz unter Reinhardus de Wichow(e). Er wurde 1485 als Rittersitz und 1563 als Rittergut bezeichnet. Im 17. Jahrhundert befand sich das Rittergut im Besitz von Hans von Gersdorff. Um 1700 erfolgte der Bau des Herrenhauses unter Anna Helena von Nimptsch. Ihre Tochter erbte den Besitz 1712. Weitere Besitzer waren im 18. Jahrhundert die Familie von Broizen und ab 1804 die Familie von Heynitz. Wichard von Heynitz wurde aufgrund seiner geistigen Behinderung 1941 auf dem Pirnaer Sonnenstein ermordert. Die Nationalsozialisten lösten das Rittergut Weicha auf und teilten den Grund und Boden an Bauern auf.
Benno von Heynitz, der Bruder von Wichard von Heynitz, wurde 1947 als vorgeblich feindlicher Agent verhaftet und bis 1956 inhaftiert. Nach Kriegsende wurde im Herrenhaus ein Alten- und Pflegeheim eingerichtet.
Das Pflegeheim zog 2003 aus dem Herrenhaus aus.
Heute dient das Herrenhaus als Begegnungszentrum des Weichaer Herrenhaus e. V.
Rittergut LomnitzLomnitzer Hauptstraße 35
01454 Wachau OT Lomnitz
Der 1313 unter Tymo de Lomenitz miles erwähnte Herrensitz diente um 1554 den Herren von Schönfeld als Vorwerk. Die Grundherrschaft wurde noch 1606 vom Rittergut Wachau ausgeübt, spätestens seit 1696 war Lomnitz ein eigenständiges Rittergut. 1631 erwarb Johann Georg von Oppel das Gut und verkaufte es 1679 an die Familie von Boblik. Nach mindestens zwei weiteren Besitzerwechseln kam das Rittergut gegen Ende des 19. Jahrhunderts an die Familie Leuthold. Als letzter Besitzer ist Dr. Lahmann bekannt. Das Herrenhaus wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhudnerts erbaut.
Nach 1945Die Enteignung erfolgte im Oktober 1945. Das Rittergut Lomnitz war das erste Anwesen seiner Art, auf dem in Sachsen die Bodenreform vollzogen wurde. Nach Kriegsende wurde das Herrenhaus des Rittergutes überwiegend zu Wohnzwecken genutzt.
Das Rittergut mit Herrenhaus, Wirtschaftsgebäude, Scheune und Mauertürmchen ist sanierungsbedürftig und steht ungenutzt leer. Das Areal wurde vor langer Zeit verkauft. Ein geplantes Nutzungskonzept aus dem Jahr 2015 sieht Wohnungen im Herrenhaus und den Abriss von Wirtschaftsgebäude und Scheune vor, an deren Stelle Reihenhäuser errichtet werden sollen. Bis Stand November 2020 wurde mit dem Bau nicht begonnen. Der Park verwildert zusehends.
02625 Bautzen
Südöstlich vom Ort auf dem Schmoritz sind noch Wall- und Grabenreste vorhanden.
Rittergut OberburkauHauptstraße 64
01906 Burkau
1414 bestand in Burkau ein Rittersitz. Aus diesem entwickelten sich zwei Vorwerke, die 1627 als solche erwähnt und später zu Rittergütern erhoben wurden. Im 19. Jahrhundert gab es eine weitere Teilung: 1858 wurden die Rittergüter Kleinburkau, Niederburkau und Oberburkau.
1676 kaufte Johann Ernst von Staupitz die beiden Vorwerke Oberburkau und Niederburkau. Er vermachte 1710 seinem Sohn Gottlob Ernst Oberburkau, welcher es an den Kammerjunker Freiherr von Braun und Wartenberg veräußerte. Das Herrenhaus wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgebaut. Der Ursprungsbau stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert.
Nach 19451945 erfolgte keine Enteignung, da das Rittergut zu klein war als um unter die Bodenreform zu fallen.
Das Herrenhaus des Ritterguts Oberburkau wurde von privat nach Erbgang umfassend saniert.
Das Ensemble des Ritterguts dient Wohnzwecken.
(Fotos: März 2026)
Rittergut TeichaTeicha Nr. 1
02627 Radibor OT Teicha
Das Rittergut wurde 1600 schriftlich als Einzelgut erwähnt und gehörte zum Rittergut in Milkel. Als Besitzer sind 1901 Adolf Graf Einsiedel, 1910 die Landesbank Berlin und ab 1914 Karl Otto Theodor Graf von Hohnstein bekannt.
Das Wohnhaus des Ritterguts wird auch heute als Wohnhaus genutzt und befindet sich in Privatbesitz.